Manche Aspekte seh ich ein bisschen anders als die meisten. Erstens: Die "Fäkalsprache" in diesem Buch ist so extrem nicht vom Autor gewollt, sondern durch eine sehr oberflächliche Übersetzung verursacht. Lest einfach drüber weg.
Zweitens: Das Buch ist meiner Meinung nach nur stellenweise lustig, und zwar da, wo Himmel und Hölle beschrieben werden. Die Geschehnisse im Diesseits werden dagegen nicht besonders witzig dargestellt, sondern eher so brutal und kalt, wie es nun mal in unserer Realität so ist.
Drittens: Jesus verhält sich keineswegs nur sanft und freundlich. So wie er vor zweitausend Jahren dem jüdischen Hohepriester ins Gesicht gerotzt hat, so lästert er diesmal bitterböse gegen den Papst und das heuchlerische Christentum. Dem Popmogul zeigt er grinsend den Stinkefinger, die Reichen beklaut er, von wegen wundersame Brotvermehrung, dreist wie Robin Hood. Seine Freunde sind, wie im ersten Leben, von der Gesellschaft Verachtete, um die er sich liebevoll kümmert. Und musikalisch muss der 1979 geborene neue Jesus selbstverständlich Indierocker sein.
Und die Drogen? Leben und leben lassen, heißt die Devise, wie im Himmel, so auf Erden.
Herzergreifend übrigens die zarte, späte Liebesgeschichte zwischen Jesus und Becky... ihr Name ist eine Abkürzung von Rebecca, und das war im Alten Testament eine Frau, die unüblich handelte und dadurch dem Lauf der Dinge auf die Sprünge half. Oder man sieht in ihr ein Pendant zu Maria-Magdalena. Mit zum engen Kreis gehört auch der träge Kris, der an Jesus' Seite vom Loser zum Aktivisten wird, und Morgan, ein misstrauischer, unsteter Gefährte, der Jesus so gerne nah sein und doch nicht mit ihm untergehen will. Claude, eine Art verlorener Sohn, der zur Umkehr bewegt wird. Pete, aussätzig durch seine HIV-Infektion, der sich plötzlich in drer Mitte wohlmeinender Freunde wiederfindet. Gus und Dotty, die ganz hoffnungslosen Fälle. Und die rührendste Figur von allen ist für mich Big Bob, der treue, bärbeißige, kriegstraumatisierte Bodyguard des Heilands. Ein Panoptikum an schräg-respektvoll gezeichneten Charakteren, die wir alle ins Herz schließen.
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Gott bewahre: Roman Taschenbuch – 12. November 2012
von
John Niven
(Autor),
Stephan Glietsch
(Übersetzer),
Jörn Ingwersen
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Seitenzahl der Print-Ausgabe400 Seiten
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SpracheDeutsch
-
HerausgeberHeyne Verlag
-
Erscheinungstermin12. November 2012
-
Abmessungen11.9 x 3.1 x 18.8 cm
-
ISBN-103453676335
-
ISBN-13978-3453676336
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Produktbeschreibungen
Über den Autor und weitere Mitwirkende
John Niven arbeitete mehrere Jahre als A&R-Manager einer Plattenfirma, bevor er sich dem Schreiben widmete. Nach seinem ersten Buch, der halbfiktionalen Novelle Music from Big Pink, gelang ihm mit Kill Your Friends ein Welterfolg. Mit den Romanen Coma, Gott bewahre, Das Gebot der Rache, Straight White Male, Old School, Alte Freunde und Kill 'em all konnte er diesen Erfolg wiederholen. Neben Romanen schreibt John Niven Drehbücher. Er lebt in der Gegend von London.
Stephan Glietsch, geboren 1967, war lange Jahre Redakteur beim Musikmagazin Spex. Als freier Autor und Literaturübersetzer lebt und arbeitet er in Köln. Neben den Romanen von Irvine Welsh übersetzte er u.a. sämtliche Bücher von John Niven.
