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Gustav Schickedanz: Biographie eines Revolutionärs Gebundene Ausgabe – 7. August 2010
von
Gregor Schöllgen
(Autor)
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Gregor Schöllgen
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Seitenzahl der Print-Ausgabe464 Seiten
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SpracheDeutsch
-
HerausgeberBerlin Verlag
-
Erscheinungstermin7. August 2010
-
Abmessungen12.3 x 4.2 x 22.3 cm
-
ISBN-103827009480
-
ISBN-13978-3827009487
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Produktinformation
- Herausgeber : Berlin Verlag (7. August 2010)
- Sprache : Deutsch
- Gebundene Ausgabe : 464 Seiten
- ISBN-10 : 3827009480
- ISBN-13 : 978-3827009487
- Abmessungen : 12.3 x 4.2 x 22.3 cm
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Produktbeschreibungen
Über den Autor und weitere Mitwirkende
Gregor Schöllgen, Jahrgang 1952, ist Professor für Neuere Geschichte an der Universität Erlangen, wo er das Zentrum für Angewandte Geschichte (ZAG) leitet. Er war Gastprofessor in New York, Oxford und London, ist Mitherausgeber der Akten des Auswärtigen Amtes und des Nachlasses von Willy Brandt. Er schrieb zahlreiche Bücher zur Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts, darunter den Bestseller «Willy Brandt» (2001). Im Berlin Verlag ist von ihm erschienen: «Gustav Schickedanz» (2010).
Prolog. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.
Vorwort - Damit hatte ich nicht gerechnet. Als ich im Sommer 2007 von Madeleine Schickedanz, der jüngeren Tochter des Quelle-Gründers, mit der Sichtung und Ordnung seines Nachlasses beauftragt wurde und dabei die Idee einer Biographie entstand, habe auch ich nicht den vollständigen Zusammenbruch des Lebenswerks von Gustav Schickedanz vorhergesehen. Allerdings wurde mir im Zuge der Recherche und der Niederschrift deutlich, dass dieses Lebenswerk in hohem Maße an seinen Schöpfer gebunden war. Eine Generationen überbrückende Zukunft wäre ihm wohl nur dann beschieden gewesen, wenn sich die Nachfolger des »großen Gustav« zu einer tiefgreifenden Reform hätten entschließen können oder wollen. Weil aber eine solche Reform aus ihrer Sicht eine Demontage des Mannes und seiner Lebensleistung bedeutet hätte, verharrten die Nachfolger lange in seinem mächtigen Schatten, suchten sich spät aus diesem zu lösen, um schließlich doch wieder in ihn zurückzukehren: Das neuerliche Engagement im Warenhausgeschäft erfolgte zu einer Zeit, als die Konkurrenz deren Zeichen längst anders gedeutet und sich neuen Horizonten zugewandt hatte. Dieses Buch erzählt die ganze Geschichte. Zu ihr gehört die vielschichtige und zuletzt dramatische Entwicklung des Unternehmens wie der Familie Schickedanz seit dem Tod des Quelle-Gründers im Frühjahr 1977. Zum ersten Mal und auf der Basis bislang nicht verfügbarer Einsichten und Informationen wird im abschließenden Kapitel der Niedergang des Hauses Schickedanz bis zur Insolvenz geschildert und gezeigt, warum und wie es zu diesem in der jüngeren deutschen Unternehmensgeschichte beispiellosen Drama kommen konnte. Zur ganzen Geschichte gehört aber auch der Aufbau jenes Industrieimperiums, mit dem Gustav Schickedanz seinem Unternehmen während der dreißiger Jahre ein zweites Standbein neben dem Versandhandel verschaffte. Da es sich bei den Vorbesitzern, zum Beispiel den Eigentümern der Vereinigten Papierwerke mit ihren Verkaufsschlagern »Tempo«-Taschentücher und »Camelia«-Binden, durchweg um