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Grossmama packt aus Gebundene Ausgabe – 1. Oktober 2005

4.1 von 5 Sternen 95 Kundenrezensionen

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Irenes Mutter hat zwei Fehler. Schon bei der Geburt werden sie offenkundig. Zum einen ähnelt das Neugeborene Irenes Großmama nicht in jenen Dingen, auf die es ankommt: „Es hatte Carls riesige dunkle Augen, seine Nase und außerdem ganz von allein -- ich weiß nicht, woher sie kamen -- rote wulstige Lippen“. Zum anderen, und das ist der größte Schock: Irenes Mutter ist ein Mädchen! „Es war schlimm genug, dass ich ein Mädchen war und kein Offizier und Kriegsheld werden sollte“, sagt Irenes Großmama. Kein allzu guter Start ins Leben.

Aber auch Irenes Großmama ist anders als ihre Brüder und Schwestern. „Otto badete immer nackt, aber ich sollte die Unterhose anbehalten, damit man nichts sah. Ich zog sie trotzdem aus“, heißt es in Irene Disches unglaublich komischen, aber auch traurig-schönen Roman. „Meine Schwestern waren immer schon nach fünf Minuten wieder aus dem Beichtstuhl. Ich nicht.“ So geht es weiter in Großmama packt aus, ein Buch über die unkeusche Katholikin Elisabeth Rother aus dem Rheinland, die wirklich viel zu beichten hat. Und dabei munter drauflos plappert, über den lieben Gott, Juden und Nazis, und vor allem über ihre eigene Familie, mit allen Vorurteilen, die ihr in die Wiege gelegt worden sind. Wie Dische es trotzdem schafft, dass einem diese Frau doch so sehr ans Herz wächst, ist schon ein kleines Meisterstück.

Dass Irene Dische im klassischen Sinn gut erzählen kann, das hat sie mit Büchern wie dem Überraschungsbestseller Fromme Lügen (1989), Der Doktor braucht ein Heim (1990), Ein fremdes Gefühl (1993) oder Ein Job (2000) hinlänglich bewiesen. Dass sie mit Großmama packt aus -- einer stark autobiographisch angehauchten Geschichte -- sogar noch besser hätte werden können, konnte keiner erwarten. So aber ist es tatsächlich. Großmama packt aus ist bunt wie das Leben. Und hat vielleicht sogar das Zeug, zu einem kleinen Klassiker zu werden. --Stefan Kellerer

Pressestimmen

»Hinreißend erzählt. Tragisch, komisch, grotesk wie auch makaber. Zum Dahinschmelzen.«
Rainer Schmitz, Focus

»›Großmama packt aus‹ zeigt das Gesamtbild bürgerlicher Familienkatastrophen. Unbarmherzig, liebevoll, hinreißend.«
Michael Naumann, Die Zeit

»Ein entzückender Roman.«
Brigitte 06.06.2007 -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch.

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Kundenrezensionen

Top-Kundenrezensionen

Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
Dieses Buch ist mindestens in dreierlei Hinsicht lesenswert:

Inhalt: Wir halten Buch in den Händen, das uns, angefangen in den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts über drei Generationen am Schicksal einer deutsch-jüdischen Familie teilnehmen lässt.

Stil: Der Erzählstil ist außergewöhnlich, weil Irene Dische ihre eigene Großmutter diese Familiengeschichte (in der sie selber meist nicht besonders gut wegkommt) von Anfang bis Ende, ja sogar noch im Himmel, erzählen lässt.

Man möge mir den Vergleich verzeihen, aber ein wenig habe ich mich an manchen Stellen an den phantastischen Erzählstil von Gabriel García Márquez ("100 Jahre Einsamkeit") erinnert gefühlt.

Humor: Großmama verliert beim Erzählen der Geschichte der Familie Rother auf über 350 Seiten nie ihren Humor - immer nach dem Motto "Es ging auch, als es nicht ging". Dabei nimmt sie sich auch selber "auf die Schippe" (so proklamiert sie zum Beispiel nahezu jedes Jahr dramatisch als ihr Todesjahr, wird aber letztendlich 96 Jahre alt).

Gelungen ist dieses Buch vor allem auch deshalb, weil es weder die Wiederholung einer Vertreibungsgeschichte ist, noch je in larmoyanten, nostalgischen oder gar abrechnenden Gefühlen wühlt.

