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am 12. Januar 2005
Dieses Buch wurde von zwei Autoren geschrieben und ist daher nur schwer insgesamt zu bewerten, da sich beide Teile meiner Meinung nach qualitativ sehr unterscheiden.
Die Hälfte, die von Klaus Farin stammt, ist uneingeschränkt zu empfehlen. Anhand von Interviews mit Szeneangehörigen, Redakteuren bekannter Zeitschriften und auch mit Musikern verdeutlicht er was die schwarze Szene ausmacht: Das Leben in den Clubs und die Kleidung. Er spricht die kommerzielle Ausschlachtung der Szene genau so an, wie die Überschneidungen zu anderen Subkulturen wie den Rechtsradikalen aber auch im Gegenzug den Punks.
Sein Schreibstil bleibt dabei meistens sehr unvoreingenommen und neutral, doch durch die ironische Note, die er mit einfliessen lässt, bleibt das sehr unterhaltsam. Man kann seinen Teil des Buches also sowohl für Referate an der Uni (Soziologie z.B.) heranziehen, aber auch einfach zur angenehmen Unterhaltung lesen :-).
Wesentlich schlechter sieht dann der Teil von Wallraff, einer Sozialpädagogen und aktiven Szeneangehörigen aus. Man merkt zu deutlich, dass sie aus der Szene heraus schreibt und nicht auf eine Metaebene gehen kann. Vieles wird hier sehr beschönigt und unrealistisch dargestellt. Als Beispiel sei gegeben, dass Wallraff der Szene eine Vorliebe über Philosophie zuspricht, dabei aber verschweigt, dass in der Szene unter "Philosophieren" meistens ziemlich substanzloses Gefasel der Marke "Die ganze Welt ist schlecht, also bin ich Misanthrop." verstanden wird. Ebenso sieht es mit dem von Wallraff hervorgehobenen Interessse für Literatur oder Poesie aus, zwar schreiben viele Szeneangehörige Gedichte, aber über Floskeln mit der Qualität von "Mein Herz fühlt Schmerz" geht das ganze selten hinaus. Wallraff stellt die Schwarzen als Dichter und Denker da, was am Kern der Sache vorbeigeht, sie sind zwar auch keine Kunstbanausen, aber in diesem Bereich keineswegs bewanderter als vergleichbare Subkulturen wie die Hip Hop oder Techno Szene, sie erheben nur hier einen Anspruch, den sie einfach nicht erfüllen können.
Neben diesen sehr subjektiven Darstellungen, fallen auch einige stilistische Einordnungen und Unterteilungen auf, die Wallraff vornimmt. Einiges mutet unbeholfen an, etwa bezeichnet sie die Mittelalter Metal Band "Subway to Sally" als Dark Metal, "Lacrimosa" verordnet sie ebenfalls in dieser vollkommen unpassenden Sparte.
Insgesamt gebe ich also 3 Sterne, Klaus Farin's Teil ist sowohl für Szenekenner als auch Menschen die sich ein neutrales Bild verschaffen wollen absolut zu empfehlen. Der Teil von Kirsten Wallraff ist stark idealisiert und nur Personen ans Herz zu legen, die bereits selbst einen ausgeprägten Eindruck von der Szene gewonnen haben und somit in der Lage sind zu hinterfragen, wann die Autorin in subjektive Schwärmereien verfällt.
Alles in allem ist das Buch aber sein Geld wert und auch für den wissenschaftlichen Rahmen durchaus zu gebrauchen.
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am 6. Dezember 1999
Also dieses Buch ist wirklich das letzte . Einen Stern mußte ich vergeben für die recht netten Fotos . Das ist aber auch schon alles . Das Niveau , ist dem von BRAVO oder BILD gleichzusetzten .
Ich bin schon seit 12 Jahren in dieser Szene integriert , und möchte doch daher behaupten , einen recht guten Einblick und Überblich über dieses zu besitzen . Doch hier wird lediglich gezeigt , wie oberflächlich doch diese Szene eigentlich ist , ob es der Tat entspricht wäre noch zu klären . Denn das hinter dieser "Maskerade" sich eine Ideologie befindet , weshalb man so wird , wie man ist , wird in diesem Buch überhaupt nicht erwähnt . Nein oberflächlich - Musik , Partys , Saufen . Also das war es nicht , was die Gruftiebewegung hervorgerufen hat .
Wer sich wirklich , über die WAHRE Szene informieren möchte , sollte besser mit betreffenden Alt-Grufts reden oder sich mal die Texte einschlägiger Bands anhören , dies vermittelt wesentlich mehr über das Gefühl in und von der Szene als dieses lächerliche Werk , irgendeines Typen , der gerade ein paar Tage auf einem Festival verbrachte und nun glaubt , den wahren Geist dieser Bewegung definieren zu können .
