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Der Glöckner von Notre-Dame Gebundene Ausgabe – 30. April 2010

4.3 von 5 Sternen 48 Kundenrezensionen

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Produktinformation

Produktbeschreibungen

Rezension

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Der Glöckner von Notre-Dame
OT Notre-Dame de Paris. 1482 OA 1831 DE 1831 Form Roman Epoche Romantik
Der Roman Der Glöckner von Notre-Dame von Victor Hugo ist einer der letzten großen historischen Romane der Romantik in Frankreich.
Entstehung: Das Mittelalter weckte bei Hugo wie auch bei anderen Romantikern eine Sehnsucht nach dem Unbekannten. Außerdem verstand der Autor das Spätmittelalter als Epoche des Übergangs sowie kulturell-gesellschaftlicher Veränderungen. Darin sah er einen Bezug zu den historischen Ereignissen der Julirevolution 1830. Hugo gestaltete etliche Passagen seines Manuskripts neu, indem er die Volksmassen ins Zentrum des Geschehens rückte.
Inhalt: Im Mittelpunkt der Handlung stehen die junge Zigeunerin Esmeralda, eine Bettlerin und Tänzerin, sowie der verwachsene und taube Quasimodo, ein Findling, der – aufgrund der Initiative des Archidiakons von Notre-Dame, Claude Frollo – das Amt des Glöckners ausübt. Einst bekundete Esmeralda ihr Mitleid für Quasimodos Missbildung, Quasimodo ist ihr in Treue und versteckter Liebe zugetan.
Am Tag des Narrenfestes wird Quasimodo zum Narrenpapst gewählt, nachdem das Publikum dem Dichter Pierre Gringoire und seinem Mysterienspiel die Anerkennung verweigert hat. Dieser wird in der Nacht Zeuge, als Quasimodo versucht, Esmeralda im Auftrag Frollos zu entführen. Das Unternehmen wird von einer Streife königlicher Bogenschützen unter ihrem Anführer Phoebus de Châteaupers entdeckt. Claude Frollo gelingt es nicht, Esmeralda für sich zu gewinnen, da diese sich in Châteaupers verliebt. Deshalb bringt Frollo seinen Widersacher um, bezichtigt Esmeralda der Hexerei und des Mordes, worauf sie in die Hände der Inquisition gerät. Als Frollo ihr die Flucht anbietet, lehnt sie ab. Esmeralda soll hingerichtet werden. Quasimodo rettet sie vor dem sicheren Tod und flüchtet mit ihr in die Kathedrale, wo sie sicher ist und Asyl genießen darf. Unter dem Vorwand, Esmeralda retten zu wollen, bringt Frollo sie aus der Kathedrale und liefert sie der Justiz aus. Esmeralda wird als Hexe gehängt. Den wahren Drahtzieher kennt niemand, bis sich Frollo, der den Vorgang vom Kirchturm aus verfolgt und dabei von Quasimodo beobachtet wird, durch seine Freude verrät. Quasimodo stürzt ihn von einer der Turmgalerien in die Tiefe. Sein Leid überwindet Quasimodo jedoch erst, als er am Grab Esmeraldas stirbt.
Aufbau: Gemäß der eigenen Zielsetzung Hugos, Episches mit Dramatischem zu verbinden, weist der Roman Züge eines Dramas auf. In den zahlreichen episodenreichen Handlungssträngen deckt der Erzähler Zusammenhänge erst rückblickend auf, um, davon ausgehend, die Handlung weiterzuentwickeln. In epischen Ausschweifungen präsentiert der Erzähler Bilder mit teilweise visionärem Charakter. Die Verbindung von historischem, romantischem und realistischem Kolorit gelingt Hugo auf beeindruckende Weise, obwohl man ihm gerade dies oft zum Vorwurf gemacht hat.
Wirkung: Der Glöckner von Notre-Dame wurde zum Inbegriff der Romantik, mit dem sich die Ideale einer neuen Epoche durchsetzten. Hugo paart in seinem Roman Figuren von hoher Durchschnittlichkeit mit auffallend bizarren Charakteren. Diese feine psychologische Darstellung bewegte Alphonse de Lamartine (1790–1869) dazu, in Hugo einen »Shakespeare des Romans« zu sehen. Von den Vertonungen wurde die Oper Notre Dame (1914) von Franz Schmidt (1874–1939) am bekanntesten. Zuvor hatten mehrere Komponisten, darunter Ambroise Thomas (1811–96), Bearbeitungen für das Musiktheater erstellt. Die Reihe von Verfilmungen des Buchs setzte bereits 1905 ein und reicht über die Quasimodo-Darstellung Anthony Quinns in den 1950er Jahren bis hin zu einer Disney-Zeichentrickversion (1996). -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch.

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Victor Hugo (1802-1885), der große Literat der französischen Hochromantik, musste 1851 Frankreich verlassen und lebte bis 1870 in Belgien, Jersey und Guernsey. Die Jahre im Exil wurden zu seiner literarisch fruchtbarsten Zeit. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch.