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Produktinformation
- Herausgeber : Heyne Verlag; Erstmals im TB Edition (12. November 2012)
- Sprache : Deutsch
- Taschenbuch : 400 Seiten
- ISBN-10 : 3453676335
- ISBN-13 : 978-3453676336
- Originaltitel : The Second Coming
- Abmessungen : 11.9 x 3.1 x 18.8 cm
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Rezension aus Deutschland vom 28. August 2018
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TOP 1000 REZENSENT
4,0 von 5 Sternen
Gott muss seinen kiffenden Sohn Jesus Christus erneut auf die Erde schicken ... ins 21. Jahrhundert
Rezension aus Deutschland vom 2. Juni 2018Verifizierter Kauf
Wenn man während der Mittagspause nicht in der Sonne spazieren gehen kann, sondern witterungsbedingt im Haus bleiben sollte, ist der perfekte Zeitpunkt für eine gute Lektüre gekommen. Liest man zudem noch in einem Bereich, wo einen viele Kunden sehen können, kommt man schnell mit weiteren Leseratten ins Gespräch und tauscht sich über Bücher aus. So kam es, dass mir ein Kunde das Buch »Gott bewahre« von John Niven empfohlen hat, auf das er selbst durch ein Video von Jürgen von der Lippe aufmerksam geworden war.
»»»»»»»»»» DER KAUF ««««««««««
Am 2. August 2017 habe ich mir das Buch schließlich als gebundene Ausgabe (€ 15,00) bei Amazon bestellt, wo es auch als Taschenbuch, Hörbuch und eBook erhältlich ist.
»»»»»»»»»» GOTT BEWAHRE ««««««««««
Gott – CEO im Himmel – ist stocksauer! Da war Er bloß für ein paar Tage beim Angeln und hat seinem Sohn Jesus die Leitung übertragen, da geht alles den Bach herunter. Statt sich um die Menschen zu kümmern und auf sie aufzupassen, spielt Jesus lieber mit Jimi Hendrix Gitarre und zieht sich einen Joint nach dem anderen rein. Seit Er zum Angeln aufgebrochen war, sind auf der Erde rund 450 Jahre vergangen, da jeder Tag im Himmel 57 Erdenjahren entspricht – Kriege, religiöse Eiferer und Umweltsünden drohen die Menschheit in den Abgrund zu stürzen.
So beschließt Gott, seinen Sohn – zu dessen Leidwesen – erneut auf die Erde zu schicken, um das einzige Gebot Gottes zu verbreiten, das da lautet: „Seid lieb“.
So wird Jesus Christus also erneut geboren und landet Jahre später als junger Mann in New York, wo er zunächst eine Karriere als Musiker anstrebt und dabei seine ersten Jünger ums ich schart – Junkies, Obdachlose, gescheiterte Seelen. Da es ihm jedoch nicht gelingen will, die breite Masse zu erreichen, um Gottes Gebot zu verbreiten, nimmt er an einer Casting-Show teil. Eine Odyssee mit einem uralten Bus quer durch die USA beginnt …
»»»»»»»»»» DER AUTOR ««««««««««
John Niven wurde 1966 in Irvine, North Ayrshire, geboren, hatte bis 1991 in Glasgow studiert und anschließend für verschiedene Plattenlabels gearbeitet. Nach der Jahrtausendwende hat er schließlich die Plattenindustrie verlassen und sich dem Schreiben zugewandt. Heute lebt der gebürtige Schotte im englischen Buckinghamshire, wo auch sein 2012 erschienener Roman »Gott bewahre« entstanden ist.
»»»»»»»»»» MEINE MEINUNG ««««««««««
Mit seinem Roman »Gott bewahre« begibt sich John Niven auf ziemlich dünnes Eis, da man es sich als Autor stets mehrfach fragen sollte, ob man eine Religion durch den Kakao zieht. Schließlich wissen wir alle, was passieren kann, wenn man die Meinungsfreiheit dazu nutzt, um beispielweise Mohammed-Karikaturen zu zeichnen oder den Islam überhaupt in irgendeiner Form zu verballhornen oder gar öffentlich zu kritisieren.
Mit seinem 2012 erschienen Roman geht Niven allgemein sehr religionskritisch um und nimmt dabei am Rand so ziemlich jede Glaubensrichtung – zumindest beiläufig – aufs Korn. Uns Christen macht das zum Glück nicht viel aus, sind wir doch im Allgemeinen sehr aufgeschlossen und weltoffen. Nichtsdestotrotz bekommt in »Gott bewahre« jeder einen eingeschenkt – und das ist auch gut so!
