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Gulliver, 1102: Blueprint Blaupause. Roman Taschenbuch – 29. Mai 2015

2.9 von 5 Sternen 138 Kundenrezensionen

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Charlotte Kerner hat das heiß umstrittene Thema "Klonen -- ja oder nein?" in den Mittelpunkt ihres neuen Jugendromans Blueprint gestellt.

Professor Fisher in Montreal ist Spezialist für das Klonen von Mäusen und Kühen. An Menschen hat er sich bisher noch nicht gewagt. Bis er bei einem Konzert die bekannte und erfolgreiche Komponistin und Pianistin Iris trifft. Iris, dreißig Jahre alt, ist unheilbar an Multipler Sklerose erkrankt. Sie beschließt, daß es höchste Zeit wird für ein Kind. Da sie den geeigneten Vater kurzfristig nicht zur Hand hat und sie nicht irgendein Kind möchte, bittet sie Fisher um Hilfe. "Für mich kommt nur ein Klon-Kind in Frage. Ich könnte es nicht ertragen, mich an ein unbegabtes Kind zu verschwenden."

Und so entsteht Siri -- die exakte Kopie von Iris, selbst der Name ist nicht frei von der allgegenwärtigen, starken Mutter, die zugleich Schwester, ja eineiiger Zwilling ist.

Für Siri, die zunächst willig die Erwartungen ihrer Mutter erfüllt, wird es mit zunehmendem Alter schwer, die eigene Identität zu finden. Bei einem Blick in den Spiegel sieht sie Iris in jungen Jahren. Erst als ihre Mutter stirbt, kann Siri sich selbst als eigenständige Person entdecken.

Charlotte Kerner spielt in Blueprint die Situation eines Klons bis in feine psychologische Verästelungen durch und gibt, ohne mit dem moralischen Zeigefinger bereit zu stehen, eine Menge Anregungen, sich unbefangen dem Thema zu nähern. Ihre provokativen Thesen enthalten jedoch auch eine Menge Zündstoff für anschließende Diskussionen. --Magnus Burr -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Pressestimmen

"Ein Volltreffer." DIE ZEIT

"Ein gelungener und hochkritischer Beitrag zur brisanten Diskussion um das Klonen von Menschen." Girl

"Ein fesselnder, ebenso intelligenter wie bewegender Roman, hitverdächtig." BuchMarkt

"Ein hochaktuelles, brisantes Thema überzeugend, spannend und mit viel Feingefühl erzählt." Bücher / Livres

"Ein aufwühlendes Buch, das durch seine schonungslose Darstellung besticht." ARD/ZDF Videotext

"Leicht verständlich schildert Kerner die wissenschaftlichen Voraussetzungen und Verfahrensweisen des Klonens. Was in nicht allzu ferner Zukunft zu erwarten ist, ihre Geschichte nimmt es als Fiktion vorweg und öffnet ein weites Spektrum der damit verbundenen Probleme in gesellschaftlicher, ethischer und individualpsychologischer Hinsicht." Deutschlandradio

"Charlotte Kerner gelingt es, die Vorstellung des Klonens mit all seinen positiven und negativen Seiten greifbar zu machen. Letztendlich entpuppt sich das Klonen als etwas Unmenschliches - als der gefährliche Versuch des Menschen, sich einmal Göttlichkeit anzueignen, einmal auf eigene Faust Schöpfer zu spielen." Lübecker Nachrichten

"Siris verstörende Geschichte ist keine leichte, aber eine zum Nachdenken animierende Geschichte." BrigitteYoung Miss

"Die Autorin beschreibt mit Sarkasmus und Spannung bis zur letzten Seite eindrucksvoll ein Leben und eine Beziehung zwischen zwei Menschen, die es bis jetzt noch nicht gegeben hat. - Mit umfangreichem Erklärungsteil." Märkische Oderzeitung