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Kundenrezensionen

Top-Kundenrezensionen

Von Ein Kunde am 16. Juli 1999
Format: Gebundene Ausgabe
Die Geschichte um den Glöckner von Notre Dame, Quasimodo, und seine Liebe zur Zigeunerin Esmeralda kennt wohl jeder, nicht zuletzt aus dem Disney-Zeichentrickfilm. Interessanter weise nahmen alle bisherigen Verfilmungen immer den Glöckner in den Titel. Victor Hugo, der die Romanvorlage geschrieben hat, nennt sein Werk einfach "Notre Dame von Paris", und zeigt damit gleich, daß er sich nicht nur auf den Glöckner festlegen möchte. Ihm ist es auch wieder gelungen eine hinreißende Geschichte um Liebe, einen verkrüppelten Menschen und die Machenschaften der Würdenträger zu schreiben. Aber wie immer bei Hugo kommt dazu, daß er einen in eine andere Zeit entführt und versucht, diese möglichst umfassend darzustellen, das heißt dann zum Beispiel für ihn auch, ein Kapitel dem Stadtbild von Paris zu widmen und dabei gegen die neue Form Partei zu nehmen. Man liest das mit Interesse und ist beeindruckt vom Wissen dieses Mannes. Man käme auch gar nicht auf die Idee, die betreffenden Kapitel, die mit der Geschichte nichts zu tun haben, zu überblättern, denn zu Hugo gehören diese Passagen. Sie wirken nie störend sondern erbauend. Das Buch hat wieder einmal sehr viel mehr zu bieten als alle Verfilmungen. Also: lesen. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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Format: Taschenbuch
Der Insel Verlag legt hier die Übersetzung von Else von Schorn neu auf, die erstmals 1914 erschein. Else von Schorn ist allerdings in die Reihe unrühmlicher Übelsetzer einzuordnen, die sich einbilden, es besser zu können als der Autor. In dieser Übersetzung ließ nämlich von Schorn viele architekturhistorische und polemische Passagen des Romans einfach weg. Dummerweise wurde gerade aber diese schlechte Übersetzung vom Weltbild Verlag für seine Prachtausgabe mit den Originalillustrationen verwendet, wahrscheinlich, weil diese alte Übersetzung bereits frei von Rechten ist. Wer an dem Roman ernsthaft interessiert ist, lässt aber besser die Finger davon.
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Format: Gebundene Ausgabe
Wie viele Kinder meiner Generation (ich bin 1991 geboren) habe ich den Glöckner als allererstes 1996 in der Disney-Fassung gesehen, die ich geliebt habe und noch immer für einen großartigen Film halte, auch wenn sie mit dem Original nun nicht wirklich viel zu tun hat. So war es also, da ich ja auch Bücherwurm bin, klar, dass mir irgendwann einmal der original-"Glöckner" von Victor Hugo in die Hände fallen musste.

Früher konnte ich die Frage "Und, was ist denn dein Lieblingsbuch?" nie beantworten, seit ich letzten Sommer den Glöckner von Notre Dame gelesen habe, geht das. Selbst wenn das Buch leichte Schwächen hat - Esmeralda ist teilweise wirklich zu idialisiert beschrieben, das Kapitel fünf, das sich auschließlich mit der Beschreibung der Stadt befasst ist für jemanden der noch nie in Paris, geschweige denn im mittelalterlichen Paris war, ziemlich dröge, genauso wie die seitenlangen Erläuterungen zum Baustil Notre Dames (und nebenbei allen anderen Kathedralen der Welt) sich zu sehr hinzieht - verdient es seine fünf Sterne immer noch für die großartige Geschichte, die dreidimensionalen, mögenswerten Figuren und den teils witzigen, teils ernsten Stil, der aber immer perfekt an die Situation angepasst ist. Das Ende schließlich ist gleichzeitig so rührend und so traurig, dass es alleine schon 5 Sterne rechtfertigen würde.

Fazit: Unbedingt lesen! Es lohnt sich wirklich.
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Format: Kindle Edition Verifizierter Kauf
Über das Werk von Victor Hugo, das zu den großen Klassikern der Weltliteratur gehört, ist bereits genug geschrieben worden. Es ist jedenfalls absolut lesenswert, schon allein der Sprachgewalt wegen, mit der Hugo das Paris des 15. Jahrhunderts aufleben lässt. Das E-Book von Amazon basiert auf einer Ausgabe von 1895 in der guten Übersetzung von Friedrich Bremer. Kürzungen des Originals sind bei dieser Übersetzung nicht zu erkennen. Gewöhnungsbedürftig ist anfangs die "althertümliche" Rechtschreibung, in die man sich jedoch schnell hineinliest. Störend sind die in den laufenden Text eingeblendeten Seitenzahlen der Buchausgabe, die manchmal zu Irritationen führen können. Beispiel: "Die ersten Baudenkmäler waren einfache Gevierte aus (209) Felsenstücken." Insgesamt ist die vorliegende E-Book-Ausgabe sehr gut gelungen - und das auch noch zum Nulltarif!
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Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
Der Glöckner von Notre-Dame ist ein sehr interessantes Buch, welches gut das Leben in Paris im Mittelalter widerspiegelt.
Ich habe es mir gekauft und war etwas durch den gleichnamigen Disneyfilm illusioniert. So dachte ich, in dem Buch dreht sich die Handlung überwiegend um den buckligen Glöckner Quasimodo und die Zigeunerin Esmeralda. Der Titel leitet hier aber ein wenig fehl. Im Orginal heißt das Buch nur "Notre-Dame de Paris" und dieser Titel trifft es besser.
Beschrieben werden nämlich mehrere Schicksale, die alle durch die Kathedrale miteinander verbunden sind. Die Kathedrale steht im Mittelpunkt.
Die ersten Seiten sind etwas schleppend, aber wenn man darüber hinaus ist, ist man im Lesefluss und gespannt, wie es für welche Person weiter geht.
Ich kann das Buch jedem weiter empfehlen, der nicht ein Ende wie im gleichnamigen Zeichentrickfilm erwartet.
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