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Das Handbuch der Inquisitoren: Roman Gebundene Ausgabe – 8. Juli 1997

4.5 von 5 Sternen 11 Kundenrezensionen

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Der portugiesische Schriftsteller Antonio Lobo Antunes, der seit einigen Jahren immer wieder als möglicher Nobelpreisträger genannt wird, ist ein Chronist des politischen Grauens. In seinen kunstvoll konstruierten Büchern verarbeitet er Geschehnisse der jüngsten portugiesischen Geschichte und bricht Tabus wie unbequeme Wahrheiten, die Portugal bis heute nicht verarbeitet hat und dessen Schrecken als kaum wahrnehmbar erscheinen. Es geht um den Kolonialkrieg in Angola und die faschistische Diktatur des Salazar-Regimes.

Das Handbuch der Inquisitoren spielt kurz vor und nach der Nelkenrevolution, mit der das rechtsgerichtete Salazar-Regime 1974 entmachtet wurde. Im Mittelpunkt des Romans steht ein Minister des Salazar-Regimes, den alle nur Herr Doktor nennen. Er genießt viele Privilegien und besitzt ein Landgut, das Ausdruck seine Macht ist.

Im Buch kommen die Personen zu Wort, die unter dem Minister zu leiden hatten. Zu Wort kommen u.a. sein Sohn, der vom Vater als Trottel hingestellt wurde, Köchin und Kindermädchen schildern von der beklemmenden Atmosphäre auf dem Landgut, äußern aber auch unverhohlen verblendete Begeisterung für den mächtigen Mann. Alle leiden -- vor allem die untersten weiblichen Angestellten, die er als sexuelles Freiwild betrachtet, vergewaltigt und schwängert. Gegenüber einem anonymen Interviewer berichten die Personen monologisch und getrieben von unbewältigten Erinnerungen an diese Zeit. Ihre Berichte sind quälend, ihre Schilderungen haben oft fragmentarischen Charakter und werden immer wieder unterbrochen von Wortfetzen, Bemerkungen des Herrn Doktor, die zeigen, wie viel Macht das Grauen auch Jahre nach den Ereignissen noch über sie hat. Das Landgut des Herrn Doktor ist ein Mikrokosmos der gesellschaftlichen Verhältnisse. Unmerklich ensteht das Bild des alltäglichen Lebens inmitten der Diktatur, ein Leben der Rechtlosigkeit, dessen Grundstimmung durch blitzschnell und unerwartet hereinbrechenden Terror gekennzeichnet war.

Das Handbuch der Inquisitoren ist ein grollendes und packendes Wutfurioso, geschrieben mit der eisernen Hand einer kritischen Entrüstung, ein leidenschaftlich gezeichnetes Opfergemälde, ein literarischer Blick von unten. Die Monologe, mit denen die Menschen die Verhältnisse unter der Diktatur beschreiben, treiben sie um wie eine offene Wunde, zerrissen beschwören sie immer wieder mit Erinnerungsfetzen die unbewältigte Zeit, wiederholen einmal geäußerte Gedanken, als ließe sich der erlebte Schrecken durch mehrmaliges Aussprechen bewältigen, unterbrechen sich selbst. Wie Bomben fallen Worte des Doktors, Ausrufe oder Befehle in diese Erinnerungen ein.

Lobo Antunes erzählt in Handbuch der Inquisitoren mit einer unglaublich wuchtigen und virtuosen Sprachklaviatur, mit wenigen Worten kann er eine ganze Bilderwelt erschaffen. Seine Sprache ist voller wirklich eindrucksvoller Metaphern, die den Leser schnell in seinen Bann ziehen. Das Handbuch der Inqusitoren ist die engagierte Aufarbeitung verdrängten Schreckens, geschrieben mit einer flammenden Raserei, die manchmal wie ein Fieber wirkt. --Christoph Steven -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Pressestimmen

„Die ästhetische Statur seines Werks weist dieser portugiesischen Gegen-Geschichtsschreibung einen künstlerischen Rang zu wie Faulkner, Virginia Woolf oder García Márquez.“ (Frankfurter Rundschau)