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Kundenrezensionen

Top-Kundenrezensionen

Format: Taschenbuch
Charlotte Kerners Blueprint besticht durch eine eigene Sprache, eine selbstreflektierte Sprache, vor allen in den Passagen, in denen Siri, der Klon von Iris spricht. Diese Abschnitte wechseln sich ab mit den klar formulierten auktorialen Abschnitten, in denen das Innenverhältnis der beiden von außen beleuchtet wird - und es ist ein schweres Verhältnis, eines das von Verwirrung, Täuschung, Spiegelung geprägt ist.
Es ist vielleicht ein Haken an der Geschichte, denn der Leser erfährt nicht viel von Iris; doch nach der Lektüre des Buches weiß er, dass auch viel von Iris' Gedanken dringesteckt hat, denn Siri fühlt sich wie eine "Weiterentwicklung" von Iris, geboren mit den Erfahrungen der 32jährigen Mutter, die in den Genen liegen können... Diese, aber auch viele andere kluge Gedanken von Charlotte Kerner machen dieses Buch zu einem sehr wichtigen. Wer sich mit der Klonthematik auseinandersetzen will, vor allem mit all den zahllosen ethischen Aspekten, die heute noch nicht abzusehen sind (denn es gibt noch keine Siri), dem ist dieses Buch wärmstens ans Herz zu legen.
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Von Ein Kunde am 12. Dezember 2004
Format: Taschenbuch
Bestseller, Jugendliteraturpreis, wissenschaftlicher Hintergrund. Das allein würde mich ja nicht unbedingt zwingen hier eine schlechte Bewertung zu geben. Aber ich habe das Buch nunmal lesen müssen; in der Schule (gymnasiale Oberstufe!), was ich mir bis heute nicht erklären kann. Im Mittelpunkt steht die enge Mutter-Tocher Beziehung die sich durch die aufkommende Identitätsfrage der Tochter natürlich immer weiter auflöst. Allerdings hat die Autorin versucht die Geschichte mit ihrem umfangreichen wissenschaftlichen Wissen zu untermauern und das ganze in verständliche Jugendsprache zu übersetzen. Keine Frage, nach 10 Seiten weiß man wie das Buch ausgehen wird, wie sich Siri und Iris entwickeln werden - die Geschichte hält keine Überaschungen bereit, Spannung oder ansatzweise interessante Stellen, die einen zum Schmunzeln bringen könnten, auch nicht. Dafür bekommt man immer wieder kindische Wortspiele zu hören (wie "Muzwi" für Mutterzwilling) und natürlich die üblichen unpassenden Beispiele aus Mythologie und Sprichwörtern. Zwingt man sich wirklich die 200 Seiten zu lesen könnte man meinen, einen theoretischen Aufsatz gelesen zu haben, von einem Laien flüchtig niedergeschrieben und anschliessend in schlechtes Deutsch übersetzt. Wahrscheinlich hat Frau Kerner nach dem ihr Buch circa 50 Seiten enthielt und eigentlich fertig war, den Rest mit sinnlosen Passagen auf 200 Seiten aufgefüllt, um für sowas irrsinniges wie einen Jugendliteraturpreis der solche Bücher ehrt, nominiert zu werden. Das Buch ist seine Zeit nicht wert (auch nicht die der Jugendlichen), die eindeutige, intolerante Moral und Aussage des Buches kann man sich auch in zwei Sätzen erklären lassen.
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Format: Taschenbuch
Der von Charlotte Kerner verfasste Roman "Blueprint" spielt in der nahen Zukunft und beschäftigt sich mit der unheilbar kranken Komponistin Iris Sellin, die sich klonen lässt, damit dieses große von ihr getragene Talent nicht mit ihr untergeht.
Die Fragen der Autorin befassen sich mit der Problematik der Individuumssuche des Klones.
Im Verlauf des Buches wird deutlich, dass sich die Autorin gegen das Klonen wendet, was sie anhand vieler Beispiele aufzeigt, indem sie Iris (des Klones) gespaltene Seele beschreibt.
Mir persönlich hat dieser Roman nicht besonders gefallen, was weniger an der fachlichen Thematik lag, sondern mehr an dem Schreibstil der Autorin, welcher mir etwas langatmig erscheint.
Als abschließendes Urteil bleibt festzuhalten, dass dieser Roman nicht für einen Deutsch- Leistungskurs der gymnasialen Oberstufe, sondern eher für den Werte und Normen - Unterricht oder dem Privatgebrauch geeignet ist, da es den heutigen wissenschaftlichen Fortschritt verdeutlicht und zum Nachdenken über den Wert des menschlichen Individuums anregt, nicht aber besonders ergiebig für eine Textanalyse ist.
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Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
Nun, manchen Rezensenten scheint dieses Buch wohl aufgezwungen worden zu sein. Das ist schade, da es sich um eine sehr gute Annäherung an das Theme "Ethik des Klonens" handelt. Warum schade? Nun, ich habe den Eindruck, dass viele Leser das Buch als zu langatmig empfinden und Probleme mit dem Wechsel der Erzählperspektiven zu haben scheinen. Gerade das letztere dieser beiden Mittel empfinde ich als hervorragend geeignet, um die Polarisierung dieses Themas in eine egoistische und in eine altruistische Sicht aufzuspalten. Das Sinnieren, Vergleichen und die teils wenig kreativen Wortspiele der Protagonistin, welche manchmal zu gewissen Längen führem, machen jedoch gut deutlich, wie verzweifelt man aus der subjektiven Sicht ist und wie die Hilflosigkeit, da man ja nicht gefragt wurde, einen niederschlägt. Alles in allem ein sehr gutes Buch, dass jedoch von manchen Lehrern für zu junge Schüler gewählt wird.
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Format: Taschenbuch
In dieser schlecht zu lesenden Geschichte geht es meistens nur um die depressiven Gedanken eines Mädchens, das zur Frau heran- wächst. Sie hat auch allen Grund dazu, weil sie der Klon einer kranken Pianisten ist, die sich nur aus Selbstliebe hat klonen lassen.
Das Buch ist sehr umgangssprachlich geschrieben und besitzt keine Höhepunkte, was es zu einer geeigneten Einschlaflektüre macht.
Ich hätte vielleicht noch einen Stern mehr vergeben, wenn es zumindest eine interessante Stelle in diesem Buch gegeben hätte, aber leider ist diese nicht aufzufinden.
Daher rate ich jedem davon ab dieses Buch zu kaufen.
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