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am 12. September 2014
Man muss den psychologisierenden Stil von EG schon sehr mögen, um dieses Buch noch klasse zu finden. Linley: War der überhaupt in dem Buch und hat was gesagt? Kann mich nur an die Affaire mit der Vorgesetzten erinnern. Und Havers nur noch fremdgesteuert? Das Buch ist eines von denen, wo die Leute alle nerven, und man sich während des Lesens ärgert, dass man sich ärgern muss. Man hofft dann, zumindest bei EG, dass es besser wird - und genau das passiert nicht. Mann, ist das nervig und zäh!!

Klar, ein bissel Landschaftsbeschreibung. Haver's Nachbarn sind ein Cliffhanger, aber auf den nächsten Band habe ich gar keine Lust mehr. Denn langsam wird der Bogen überspannt. man mag das alles nicht mehr hören. Ich mag Serien nicht, die immer langweiliger und ausgelutschter werden, vor allem dann nicht, wenn die Protagonisten sich gegenseitig nerven und herunterziehen, und alle zusammen immer unsympathischer werden. Selbst Havers fängt an zu nerven, und das war die einzige, die EG noch nie heruntergezogen hat. Die liebgewonnenen Hauptträger der Handlung und deren wiederkehrende Dialoge nerven in diesem Band jedenfalls nur noch und gehen sich gegenseitig, und leider auch dem Leser auf den Keks. Und wenn der Mord keiner ist, warum muss dann so lange aufgeklärt werden, fragt man sich da? Aber man braucht ja ein bissel den Rahmen, damit die armen verwirrten Handlungsträger agieren können. Herausgekommen ist dabei ein noch zäheres und aus der Luft gegriffenes Buch als die beiden Vorgänger, wo man Linley schon zum Jagen tragen musste. Die Handelnden in diesem Band: allesamt nervend. Und alles arg unrealistisch. Und ja, die unschuldige kleine und extrem nervige Deborah treibt jemand in den Tod, aber da geht man schnell drüber weg.

Fazit: Man verpasst eigentlich nichts, wenn man diesen Band auslässt, und auf bessere Zeiten hofft. Genauer gesagt - wer Linley und Co. mag, liest das besser nicht; dann wird man weniger enttäuscht. Man kaufe sich für das Geld einen Gartenzwerg, da hat man mehr davon. Mir wird das eine Lehre sein: Erst die Rezensionen lesen, dann... nicht kaufen. Wir sind ja gewarnt worden, und das habe ich übersehen. Und wenn der nächste Band den begonnenen Trend fortsetzt, dann fängt man noch an, die Hauptfiguren zu hassen. Das muss ja auch nicht sein, ich möchte Linley und Co. in guter Erinnerung behalten.
Und soo doll war die Landschaftsbeschreibung nun auch nicht. Mehr vom Gleichen reicht nicht.
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am 2. Oktober 2014
Diese Geschichte höre ich von einer geschenkten CD, während meine Freundin und ich ihre Wohnung renovieren und sind bei CD 6 von 8 angekommen. Gut, x Erzählstränge nerven mich, aber wenn sie wenigstens mit dem "Fall" zusammenhängen würden. Ich kenne jetzt mehrer Paare, die einen unerfüllten Kinderwunsch haben, zwei Kinder, die von niemandem gemocht werden, mehrere Personen, die vom Geld des Vaters leben und einen Reporter, des seinen Beruf verfehlt hat und einen Namen trägt, den Mrs. George anscheinend aus dem amerikanischen Bürgerkreg gerettet hat. Womit wir beim zweiten Punkt meiner Kritik wären: Spielt ein Roman in einer realen Umwelt (also nicht, wie Harry Potter) sollten auch die Umstände realistisch geschildert werden. So findet Sgt. Havers den gesamten Lebenslauf einer bisher unbescholtenen Person in der Datenbank von Scotland Yard, einschließlich der Abgangsnoten und dem genauen beruflichen Werdegang. Dass diese Frau eine achtjährige Tochter hat allerdings nicht - da hat aber jemand bei Scotland Yard geschlampt!