Oder vielleicht schaut ihr mal auf unserer Internet-Seite vorbei , von der Szene für die Szene , dort weiß man zu berichten , wie sich das alles ereignet hat , wo die wahren Wurzel liegen , was sich hinter den "Friedhof-Klischees" verbirgt und warum dies so ist , Okkultismus , Politik , Relegion , Kunst , Vampirismus ,Literatur , Philosophie ... aber was viel wichtiger ist warum alles ist wie es ist .Dies ist nicht die oberflächlich eingefangene Impression eines Festival Besuchers , sondern von Leuten , die wissen wovon sie da reden und um was es sich in der Gruftieszene handelt , denn Musik , Partys und Saufen sind Phänomene , die bei der Jugend und jeglichen Subkulturen anzutreffen sind , was im Leben zählt und was man daraus macht bestimmen diese Dinge allerdings nicht , sie beeinflussen nur ... Ein Gothic oder Gruftie sein , bedeutet mehr als dieses Buch aufzudecken vermag !!!
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am 24. Februar 2002
Ich kann mich der Meinung meiner Vorgäger nicht anschließen. Meiner Meinung nach, stellt dieses Buch recht umfangreich die Schwarze Szene dar.
So gibt es neben der allgemeinen Information über Literatur, Musik, Kleidung der Schwarzen Szene auch mehrere Interviews und Berichte, die zeigen, dass es durchaus unterschiedliche Auffassungen vom "Schwarzsein" gibt.
Natürlich kann dieses Buch nicht die Sicht jedes Einzelnen darstellen, darauf wird jedoch im Vorwort von Kirsten Wallraff ausdrücklich hingewiesen.
Ich muss jedoch für mich sagen, dass es das Bewusstsein, dass hinter der Szene steckt, sehr gut sichtbat macht.
Ich würde es deshalb vor allem auch Menschen ans Herz legen, die nicht der Schwarzen Szene angehören, damit diese ein tieferes Verständnis über diese Lebenseinstellung gewinnen.
Was mir zum Schluss noch aufgefallen ist, dass es in dem Buch nicht nur darum geht, was die Szene ausmacht, sondern auch wie der Einzelne - fernab von Szene und Disko - für sich selbst schwarz ist, schwarz lebt.
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am 18. November 1999
Klaus Farin hat in diesem schön bebilderte Buch Interviews, ästhetische Fotos und persönliche Geschichten zusammengetragen. Es wird (mal wieder - falls man es überhaupt genau festlegen kann ...) versucht die Geschichte und die Ursprünge der Schwarzen Szene aufzuzeigen.
Auf klassische Klischees, sowie das Spielen mit "verbotenen" Symbolen wird eingegangen und es werden diese hinterfragt. Natürlich werden auch mögliche Einflüsse der rechten Szene, des Satanismus und der S/M-Szene auf die Schwarze Szene beleuchtet. Auch persönliche Erfahrungen kommen nicht zu kurz. So äußern sich z. B. Betroffene in Interviews zu Vorurteile der Szene gegenüber und ihren eigenen Erlebnissen. Weitere Inhalte sind Comics, Momentausnahmen vom Wave Gotik Treffen 1998 in Leipzig, die Szene im Osten, Auszüge aus dem Tagebuch eines Grufties sowie Gedanken und Gedichte aus der Szene.
Interessant ist auch der Teil, in den einzelne Charaktere über ihren Weg in die Szene erzählen und erklären , was ihnen daran gefällt. Es ist schon lustig zu sehen, wie man sich hier wiederfindet ...
Mein Urteil: Zwar teilweise klischeehaft und abgegriffen, aber als Gesamtwerk trotzdem schön und schon wegen der netten Fotos empfehlenswert. Jeder sollte (immer) kritisch zwischen den Zeilen lesen und sich seine eigenen Gedanken dazu machen.
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am 29. Januar 2004
Das Buch besteht aus 2 doch recht unterschiedlichen Teilen.
1. Teil von Klaus Farin ist eine objektive Betrachtung der Szene mit Hintergrundinformationen sowie Reportagen. Teil 2 von Kirsten Wallraff, welche die Sicht eines Szenemitglieds darstellt - sehr umfassender Überblick der Szenekultur (Stile, Bands etc.)
Für den interessierten "Laien" bleibt wohl als Fazit, dass es sich bei den Anhängern der Szene, um aus der Mittelschicht stammende introvertierte "Rebellen" mit Hang zu elitären Attitüden handelt, deren Gesellschafts(Religions)kritik sowie Depression nicht viel anders ist, als bei anderen Teilen der Bevölkerung auch. Bemerkenswert vor allem, was für einen Einfluss die Szene auf Modetrends sowie Musikstile hat.
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