Fazit: Lesenswert für Leser, die sich für Zeitgeschichte auf Basis von autobiographischen Zeitzeugnissen interessieren.
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Von Carl-heinrich Bock HALL OF FAME REZENSENTTOP 1000 REZENSENTVINE-PRODUKTTESTER am 5. Dezember 2005
Format: Gebundene Ausgabe
Irene Dische hat 1989 mit ihrem Erzählband Fromme Lügen für erhebliches Aufsehen gesorgt. es folgten Erzählungen, Romane, Kinderbücher. Und jetzt, in so jungen Jahren, versucht sie sich an ihrer Autobiografie. Ein riskantes Unterfangen, wenn sie sich nicht einen genialen Trick ausgedacht hätte, denn sie lässt ihre Großmutter aus dem Jenseits sprechen. Und das heißt, diese Großmutter muss niemals einen literarischen Satz sprechen, die Autorin kann sich hinter der Großmutter verstecken, die kann sagen was sie will, muss niemals politisch korrekt sein. Und Großmama tut das in einem rasanten, frechen, schnellen, amüsanten Schnodder Ton, mit einer unbedeckten Nüchternheit und gezielten Ungehörigkeit,
Zum Inhalt: Großmama, eine streng katholische Bürgerstochter, heiratet Ende der zwanziger Jahre einen jüdischen Arzt aus Oberschlesien. Er konvertiert, bleibt aber für die Nationalsozialisten Jude. Er operiert, sterilisiert Kleinkriminelle und geistig Behinderte. Als er einmal eine Scheinoperation vornimmt, denunziert ihn die assistierende Krankenschwester, die ausgerechnet die beste Freundin von seiner Frau ist. Er begreift eigentlich nicht recht, was um ihn herum alles passiert, was die Massenmörder in Berlin vorhaben. Immer das gleiche alte Thema, die Fassungslosigkeit der Verfolgten angesichts der Verfolger. Großmama drängt ihn resolut zur Emigration nach Amerika. Ihr Bruder, der als Reichsrichter Karriere bei den Nazis gemacht hat, will verhindern, dass sie ihrem Mann nach Amerika folgt. Doch dann gelingt es ihr schließlich doch ein Schiff zu besteigen und mit ihrer Tochter nach Amerika zu entfliehen. Es folgt die Geschichte der Assimilation in Amerika.
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Format: Gebundene Ausgabe
Was auch immer sich der Leser unter dem Titel "Großmama packt aus" vorstellen mag -- die Lektüre wird ihn doch überraschen! Denn Irene Dische ist ein ganz ungewöhnlicher autobiographischer Bericht gelungen, in dem sie ihre Großmutter literarisch wieder auferstehen lässt und die Familiengeschichte aus ihrer Sicht erzählt.

Diese Großmutter, aus dem rheinischen Niederadel stammend, hatte stets ihren eigenen Kopf! Sie schert sich nicht um gesellschaftliche Konventionen und heiratet ihre große Liebe, den jüdischen, ihr zuliebe konvertierten Chirurgen Carl Rother und folgt ihm in die schlesische Provinz. Dort freilich führt sie ihr distinguiertes Leben weiter, bis die Nazis ihrem Mann so zusetzen, das er schließlich in die Staaten auswandert. Sie selber folgt nach dem Abitur ihrer Tochter Renate und es gelingt der Familie, wieder eine neue Existenz aufzubauen. Renate hat den Dickschädel ihrer Mutter geerbt, heiratet ebenfalls unstandesgemäß und bekommt ihrerseits zwei Kinder, eines davon ist Irene. Die steht ihren weiblichen Vorfahren in Eigensinn nichts nach und macht es damit ihrer noch immer urkatholischen und preußisch korrekten Großmama schwer!

Irene Dische hat in diesem Buch sehr gut die Mentalität der heutigen Urgroßmutter-Generation, die das ganze zwanzigste Jahrhundert durchlebt und durchlitten hat, eingefangen. Sie paart Mutterwitz mit einem ganz eigenen Pragmatismus, der Durchhaltewillen und die Eigenschaft, aus nichts etwas zu machen verbindet. Getreu der Devise "Geheult wird, wenn der Kopf ab ist" geht die Oma in jeder Beziehung beherzt und wenig zimperlich mit den großen und kleinen Schwierigkeiten des Lebens um. Manchmal bleibt das Lachen wirklich im Halse stecken und doch ist diese Elisabeth Rother so eine starke literarische Figur, dass man sie beim Lesen nicht nur vor Augen hat sondern auch so schnell nicht vergessen wird!
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Format: Gebundene Ausgabe
Irene Dische Großmama packt aus Hoffmann & Campe
ISBN 3455014585
Irene Dische hat eine rasante und blitzgescheite Autobiographie über ihre Familie geschrieben.
Daß das Buch so unterhaltsam ist, verdankt der LeserIn einem Trick: in Gestalt der Großmutter von Irene Dische erscheint die Erzählung voller kritischer Brisanz, eigenbrötlerischer Distanz, mit der die Großmutter diese sehr skurrile jüdische Familie betrachtet, die in New York während der Hitlerzeit Unterkunft und Auskommen gefunden hat.
Daß die Nörgelei an der Tochter, auch dem eigenen eigensinnigen Ehemann, dem Schwiegersohn und den Enkelkindern, die ihr allesamt nicht geheuer sind, so unverhohlen zum Ausdruck kommt, macht die Geschichte einer Familie ehrlich und trotz aller Widrigkeiten ungemein sympathisch. Da wird wirklich rein gar nichts unter den Tisch gekehrt: die Tochter Renate, die mit einem nicht genehmen Schwiegersohn erscheint, die Enkelkinder, die nicht nur hässlich und absonderlich in ihren Eigenarten sind; Carl z. B. der mit fünf Jahren schon Dante liest und Irene, die außer Rand und Band und nur schwer zu erziehen ist,--das alles wird unverblümt, belustigt und von einem fast schwarzen Humor getragen erzählt.
Irene Dische hat sich dabei nicht ausgenommen: ein Wunder an Ehrlichkeit über das eigene Herkommen, das gerade darum so interessant und außerhalb der allgemeinen Norm erscheint.
Ein wirklich unterhaltsames und lesenswertes Buch im Stil der weit verbreiteten und wunderbaren jüdischen Erzählkunst.
Cl.B.
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