John Niven nimmt dabei jedoch nicht bloß die eigentlichen Weltreligionen aufs Korn, sondern er kommentiert – mit Gottes Worten! – einige der bekanntesten christlichen Glaubensrichtungen. Dabei nimmt er wirklich kein Blatt vor den Mund und nutzt einen herrlichen Humor, der einen immer wieder schmunzeln oder gar laut auflachen lässt. Sei es nun Jesus Christus, der sich später auf der Erde nur noch „J.C.“ nennen lässt und darüber philosophiert, wie viel besser das Gras im Himmel ist, seien es nun Petrus und Andreas, die sich über ihre Kreuzigungen im Vergleich zu Jesu auslassen oder eben Gott selbst, der sich über Moses und dessen eigenen 10 Gebote aufregt.
Hieran (sowie an den beigefügten Fotos) kann man sehr schön erkennen, in welchem Stil das gesamte Buch gehalten ist. Jugendlich, frech, umgangssprachlich. Hier ist kein frommes Getue zu lesen. Nein! Gott, die Heiligen im Himmel, Mohammed, Satan – sie alle wirken beinah wie Figuren aus Buffy - Im Bann der Dämonen: Season 1-7 [39 DVDs ] oder Angel - Jäger der Finsternis: Die komplette Serie, Season 1-5 [30 DVDs ], geschniegelt und gestriegelt im feinen Zwirn mit Aufzügen (in denen schnulzige, allseits bekannte Popsongs vor sich hin dudeln) und Benimm. Fernseher und Telefon sind ebenso Usus wie die modernen Umgangsformen. Zudem liebt Gott Schwule und hat sich durch diese zu seinem einen Gebot inspirieren lassen: „Seid lieb“.
Kurzum, John Nivens Roman »Gott bewahre« ist stellenweise saukomisch, und so wundert es mich nicht, dass Jürgen von der Lippe bei der Lesung aus dem Buch ständig lachen musste. Gottes Tobsuchtsanfall im Himmel ist dabei mindestens so amüsant wie sein Umgang mit den Aposteln, sein Unglaube, wenn es um die etlichen Religionen und deren Ableger geht oder auch Jesus, wenn er sich über die Bibel äußert.
Leider hat das Buch dann aber auch ein paar Längen, die nicht so recht passen wollen. Geht es im Himmel und in der Hölle noch richtig schräg zur Sache, flacht die Geschichte leider etwas ab, wenn es um Jesu Handeln auf Erden geht. Natürlich ist es sehr anspruchsvoll, das Werken Christi in die Moderne zu verlegen, dennoch hätte man dies etwas peppiger gestalten können, um dem Stil treu zu bleiben. Erst zum Ende hin nimmt die Geschichte dann wieder richtig Fahrt auf, um dann zum Glück wieder witzig abzuschließen.
Das Buch selbst liegt mir – wie eingangs erwähnt – in der gebundenen Ausgabe von 2011 vor und ist gut gearbeitet. Die 200 Blätter mit 400 Seiten sind erwartungsgemäß etwas dicker mit angenehmer Schrift und lassen sich gut halten und umblättern. Zudem verfügt »Gott bewahre« über zahlreiche Kapitel, was das Lesen gleichfalls erleichtert.
»»»»»»»»»» FAZIT ««««««««««
Ein weitestgehend kurzweiliger Roman mit vielen religiösen Seitenhieben, die ein gefundenes Fressen für Hassprediger sein dürften, der jedoch in der Mitte einige Längen ausweist. Frech, nahezu satirisch mit schrägem Humor … nicht nur mit einem Joint zwischen den Lippen gut zu lesen.
Von mir gibt es hierfür gern 4 Sterne.
»»»»»»»»»» DER KAUF ««««««««««
Am 2. August 2017 habe ich mir das Buch schließlich als gebundene Ausgabe (€ 15,00) bei Amazon bestellt, wo es auch als Taschenbuch, Hörbuch und eBook erhältlich ist.
»»»»»»»»»» GOTT BEWAHRE ««««««««««
Gott – CEO im Himmel – ist stocksauer! Da war Er bloß für ein paar Tage beim Angeln und hat seinem Sohn Jesus die Leitung übertragen, da geht alles den Bach herunter. Statt sich um die Menschen zu kümmern und auf sie aufzupassen, spielt Jesus lieber mit Jimi Hendrix Gitarre und zieht sich einen Joint nach dem anderen rein. Seit Er zum Angeln aufgebrochen war, sind auf der Erde rund 450 Jahre vergangen, da jeder Tag im Himmel 57 Erdenjahren entspricht – Kriege, religiöse Eiferer und Umweltsünden drohen die Menschheit in den Abgrund zu stürzen.