Diese Sgt. Havers geht dann auch noch 'vor Morgengrauen' zum Gebäude des Scotland Yard, wo sie zumindest einen überraschten Pförtner treffen müsste, Scotland Yard ist ja eine größere Behörde. Sie wird sich wohl auch mit einer elektronischen Karte Zugang verschafft haben, was die Personalabteilung von Scotland Yard auf den Plan rufen müsste mit der Frage: "Haben Sie jetzt Urlaub oder nicht, Sergeant?" Dann wird sie zu ihrem Arbeitplatz gegangen sein, denn sie kann sich sicherlich nicht an jedem x-beliebigen PC anmelden, die wohl auch in abgeschlossenen Büros stehen und nicht irgendwo im Haus. Sie meldet sich mit UserID und Passwort an, was die IT-Abteilung auf den Plan ruft: "Was machen Sie um diese Zeit an ihrem Computer und warum schauen Sie sich die Websites .... an? Private Nutzung der Dienstcomputer ist nicht erlaubt!" Anscheinend gehört Sgt. Havers zu den 5%, die keinen eigenen PC haben. Vielleicht verwechselt Mrs. George Scotland Yard mit dem Sheriffbüro in ihrem Dorf. Ich weiß aus Erfahrung, dass viele Amerikaner ein riesiges Informationsdefizit haben bei Dingen, die sich außerhalb der USA befinden.

Und Inspektor Lynley... er lehnt hauptsächlch an seinem Healey Elliot, einem ca. 60 Jahre alten Wagen mit dem er erhebliche Probleme beim Tanken haben müsste, wenn er sich auf weite Fahrten begibt. Bei seiner Ermittlungsgeschwindigkeit wundert es mich nicht, dass die Morde von Jack the Ripper noch nicht aufgeklärt sind, Scotland Yard ermittelt wohl noch gegen Heinrich den VIII. wegen häuslicher Gewalt.

Ich werde mir nie ein Buch von Elizabeth George kaufen.
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am 27. August 2014
Ein Krimi ist es nicht, denn es war ein Unfall, was von Anfang klar ist, also keine unverhoffte Wendung, kein Täter, nix. Eine Familien"geschichte" ohne wirkliche Handlung, eine Aneinanderreihung von Klischees. Wir haben da: einen Ehemann, der ein Kind mit seiner Geliebten hat. Einen schwulen Iraner, der seiner Familie nicht gesagt hat, dass er schwul ist. Einen schwulen Ex-Ehemann, der seine Familie verlassen hat, um endlich in Ruhe schwul zu sein. Eine(n)Transsexuelle(n), verheiratet mit einem Ex-Junkie, die sich von einem schwulen Multimillionär verfolgt glaubt. Einen Jugendlichen, der sich für Kinderpornografie zur Verfügung stellt und sich vor laufender Kamera umbringen lassen will (keine Sorge, er wird gerettet). Eine unfruchtbare Frau. Eine Mutter, die ihr Kind entführt. Eine erpresserische Hypochonderin. Hab ich was vergessen? Jetzt sollte man meinen, das sei ja genau das richtige Personal für eine schöne gesellschaftskritische Handlung, ist es aber nicht - die Handlung hat was von Pilcher für Arme. Zum Happy End finden sich mehrere Pärchen und auch der Jugendliche findet ein neues Zuhause und ist plötzlich überhaupt nicht mehr verstört... Um dieses Buch zu Ende zu lesen, muss man schon bei Regen krank im Bett liegen - und jetzt ab damit ins Altpapier!!!
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am 8. Juli 2017
Ich habe Zuhause über 1000 Bücher und manchmal muss ich mal wieder Elisabeth George.
Das geht dann immer mit Amazon am schnellsten.
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am 6. Juli 2014
Ich wette, die bewährten Computer-Auswertungen würden ergeben, daß George NICHT die Autorin ist, sondern jemand, der die ersten Lynley-Havers-Bücher nicht einmal gelesen hat. Die Sexszenen tragen nichts zum Thema bei, sondern bedienen ein gedachtes Publikum, das mit den Lynley-Havers-Fans nichts zu tun hat. Und selbst die Freunde der Horizonzalen finden genügend bessere Werke für ihre Interessen. Die subtilen Dialoge um die englische Klassengesellschaft in den früheren Büchern goutiert ein Publikum, das ein wenig Ahnung von Geschichte hat, während der Autor offensichtlich davon ausgeht, die Handlung spiele in irgendeinem Kaff in den USA. Das, was mich am allermeisten verärgert hat, waren die unterirdischen Dialoge. Da wird geflucht und vulgär dahergeredet und zwar nicht von kriminellen Elementen auf der Polizeiwache, sondern z.B. vom Butler Lynleys.