Juden handelte, sah sich Schickedanz nach dem Krieg mit dem Vorwurf konfrontiert, deren Lage skrupellos ausgenutzt zu haben. Wegen der Prominenz des Namens wurde der Fall Schickedanz in einer Serie von Entnazifizierungs- und Wiedergutmachungsverfahren mit einer Gründlichkeit aufgerollt und untersucht wie kein zweiter. In diesem Buch wird der Fall Schickedanz erstmals im Zusammenhang dargestellt - lückenlos und nicht zuletzt auf der Grundlage bislang unzugänglicher Dokumente. Das schließt eine Antwort auf die Frage ein, welche Personen eigentlich als Ankläger, als Gutachter, als Vorsitzende der Spruch- beziehungsweise Wiedergutmachungskammern oder auch als Treuhänder mit dem Fall befasst gewesen sind. Bisher ist diese Frage für kaum eines der prominenten Verfahren gestellt worden. Das Ergebnis zeigt, dass die Anfang der siebziger Jahre aufgestellte These von der »Mitläuferfabrik« - also die Entlastung Belasteter durch ihresgleichen beziehungsweise durch inkompetentes Personal - jedenfalls bei Schickedanz nicht greift. Zur ganzen Geschichte gehört schließlich die Karriere jener »Quelle«, mit deren Gründung 1927 alles begann und die wie kaum ein anderes Markenzeichen zum Inbegriff der deutschen Wohlstandsgesellschaft geworden ist. Gustav Schickedanz, ihr Schöpfer, war der Mann des diskreten und eben deshalb tiefgreifenden Wandels. Das Medium seines revolutionären Wirkens war der Katalog. Mit seiner Hilfe hat der Pionier des deutschen Versandhandels die Gesellschaft der Republik auf eine Weise und mit einer Nachhaltigkeit beeinflusst und verändert, wie kein Zweiter vor und kaum ein anderer nach ihm. Heute weiß ich, was mir vor der Arbeit an diesem Buch nicht bewusst gewesen ist: Ohne den Quelle-Katalog lässt sich die deutsche Nachkriegsgeschichte nicht erzählen. Dass ich sie erzählen konnte, lag vor allem an dem uneingeschränkten Zugang zum Nachlass der Familie Schickedanz, den mir die jüngere Tochter des Quelle-Gründers ermöglicht hat. Madeleine Schickedanz gilt daher mein besonderer Dank. Danken darf ich auch anderen Mitgliedern der Unternehmerfamilie, Weggefährten und Mitarbeitern von Gustav Schickedanz und seiner Frau Grete sowie Geschäftspartnern und Konkurrenten des Fürther Unternehmers für ihre Gesprächsbereitschaft oder auch für die Überlassung von Dokumenten aller Art. Nicht zuletzt und einmal mehr danke ich den Mitarbeitern am Zentrum für Angewandte Geschichte (ZAG) der Universität Erlangen (zag.uni-erlangen.de) für die hervorragende Zusammenarbeit. Namentlich Herr Dr. Claus W. Schäfer und Herr Matthias Braun, M. A., haben entscheidend zur Entstehung dieses Buches beigetragen. Erlangen, im April 2010 Gregor Schöllgen Der Suchende 1895-1929 Fürth ist nicht gerade der Nabel der Welt. Aber in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts ist Fürth für einige Jahrzehnte mit dem Rest der Welt so eng verbunden wie kaum eine zweite Stadt in Deutschland. Denn hier, mitten im beschaulichen Franken, hat das größte Versandhaus Europas seinen Sitz. Die Quelle, der größte Privatkunde der Deutschen Bundespost, ist das Lebenswerk von Gustav Schickedanz. Als der kleine Gustav am Neujahrstag 1895 in Fürth das Licht der Welt erblickt, ist diese Karriere natürlich noch nicht vorhersehbar - seine eigene nicht und die seiner Stadt auch nicht. Allerdings hat Fürth schon damals einen guten Ruf als Ort des Handels und des Gewerbes. Denn sie kann dem einen wie dem anderen einiges bieten, zum Beispiel eine gute Anbindung an das Eisenbahnnetz Bayerns, zu