So beschließt Gott, seinen Sohn – zu dessen Leidwesen – erneut auf die Erde zu schicken, um das einzige Gebot Gottes zu verbreiten, das da lautet: „Seid lieb“.
So wird Jesus Christus also erneut geboren und landet Jahre später als junger Mann in New York, wo er zunächst eine Karriere als Musiker anstrebt und dabei seine ersten Jünger ums ich schart – Junkies, Obdachlose, gescheiterte Seelen. Da es ihm jedoch nicht gelingen will, die breite Masse zu erreichen, um Gottes Gebot zu verbreiten, nimmt er an einer Casting-Show teil. Eine Odyssee mit einem uralten Bus quer durch die USA beginnt …
»»»»»»»»»» DER AUTOR ««««««««««
John Niven wurde 1966 in Irvine, North Ayrshire, geboren, hatte bis 1991 in Glasgow studiert und anschließend für verschiedene Plattenlabels gearbeitet. Nach der Jahrtausendwende hat er schließlich die Plattenindustrie verlassen und sich dem Schreiben zugewandt. Heute lebt der gebürtige Schotte im englischen Buckinghamshire, wo auch sein 2012 erschienener Roman »Gott bewahre« entstanden ist.
»»»»»»»»»» MEINE MEINUNG ««««««««««
Mit seinem Roman »Gott bewahre« begibt sich John Niven auf ziemlich dünnes Eis, da man es sich als Autor stets mehrfach fragen sollte, ob man eine Religion durch den Kakao zieht. Schließlich wissen wir alle, was passieren kann, wenn man die Meinungsfreiheit dazu nutzt, um beispielweise Mohammed-Karikaturen zu zeichnen oder den Islam überhaupt in irgendeiner Form zu verballhornen oder gar öffentlich zu kritisieren.
Mit seinem 2012 erschienen Roman geht Niven allgemein sehr religionskritisch um und nimmt dabei am Rand so ziemlich jede Glaubensrichtung – zumindest beiläufig – aufs Korn. Uns Christen macht das zum Glück nicht viel aus, sind wir doch im Allgemeinen sehr aufgeschlossen und weltoffen. Nichtsdestotrotz bekommt in »Gott bewahre« jeder einen eingeschenkt – und das ist auch gut so!
John Niven nimmt dabei jedoch nicht bloß die eigentlichen Weltreligionen aufs Korn, sondern er kommentiert – mit Gottes Worten! – einige der bekanntesten christlichen Glaubensrichtungen. Dabei nimmt er wirklich kein Blatt vor den Mund und nutzt einen herrlichen Humor, der einen immer wieder schmunzeln oder gar laut auflachen lässt. Sei es nun Jesus Christus, der sich später auf der Erde nur noch „J.C.“ nennen lässt und darüber philosophiert, wie viel besser das Gras im Himmel ist, seien es nun Petrus und Andreas, die sich über ihre Kreuzigungen im Vergleich zu Jesu auslassen oder eben Gott selbst, der sich über Moses und dessen eigenen 10 Gebote aufregt.
Hieran (sowie an den beigefügten Fotos) kann man sehr schön erkennen, in welchem Stil das gesamte Buch gehalten ist. Jugendlich, frech, umgangssprachlich. Hier ist kein frommes Getue zu lesen. Nein! Gott, die Heiligen im Himmel, Mohammed, Satan – sie alle wirken beinah wie Figuren aus Buffy - Im Bann der Dämonen: Season 1-7 [39 DVDs ] oder Angel - Jäger der Finsternis: Die komplette Serie, Season 1-5 [30 DVDs ], geschniegelt und gestriegelt im feinen Zwirn mit Aufzügen (in denen schnulzige, allseits bekannte Popsongs vor sich hin dudeln) und Benimm. Fernseher und Telefon sind ebenso Usus wie die modernen Umgangsformen. Zudem liebt Gott Schwule und hat sich durch diese zu seinem einen Gebot inspirieren lassen: „Seid lieb“.
Kurzum, John Nivens Roman »Gott bewahre« ist stellenweise saukomisch, und so wundert es mich nicht, dass Jürgen von der Lippe bei der Lesung aus dem Buch ständig lachen musste. Gottes Tobsuchtsanfall im Himmel ist dabei mindestens so amüsant wie sein Umgang mit den Aposteln, sein Unglaube, wenn es um die etlichen Religionen und deren Ableger geht oder auch Jesus, wenn er sich über die Bibel äußert.
