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am 3. März 2007
Mir gefällt das Buch: In einer klaren Sprache zeigt der SZ-Redakteur Matthias Drobinski die historisch bedingten Besonderheiten der katholischen Kirche Deutschlands innerhalb der Weltkirche (1. Kapitel), ihre Stärken (2. Kapitel), ihre Schwächen (3. Kapitel), ihre gegenwärtigen internen Konflikte (4. Kapitel) und ihre Möglichkeiten angesichts einer sich dramatisch verändernden Welt (5. Kapitel). Jeder Teil ist von kritischer Solidariträt getragen, ist gut recherchiert und zeugt von einer genauen Kenntnis der Strukturen. Die Mischung aus Fakten und Engagement hat mich überzeugt. Und: Das Buch ist gut geschrieben. Klasse!
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am 5. April 2009
Regelmäßige Leser/-innen der "Süddeutschen Zeitung" (SZ) dürften den Namen Matthias Drobinski bereits kennen. Der 45-Jährige ist dort seit 1997 Redakteur in der Innenpolitik und schreibt über die Kirchen. Zu diesem Thema hat der gelernte Journalist, der u.a. Katholische Theologie studiert hat, auch ein Buch veröffentlicht. Es trägt den Titel "Oh Gott, die Kirche - Versuch über das katholische Deutschland" und besteht aus drei Teilen.
Im ersten Kapitel "Die schwierige Tochter Roms" erzählt Drobinski in knappen Zügen die Geschichte des ganz speziellen Verhältnisses zwischen Deutschland und dem Vatikan. In den beiden Abschnitten "Eine reiche Kirche in einer reichen Gesellschaft" und "Eine Kirche in der Krise" wird eine Bestandsaufnahme der momentanen Situation der katholischen Kirche in der Bundesrepublik gemacht. Im Bereich der Bildung zeichnet der Autor ein ambivalentes Bild. Einerseits bescheinigt er der Kirche, dass sie ein "Bildungsgigant" ist. Andererseits erwähnt er die Arbeit der katholischen Erwachsenenbildung, wie sie vor allem in den Kreisbildungswerken geleistet wird, nur mit einem einzigen Satz. Warum lässt Drobinski ausgerechnet deren Erfolgsgeschichte weg?
Die Kapitel "Eine Kirche im Richtungsstreit" und "Visionen für eine Kirche von morgen" riskieren einen Blick in die Zukunft. Informativ ist sein persönliches Ranking der wichtigsten Bischöfe. Da plaudert der Journalist so einiges aus dem Nähkästchen und schafft sogar den Bogen vom Kultfilm "Blues Brothers" zu Bischof Müller. Der SZ-Redakteur plädiert für eine überregionale Zukunftskonferenz, in der die gravierenden Probleme (weniger Priester und Gläubige, Rückgang der Kirchensteuern) angegangen werden sollten. Dazu formuliert er "Zehn Gebote fürs fröhliche Verarmen". Seine These, dass die Kirche nicht weiß, was Ehrenamtliche heutzutage wollen, ist zu relativieren. Katholische Einrichtungen qualifizieren in vielen Kursen freiwillig Engagierte und setzen durchgehend auf eine Kultur der Anerkennung und Begleitung.
Das Buch "Oh Gott, die Kirche - Versuch über das katholische Deutschland" ist empfehlenswert. Denn Drobinski schreibt fundiert, aber nicht fundamentalistisch; kompetent, aber nicht kompliziert; pointiert, aber nicht polemisch.
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Matthias Drobinski macht Mut und das erzeugt hoffentlich etwas in den Gemeinden der katholischen Kirche, denn eigentlich kann jede und jeder, die und der das Buch KLERIKER (Psychogramm eines Ideals) von Eugen Drewermann gelesen hat, feststellen, daß etwas nicht stimmt in der katholischen Kirche.
Und jetzt dieses Buch.

Da wird angeknüpft an die Wahl eines deutschen Kardinals zum Papst, da wird Bezug genommen auf dessen unzweifelhaftes Wissen und Können im Bereich des Philosophischen. Aber ob das ausreicht, ob das langt, um Entscheidendes zu bewirken?
Da ist Skepsis angebracht und zwar zutiefst.

Denn: an der Verkündigung der Botschaft unfassbarer Dogmen, daran wird sich nichts ändern.
Daran, an das Fleisch, an das Wesen dieser allumfassenden Kirche, der Verkündigung von Heil und von einzuhaltenden Glaubenssätzen, die nicht einmal wissenschaftlich einer Prüfung standhalten, daran wird sich nichts ändern (obwohl man es sicherlich könnte).

Und so wird, wie der Tiefenpsychologe Drewermann es in seinem erwähnten Buch darstellt, die Saat von teilweise entzückenden Verdrehungen ihrer ursprünglichen Aussage aufgehen in dem, was wir gewohnt sind von der katholischen Kirche, aber eigentlich von jeder Religion, in der Flucht ins Komische nämlich, ins Phantastische, ins Mystische (was aber u. U. heilsam sein kann) ins Erhabene, vor dem man offenen Mundes steht und wehe, man wagt ein auch nur klitzekleines Urteil.
So stellt man sich die helfende und allumfassende erlösende Botschaft bringende Gemeinschaft der Heiligen eigentlich nicht vor.
Und Matthias Drobinski will anhand von kurzzeitig aufblitzenden Entdeckungen im Volk der Kirche, in herrlichen Gesängen, in der Hinwendung an Welttagen z.B. etwas wie eine Wende sehen?

Vielleicht aber habe ich auch einiges nicht verstanden.
Mir fehlt einfach der Glaube und ich wette, wir werden in Zukunft nicht eine Wende erleben hin zur Wissenschaft etwa oder zur Natürlichkeit, nein eher hin zum Versuch, die Eucharistie zu erklären.
Das ist zwar fast unmöglich, wird aber gemacht werden.
Das katholische Volk ist nicht so still, wie es scheint, das stimmt und die Menschen in aller Welt werden sich zu Wort melden, denn einen Sinn muß dieses Leben doch haben und Chaos gibt es genug. Aber darauf gerade spekuliert wohl die Politik einer Religion hin und wieder und überhaupt.
Wie gesagt, dieses Buch verbreitet Mut, aber aufgepasst, bitte keinen falschen!
Am Beginn des 21. Jahrhunderts ist es in Europa wieder soweit, man könnte eigentlich wieder missionieren. Ob es diesmal ehrlicher geschieht, steht auf dem Blatt, das nicht von dieser Welt ist, es heißt ja, da hilft ein Geist, ein heiliger mit. Dieses Fest des (hlg.) Geistes ist mir das liebste.
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