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Gottes Krieger: Die Kreuzzüge in neuem Licht Taschenbuch – 1. April 2013

4,4 4,4 von 5 Sternen 90 Sternebewertungen

Dieses Buch räumt mit der gängigen Sicht auf, die Kreuzzüge seien ein brutaler, imperialistischer, räuberischer Feldzug des christlichen Abendlandes gegen einen gebildeten, toleranten und friedlichen Islam gewesen, geführt, um sich zu bereichern und das Christentum zu verbreiten. Ein Krieg, der den berechtigten Hass der muslimischen Welt auf den Westen bis heute begründet.
Mit Überblick und dennoch detailreich zeichnet Stark die Geschichte der Eroberung weiter Teile Europas, des Mittleren Ostens und Nordafrikas durch Mohammed und seine Erben nach. Er schildert die Behandlung der Juden und Christen in den besetzten Ländern und die Massaker an den Pilgern, die ins Heilige Land fuhren, um sich dort von ihren Sünden zu befreien. Er beschreibt die flehende Bitte Alexios' I. an den Graf von Flandern, Byzanz vor der Invasion der gerade zum Islam konvertierten Türken zu schützen, sowie den berühmten Aufruf Papst Urbans II. an die Ritter Europas, den Byzantinern zu helfen und den Weg ins Heilige Land für die christlichen Pilger wieder zu sichern. Er analysiert die blutigen Schlachten der Kreuzritter, ihre Siege und fatalen Niederlagen, die unterschiedlichen Strategien der Kriegsführung beider Seiten und die logistische Organisation dieser enormen Truppenbewegungen.
Mit Gottes Krieger gibt uns einer der renommiertesten Religionssoziologen ein neues und realistischeres Bild der sieben großen Kreuzzüge und zeigt auf, was in den Jahren von 1095 bis 1291 in Europa und im Nahen Osten wirklich geschah.
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Sicherheits- und Produktressourcen

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

Rodney Starks Geschichtsthriller über Templer und Mönche, Krieger, Könige und Pilger bildet, wie »Publishers Weekly« anerkennend schreibt, »eine Herausforderung an uns alle, unsere Sicht auf die Kreuzzüge neu zu überdenken« (Matthias Matussek)

Kreuzritter gelten als fanatische Barbaren. Das Bild ist falsch, schreibt der US-Soziologe Rodney Stark in einem Buch. Seine kühne These: Der Islam habe provoziert … Brutale Primitivlinge aus dem finsteren europäischen Mittelalter waten bis zu den Steigbügeln im Blut gebildeter, kultivierter Araber ... Rodney Stark ist angetreten, dieses Bild zu korrigieren. (Die ZEIT)

Rodney Star, Pulitzer-Preis-nominierter Professor der Bayle-University, rollt mit Gods Batallion den Fall neu auf. Unter dem Titel Gottes Krieger ist das Buch nun auf deutsch erschienen, ein wütendes und dabei faktenreiches Stück Revisionismus, ganz auf der Höhe der Forschung. (Matthias Matussek)

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Rodney Stark (1934, Jamestown, North Dakota) ist Religionssoziologe und prägt dieses Feld mit der von ihm vertretenen Methode, Religionen als eine Art Wirtschaftszweig mit Anbietern und Nachfragern zu betrachten. Er lehrte mehrere Jahrzehnte an der University of Washington und ist seit 2004 Co-Leiter des Instituts für Studien der Religion an der Baylor University. Stark hat 30 Bücher und über 140 wissenschaftlichen Artikel veröffentlicht, für die er internationale Preise gewonnen hat. Auf Deutsch erschien seine Studie Der Aufstieg des Christentums, die für den Pulitzer-Preis nominiert war.

Produktinformation

  • Herausgeber ‏ : ‎ Haffmans & Tolkemitt; 1. Edition (1. April 2013)
  • Sprache ‏ : ‎ Deutsch
  • Taschenbuch ‏ : ‎ 400 Seiten
  • ISBN-10 ‏ : ‎ 394298928X
  • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3942989282
  • Abmessungen ‏ : ‎ 13.7 x 3 x 21.7 cm
  • Kundenrezensionen:
    4,4 4,4 von 5 Sternen 90 Sternebewertungen

Informationen zum Autor

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Rodney Stark
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Kundenrezensionen

4,4 von 5 Sternen
90 weltweite Bewertungen

Die Kunden sagen

Die Leser loben die gute Lesbarkeit und Verständlichkeit des Buches. Es wird als fesselnd, informativ und für Jedermann lesbar beschrieben. Das ausführliche Literaturverzeichnis mit den umfangreichen Quellenangaben ermöglicht eine gewisse Überprüfbarkeit. Das Buch gibt einen guten Überblick über die Kreuzzüge und deren Vorgeschichte. Sie beschreiben es als ein hervorragendes Nachschlagewerk für Laien.

