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Goldberg Variationen

4.1 von 5 Sternen 9 Kundenrezensionen

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Audio-CD, 21. September 2007
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  • Inventionen und Sinfonien BWV 722-801
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  • Bach: A Strange Beauty (Digipack Version)
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Titelverzeichnis

Disk: 1

  1. Aria
  2. Variation 1
  3. Variation 2
  4. Variation 3 Canone all'Unisono
  5. Variation 4
  6. Variation 5
  7. Variation 6 Canone Alla Seconda
  8. Variation 7
  9. Variation 8
  10. Variation 9 Canone Alla Terza
  11. Variation 10 Fughetta
  12. Variation 11
  13. Variation 12 Canone Alla Quarta
  14. Variation 13
  15. Variation 14
  16. Variation 15 Canone Alla Quinta
  17. Variation 16
  18. Variation 17
  19. Variation 18
  20. Variation 19
  21. Variation 20
  22. Variation 21 Canone Alla Settima
  23. Variation 22
  24. Variation 23
  25. Variation 24 Canone All'Ottava
  26. Variation 25
  27. Variation 26
  28. Variation 27 Canone Alla Nona
  29. Variation 28
  30. Variation 29
  31. Variation 30 Quodlibet
  32. Aria

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Ihr vielumjubeltes Konzert-Debüt gab Simone Dinnerstein 2005 in der weltberühmten New Yorker Carnegie Hall. Seitdem gilt die charismatische Pianistin als neuer Stern im Klassik-Himmel und gibt Konzerte auf der ganzen Welt, unter anderem in London, Paris, Berlin, Dresden und Jerusalem.

Mit Bach's Goldberg-Variationen erscheint nun ihr sensationelles Debüt auf Telarc. Die Aufnahmen fanden in der American Academy of Arts and Letters im März 2005 in New York statt und zeigen Dinnerstein's einzigartige Gabe, Bach's Musik in Ihrer psychologischen Tiefe auf den Grund zu gehen.

Für die Aufnahmen wurde ein Steinway-Flügel aus dem Jahre 1903 verwendet, der in seiner bewegten Geschichte unter anderem die Bombardierung Londons im zweiten Weltkrieg schadlos überstand. Im Jahre 2002 wurde er restauriert und kam bei der Wiedereröffnung des World Trade Center's Winter Garden zum Einsatz.

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So oft kommt es auch nicht vor, dass sich Pianisten an Johann Sebastian Bachs „Goldberg- Variationen“ wagen, dieses imposante „Abbild der Weltordnung und gewaltige Felsengebirge“ (Walter Georgii); wird ihre Interpretation dann meist an Glenn Goulds Meistereinspielung gemessen, die zum Ideal aller Interpretationen schlechthin wurde. Und das kann ganz schön schlaflos machen. So schlaflos wie einst der Graf Hermann Carl von Keyserlingk, dem Bach das Werk übereignete, damit er seine Insomnie überwinde.

Die amerikanische Pianistin Simone Dinnerstein übernimmt das Wagnis. Mit Temperament, brillanter Technik und Emphase stürzt sie sich in das gewaltige Werk, zelebriert jede einzelne der 30 Variationen wie ein Fest der Sinne und knüpft dabei ein dichtes Netzwerk aus frei gehaltenen Charaktervariationen, gestrengen Kanons und virtuosen Spielfigurvariationen. Simone Dinnersteins ganz besondere Stärke liegt im still verhaltenen musikalischen Augenblick – rein technisch und musikalisch wohl am schwierigsten zu realisieren. Selten habe ich die „Aria“ so elegisch, verinnerlicht und poetisch vorgetragen gehört! Aber auch die langsamen Variationen sind wie „Musik, die wie die Liebenden Baudelaires, ’sanft ruht auf des ungebundenen Windes Schwingen’” (Glenn Gould). Lediglich in den Kanons lässt Dinnerstein manche musikalische Korrespondenz vermissen. Bachs meisterhafte Balance zwischen Kalkül und Emotion will hier nicht immer ganz gelingen. Und dennoch: ein großartiges Debut!

Teresa Pieschacón Raphael

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Top-Kundenrezensionen

Format: Audio CD
Ich habe fast alle Versionen der Goldberg Variationen gehört, welche überhaupt auf dem Markt erhältlich sind und spiele die Variationen auch auszugsweise auf dem Klavier.

Mit den viel erwähnten Versionen von Glenn Gould bin ich nie wirklich warm geworden. Die frühe ist mir zu gehetzt, die späte zu langwierig und lieblos. Dennoch habe ich mich aufgrund der allgemeinen Begeisterung und Ehrerbietung für die Gouldschen Versionen immer wieder dazu durchgerungen sie anzuhören und auf mich wirken zu lassen. Aber so ganz gingen sie mir nie ins Herz und ich suchte eifrig weiter.

