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Häuserkampf (Kriminalromane im GMEINER-Verlag) Taschenbuch – 1. Juli 2008

2.6 von 5 Sternen 3 Kundenrezensionen

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Produktinformation

Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Beate Baum wurde 1963 in Dortmund geboren. Sie studierte Literaturwissenschaft, Germanistik und Politologie in Bochum und arbeitete bei einer Thüringer Tageszeitung. Heute lebt sie als freie Krimiautorin sowie Kultur- und Reisejournalistin in Dresden. Bislang sind drei Kriminalromane um die Journalistin Kirsten Bertram sowie zahlreiche Kriminalgeschichten von ihr erschienen. Nachdem Baum zu den Anthologien "Mords-Sachsen" und "Mords-Sachsen 2" jeweils einen Kurzkrimi beigetragen hat, wird jetzt mit "Häuserkampf" auch die "Kirsten Bertram"-Reihe im Gmeiner-Verlag fortgesetzt.

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

1. Kapitel

„Hast du schon wieder deinen Schlüssel vergessen?“
Ich öffnete die Wohnungstür und wollte auf dem Absatz kehrtmachen, als ich stockte. Der Mann im Hausflur hatte zwar die gleichen strahlend-grünen Augen wie Andy, auch blonde, kurze Haare, aber er war es nicht.
„Entschuldigung.“ Er lächelte, und die Ähnlichkeit war noch auffälliger. „Ich vermute, ich möchte zu dem, den Sie erwarten. Frank Rönn, Andreas’ Bruder.“ Seine Stimme hatte eine norddeutsche Färbung, während man Andy noch am ehesten die Jahre in Berlin anhörte. Er streckte mir eine Hand entgegen, die ich reflexartig ergriff.
Es dauerte einen Augenblick, bis ich realisierte, dass er noch immer im Hausflur stand, und ihn hinein bat. Schon vor Ewigkeiten hatte Andy kategorisch erklärt, dass seine Familie kein Thema für ihn wäre, und dabei war es all die Jahre geblieben. Jetzt fiel mir ein, dass er ganz am Anfang einmal auf meine Frage nach Geschwistern geantwortet hatte, dass er einen Bruder habe. An mehr als diese nackte Information konnte ich mich nicht erinnern.
Ich führte Frank Rönn in die Küche, dachte dann, dass ich besser das Wohnzimmer gewählt hätte, das aufgeräumter war.
„Kirsten Bertram. Setzen Sie sich doch.“ Ich fegte ein paar Brotkrümel von einem Stuhl und stellte schmutziges Geschirr vom Tisch auf die Spüle. „Andreas muss jeden Moment hier sein. Entschuldigen Sie, ich wollte gerade spülen.“
Lächelnd winkte er ab, schien jedoch auf seinen schlammfarbenen Anzug Acht zu geben, als er Platz nahm. Das gut sitzende Jackett konnte seinen Bauch nicht ganz kaschieren; so würde Andy also in ein paar Jahren aussehen, wenn er nicht aufpasste.
„Ich bin beruflich in Dresden und dachte, ich könnte die Gelegenheit nutzen und meinen großen Bruder besuchen.“
Andreas war also älter, das hätte ich nicht gedacht. Wahrscheinlich lag das an der Kleidung.
„Ja, schön. Möchten Sie etwas trinken?“
„Danke, ich möchte Ihnen keine Umstände machen.“
In diesem Moment klickte die Wohnungstür, und Andys Stimme klang durch den Flur:
„Ich hab den Langhammer noch gekriegt. Er hat natürlich behauptet, dass er keine Ahnung gehabt hätte, aber ...“ Abrupt brach er beim Betreten der Küche ab und starrte seinen Bruder an, der aufgestanden war.
Frank Rönn streckte die Hand aus.
„Hallo Andreas.“
„Hallo.“ Förmlich wie zwei Geschäftspartner gaben sie sich die Hand.
Andy ging zum Kühlschrank, holte eine Flasche Bier heraus. Wollte er sich sofort von seinem Bruder abgrenzen, oder war er schlicht betroffen über den Besuch? Mit dem Rücken eines Messers hebelte er den Kronkorken ab, fuhr mit dem Pulloverärmel über die Öffnung und trank einen großen Schluck direkt aus der Flasche. Eigentlich versuchte er seit über einer Woche einmal wieder, abzunehmen, und Bier hatte er sich seitdem komplett verkniffen.
Frank bot er nichts an, und ich beschloss, mich in die Familienbeziehung nicht einzumischen.
„Wir haben davon gelesen, wie du dich in dieser Redaktion durchgesetzt hast letztes Jahr“, begann Frank, der sich nicht wieder gesetzt hatte. Andy reagierte nicht. „Dein Ruhm ist bis in eine der Zeitungen, die du verabscheust, gedrungen.“ Er lächelte.
„Beifall von der falschen Seite also.“ Andreas trank noch einen Schluck, stellte die Flasche dann auf die Arbeitsplatte. „Warum bist du hier?“
Sein Bruder suchte Augenkontakt, Andy starrte jedoch geradeaus.