Leider hat das Buch dann aber auch ein paar Längen, die nicht so recht passen wollen. Geht es im Himmel und in der Hölle noch richtig schräg zur Sache, flacht die Geschichte leider etwas ab, wenn es um Jesu Handeln auf Erden geht. Natürlich ist es sehr anspruchsvoll, das Werken Christi in die Moderne zu verlegen, dennoch hätte man dies etwas peppiger gestalten können, um dem Stil treu zu bleiben. Erst zum Ende hin nimmt die Geschichte dann wieder richtig Fahrt auf, um dann zum Glück wieder witzig abzuschließen.
Das Buch selbst liegt mir – wie eingangs erwähnt – in der gebundenen Ausgabe von 2011 vor und ist gut gearbeitet. Die 200 Blätter mit 400 Seiten sind erwartungsgemäß etwas dicker mit angenehmer Schrift und lassen sich gut halten und umblättern. Zudem verfügt »Gott bewahre« über zahlreiche Kapitel, was das Lesen gleichfalls erleichtert.
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Ein weitestgehend kurzweiliger Roman mit vielen religiösen Seitenhieben, die ein gefundenes Fressen für Hassprediger sein dürften, der jedoch in der Mitte einige Längen ausweist. Frech, nahezu satirisch mit schrägem Humor … nicht nur mit einem Joint zwischen den Lippen gut zu lesen.
Von mir gibt es hierfür gern 4 Sterne.
4,0 von 5 Sternen
Gott muss seinen kiffenden Sohn Jesus Christus erneut auf die Erde schicken ... ins 21. Jahrhundert
Von Lars Hermanns am 2. Juni 2018
Wenn man während der Mittagspause nicht in der Sonne spazieren gehen kann, sondern witterungsbedingt im Haus bleiben sollte, ist der perfekte Zeitpunkt für eine gute Lektüre gekommen. Liest man zudem noch in einem Bereich, wo einen viele Kunden sehen können, kommt man schnell mit weiteren Leseratten ins Gespräch und tauscht sich über Bücher aus. So kam es, dass mir ein Kunde das Buch »Gott bewahre« von John Niven empfohlen hat, auf das er selbst durch ein Video von Jürgen von der Lippe aufmerksam geworden war.Von Lars Hermanns am 2. Juni 2018
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Am 2. August 2017 habe ich mir das Buch schließlich als gebundene Ausgabe (€ 15,00) bei Amazon bestellt, wo es auch als Taschenbuch, Hörbuch und eBook erhältlich ist.
»»»»»»»»»» GOTT BEWAHRE ««««««««««
Gott – CEO im Himmel – ist stocksauer! Da war Er bloß für ein paar Tage beim Angeln und hat seinem Sohn Jesus die Leitung übertragen, da geht alles den Bach herunter. Statt sich um die Menschen zu kümmern und auf sie aufzupassen, spielt Jesus lieber mit Jimi Hendrix Gitarre und zieht sich einen Joint nach dem anderen rein. Seit Er zum Angeln aufgebrochen war, sind auf der Erde rund 450 Jahre vergangen, da jeder Tag im Himmel 57 Erdenjahren entspricht – Kriege, religiöse Eiferer und Umweltsünden drohen die Menschheit in den Abgrund zu stürzen.
So beschließt Gott, seinen Sohn – zu dessen Leidwesen – erneut auf die Erde zu schicken, um das einzige Gebot Gottes zu verbreiten, das da lautet: „Seid lieb“.
So wird Jesus Christus also erneut geboren und landet Jahre später als junger Mann in New York, wo er zunächst eine Karriere als Musiker anstrebt und dabei seine ersten Jünger ums ich schart – Junkies, Obdachlose, gescheiterte Seelen. Da es ihm jedoch nicht gelingen will, die breite Masse zu erreichen, um Gottes Gebot zu verbreiten, nimmt er an einer Casting-Show teil. Eine Odyssee mit einem uralten Bus quer durch die USA beginnt …
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John Niven wurde 1966 in Irvine, North Ayrshire, geboren, hatte bis 1991 in Glasgow studiert und anschließend für verschiedene Plattenlabels gearbeitet. Nach der Jahrtausendwende hat er schließlich die Plattenindustrie verlassen und sich dem Schreiben zugewandt. Heute lebt der gebürtige Schotte im englischen Buckinghamshire, wo auch sein 2012 erschienener Roman »Gott bewahre« entstanden ist.
