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Der Gotteswahn Taschenbuch – 11. September 2008
Kaufoptionen und Plus-Produkte
- Seitenzahl der Print-Ausgabe592 Seiten
- SpracheDeutsch
- HerausgeberUllstein Taschenbuch
- Erscheinungstermin11. September 2008
- Abmessungen12 x 3.6 x 18.7 cm
- ISBN-103548372325
- ISBN-13978-3548372327
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Produktbeschreibungen
Über den Autor und weitere Mitwirkende
Produktinformation
- Herausgeber : Ullstein Taschenbuch; 6. Auflage (11. September 2008)
- Sprache : Deutsch
- Taschenbuch : 592 Seiten
- ISBN-10 : 3548372325
- ISBN-13 : 978-3548372327
- Abmessungen : 12 x 3.6 x 18.7 cm
- Amazon Bestseller-Rang: Nr. 250,674 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
- Nr. 425 in Religionsphilosophie (Bücher)
- Nr. 1,170 in Verschiedenes
- Kundenrezensionen:
Über die Autoren

Seit über 30 Jahren übersetze ich Sach- und Fachbücher aus dem Englischen ins Deutsche. Darüber hinaus habe ich 2017 die Reihe "Vergessene Schätze der englischen Literatur" ins Leben gerufen, um Romane aus der viktorianischen Zeit, die nach meiner Ansicht zu Unrecht in Vergessenheit geraten sind, den deutschen Lesern wieder zugänglich zu machen. Näheres über mich und meine Arbeit erfahren Sie auf meiner Website www.uebersetzungen-vogel.de.

In Nairobi, der Hauptstadt Kenias, wurde Richard Dawkins 1941 geboren. Er studierte Biologie in Oxford und wurde anschließend am dortigen New College Dozent für Zoologie. Schon bald übernahm er den Lehrstuhl für „Öffentliches Verständnis von Wissenschaft“, den er bis 2008 innehatte. Durch sein Buch „Das egoistische Gen“ wurde Richard Dawkins weit über wissenschaftliche Kreise hinaus bekannt; das Buch gilt als eines der zentralen Werke der Evolutionsbiologie. Dawkins ist erklärter Atheist und vehementer Streiter für die Ideen der Aufklärung.
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Bei einigen Rezensenten habe ich aber den Eindruck, dass sie sich diese Mühe gespart haben. Das finde ich schade, da "Der Gotteswahn" für jeden Leser interessante Denkanstöße bereithält - sowohl für Gläubige als auch für Atheisten.
Natürlich wird man nie mit absoluter Sicherheit beweisen können, dass Gott nicht existiert. Dass es einen Gott gibt, ist aber erst recht nicht beweisbar, was Dawkins zeigt, indem er eine Vielzahl angeblicher "Gottesbeweise" analysiert und allesamt widerlegt.
In einem weiteren Kapitel legt er dar, warum es seiner Meinung nach mit ziemlicher Sicherheit keinen Gott gibt. Hierbei verwendet er vor allem das Argument, dass ein Gott, der etwas derart kompliziertes wie unsere Welt erschaffen hat, selbst noch viel komplizierter sein müsste, sodass seine Existenz in Wahrheit keine Erklärung für irgendetwas liefert, sondern selbst noch mehr Fragen aufwirft. Demgegenüber kann der Darwinismus durch das Prinzip der natürlichen Selektion sehrwohl die Vielfalt und Komplexität des Lebens erklären, da hier von einfachen Anfängen und einer langsamen Weiterentwicklung ausgegangen wird. (Für nähere Informationen zu diesem Thema ist übrigens das Buch Die Schöpfungslüge: Warum Darwin Recht hat absolut empfehlenswert.)
Auch dass auf unserer Erde oder generell im Universum Bedingungen herrschen, welche die Entstehung von Leben ermöglichen, ist ohne Rückgriff auf Gott mit dem anthropischen Prinzip begründbar. Demnach müssen die Erde bzw der Kosmos für die Entstehung von Leben geeignet sein, da wir andernfalls nicht hier wären, um sie zu beobachten. So könnte es beispielsweise viele Universen geben, die nebeneinander existieren und jeweils mit unterschiedlichen physikalischen Konstanten ausgestattet sind. Wir müssen uns nun zwangsläufig in einem der wenigen befinden, deren Gesetze zufällig die Voraussetzungen für die spätere Evolution schufen und damit das Nachdenken über dieses Problem ermöglichen. (Ein ähnlicher Gedankengang findet sich beispielsweise auch in Der große Entwurf: Eine neue Erklärung des Universums von Stephen Hawking.)
Damit ist dieses Buch aber noch lange nicht an seinem Ende angekommen. Denn Dawkins belässt es nicht bei der bloßen Widerlegung der Religion, er beleuchtet auch - und hier tritt seine Herkunft als Evolutionsbiologe am deutlichsten zu Tage - die Frage, wie die Religion entstanden ist. Ausgehend von der Feststellung, dass sich durch die natürliche Selektion nur solche Verhaltensweisen herausbilden, die einen Nutzen haben, überlegt er, welcher evolutionäre Druck die Hinwendung zur Religion begünstigt haben könnte.
Vor allem aber stellt Dawkins auch fest, dass man keine Religion braucht, um moralisch zu handeln. Schließlich leiten auch die allermeisten religiösen Menschen ihre Verhaltensmaßstäbe nicht 1:1 aus der Bibel ab (sonst müsste beispielsweise jeder hingerichtet werden, der sich nicht an den Sabbat hält), sondern orientieren sich - genau wie Atheisten - mehr oder weniger am sich wandelnden ethischen Zeitgeist (man betrachte nur, wie sehr sich etwa die gesellschaftliche Stellung der Frauen in den letzten 100 Jahren geändert hat).
