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Glänzende Zeiten: Fast ein Roman Gebundene Ausgabe – 4. Oktober 2010

3.0 von 5 Sternen 7 Kundenrezensionen

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Produktinformation

Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Adam Soboczynski wurde 1975 im polnischen Torun geboren und promovierte über Heinrich von Kleist. Nach einer längeren Zwischenstation im Rheinland hat es ihn vor ein paar Jahren nach Berlin verschlagen. Er arbeitet als Feuilletonredakteur bei der ZEIT. 2005 erhielt er den Axel-Springer-Preis für junge Journalisten. Schon sein erstes Buch »Polski Tango« wurde mit Applaus begrüßt, während »Die schonende Abwehr verliebter Frauen« furios besprochen wurde.


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Top-Kundenrezensionen

Format: Gebundene Ausgabe
Bei der Frankfurter Lesung aus Adam Soboczynskis "Glänzende Zeiten" schmunzelte das Publikum, fasste das Buch als leichte Lektüre auf, als Unterhaltung. Der Autor habe ja so gut Deutsch gelernt, hieß es.

Adam Soboczynski hat aber nicht nur Deutsch gelernt, sondern auch die europäische Kultur- und Geistesgeschichte studiert, nicht zu vergessen seine Promotion über Kleist. Und "Glänzende Zeiten" - laut Umschlag "fast ein Roman", ist nur auf den ersten Blick ein Schmöcker über die Neurosen der heutigen Großstädter. Denn eigentlich ist es ein thesen- und gedankenschweres Buch, eine sehr fordernde und intensive Lektüre.

Soboczynskis Ich-Erzähler - natürlich nicht zu verwechseln mit dem Autor selbst! - leidet an der allzu glatten Gegenwart, in der Dinge verpönt sind, die vor kurzem noch das gute Leben ausmachten. Dinge, wie das Rauchen, das Flanieren, das Bier in der Mittagspause. Von solchen alltäglichen Phänomenen ausgehend, macht der gelehrte Ich-Erzähler auf komplexe kulturelle Zusammenhänge aufmerksam und spielt dabei immer wieder mehr oder weniger offen auf seine Quellen an. So beschwert sich der Ich-Erzähler, der ja auf keinen Fall mit dem Autor selbst zu verwechseln ist, zum Beispiel über die Taktlosigkeit der fehlende Verstellungskunst der Deutschen - womit wir bei Plessner wären.

Man darf sich also nicht vom Klappentext und der freundlichen Aufmachung täuschen lassen - dieses Buch, dieser Autor sind intellektuell höchst herausfordernd.
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Format: Gebundene Ausgabe
Zu was haben wir es nicht alles gebracht in unserer schönen neuen Welt? Damit befasst sich Adam Soboczynski in seinem Buch auf überaus lakonische und teilweise ein wenig leidend anmutende Weise. 29 Kapitel zu Themen wie Liebe, rauchfreie Bars, Wohnungswechsel und '- natürlich unvermeidbar! - dem Trend zum rasierten Männeroberkörper.

Soboczynski schreibt sonst für das Feuilleton der ZEIT ' - und man merkt ihm den Journalismus und den Kritiker an. Herber Spott über unsere moderne und oft seltsam verdrehte und teilweise verbissene Lebensart durchzieht das Buch. So ortet Soboczynski das Grundproblem in erster Linie in falsch gesetzten Akzenten: '"Dort, wo man sich disziplinieren müsste, lässt man sich gehen, dort, wo man sich gehen lassen sollte, diszipliniert man sich heute"', schreibt er. Als banales Bild könnte man vielleicht folgendes aufführen, um zu verdeutlichen, wie das gemeint ist: Wir gehen gerne zu McDonalds, aber das wenigstens in Gesundheitsschuhen, um unser schlechtes Gewissen zu beruhigen. So manches ist absurd geworden, aber gleichzeitig so selbstverständlich, dass wir es gar nicht mehr merken.

Wer über unser Leben schmunzeln möchte, wer das Ironische und Persiflierende liebt ' - und wer danach doch nichts ändern will, der wird dieses Buch lieben. Das Buch vereint kluge Beobachtungen mit geschliffenen Worten und raffinierten Querverweisen ' - gehobener Journalismus fürwahr. Solch klug geschriebene Frotzeleien sind erheiternd zu lesen, zum Schluss bleibt man aber doch ein wenig hungrig vor dem geschlossenen Buch sitzen. Es fühlte sich an wie eine herrliche Vorspeise, die den Gaumen des Geistes munter kitzelte. Man wartet auf den Hauptgang, aber da kommt nichts mehr.
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Format: Gebundene Ausgabe
...und kein "fast Roman" ist dieses Buch, das ich mir gekauft habe, sehr von Adam Soboczynskis anderen Büchern angetan. Leider hat mich das Bändchen etwas enttäuscht, es wirkt stellenweise irgendwie bemüht, im Vergleich zum hervorragenden früheren Buch des Autors "Die schonende Abwehr verliebter Frauen". Ich finde hier die Originalität nicht, als ob Soboczynski seine erste gute Idee noch einmal verwenden wollte. In neunundzwanzig Kapiteln ohne eine durchgängige Handlung (es sind Feuilletons oder Essays) sinniert der Autor über verschiedene Bereiche des Lebens: Stolz, Disziplin, Freiheit, Mode, Schönheit - nur um einige Beispiele zu nennen. Den Ausgangspunkt bildet immer eine alltägliche Situation; Essen mit Freunden, Einfluss einer Lektüre, Treffen mit Unbekannten und ähnliches, die dann den Anlass zu allgemeineren wenngleich subjektiven Betrachtungen gibt. Beobachtungen sind zutreffend, Kommentare - oft witzig.
Nur - das kommt mir bekannt vor...
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Format: Gebundene Ausgabe
Ein unterhaltsames Buch, das gekonnt auf typische Verhaltens-Megatrends der heutigen Zeit anspielt, die uns eine ambitionierte Zukunft bescheren werden. Amüsant und tiefgründig zugleich.
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