„Vater bereitet sich auf den Ruhestand vor. Er möchte seinen Austritt aus der Firma mit einer großen Weihnachtsfeier am 20. begehen und dich herzlich dazu einladen. Deine Lebensgefährtin ist natürlich ebenfalls willkommen.“ Frank Rönn nickte mir zu.
„Das kann ich mir kaum vorstellen.“ Andreas’ Stimme war eisig. „Kirsten kommt aus richtig kleinen Verhältnissen. Ruhrgebiet. Arbeiterfamilie.“
Sein Bruder gab mir die Hand. „Wir würden uns freuen, Sie in Hamburg begrüßen zu können. Auf Wiedersehen.“ Er wandte sich an Andy. „Denk noch mal drüber nach. Du erreichst mich im Hilton.“
„Wo sonst“, murmelte Andreas.
Ich brachte Frank zur Tür, während Andy schon heißes Wasser in die Spüle einlaufen ließ.
„Wir sollten uns wirklich eine Spülmaschine anschaffen“, sagte er, als ich wieder in der Küche war, nahm zwei schmutzige Gläser vom Tisch und hielt sie unter den dampfenden Strahl.
„Sollten wir. Dann könntest du jetzt nicht so ausweichen. Was ist denn los mit dir und deiner Familie? So wie du eben reagiert man vielleicht in der Pubertät aber doch nicht mit 37!“
Andreas stellte ein sauberes Glas vorsichtig in das Abtropfgitter. „Das verstehst du nicht. Du hast schließlich eine ganz normale Familie.“
„Welche Familie ist schon normal?“
„Auf jeden Fall nicht meine.“ Er wischte sich die nassen Hände an der Jeans ab und griff nach der Bierflasche, trank einen Schluck. „Glaub mir einfach, bitte. Du würdest mit diesen Leuten auch nichts zu tun haben wollen.“
Ich nahm ein Geschirrtuch und trocknete das Glas ab, während ich Andy betrachtete, der weiter spülte. Er war tatsächlich betroffen von der Begegnung; und er wollte definitiv nicht darüber reden. Ich rekapitulierte das Wenige, was ich wusste. Er sei direkt nach dem Abitur nach Berlin gegangen – um dem Kriegsdienst und seiner Familie zu entkommen, hatte er mal erzählt. Und in den elf Jahren, die ich ihn jetzt kannte, hatte ich nie mitbekommen, dass er nach Hause gefahren wäre, der Ausdruck schien in seinem Vokabular gar nicht zu existieren – oder wenn, dann am ehesten für diese Wohnung, in der wir jetzt seit gut eineinhalb Jahren zusammen wohnten.
Weihnachten, wenn zumindest in den ersten Erfurter Jahren noch fast alle Kollegen ihre Familien besuchten, arbeitete er freiwillig und trieb sich in irgendwelchen Kneipen herum.
Bevor Andreas einen Stoß Teller in das Becken setzte, leerte er die Bierflasche.
„Einfach hier aufzutauchen, das ist dreist“, sagte er unvermittelt. „Und mir dann unter die Nase zu reiben, dass ich in einem ihrer reaktionären Blätter gelobt worden bin.“ Er scheuerte so kraftvoll an einem Teller herum, dass ich dachte, er müsste gleich zerbrechen.
„Das hat er doch nicht so gemeint, er wollte doch nur irgendwie ein Gespräch beginnen“, machte ich einen Versuch.
„Du kennst ihn nicht. Das hat er genauso gemeint!“
Ich schüttelte den Kopf. Ich fand meine eigene Familiengeschichte nicht unkompliziert. Tatsächlich stammte ich aus einer klassischen Arbeiterfamilie – mein Vater hatte bei Hoesch am Hochofen gestanden, bevor er vor zwei Jahren über den Sozialplan in Frührente geschickt worden war, meine Mutter war Hausfrau. Und beide waren sie so stolz auf mich, ihr einziges Kind, hatten mich immer so umsorgt und behütet, dass ich irgendwann dachte, ich müsste ersticken. In gewisser Weise war auch ich geflüchtet – allerdings erst viel später. Und mittlerweile konnte ich normal mit ihnen umgehen, fand es sogar ganz nett, wenn ich zu Besuch war.
Andreas ließ das schmutzige Wasser ablaufen, trocknete seine Hände an dem Geschirrtuch und nahm noch ein Bier aus dem Kühlschrank. Ich hielt seine Hand fest.
„Wenn du dich besaufen willst, lass uns ins ‚Raskolnikoff’ gehen. Da können wir auch was essen.“
„Ich will mich nicht besaufen“, erwiderte er, „und ich will auch nichts essen“, aber er stellte die Flasche zurück, und kurz darauf gingen wir durch den regnerischen, kalten Abend die wenigen Meter von unserer Wohnung bis zu der Kneipe, wo der steinerne Ofen in der Mitte bollerte, während der sandbestreute Boden so überhaupt nicht zu der Jahreszeit zu passen schien. Wir...

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Top-Kundenrezensionen

am 23. Februar 2013
Format: Taschenbuch|Verifizierter Kauf
am 8. Oktober 2009
Format: Taschenbuch
3 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 13. August 2008
Format: Taschenbuch
2 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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