Daneben tritt Dawkins auch immer wieder der besonderen Rolle entgegen, welche die Religion für sich beansprucht, sodass etwa religiösen Überzeugungen ein besonderer Respekt entgegengebracht werden soll, den andere (beispielsweise politische) Anschauungen nicht verlangen dürfen.
Doch trotz aller inhaltlichen Kompromisslosigkeit gelingt es Dawkins, seine Ausführungen immer auch mit einigem Humor zu würzen. So ist dieses Werk nicht nur informativ, sondern auch gut geschrieben und unterhaltsam zu lesen.
Dawkins lässt kein gutes Haar an der Religion, egal welcher Couleur, egal welcher Intensität. Auch die gemäßigten Gläubigen bekommen ihr Fett ab. Und er lässt unmissverständlich verstehen, warum er nicht nur subjektiv, sondern auch objektiv gegen Glauben ist. Im vorliegenden Buch geht er dabei hauptsächlich auf die Christen und die Bibel ein, hier und da auch auf andere abrahamitische Religionen.
Vor allem die erste Hälfte seines Buches widmet er sehr genau dem Zerpflücken dieser Glaubensvorstellungen und der Absurdität, die dahinter steht. Je weiter man liest, umso mehr kommt der Evolutionsbiologe und Darwinist Dawkins zum Vorschein. Und dass er mit Leib und Seele dabei ist, auch daran lässt er keinen Zweifel.
Ich habe das Buch streckenweise sehr genossen. Er ist klar und direkt in seiner Sprache. Er lässt kaum Raum für Interpretationen, die religiöse Eiferer besetzen könnten. Und dass ihm das wichtig ist, macht er auch im Buch klar: Gerade diejenigen, die Religion unhinterfragt hinnehmen, besetzen gerne jene Lücken, die die Wissenschaft ihnen lässt. Dabei wird selten gefragt: "Ist meine Erklärung plausibel? Gibt es vielleicht alternative Erklärungen?" Das ist nicht der Wunsch derer, die die Religion besser darstellen lassen wollen als sie ist. Aber sie möchten im Kampf um Glaubwürdigkeit Boden gutmachen. Und Richard Dawkins schenkt ihnen nichts.
Streckenweise fand ich das Buch auch ein wenig langatmig. Gerade ab der Hälfte verfällt er doch sehr in Details, die man als Nicht-Biologe, Nicht-Darwinist und Nicht-Naturwissenschaftler nicht so gut kennt. Vermutlich aus dem Wunsch heraus, auch hier keinen Raum für Interpretationen zu lassen, die wiederum von Fundamentalisten ausgenutzt werden könnten, erklärt er z.B. die Memtheorie sehr ausufernd. Dabei finde ich die Detailtiefe als gar nicht so schrecklich. Es ging mir beim Lesen nur die Frage durch den Kopf: "Wollte er nicht erklären, welchen evolutionären Vorteil Glauben gebracht hat? Ich kann aber nicht erkennen, wie diese Erklärung zur Klärung dieser Frage beiträgt." Es mag sein, dass ich hier das eine oder andere Kapitel nochmal lesen muss, um genau diese Frage geklärt zu bekommen.
Als Biologe nutzt er natürlich viele Beispiele aus der Biologie, um seine Thesen zu untermauern. Aber auch Beispiele aus der Physik und Astronomie findet man häufiger. Dabei kam mir spontan die Frage, warum z.B. kaum sozialwissenschaftliche Forschungsergebnisse zur Verdeutlichung hinzu gezogen werden. Zum Beispiel fiel mir beim Lesen die Theorie der sozialen Identität ein, die zumindest das lange Überleben der Religionen gut erklären könnte. Hier mag Dawkins aber einfach nicht das nötige Hintergrundwissen gehabt haben, oder aber ihm als Naturwissenschaftler sind die Sozialwissenschaften ein wenig suspekt.
Letztlich sind das nur zwei sehr kleine Kritikpunkte, die ich hier anzubringen habe. Im Großen und Ganzen muss ich Dawkins Recht geben, auch wenn wir hier in Breitengraden leben, die eher mit gemäßigtem christlichen Gedankengut durchsetzt sind. Doch selbst hier begegnet man immer wieder auch sehr eingefleischten Christen, und so kann ich mir gut vorstellen, wie es im sog. Bible Belt der USA zugehen muss, wenn es enorm viele solcher Menschen gibt.
Es steht für mich schon lange fest, dass Glauben und Religion die Menschheit trennen, und nicht verbinden, wie Glaubensvertreter das gerne darstellen. Die Angst, die eigene Religion (Gruppe) könnte in einer anderen aufgehen (offensichtlich verbunden mit der Angst, die eigene Identität könnte hier eine Veränderung erfahren, die sie ab- statt aufwertet), ist in vielen Glaubensrichtungen der Motor für weitere Abgrenzungen, zur Not auch mit kriegerischen Mitteln. Und dass gläubige Menschen eine weltoffene Haltung meiden wie der Teufel das Weihwasser, habe ich oft schon am eigenen Leib erfahren. Ich sehe es wie Dawkins: Diese Menschen verschwenden die Gelegenheit, neue Perspektiven einzunehmen und dazu zu ganz neuen Einsichten zu gelangen, die weit über ihre Vorstellungen hinausgehen. Das ist nicht nur traurig. Es ist unvorstellbar dumm.
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