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Mit seinem Roman »Gott bewahre« begibt sich John Niven auf ziemlich dünnes Eis, da man es sich als Autor stets mehrfach fragen sollte, ob man eine Religion durch den Kakao zieht. Schließlich wissen wir alle, was passieren kann, wenn man die Meinungsfreiheit dazu nutzt, um beispielweise Mohammed-Karikaturen zu zeichnen oder den Islam überhaupt in irgendeiner Form zu verballhornen oder gar öffentlich zu kritisieren.
Mit seinem 2012 erschienen Roman geht Niven allgemein sehr religionskritisch um und nimmt dabei am Rand so ziemlich jede Glaubensrichtung – zumindest beiläufig – aufs Korn. Uns Christen macht das zum Glück nicht viel aus, sind wir doch im Allgemeinen sehr aufgeschlossen und weltoffen. Nichtsdestotrotz bekommt in »Gott bewahre« jeder einen eingeschenkt – und das ist auch gut so!
John Niven nimmt dabei jedoch nicht bloß die eigentlichen Weltreligionen aufs Korn, sondern er kommentiert – mit Gottes Worten! – einige der bekanntesten christlichen Glaubensrichtungen. Dabei nimmt er wirklich kein Blatt vor den Mund und nutzt einen herrlichen Humor, der einen immer wieder schmunzeln oder gar laut auflachen lässt. Sei es nun Jesus Christus, der sich später auf der Erde nur noch „J.C.“ nennen lässt und darüber philosophiert, wie viel besser das Gras im Himmel ist, seien es nun Petrus und Andreas, die sich über ihre Kreuzigungen im Vergleich zu Jesu auslassen oder eben Gott selbst, der sich über Moses und dessen eigenen 10 Gebote aufregt.
Hieran (sowie an den beigefügten Fotos) kann man sehr schön erkennen, in welchem Stil das gesamte Buch gehalten ist. Jugendlich, frech, umgangssprachlich. Hier ist kein frommes Getue zu lesen. Nein! Gott, die Heiligen im Himmel, Mohammed, Satan – sie alle wirken beinah wie Figuren aus [[ASIN:B003ZVJJXA Buffy - Im Bann der Dämonen: Season 1-7 [39 DVDs]]] oder [[ASIN:B003ZVJJXK Angel - Jäger der Finsternis: Die komplette Serie, Season 1-5 [30 DVDs]]], geschniegelt und gestriegelt im feinen Zwirn mit Aufzügen (in denen schnulzige, allseits bekannte Popsongs vor sich hin dudeln) und Benimm. Fernseher und Telefon sind ebenso Usus wie die modernen Umgangsformen. Zudem liebt Gott Schwule und hat sich durch diese zu seinem einen Gebot inspirieren lassen: „Seid lieb“.
Kurzum, John Nivens Roman »Gott bewahre« ist stellenweise saukomisch, und so wundert es mich nicht, dass Jürgen von der Lippe bei der Lesung aus dem Buch ständig lachen musste. Gottes Tobsuchtsanfall im Himmel ist dabei mindestens so amüsant wie sein Umgang mit den Aposteln, sein Unglaube, wenn es um die etlichen Religionen und deren Ableger geht oder auch Jesus, wenn er sich über die Bibel äußert.
Leider hat das Buch dann aber auch ein paar Längen, die nicht so recht passen wollen. Geht es im Himmel und in der Hölle noch richtig schräg zur Sache, flacht die Geschichte leider etwas ab, wenn es um Jesu Handeln auf Erden geht. Natürlich ist es sehr anspruchsvoll, das Werken Christi in die Moderne zu verlegen, dennoch hätte man dies etwas peppiger gestalten können, um dem Stil treu zu bleiben. Erst zum Ende hin nimmt die Geschichte dann wieder richtig Fahrt auf, um dann zum Glück wieder witzig abzuschließen.
Das Buch selbst liegt mir – wie eingangs erwähnt – in der gebundenen Ausgabe von 2011 vor und ist gut gearbeitet. Die 200 Blätter mit 400 Seiten sind erwartungsgemäß etwas dicker mit angenehmer Schrift und lassen sich gut halten und umblättern. Zudem verfügt »Gott bewahre« über zahlreiche Kapitel, was das Lesen gleichfalls erleichtert.