dem Fürth nach einem kurzen, aber für die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt nicht unwichtigen Intermezzo unter preußischer Herrschaft seit 1806 gehört. Wie sich überhaupt der Name Fürth in besonderer Weise mit der Eisenbahn, dem Motor der rasanten industriellen Entwicklung der Zeit, verbindet. Hier nämlich endete im Dezember 1835 - nach rund sechs Kilometern und aus Nürnberg kommend - die Reise des »Adler«, jener legendären Lokomotive mit der Achsfolge 1A1, welche die Ludwigsbahn mit ihren Passagieren nach Fürth zog und damit das Eisenbahnzeitalter in Deutschland einläutete. Zwar ging der überregionale Verkehr danach erst einmal für rund vierzig Jahre an Fürth vorbei, aber jetzt, an der Schwelle zum 20. Jahrhundert, ist die bald 50 000 Einwohner zählende Stadt unter anderem durch Strecken der Bayerischen Staatsbahnen und der Münchener Lokalbahn- Aktiengesellschaft mit der Außenwelt verbunden. Im Übrigen ist Fürth Sitz eines Land- und eines Amtsgerichts, eines Rent- und eines Hauptzollamtes, einer Reichsbanknebenstelle und einer Agentur der Bayerischen Notenbank sowie eines Bezirksgremiums für Handel und Gewerbe. Schon Mitte des 19. Jahrhunderts wurden hier in rund 3000 Betrieben fast 7000 Beschäftigte gezählt, und seit die Maschinenfabrik Engelhardt 1844 die erste Dampfmaschine in Betrieb genommen hat, erarbeitet sich Fürth rasch einen Ruf als aufstrebende Industriestadt. 1907 sind in den dortigen Gewerbebetrieben 28 000 Beschäftigte in Lohn und Brot. Als Jakob Wassermann, der 1873 in Fürth geboren wurde und nach dem Ersten Weltkrieg zu den meistgelesenen deutschen Schriftstellern zählt, 1921 auf seine Jugend als »Deutscher und Jude« in dieser »protestantischen Fabrikstadt« zurückblickt, erinnert er sich an eine »Stadt des Rußes, der tausend Schlöte, des Maschinen- und Hämmergestampfes, der Bierwirtschaften, der verbissenen Betriebsund Erwerbsgier«. Neben der traditionsreichen Spiegelindustrie spielen in Fürth die Blattmetall- und die Bronzefarbenindustrie und nicht zuletzt das Holz verarbeitende Gewerbe eine bedeutende Rolle. Dort ist auch Johann Leonhard Michael Schickedanz tätig. Als sein Sohn Gustav geboren wird, arbeitet er als Geschäftsführer bei der Möbelfabrik Hemmersbach. Er selbst ist gebürtiger Nürnberger, denn dorthin hat es seinen Vater Johann Nicolaus Schickedanz, Gustavs Großvater, 1840 verschlagen. Ursprünglich schrieb sich die Familie »Schicketanz«. Der Name stammt aus dem schlesisch-sächsischen Raum. Das...
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Rezension aus Deutschland vom 5. Mai 2016
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Verifizierter Kauf
Der völlig distanzlose Lobgesang auf Genius und Verdienste von Schickedanz wird besonders unangenehm, wenn es um dessen Rolle in der NS-Zeit geht: Parteimitgliedschaft und Amt als NS-Stadtrat nur Kompromisse, die jüdischen Unternehmer, deren Eigentum er sich unter den Nagel riss, alle irgendwie selbst schuld etc. Kein Wunder, dass die von Madeleine Schickedanz beauftragte und bezahlte Biografie von allen seriösen Historikern verrissen worden ist.
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Rezension aus Deutschland vom 26. Februar 2011
Verifizierter Kauf
Richtig interessant wird das Buch angesichts der aktuellen Entwicklungen mit Quelle und Karstadt und allem, was dazu gehört. Auch angesichts der Tatsache, dass der "Otto-Versand" der zu Lebzeiten von Schickedanz eher unter "ferner liefen" rangierte, heute zu den ganz großen gehört.