KI-generiert aus dem Text von Kundenrezensionen.

14 Kunden erwähnen „Lesbarkeit"14 positiv0 negativ

Kunden sind mit der Lesbarkeit des Buches zufrieden. Sie beschreiben es als fesselnd, flüssig und für jeden lesbar. Das Buch wird als sachlich und fundiert beschrieben, die Geschichte auch für Laien nachvollziehbar und verständlich darstellt.

"...Die Kreuzzüge in neuem Licht" - Rodney Stark ist ein überaus lesenswerte, kurzweilige Zusammenfassung der Welt der Kreuzfahrer und ihrer Gegner..." Mehr

"Geschichte auch für den Laien nachvollziehbar und verständlich erklärt!" Mehr

"Buch war wie NEU gut verpackt. Gut geschrieben, sehr viele Informationen mit Hintergrund Info....gutes Nachschlagewerk für Leute die mal..." Mehr

"...Insgesamt ein sehr lesenswertes und angenehm zu lesendes Buch. Erwähnenswert auch noch die schöne Verarbeitung (Lesebändchen)." Mehr

11 Kunden erwähnen „Verständlichkeit"11 positiv0 negativ

Kunden sind mit der Verständlichkeit des Buches zufrieden. Sie beschreiben es als objektiv, informativ und gut geschrieben. Das Literaturverzeichnis wird als übersichtlich und umfangreich beschrieben. Die Vielzahl von Hintergrundinformationen und die plausible Beweisführung werden ebenfalls positiv hervorgehoben.

"...Das ausführliche Literaturverzeichnis führt nahezu alle namhaften Experten auf, und gewissenhaft sind ihre Beiträge in den Anmerkungen belegt...." Mehr

"Geschichte auch für den Laien nachvollziehbar und verständlich erklärt!" Mehr

"...gut verpackt. Gut geschrieben, sehr viele Informationen mit Hintergrund Info....gutes Nachschlagewerk für Leute die mal die Wahrheit lesen..." Mehr

"...Argumentation logisch und nachvollziehbar aufgebaut, die sehr umfangreichen Quellenangaben ermöglichen eine gewisse Überprüfbarkeit der Inhalte...." Mehr

6 Kunden erwähnen „Darstellung"6 positiv0 negativ

Kunden sind mit der Darstellung des Produkts zufrieden. Sie beschreiben sie als anschaulich, lesbar und interessant geschrieben.

"...Ihm gelingt dabei ein stimmiges Bild...." Mehr

"...Verdienst, die Geschichte der Kreuzzüge relativ kurz und auch sehr anschaulich und lesbar darzustellen...." Mehr

"...für das Scheitern der Kreuzfahrerstaaten wird sehr klar und sachlich dargestellt...." Mehr

"...Es bietet anschaulich und interessant geschrieben eine Vielzahl von Hintergrundinformationen, die man in den meisten Büchern zum Thema so nicht..." Mehr

6 Kunden erwähnen „Überblick"6 positiv0 negativ

Kunden sind mit dem Buch zufrieden. Sie beschreiben es als guten Überblick über die Kreuzzüge und deren Vorgeschichte, eine verständliche Zusammenfassung der Zeit der Kreuzzüge und einen relativ kurzen Inhalt.

"...Es ist Rodney Starks Verdienst, die Geschichte der Kreuzzüge relativ kurz und auch sehr anschaulich und lesbar darzustellen...." Mehr

"...habe ich einen sehr guten Überblick und eine gut verständliche Zusammenfassung der Zeit der Kreuzzüge erhalten...." Mehr

"...Landes, sondern beleuchtet auch die Vorgeschichte, m. E. ein sehr wichtiger Aspekt der Geschichte, der leider viel zu häufig keine Beachtung..." Mehr

"...Es liefert einen guten Überblick über die Kreuzzüge und deren Vorgeschichte...." Mehr

5 Kunden erwähnen „Informativ"5 positiv0 negativ

Kunden sind mit der Informationsgehalt des Buches zufrieden. Sie sagen, es zeigt interessante Fakten auf und bietet einen guten Überblick über die Geschichte der Kreuzzüge für Laien. Einige empfinden das Buch jedoch als zu einseitig.

