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Glasmondmann: Roman Taschenbuch – 8. Januar 2011

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Produktinformation

Produktbeschreibungen

Der Verlag über das Buch

"Dieser Roman ist geschliffen wie ein Diamant: Er ist von gestochener Schärfe und von brillanter Authentizität." Alice Munro -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Jayne Anne Phillips, geboren 1952 in Buckhannon, West Virginia, ist Literaturprofessorin an der Rutgers-Newark University in New Jersey. Bereits erschienen ist ihr Roman »MutterKind« (2003), sowie »Glasmondmann«.

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Format: Gebundene Ausgabe Verifizierter Kauf
Den Roman zeichnet eine besondere Art „undramatischen“ Erzählens aus, das seine Geheimnisse erst nach und nach preisgibt, ganz beiläufig wichtige Informationen über die Figuren und ihre Vergangenheit benennt, oft so beiläufig, dass man sie fast überliest, ihre Bedeutung erst mit der Zeit mitbekommt. Es ist wahrlich keine Erzählerstimme, die mit ausgestrecktem Zeigefinger auf clever konstruierte Wendungen hinweist, eine Stimme ganz ohne Stolz auf die melodramatisch angerührten Schicksale der Figuren. Beiläufig, demütig, still. Um dann zum Ende hin nochmal richtig Gas zu geben.

Die Figuren leben und handeln in kleinen Momenten, in überschaubaren Szenen – Vorbereitungen auf einen schweren Sturm, ein gemeinsames Mittagessen im örtlichen Diner während der stillen Nachmittagsstunden, Saubermachen im Haus und Spaziergänge zum Rangierbahnhof -, doch ihre Gedanken sind groß, gehen in die Weite, umfassen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, wobei mindestens eine Zeitstufe immer verschwommen und voller Unsicherheit ist. Menschen, die im Grunde nur über ihre Gegenwart sicher verfügen.

Vor allem die beiden Hauptfiguren Lark und Termite gehen einer ungewissen Zukunft entgegen: Wird Lark, das Teenagermädchen mit den erwachenden Bedürfnissen einer jungen Frau und ihren eigenen Vorstellungen über ein selbstbestimmtes Leben, ihren geistig behinderten Halbbruder Termite noch so wie jetzt pflegen und umsorgen können, wenn er selber zu einem erwachsenen Mann herangewachsen ist? Wird sein Gesundheitszustand Termite vielleicht ein so langes Leben gar nicht mehr ermöglichen? Und auch ihre Vergangenheit weist viele weiße Flecken auf: Wer sind ihre Väter?
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Format: Gebundene Ausgabe
"Denn keine Schlacht wird jemals gewonnen, sagte er. Sie werden nicht einmal geschlagen. Das Schlachtfeld enthüllt dem Menschen lediglich seine Dummheit und Verzweiflung, und der Sieg ist nur eine Illusion von Philosophen und Toren." (William Faulkner)

Jayne Anne Phillips neuer Roman "Glasmondmann" (im englischen Original "Lark and Termite") ist ein feines, komplexes und polyphones literarisches Bild.
Aus vier Perspektiven erzählt; die Geschwister Lark und Termite, deren Tante Nonie und Termites Vater Robert Leavitt, zeichnet Jayne Anne Phillips eine ganz besondere Familiengeschichte, die auf erfrischende Weise weit entfernt von den modischen Familienepen allzu modischer Autoren ist. Eine Familiengeschichte, die am ehesten noch an den großen amerikanischen Nobelpreisträger William Faulkner erinnert. Konkret sogar an "Schall und Wahn". Ein Quartett von erzählenden Protagonisten verbindet die beiden Romane.

Die Ähnlichkeit mit William Faulkner endet aber mit der Anzahl der Erzählstimmen, da Jayne Anne Phillips die Infrastruktur der Faulknerschen Prosa neu beleuchtet und mit der Erzählstruktur von "Schall und Wahn" im Hinterkopf einen ganz eigenen Weg findet, um den Pfad auf originelle Weise neu zu gehen.

Robert Leavitts Erzählung, die 1950 in der nördlichen Provinz Chungchong in Südkorea auf tragische Art und Weise ihren Lauf nimmt, wird den drei Stimmen aus Winfield, West Virginia gegenübergestellt. Rasch ist klar, dass die 1959 stattfindende Entwicklung nur durch die Geschehnisse aus 1950 so passieren konnte. Ganz subtil entwickelt Jayne Anne Phillips diesen Roman, der sich aus kleinen, immer wieder in veränderter Form wiederkehrenden Motiven zusammenzusetzen scheint.
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Format: Gebundene Ausgabe
Der Koreakrieg, in dem der Unteroffizier Robert Leavitt beim "Massaker von No Gun Ri" schwer verletzt wird, bildet die Rahmenhandlung dieses Romans. Eingebettet darin ist die Erzählgegenwart um Lark, Termite und Nonie.
Die Handlungen spielen an vier Tagen jeweils Ende Juli 1950 und 1959 aus der wechselnden Perspektive der vier Hauptprotagonisten. Durch diese Zeitgleichheit wird die Verbindung der beiden Ebenen verstärkt.

Der 23-jährige Robert Leavitt liegt im Sterben, als sein Sohn Termite geboren wird. Die Passagen um Robert sind durchzogen von Gedanken- und Erinnerungsfetzen an sein Leben vor dem Krieg, besonders an seine kurze Ehe mit der Sängerin Lola, Termites Mutter.
Im Alter von einem Jahr kommt der behinderte Termite in die Obhut seiner Tante Nonie nach Winfield, West Virginia. Dort lebt auch seine Halbschwester Lark. Im Juli 1959 ist Termite 9, Lark 17 Jahre alt. Termite, stark sprach- und gehbehindert, wird aufopferungsvoll von Lark umsorgt, während Nonie hart arbeitet, um die kleine Familie zu versorgen.

Fantastisch und fast magisch sind die Einblicke, die Jayne Anne Phillips dem Leser in Termites Welt gewährt, dessen einziger Berührungspunkt zur Außenwelt Lark ist. Termite hat ein außergewöhnliches Gehör, Worte sind für ihn Laute, die er nachbildet. Seine Welt scheint aus Tönen, Musik, Formen, Bildern und Farben zu bestehen, die sich ineinander verschieben und verschwimmen.
Lark ist eine starke, offene und ehrliche junge Frau, die auf der Suche ist - auf der Suche nach Termites und ihrer Mutter und ihrer beider Väter.
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