Leider hat sich auch bei Quelle und den Nachfahren wieder einmal bewahrheitet, dass es nur sehr schwer möglich ist, ein so großes Unternehmen über mehrere Generationen hinweg richtig am Laufen zu halten. Es ist einfach ein Trauerspiel was mit dem Unternehmen passiert ist. Wer durch Fürth fährt, merkt an jeder Ecke, welchen Verlust der Untergang der Quelle Gruppe bedeutet hat. Es gehört zu Fleiss und Geschick eben auch ein Instinkt dazu, Marktentwicklungen rechtzeitig zu erkennen und die Weichen des Unternehmens danach zu stellen. G. Schickedanz hat diesen Instinkt gehabt, was im Buch wundervoll beschrieben wird, seine Nachfahren leider nicht.
Leider hat sich auch bei Quelle und den Nachfahren wieder einmal bewahrheitet, dass es nur sehr schwer möglich ist, ein so großes Unternehmen über mehrere Generationen hinweg richtig am Laufen zu halten. Es ist einfach ein Trauerspiel was mit dem Unternehmen passiert ist. Wer durch Fürth fährt, merkt an jeder Ecke, welchen Verlust der Untergang der Quelle Gruppe bedeutet hat. Es gehört zu Fleiss und Geschick eben auch ein Instinkt dazu, Marktentwicklungen rechtzeitig zu erkennen und die Weichen des Unternehmens danach zu stellen. G. Schickedanz hat diesen Instinkt gehabt, was im Buch wundervoll beschrieben wird, seine Nachfahren leider nicht.
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Rezension aus Deutschland vom 19. November 2010
Einen der erfolgreichsten Unternehmer des bürgerlichen deutschen Wirtschaftswunders im Untertitel Revolutionär" zu nennen, ist, gelinde gesagt, eine Provokation. Gemeint ist, dass Schickedanz' Erfolg auf bahnbrechenden, innovativen Entscheidungen im Versandgeschäft beruhte. Das Buch des Historikers Schöllgen ist ein seriös recherchiertes, umfassendes Epitaph auf den fränkischen Familienunternehmer. Der Autor beschreibt akribisch Schickedanz' Lebensweg und breitet im Zweifel eher zu viel als zu wenig Material aus, und mehr Lob als Kritik. Eine gewisse Faktenhuberei, wie das Zitieren von Handelsregisterauszügen, erleichtert den Lesefluss nicht gerade. Großer Pluspunkt des Buches: Der Historiker liefert im Vorbeigehen den Verlauf der Weltgeschichte und der jeweiligen deutschen Zeitgeschichte mit. Wie andere namhafte wirtschaftliche Akteure seiner Generation hatte Schickedanz mit der unternehmerischen Selbstbehauptung im Dritten Reich und deren Bewertung nach dem Krieg zeitlebens zu kämpfen. getAbstract empfiehlt das Buch allen wirtschaftshistorisch interessierten Lesern - als faire und umfassende Lebensdarstellung eines Vordenkers.
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Rezension aus Deutschland vom 30. September 2010
Als Quelle-Geschädigte war es für mich Pflicht, dieses Buch zu kaufen. Ich habe es in einem Zug durchgelesen (458 Seiten!), so sehr packte mich die Lebensgeschichte von diesem großartigen Quelle-Gründer Gustav Schickedanz! Ich konnte somit neue Facetten kennenlernen und sehe nun das Quelle-Imperium auch ein wenig von einer anderen - nämlich positiveren - Seite, was die Geschichte bis zur Jahrtausendwende betrifft. Ende 1999 wurde der kapitale Fehler begangen, dass man sich mit dem Kaufhausriesen Karstadt zusammentat. Ein Faktum, welches von meinen alteingesessenen Kollegen als sehr kritisch beäugt wurde und immer mit den Kommentaren begleitet war "Gustav und Grete würden sich im Grabe umdrehen, wenn die wüßten, was diese Manager hier aufführen!". Dass einfache langjährige und sehr loyale Mitarbeiter mit ihrem Bauchgefühl sowie derem operativen Wissen rund um den Versandhandel Recht behalten würden, das hätten wir uns alle im Jahr 2009 nicht so gewünscht. Der Untergang war jedoch absehbar, mit den Umbenennungen in Arcandor und Primondo konnten die normalen Mitarbeiter sowieso nichts anfangen. Man war doch jahre- und jahrzehntelang Quellianer gewesen. Middelhof hat den Todesstoß eingeleitet, ein Manager, der bei Bertelsmann schon nicht erwünscht war und dann bei Karstadt-Quelle mit seinen Gefolgsleuten dieses Unheil anrichtete. Madeleine Schickedanz möchte ich nicht als großen Sündenbock hinstellen (wie es zu oft in den Medien getan wurde/wird), auch ihre 3 (Ex)-Ehemänner nicht, sie hätte noch versucht, bis zum Ende Kapital reinzustecken, leider war sie so sehr von Middelhof geblendet und zog somit auch noch das Bankhaus Sal. Oppenheim mit in die Miese. Ich würde es als betriebswirtschaftliche Unwissenheit bezeichnen was ihr Verhalten angeht, ihr Neffe und ihre Nichte haben durch den Rückzug klüger gehandelt.