"...Inhalt angeht, strebt der Autor nach möglichst präzisen und gut belegten Fakten, mit denen er beliebte Vorurteile prüfen kann...." Mehr

"...Dass es nebenbei auch noch eine relativierende Darstellung der Geschichtsschreibung sein soll, ist ein interessanter Nebenaspekt...." Mehr

"...Der Autor hat mit diesem Buch endlich mal die Wahrheit über die Kreuzzüge aufgeführt.Sie sollten nicht beschönigt werden, aber begründet...." Mehr

"Zeigt interesssante Fakten auf, wirkt aber irgendwie zu einseitig zu Gunsten der Kreuzfahrer, Sollte vielleicht etwas ausgeglichener int der..." Mehr

4 Kunden erwähnen „Qualität"4 positiv0 negativ

Kunden sind mit der Qualität des Buches zufrieden. Sie beschreiben es als lesenswert, ein Nachschlagewerk und eine hervorragende Quellenarbeit.

"...geschrieben, sehr viele Informationen mit Hintergrund Info....gutes Nachschlagewerk für Leute die mal die Wahrheit lesen wollen und nicht den Müll..." Mehr

"Alles bestens." Mehr

"Hervorragende Quellenarbeit und plausible Beweisführung..." Mehr

"Sehr gut und lesenswert...." Mehr

3 Kunden erwähnen „Struktur"3 positiv0 negativ

Kunden sind mit der Struktur des Buches zufrieden. Sie beschreiben sie als solide und sagen, dass das überbordende Thema exemplarisch zusammengefasst wird und so einen Überblick geschaffen wird.

"...Im Thema Religion ist Rodney Stark zu Hause. Das Buch hat eine solide wissenschaftliche Qualität, wenn man seine Fragestellung beachtet...." Mehr

"...Immerhin ist die Argumentation logisch und nachvollziehbar aufgebaut, die sehr umfangreichen Quellenangaben ermöglichen eine gewisse Überprüfbarkeit..." Mehr

"...Ein umfassendes an Quellen überbordendes Thema wird exemplarisch zusammengefasst und schafft einen Überblick...." Mehr

Spitzenrezensionen aus Deutschland

  • Bewertet in Deutschland am 18. Februar 2017
    Etwas übertrieben ist der Untertitel "Die Kreuzzüge in neuem Licht". Denn so neu ist nicht, was Rodney Stark zusammengetragen hat. Aber dazu später.

    Welche Fragestellung hat der Autor? Er ist zwar kein Historiker, aber Religionssoziologe. Als solcher beschäftigt er sich intensiv mit der Rolle von Religion in verschiedenen gesellschaftlichen Zusammenhängen. Beim Thema "Kreuzzüge" interessiert ihn, wie mit diesen aktuell argumentiert wird, und zwar präzise nach den Terroranschlägen von Islamisten im Jahr 2001. Nämlich entweder defensiv schuldbewusst von Verteidigern der Religion, denen die Kreuzzüge eine peinliche Entgleisung darstellen, oder aggressiv von Verächtern der Religion, denen die Kreuzzüge ein Nachweis für die Brutalität und Gewaltbereitschaft von Religion an sich sind. Oder von muslimischen Nationalisten, die mit dem Mythos Kreuzzüge Christentumskritik betreiben und eigene Gewalt als defensiv rechtfertigen.

    Einige Rezensenten werfen dem Autor vor, er schreibe fachfremd. Das trifft so nicht ganz zu. Im Thema Religion ist Rodney Stark zu Hause. Das Buch hat eine solide wissenschaftliche Qualität, wenn man seine Fragestellung beachtet. Als Wissenschaftler trägt Rodney Stark zusammen, was kompetente Historiker in den letzten Jahrzehnten über die Kreuzzüge geforscht haben. Das ausführliche Literaturverzeichnis führt nahezu alle namhaften Experten auf, und gewissenhaft sind ihre Beiträge in den Anmerkungen belegt. Das Buch ist keine eigene Forschungsarbeit, will und kann es nicht sein. Sondern es prüft die historischen Grundlagen für eine aktuelle Diskussion im Christentum, im Islam und in der säkularen Welt, und stellt fest, wie geschichtliche Fakten verdreht und instrumentalisiert werden. Es gehört zum Standard auch der heutigen Geschichtsschreibung, diese Frage zu betrachten, meist unter der Überschrift "Mythos Kreuzzüge".