Über die Langeweile, die unsympathischen Protagonisten usw. haben die anderen Rezensenten schon geschrieben. Ich teile ihre Auffassung und bedaure, einen Stern geben zu müssen.
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am 26. September 2013
Natürlich ist man gespannt wie das Leben von Linley weitergeht. Deshalb muss man auch den nächsten Band gleich wieder haben. Gleichwohl ist dieser neue Roman lange nicht so spannend wie die vorherigen. Mir gefallen die Romane von Elizabeth George auch deshalb so gut, weil sie immer spannend geschrieben sind, obwohl wie in anderen Krimis große Brutalität und Schießereien usw. fehlen.
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VINE-PRODUKTTESTERam 15. Oktober 2012
Der Roman führt den Leser zu einem neuen Fall für Inspektor Lynley und seiner Assistentin Barbara Havers. Lynley selbst ist auf dem besten Wege, nach dem tragischen Mord an seiner Frau Helen, wieder in ein halbwegs normales Leben. Da ereilt ihn der Auftrag seines Vor-Vorgesetzen Hillier in einem Unglücksfall zu ermitteln. Ein Bekannter von Hillier, Bernard Fairclough bittet Lynley, den Tod seines Neffen Ian zu untersuchen, der im Bootshaus offensichtlich beim Versuch auszusteigen ins Wasser stürzte und mit Schädelbruch ertrank. Offiziell will Fairclough nur sichergehen, dass sein früher drogensüchtiger Sohn nicht in irgendeiner Weise in diesen Todesfall verwickelt ist.

Lynley beginnt also zu ermitteln und bittet seine Freunde Deborah und Simon ihn zu begleiten und ihm zu helfen. Havers wird im Laufe der Ermittlung ihren Chef von London aus unterstützen. Lynley stößt auf eine Familie, die einige Geheimnisse zu verbergen hat und (fast) alle scheinen ein Motiv zu haben, Ian aus dem Weg zu räumen. Denn er war der Finanzverwalter des Familienbetriebes, der auf Unregelmäßigkeiten bei Zahlungen gestoßen ist.

Da ist zum einen die durch einen schweren Unfall Zeit ihres Lebens gehandicapte Tochter von Fairclough und Zahlungen an eine ehemalige Sekretärin von Bernard. Aber auch die Exfrau von Ian, von der er sich für einen Mann getrennt hat, ist voll Rachgelüste und käme als Täterin in Frage.

Im Laufe der Geschichte stoßen die Ermittelnden auf mancherlei düstere Verwicklungen. Und nicht jedem ist die Offenlegung dieser Geheimnisse recht. Eins jedoch wird klar - es ist und bleibt ein Unfall. Viele Motive, aber keine Tat. Soviel kann man doch verraten.

Nun werden vielleicht einige Krimifans enttäuscht sein, aber der Roman liest sich dennoch sehr spannend und man will das Buch in jedem Fall zu Ende lesen. Die Charaktere sind wie immer von Elizabeth George sorgfältig gezeichnet. Insgesamt ist mir persönlich aber etwas zuviel gewollt in einem einzigen Roman. Die Ideen, die die Autorin hier miteinander verknüpft, hätten auch für mehrere Bücher Stoff genug gegeben. Deshalb wirkt die Geschichte doch etwas weit hergeholt und unglaubwürdig.

Auch agieren die Hauptpersonen Lynley und Deborah nicht immer so nachvollziehbar wie in früherern Romanen Georges. Lynley hat sich mit seiner Affaire zu Isabelle Ardery keinen Gefallen getan. Diese Verbindung hat mich schon im letzten Buch gestört, da sie so gar nicht zu ihm passen will. Gott sei Dank erledigt sich das am Ende des Buches und läßt auf Besserung im nächsten Band hoffen. Deborah hingegen verrennt sich in ihren Ermittlungen und vermischt private Angelegenheiten mit denen von Verdächtigen und löst damit am Ende eine Katastrophe aus. Das ist zwar verständlich, aber doch etwas überzogen dargestellt.