Bei der Aufnahme von Simone Dinnerstein fand ich nun den Bach, wie ich ihn insgeheim immer gesucht habe. Es mag für viele zu klangvoll, zu romantisch, zu lyrisch sein. Für mich sind es die einfühlsamsten, farbigsten und zartesten Goldberg Variationen aller Zeiten. Jede Variation ist mit so viel Liebe und Feingefühl ausgearbeitet und so individuell gestaltet, dass ich es manchmal gar nicht glauben kann, endlich am Ziel der Suche zu sein. Auch eine große Inspiration für das Üben am Klavier zu Hause.
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Format: Audio CD Verifizierter Kauf
Nach dem nun sämtliche Geschwindigkeitsrekorde der Goldberg Interpretationen gebrochen sind - hören wir hier einen anderen Ansatz. Gould war in seinem genialischen Debüt von 1955, das die gesamte Bach Rezeption der folgenden Generation verändert hat, in 38 Minuten mit Goldberg fertig, eine Fabelzeit mit Ewigkeitswert (er hat allerdings fast alle Wiederholungen weggelassen). Den Titel für die langsamste Interpretation hält derzeit Rosalyn Turrek seit 1998 mit 91 Minuten. So viel für die Statistiker. Erinnern wir uns, wie und warum diese Variationen entstanden sind. Es gibt dazu eine Anekdote, die Johann Nikolaus Forkel aufgezeichnet hat: Forkel ist 1749, ein Jahr vor Bachs Tod, geboren und hat sich zum Begründer der historischen Musikwissenschaft entwickelt. Er war glühender Verehrer von Bach und hat die erste Biografie geschrieben. Die ist deswegen so wertvoll, weil sie noch auf persönliche Aussagen und Meinungen von Zeitgenossen zurückgreifen konnte und im engen Kontakt mit den Söhnen Bach Einblicke in Dokumente und Schriftwechsel hatte, die längst verloren sind.
Jetzt kommt die Anekdote. Wer sie kennt, kann gleich zum nächsten Absatz gehen: Ein Schüler Bachs, Gottlieb Goldberg, war inzwischen Musikus im Dienste des Grafen Kaiserling geworden (Schreibweise Forkel), der russischer Gesandter am Dresdner Hof war. In dieser Eigenschaft hatte er die Aufgabe den kränkelnden Grafen, der nächtens schlecht schlafen konnte, mit Musik zu unterhalten, die dann unauffällig und geräuscharm im Nebenzimmer ausgeübt wurde. Nun gab es ja reichlich Literatur für Cembalo und Goldberg hat auch selbst komponiert.
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Format: Audio CD
Ja, man die Goldberg Variation schneller spielen, man kann sie auch auf einem "härteren" Flügel spielen. Aber besser, schöner, angenehmer, durch-hörbarer als Simone Dinnerstein kann man diese Stücke wohl kaum spielen. Sie spielt jede Figur, jeden Ton, jede Stimmung mit vollem Gefühl, dass es nur so ein Genuss ist. Und der alte Steinway aus dem Jahre 1903 klingt so rund und warm, dass sich alle neuen, brett-harten Flügel dagegen nur schämen können. Wer in Bach'scher Musik schwelgen will, der erwirbt mit dieser CD eine Perle für seine Musik-Sammlung.
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Von B-Sokke am 19. Oktober 2007
Format: Audio CD
Ich hörte Simone Dinnersteins Interpretation der Aria und einige Auszüge der Goldbergvariationen im Radio. Was mich zugleich fasziniert hat, war der ausdrucksstarke, sehr behutsame und wohlbedachte Klang, die schillernden Klangfarben, die Klarheit, die ein Bach braucht. Völlig unverständlich fand ich jedoch ihre Tempowahl, nicht nur bei der Aria. Ich musste dabei an Andras Schiff denken, der einmal sagte, dass heutzutage viele Pianisten versuchen, den Rekord im Langsamspiel aufzustellen. Die Aria zieht und zieht sich hin, Wiederholungen werden auch gespielt, was das ganze nicht besser macht. Die Geduld des Hörers wird wirklich auf die Probe gestellt, was nach einer Zeit wirklich keine Freude mehr bringt.
Allgemein benutzt Dinnerstein für meinen Geschmack auch zu viel Pedal, ihr Bach ist nicht leicht genug, nicht himmlisch genug, sondern zu verträumt und versunken, wie Meditation. Der Barock-Stimmung kommt diese Interpretation nicht nahe.

Ein wunderschöner Klang, aber ungeschickte Tempi.
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Format: Audio CD Verifizierter Kauf
Ich kenne die Goldberg Variationen von verschiedenen Pianisten aber Simone Dinnerstein spielt mir aus dem Herzen. Elegant, lebendig ohne Übertreibung. Genauso wollte ich diese Musik immer hören.
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