Im Mittelpunkt dieses Buches steht jedoch der Firmengründer Gustav Schickedanz, das letze schwarze Kapitel der Quelle-Geschichte wird relativ kurz gehalten. Auch das Werk seiner Frau Grete nach seinem Tod ist relativ kurz gehalten, eigentlich hätte sie sich mehr Platz verdient, sie bleibt den Quellianern als umsorgliche zugängliche Firmenchefin in Erinnerung!
Sehr interessant fand ich die Geschichte des Nürnberger Versandgebäudes und dem Bau der ersten Sorteranlage! Es sollte an dieser Stelle erwähnt werden, dass in diesem Hause vorreitende logistische Meisterleistungen erbracht wurden. Das dann aufgrund der Wiedervereinigung Deutschlands das Versandzentrum in Leipzig zu überdimensioniert gebaut wurde, dadurch Arbeitsplätze in Nürnberg/Fürth verloren gingen und somit doch ein kleiner unterschweliger Riß in die Quelle-Mannschaft kam, welchen man Jahre später und auch über die Grenzen Deutschlands hinweg zu spüren bekam, wird natürlich auch nicht erwähnt. Aber zu diesem Zeitpunkt war Gustav Schickedanz, dem sehr viel an seiner Quelle-Famlie lag, schon zu viele Jahre tod.
In diesem zusammenhand soll noch die Zahl "82" erwähnt werden: Gustav, Grete und die Quelle starben alle im Alter von 82 Jahren!
Im Mittelpunkt dieses Buches steht jedoch der Firmengründer Gustav Schickedanz, das letze schwarze Kapitel der Quelle-Geschichte wird relativ kurz gehalten. Auch das Werk seiner Frau Grete nach seinem Tod ist relativ kurz gehalten, eigentlich hätte sie sich mehr Platz verdient, sie bleibt den Quellianern als umsorgliche zugängliche Firmenchefin in Erinnerung!
Sehr interessant fand ich die Geschichte des Nürnberger Versandgebäudes und dem Bau der ersten Sorteranlage! Es sollte an dieser Stelle erwähnt werden, dass in diesem Hause vorreitende logistische Meisterleistungen erbracht wurden. Das dann aufgrund der Wiedervereinigung Deutschlands das Versandzentrum in Leipzig zu überdimensioniert gebaut wurde, dadurch Arbeitsplätze in Nürnberg/Fürth verloren gingen und somit doch ein kleiner unterschweliger Riß in die Quelle-Mannschaft kam, welchen man Jahre später und auch über die Grenzen Deutschlands hinweg zu spüren bekam, wird natürlich auch nicht erwähnt. Aber zu diesem Zeitpunkt war Gustav Schickedanz, dem sehr viel an seiner Quelle-Famlie lag, schon zu viele Jahre tod.
In diesem zusammenhand soll noch die Zahl "82" erwähnt werden: Gustav, Grete und die Quelle starben alle im Alter von 82 Jahren!
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