"Glaube der Lüge" ist sicher nicht der beste Roman von Elizabeth George, für Fans wie mich ist er dennoch ein Muss und der Cliffhanger zu Lynley und Havers läßt Vorfreude auf den nächsten, hoffentlich richtigen Krimi entstehen.
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am 28. August 2012
Glaube der Lüge: Ein Inspector-Lynley-RomanGlaube der Lüge: Ein Inspector-Lynley-RomanGlaube der Lüge: Ein Inspector-Lynley-RomanGlaube der Lüge: Ein Inspector-Lynley-Roman

Ich konnte bisher in jedem Lynley-Roman etwas Gutes finden, obwohl sicher nicht alle ein Meisterwerk sind. Aber dieser? Das war schwer.
Zu EG's Verteidigung muss gesagt werden, es ist kein Krimi im klassischen Sinne. Doch das waren ihre Bücher noch nie und auf der Titelseite steht "Ein Inpector-Lynley-Roman", nicht 'Kriminalroman'. Die Landschaftsbeschreibungen waren wie immer sehr schön und detailreich. Allerdings kaufe ich in Zukunft lieber Reiseberichte, wenn das wirklich alles ist was sie aus ihren Ideen noch rausholen kann. Dass sie davon genug für mehrere Bücher hat, ist offensichtlich. Aber warum will sie immer alle in ein Buch stecken? Der Plot zerfasert sich in zu viele Nebenstränge, die z. T. überflüssig sind. Die Geschichte wirkt unrealistisch und ach so gewollt. Als musste sie unbedingt diverse Neigungen und Charaktere unterbringen, ohne zu wissen wie. Ich habe nach dem ersten Drittel angefangen quer zu lesen. Das reicht aus, denn die Story ist so vorhersehbar. Das einzige mysteriöse daran bleibt, warum die Beteiligten so lange für die Lösung benötigen.
Die Charaktere sind auch nicht gerade gelungen. Und dabei ist das doch eine von EG's Stärken. Sie übertreibt es mit den Klischees und die Happy Endings sind so kitschig, dass es schon peinlich wird. Über die Ermittler (Lynley, Havers, Deborah, Simon) muss man wirklich den Kopf schütteln. Lynley ist völlig farblos und Simon platzt wohl nie der Kragen? Es wäre aber mal notwendig um seine Frau zu stoppen. Deborah agiert hirnrissig und hysterisch. Allein Havers ist ganz unterhaltsam zu lesen. Obwohl ich mich frage, seit wann sie auf den Kopf gefallen ist. Sie ist nicht in der Lage im Internet zu surfen (wie die anderen wohl auch) und mag Klatschzeitschriften? Also bitte?!
Wie es für Lynley und Havers im nächsten Buch weitergeht, ist dank der Cliffhanger auch schon denkbar. Lynley im Licht und Havers im Schatten? Ich weiß nicht, ob es stimmt und ob ich das immer noch als spannend genug empfinde, um mir das nächste Buch zu kaufen. Aber bis dahin sind es ja noch gut vier Jahre. Denn das Geld für ein Hardcover gebe ich bestimmt nicht mehr aus.

Liebe EG, ich hoffe, Sie finden zu alter Stärke zurück und schreiben wieder spannende Krimis mit packenden und lustigen Dialogen zwischen Lynley und Havers oder schicken die beiden ins wohlverdiente Happy-Ending!
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am 27. August 2012
Ehrlich gesagt, es fällt mir nicht leicht, diesen Roman endgültig zu beurteilen, er hat Licht, aber auch viel Schatten. Man kann sich sogar fragen, ob er überhaupt ein Kriminalroman ist.
Wie alle Romane von Elizabeth George, ist er lang, psychologisierend, teilweise ausufernd, viele Aussagen wiederholen sich wieder und wieder auf den ersten 500 Seiten. Richtig spannend wird es erst ab Seite 569!