    Neu ist die Fragestellung also nicht. Aber so umfassend und pointiert auf die aktuelle gesellschaftliche Diskussion zur Religion zugespitzt wie bei Rodney Stark geschieht es selten.

    Und außerdem allgemeinverständlich und einfach gut geschrieben! Denn erzählen kann Rodney Stark. Ausgesprochen anschaulich stellt er dar, was die Forschungen ergeben haben und konfrontiert das mit modernen Vorurteilen. Positiv ist, dass damit eine historische Haltung eingeübt wird, die versucht, den Menschen der alten Zeit gerecht und fair zu begegnen. Im Grunde übernimmt Rodney Stark die Rolle ihres Verteidigers, nachdem die Menge der Ankläger so unendlich groß ist.

    Was den konkreten Inhalt angeht, strebt der Autor nach möglichst präzisen und gut belegten Fakten, mit denen er beliebte Vorurteile prüfen kann. Er ordnet sein Buch historisch an, von der Ausgangslage im Osten bis zur Aufgabe der Kreuzfahrerstaaten. Ihm gelingt dabei ein stimmiges Bild. Am Ende kann er das Fazit ziehen: "Die Stoßrichtung der voranstehenden Kapitel lässt sich kurz zusammenfassen: Die Kreuzzüge fanden nicht ohne vorhergehende Provokationen statt. Sie waren nicht die erste Runde des europäischen Kolonialismus. Sie wurden nicht wegen Land, Beute oder aus Bekehrungsabsichten geführt. Die Kreuzritter waren keine Barbaren, die die kultivierten Muslime schlecht behandelten. Sie glaubten ernsthaft, dass sie in Gottes Bataillonen dienten."

    Man kann die Kreuzzüge - wie selbst einige damalige Zeitgenossen - durchaus kritisch sehen. Doch sollte man nicht länger auf polemische Verkürzungen und antireligiöse oder antichristliche, also interessegeleitete moderne Konstruktionen hereinfallen. Wer mit den Kreuzzügen argumentiert, sollte das gewissenhaft und überlegt, also faktengestützt tun. Alles andere ist eines ernsthaften Diskurses nicht würdig.

    "Gottes Krieger. Die Kreuzzüge in neuem Licht" - Rodney Stark ist ein überaus lesenswerte, kurzweilige Zusammenfassung der Welt der Kreuzfahrer und ihrer Gegner gelungen. Dass neben der Fragestellung auch die Fakten nicht neu sind, liegt in der Natur der Sache. Was er zusammenträgt, wissen wir Historiker doch schon lange (vgl. etwa die hervorragende Einführung ins Thema von Nikolas Jaspert Die Kreuzzüge (Geschichte Kompakt)). Nur interessiert es in der Regel keinen außerhalb unserer Wissenschaft.

    Mögen Bücher wie diese dazu beitragen, dass ähnlich wie bei anderen Polemiken gegen das angeblich so finstere Mittelalter, qualifiziertes historisches Urteilsvermögen geschult wird. Nicht nur aus Fairness gegenüber den damaligen Akteuren auf allen Seiten, sondern auch um nicht auf Scheinplausibilitäten gegenwärtiger Polemik hereinzufallen.
    20 Personen fanden diese Informationen hilfreich
    Melden
  • Bewertet in Deutschland am 7. Juli 2024
    Geschichte auch für den Laien nachvollziehbar und verständlich erklärt!
  • Bewertet in Deutschland am 14. August 2014
    Die Kreuzzüge - so die landläufige Meinung - stehen für DAS Böse in der Kirchengeschichte schlechthin. Bilder von grauenhaften Massakern und sowohl blutrünstigen wie auch materiell gierigen Kreuzritter-Ungetümen geistern durch die Köpfe. Und einige haben sogar keine Scheu, diese Kreuzzüge (die im Wesentlichen vor über 800 Jahren stattgefunden haben) ernsthaft als Grund für den heutigen Hass einiger radikaler Muslime auf Christen anzuführen (zum Zeitpunkt der Erstellung dieser Rezension werden im Irak Christen auf unvorstellbar grausame Weise von Terroristen der islamistischen "IS" massakriert, und in Nigeria schickt "Boko Haram" entführte zehnjährige christliche Mädchen als Selbstmordattentäterinnen los!).