„Die Romane von António Lobo Antunes sind vielstimmige, reich instrumentierte Gesänge auf die Vergänglichkeit des Menschen. Und sie folgen dem Paradox großer Literatur: Sie handeln von der Hoffnungslosigkeit, und sie lassen uns doch reicher zurück.“ (Süddeutsche Zeitung) -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Format: Gebundene Ausgabe
Auf dem verwitterten Landgut des portugiesischen Ministers zur Zeit Salazars entsteht, getragen von Monologen der Zeitzeugen, ein Bild der Vergangenheit des alten, kranken Mannes und derer die er um sich scharte, um sie nur allzuoft zu tyrannisieren. Mit diesem Werk erhebt der Autor einen literarischen Anspruch, wie man ihn in dieser Komplexität in der Belletrtistik selten erlebt. Dem Leser erschließt sich nicht nur das Portugal unter Salazar, sondern auch eine Welt aus dutzenden persönlichen, andersartigen Facetten. Die Monologe der einzelnen Personen führen ein beeindruckendes Einzelleben, entfalten sich zu kleinen Schicksalen, zu Puzzleteilen eines unübersehbaren Mosaiks, daß sich in seiner Gesamtheit wohl dem Leser nie erschließen wird. Und darüberhinaus bilden die Passagen ein stringentes Handlungsgerüst, das als einziges auf ein Fortschreiten im Handlungsverlauf hinweist. Trotzdessen ist dieses Buch kein Handlungsroman. Lobo Antunes stellt den Leser schon zu Beginn des Buches vor vollendete Tatsachen, er läßt ihn gieren nach der Wahrheit und wirft sie ihm häppchenweise vor. Doch die Wahrheit hat viele Gesichter, so zeigt sie zumindest Lobo Antunes. Zu seiner wahren Geschichte haben immer mindestens zwei Personen etwas zu sagen, es entsteht somit geradezu ein Universum der Meinungen, zwischenmenschlichen Beziehungen, Abhängigkeiten, Enthüllungen und neuer Geheimnisse. Diese beinahe, sich langsam auftuende völlige Transparenz, erlaubt einen immer neue Beurteilung der Charaktere.Lesen Sie weiter... ›
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Format: Taschenbuch
Das Handbuch ist ein überwältigender Roman. Er erzählt von den feinen und den groben Untaten einer Diktatur bis zum politischen Mord, die sie im Einklang mit der Kirche begeht. Das Kernthema ist die Willkür der Mächtigen, vor allem in der Form des Landgutbesitzers und Ministers in der Regierung Salazar, unter der die Kleinen, die Armen, der Sohn, die Mutter, die Geliebte, die Hausangestellten und Mitarbeiter in der Landwirtschaft zu leiden haben.
Mich hat vor allem der Bericht der Haushälterin gepackt, den sie, abgeschoben in ein schäbiges Altersheim, erzählt. Dann ist mir die Willkür am schärfsten aufgefallen im Bericht der Geliebten, der Tochter einer Spezereihändlerin, wo der Landgutbesitzer mit seinem dicken Dienstwagen vorfährt. Die Diktatur hält nicht bei der Macht über die Strasse, sie invadiert auch in die Psyche der Unterworfenen. Und dann die Kommentare des Sohnes, der mit dem Strick als Hosengürtel durch den Text geistert. Oder, oder, oder: Man könnte noch viel erzählen.
Lobo Antunes erzählt verschachtelt, multiperspektivisch, komplex. Er verbreitet eine düstere Stimmung und erzählt die Wahrheit über Diktaturen und den spezifischen, portugiesischen Fall.

1938, also auch schon unter Salazar, dringt die Geheimpolizei in einen Haushalt und bringt im Nebenzimmer einen Mann um, während sein Freund, der Mieter Pereira, zuhört. Das ist in Antonio Tabuchis „Erklärt Pereira", das im Übrigen gegen Lobo Antunes gehalten ein geradezu harmloser Roman ist.
Lobo Antunes, eine grosse Stimme in der Gegenwartsliteratur.
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Format: Taschenbuch
Ich bin in Lissabon geboren und habe dort bis 1989 gelebt.
Das heißt, ich war in Portugal in der Zeit wo das Buch spielt.
Es ist nicht nur das dieses Buch sehr gut geschrieben ist, es ist nicht nur eine gute, wahre Geschichte über das Portugal von damals, es ist daß, wenn man dieses Buch liest man wird dort hineinkatapultiert. Das ganze Stimmung des Buches ist es genau wie damals. Die gleiche Szenarien, die gleiche Leute, die gleiche Komentare und die gleiche Mentalitäten.
Wer was über Portugal lernen möchte kann es durchaus genußvoll in diesen Buch.
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Format: Taschenbuch
gekauft habe ich dieses buch eigentlich nur, weil ich mich auf eine längere urlaubsreise nach portugal begab und land und leuten nicht völlig ignorant gegenübertreten wollte. auf den ersten blick erschien mir die kurzbeschreibung im buch wenig verlockend: diktatur, familiengeschichte, übergangsperiode - das klang für mich nach schwer zu bewältigender lektüre. nach dem lesen der ersten seiten war es allerdings dann um mich geschehen: das buch ist ein "page turner", schon deshalb, weil man die verschiedenen seiten einer geschichte von verschiedenen personen präsentiert bekommt. und das macht süchtig! das lesen dieses buches hat mir vieles, was ich auf dieser reise dann gesehen habe, in vollkommen neuem licht gezeigt und mich neugierig gemacht auf mehr aus portugal...
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Format: Taschenbuch
Nach den ersten Sätzen des Buches dachte ich noch, ich würde das Buch nicht zu Ende lesen. Die Spache ist anfangs schwierig (fehlende Satzzeichen, Gedankenfetzen). Aber nach zwei, drei Seiten hatte mich das Buch schon gefesselt. Man ist gespannt auf die Geschichte, die sich erst nach und nach erschließt, denn sie wird von verschiedenen Menschen aus deren jeweils anderer Sicht und Erfahrung berichtet. Ich habe das Buch mit Genuss gelesen, zum einen wegen einer hervorragenden Sprache, zum anderen wegen der Erzähltechnik. Nicht zuletzt aber, weil man über dieses Buch dazu animiert wird, über die (Zeit-)Geschichte Portugals, hier eben die Zeit der Revolution 1974, nachzulesen. Die Geschichte wird durch die verschiedenen Personen, die sie erlebt haben, lebendig. Antunes hat für dieses Buch sicherlich große Anerkennung verdient.
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