Worum geht es? Lynley wird beauftragt, undercover im Lake District zu ermitteln, da der Neffe eines reichen Unternehmers dort ums Leben gekommen ist. Angeblich war es ein Unfall. Lynley fährt also nach Cumbria und nimmt Simon und Deborah St. James zur Unterstützung mit, Barbara Havers ermittelt in London.
Tja, und was geschieht nun? Lynley telefoniert ewig mit seiner Chefin und Geliebten, der unsympathischen Isabelle Ardery, die nicht wissen darf, was er tut. Nebenbei eiert er irgendwie am Rande dieser Unfallgeschichte herum, ohne wirklich weiterzukommen oder irgendwas bewirken zu können. Dasselbe kann man von Simon und Deborah sagen, nur dass sie neben ihren Ermittlungen" auch noch wegen einer Adoption streiten ... sollen sie das Kind nebst seiner umfangreichen Verwandtschaft adoptieren oder lieber doch nicht?

Der eigentliche Krimiplot - falls man das überhaupt so nennen kann - ist nur am Rande vorhanden; der Leser fragt sich, was das eigentlich soll, denn Ian Cresswell ist laut aller örtlicher Sachverständiger durch einen Unfall ums Leben gekommen, auch Lynley und Simon kommen zu demselben Schluss. Warum, fragt man sich, fahren sie dann nicht alle nach Hause und das Buch ist zu Ende?

Meiner Meinung nach ist es bis Seite 568 eine Luftnummer. Viel Lärm um nichts. Erst dann zieht die Spannung an, doch was dann kommt, ist die Auflösung von mindestens drei Erzählsträngen, von denen nichts wirklich mit einem Krimi zu tun hat und die auch nichts miteinander zu tun haben.
Am spannendsten sind noch die Szenen mit Barbara Havers. Ansonsten geht es um Leute, die alle irgendwo ein Geheimnis haben, das über 500 Seiten immer nur angedeutet wird, dazu kommen Liebeswirren, die Nöte ungeliebter Kinder, ein unbedarfter Reporter und eine Deborah, die schlimmer ist als eine Dreijährige in der Trotzphase. Sie verrennt sich in eine fixe Idee, lügt, betrügt, ist außer Rand und Band - man kann eigentlich nur ständig den Kopf schütteln.

Nein, ein großer Wurf ist das wahrlich nicht! Elizabeth George lässt ihre Charaktere wie Marionetten nach den Bedürfnissen ihrer Story agieren, nicht nach Logik oder dem gesunden Menschenverstand. Als Leser fühle ich mich auf den Arm genommen. Es ist fast so, als würde man ein Boulevardstück sehen, mit viel Irrungen und Wirrungen und völlig übertriebenen, unglaubwürdigen Figuren. Wenn wenigstens noch ein Mord passieren würde - mein Tipp dafür wäre Mignon! Aber nein, den Gefallen tut sie uns nicht.

Die Beurteilung dieses Romans hängt letztlich davon ab, was man erwartet. Will man einen spannenden Krimi lesen, wie George sie früher geschrieben hat, wird man enttäuscht. Will man sehen, wie es mit Havers und Lynley weitergeht und sich durch einen leicht ausufernden, aber durchaus lebendigen Schreibstil ein paar Stunden unterhalten lassen, kann man dieses Buch lesen. Ihr bestes ist es ganz bestimmt nicht.
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am 26. August 2012
Nach so langem Warten kam endlich am Samstag das Buch - also nichts wie rauf auf die Recamiere und sofort anfangen zu lesen. Tja, war wohl nichts mit einem spannenden Inspector-Lynley-Wochenende. Die Story wirkt so konstruiert und realitätsfremd, dass es mir tatsächlich schwer gefallen ist, das Buch zu Ende zu lesen. Die Sprache von Elizabeth George ist nach wie vor brilliant (dafür zwei Sterne), aber die Handlungsstränge sind dermaßen an den Haaren herbeigezogen, dass einem dieselben zu Berge stehen. Deborah St. James ist eine nervtötende, egozentrische Zicke, St. James kommt über eine Nebenrolle nicht hinaus - und das ewige "Wir-können-keine-Kinder-bekommen"-Thema der beiden ist wirklich in den vorangegangenen Büchern erschöpfend behandelt worden und wird hier fast zum Hauptthema. Lynley bleibt blass bis zum Nicht-Vorhandensein. Allein Havers ist der Lichtblick, obwohl die ständige Auseinandersetzung mit ihrer Vorgesetzten überstrapapziert wird und von mir als Lückenfüller verstanden wurden. Schon "Wer dem Tode geweiht" hat mich nicht mehr richtig fesseln können - leider, ich war ein großer Fan von Frau George.
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