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Ein weitestgehend kurzweiliger Roman mit vielen religiösen Seitenhieben, die ein gefundenes Fressen für Hassprediger sein dürften, der jedoch in der Mitte einige Längen ausweist. Frech, nahezu satirisch mit schrägem Humor … nicht nur mit einem Joint zwischen den Lippen gut zu lesen.
Von mir gibt es hierfür gern 4 Sterne.
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Rezension aus Deutschland vom 17. Februar 2020
Verifizierter Kauf
Unglaublich spannend wenn man ein stabiler Mensch ist. Für mich als Christ ein sehr gelungener Blick in den Spiegel und das in einer Zeit in welcher Selbstreflexion nicht gerade ein beliebtes Thema ist. Dennoch stellt sich die Frage nach dem 'wozu' bezüglich des Buches...ein Atheist wird schelmisch grinsen erlittene er das Buch komplett missversteht und ein religiöser Mensch welcher nicht stabil genug ist wird es als bloße Blasphemie in die Ecke werfen und verbrennen.
Aber...für alle die noch etwas an sich arbeiten möchten sehr zu empfehlen.Einzig nervig ist die ständige und unnötige Obszönität der Wortwahl- sicher ganz bewusst so gewählt aber dennoch.störend.
Unterm Strich hab ich es bereits vielen Menschen empfohlen aber noch viel mehr Menschen würde ich es gar ausreden.
Aber...für alle die noch etwas an sich arbeiten möchten sehr zu empfehlen.Einzig nervig ist die ständige und unnötige Obszönität der Wortwahl- sicher ganz bewusst so gewählt aber dennoch.störend.
Unterm Strich hab ich es bereits vielen Menschen empfohlen aber noch viel mehr Menschen würde ich es gar ausreden.
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Rezension aus Deutschland vom 11. Januar 2019
Verifizierter Kauf
Dieses Hörbuch war ein Geschenk, dass ich mir aufgrund der guten Kritiken selbst ausgesucht habe, leider ein absoluter Fehlgriff. Es sind zwar ein zwei lustige Stellen, aber insgesamt sehr flach und auch der Schreibstil gefällt mir gar nicht. Auch als nicht allzu religiöser Mensch finde ich die Darstellung von Gott, Jesus, Himmel und Hölle nicht satirisch, sondern einfach nur flach. Kiffend und besoffen mit einer Aussprache, die man mögen muss, kann ich mir beim besten Willen keinen Gott vorstellen. Die Geschichte ist auch nichts besonderes und schnell herunter geschrieben.
Die guten Kritiken waren für mich nicht zutreffend, schade.
Die guten Kritiken waren für mich nicht zutreffend, schade.
8 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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Spitzenrezensionen aus anderen Ländern
Conny
4,0 von 5 Sternen
Sei lieb...Be nice...
Rezension aus den Vereinigten Staaten vom 1. Januar 2013Verifizierter Kauf
Nun, das ist mal ein Buch wo man herzlich lachen kann.
Ich nehme aber auch an, dass sich viele ignorante Leute ueber dieses Buch beschweren werden.
Fuer diejenigen die weltoffen (oder "himmeloffen") sind....go for it!
Habe nur ein Problem mit diesem Buch, und ich wuenschte, ich haette deswegen die englische version gekauft. Die Uebersetzung fuer die englischen und amerikanischen Schimpfwoerter und auch andere Woerter schreien einfach zum Himmel. Die machen so keinen Sinn, ich habe die dann halt schnell im Kopf uebersetzt, damit man auch versteht und das es auch lustig bleibt.
So fuer alle, die englisch lesen koennen, wuerde ich die englische version vorschlagen ( "The second coming" ).
Ich nehme aber auch an, dass sich viele ignorante Leute ueber dieses Buch beschweren werden.
Fuer diejenigen die weltoffen (oder "himmeloffen") sind....go for it!
Habe nur ein Problem mit diesem Buch, und ich wuenschte, ich haette deswegen die englische version gekauft. Die Uebersetzung fuer die englischen und amerikanischen Schimpfwoerter und auch andere Woerter schreien einfach zum Himmel. Die machen so keinen Sinn, ich habe die dann halt schnell im Kopf uebersetzt, damit man auch versteht und das es auch lustig bleibt.
So fuer alle, die englisch lesen koennen, wuerde ich die englische version vorschlagen ( "The second coming" ).