    Rodney Stark stellt diesem stereotypen Bild der Kreuzzüge einiges entgegen. Nicht die Christen waren die bösen Angreifer, sondern bei den Kreuzzügen handelte es sich durchaus um Reaktionen auf Massaker, die an Pilgern verübt wurden, welche das Heilige Land bereisen wollten. Nicht zuletzt wehrte man sich aber auch gegen eine islamische Besatzung Jerusalems. Und einiges, was uns aus heutiger Sicht fürchterlich blutrünstig erscheint, war damals - so grausam es klingt - "normales" Vorgehen im Krieg. So zum Beispiel die Tatsache, dass die Bevölkerung einer eingenommenen Stadt nur dann eine realistische Überlebenschance hatte, wenn die Stadt weitgehend widerstandslos den Belagerern übergeben wurde. Rauhe und grausame Sitten, keine Frage - aber eben die überall (!) verbreiteten Sitten dieser Zeit. Und so schenkten auch die muslimischen Kämpfer ihren Gegnern absolut nichts - Massaker gab es auf beiden Seiten gleichermaßen!
    Ebenso wird mit dem Irrtum aufgeräumt, den Kreuzfahrern sei es bei ihren Unternehmungen um materiellen Gewinn gegangen. Dabei verschlangen allein der Unterhalt der Pferde und die Herstellung und Pflege der Ritterrüstungen, das notwendige Personal und die für die Reise erforderliche Verpflegung Unsummen, so dass faktisch nur reiche Familien an den Kreuzzügen teilnehmen konnten - oder mit ihrem Geld weniger wohlhabende Ritter unterstützten, die sich die Teilnahme am Kreuzzug sonst gar nicht hätten leisten können.

    Dabei verschweigt Rodney Stark auch nicht, dass es durchaus Auswüchse gab, zum Beispiel die ebenfalls oft zitierten Pogrome an Juden in Deutschland. Doch entgegen dem oft gezeichneten Bild handelte es sich auch hierbei um schreckliche Taten Einzelner - denen übrigens in nahezu allen Fällen vom jeweiligen Bischof (also von der Kirche!) energisch Einhalt geboten wurde.

    Es ist Rodney Starks Verdienst, die Geschichte der Kreuzzüge relativ kurz und auch sehr anschaulich und lesbar darzustellen. Daher ist dieses Buch allen, die sich für die Geschichte der Kreuzzüge interessieren, unbedingt zu empfehlen!
    24 Personen fanden diese Informationen hilfreich
    Melden
  • Bewertet in Deutschland am 23. September 2013
    Buch war wie NEU
    gut verpackt.
    Gut geschrieben, sehr viele Informationen mit Hintergrund Info....gutes Nachschlagewerk für Leute die mal die Wahrheit lesen wollen und nicht den Müll des Mainstream!!!
    Lieferung wie immer gut!
    5 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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  • Bewertet in Deutschland am 14. Dezember 2013
    Für mich als historischen Laien gibt dieses Buch einen sehr guten Überblick über die Geschichte der Kreuzzüge. Dass es nebenbei auch noch eine relativierende Darstellung der Geschichtsschreibung sein soll, ist ein interessanter Nebenaspekt.

    Immerhin ist die Argumentation logisch und nachvollziehbar aufgebaut, die sehr umfangreichen Quellenangaben ermöglichen eine gewisse Überprüfbarkeit der Inhalte. Dass dabei der ein oder andere Seitenhieb zu anderen Historikern auftaucht, ist zwar etwas merkwürdig, aber letztlich kann man dadurch auch lernen, dass man die Geschichte sehr unterschiedlich beurteilen kann.

    Was mir besonders interessant erscheint, ist die Tatsache, dass man durchaus Parallelen zur heutigen Entwicklung im mittleren Osten ziehen könnte. Auch wenn der militärische Einsatz des Westens im entsprechenden Gebiet nicht direkt vergleichbar ist, so bekommt man doch bei der Schilderung von Gräultaten ein gewisses "Déjà vu"-Erlebnis. Auch die derzeitige Kriegsmüdigkeit (Kosten!) kann man nachvollziehen, ebenso wie die Folgen davon. Insofern wäre eine Fortschreibung der Geschichte auch noch interessant.

    Insgesamt ein sehr lesenswertes und angenehm zu lesendes Buch. Erwähnenswert auch noch die schöne Verarbeitung (Lesebändchen).
    13 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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