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Goethe: Sein Leben und seine Zeit Taschenbuch – 1. Februar 1982

4.9 von 5 Sternen 9 Kundenrezensionen

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Produktinformation

Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Richard Friedenthal, am 9. Juni 1896 in München geboren, am 19. Oktober 1979 in Kiel gestorben, studierte Literaturgeschichte, Philosophie und Kunstgeschichte, war freier Schriftsteller, Herausgeber und Verlagsleiter. 1938 Emigration nach England. Nach 1945 unter anderem Herausgeber der »Neuen Rundschau«. Er lebte nach einem Zwischenaufenthalt in Deutschland bis kurz vor seinem Tod in London. Neben seinem berühmten »Goethe« verfasste er auch Biographien über Leonardo da Vinci, Martin Luther, Jan Hus, Fernando Cortes und Karl Marx.


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Top-Kundenrezensionen

Format: Gebundene Ausgabe Verifizierter Kauf
Das Werk war uns seit längerem bekannt. Wir hatten es seit vielen Jahren in Besitz. Es handelt sich um eine feuilletonistische Darstellung Goethes und seiner Zeit, die sehr gutes Hintergrundwissen vermittelt. Da wir unser Buch als Geschenk weggegeben haben, haben wir uns ein neues Exemplar angeschafft.
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Format: Broschiert Verifizierter Kauf
Goethe - ein Phänomen seiner Zeit. Über den Menschen Goethe erfährt man durch seine Werke nicht viel, denke ich, auch im Literaturunterricht an den Schulen. Die Biografie von R. Friedenthal gibt einen ernüchternden Einblick in das Wesen und menschliche Qualität unseres Literatur-Idols. Was mich erschreckt hat ist, dass Goethe es nicht fertig gekriegt haben soll, bei der Beerdigung weder des Vaters noch seiner Mutter anwesend zu sein und den Eltern die letzte Ehre erwiesen zu haben.
Auch tritt in diesem Buch von Friedenthal zutage, was in der Fan-Gemeinde um den Mythos Goethe offenbar kaum zur Kenntnis genommen wird: J.W. "von" Goethe litt unter erheblichen Minderwertigkeitskomplexen, die allerdings gleichzeitig auch Triebkraft war für seine literarischen Werke und einige seiner eher unspektakulären Erfindungen. Auch finden sich unübersehbare Hinweise darauf, dass er wohl auch weniger sympathische Neigungen auslebte, über die ich hier nicht näher eingehen will. Finden Sie, lieber Leser dieser Rezension, es doch selbst heraus!
Goethe schämte sich übrigens offenbar dazu noch seiner sozialen Herkunft. Ihm waren die Schneiderei und der Gasthof seiner Familie nicht gut genug, aber gut genug dafür, davon den meisten Teil seiner materiellen Lebensansprüche zu realisieren. Er war überaus eitel, sowohl seine Kleidung als auch seinen Geltungsdrang betreffend. Er lebte vom Geld seiner Eltern. Und er verdingte sich hemmungslos am Hofe des Sächsischen Kurfürsten. Wobei der eine sich mit dem andern schmückte, dass möchte ich hier nicht unterschlagen.
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Format: Taschenbuch
Ein Standardwerk, so rühmt der Vorsatz, sei die Biographie des großen Dichters, geistreich und lebendig geschrieben. Verhält sich's so ?
Friedenthal entsproß dem Jahrgang 1896, wuchs noch im Kaiserreich auf; es schlägt sich dies in seinem sorgsam formulierten Stil nieder. Der Duktus ist elegant, erinnert ein wenig an den Golo Manns; das Buch ist nicht umständlich, es ist gemessen geschrieben. Bildhaft ist es nicht. Hie und da wird ein Originalton eingeworfen, wobei der Autor mit der Kenntnis der populärsten Goethe-Zitate rechnen kann; nicht das berühmte Goetz-Wort bringt er an, wohl aber den späteren Kommentar zur Selbstzensur: „Mußt all die garst'gen Worte lindern, aus Scheißkerl Schurken, aus Arsch mach Hintern ".
Tatsächlich kommt die Lektüre ab einem gewissen Punkt leicht ins Stocken; es liegt dies wohl an der Vita selbst, die im Laufe immer weniger Äußerlichkeiten aufzubieten hat, sich immer mehr verinnerlicht. Und Goethes Gedankenwelt ist nicht leicht nachzuvollziehen, zumal er seine Sprache mit anderen als den herkömmlichen Bedeutungen unterlegt. Wer wüßte schon, daß "das Dumpfe" für Ahnung - schöpferische Ahnung - steht ?
Vom Blick auf Goethes Ahnen schlägt Friedenthal den Bogen über die bekannten Lebensstationen Frankfurt, Leipzig, Straßburg, Wetzlar usw. hin bis zur Sterbeszene, die er der mythischen Verklärung entzieht; „mehr Licht" mag der Greis gefordert haben, es ist eher Legende als verbürgt, doch kommt der nüchternere Arzt zu Worte, der ihn zuletzt gesehn, der spricht von gräßlichster Todesangst.
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Format: Taschenbuch
Es ist gerade Friedensthals Position zwischen den Zeiten, die seine Sicht auf Goethe so interessant macht: Als einer der letzten Vertreter des deutschen Bügertums kann Friedenthal einen Blick auf Goethe werfen, der in seiner denkerischen Weite und teils idealistischen Unbekümmertheit von der Gegenwart aus nicht mehr zu werfen wäre. Gleichzeitig zeigt sich Friedenthal bemüht ein Psychogramm zu entwerfen, welches die versteckten Widersprüche in Goethes Existenz beleuchtet.

Das Ergebnis: ein unvergleichlich anschaulicher und gleichzeitig denkerisch reicher Stil. Ein ungemein lesenswerten Buches, das eine ganze Epoche mit all ihren Figuren, Dramen und letzendlich ihrem schwer fassbarem Protagonisten heraufbeschwört. Vielleicht ist das gerade der große Wurf dieser Biographie: Goethe in all seiner Vielschichtigkeit zu beschreiben und ihn so stehen zu lassen. Eindeutig: 5 Sterne.
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Format: Taschenbuch
Richard Friedenthals Goethe-Biographie ist nicht auf den Dichterfürsten beschränkt. Akribisch beleuchtet Friedenthal die Seitenakteure, die Liebschaften und was wirklich dahinter steckt, die Personen im Hintergrund (Mutter, Vater, Schwester etc.), das Umfeld und viele weitere Aspekte. Dem Autor kommt es dabei darauf an, über Goethes Umfeld seine Handlungen und Denkweisen verständlich und erklärlich zu machen. So springt er also von einer Person zur nächsten, wendet sich mal über zwei bis drei seiten einem gänzlich anderen Thema zu und macht es so dem Leser recht schwer, zu folgen. Sonderlich leicht oder gut liest sich diese Biographie denn auch nicht. Sie hat gewiß ihren Reiz, da sie Goethe in seinen sozialen Beziehungen und Zeitströmungen zeigt und ihn so einreiht in ein Gesamtbild, aus dem er freilich immer noch gehörig hervorstrahlt. Das hohe sprachliche Niveaus des Autors tut sein übriges, dieses Buch zu einer schweren Lektüre zu machen. Es lohnt sich, es zu lesen, aber man wird als Leser immer einmal Ermüdungserscheinungen zeigen und das Buch für ein paar Tage zur Seite legen. Nicht gerade der einfachste Einstieg in Goethes Leben. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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