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Gift Taschenbuch – 1. März 2010

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Pressestimmen

ren angewendet, deswegen herrschte bis zum Urteilsspruch eine strenge Zensur, die Prozessakten unterlagen strengster Geheimhaltung. Dennoch kamen noch während des Verfahrens die Verhörprotokolle in Umlauf und bedienten nicht zuletzt das sensationslüsterne Publikum. Gottfrieds Anwalt, Friedrich Leopold Voget, erwies sich in seiner Verteidigung als fortschrittlich, da er seine Mandantin als psychisch kranke und also unzurechnungsfähige Frau darstellte und ihr so den Tod ersparen wollte; in seinen später erschienenen Büchern aber stellte er sie als heimtückische, geldgierige Mörderin dar.

Die Person Vogets ist nur eine Facette in einem undurchsichtigen Spiel. Gottfrieds frei gelebte Sexualität, immerhin war sie drei Mal verheiratet, weckte den Argwohn nicht nur des streng religiösen Juristen, sondern sorgte in der ganzen Stadt für Gespräch. Zugleich war die Frau gerade wegen der hingebungsvollen Pflege der in ihrem Haus auffällig oft krank werdenden Menschen anerkannt und geachtet.Bis zuletzt gaben die Ärzte, die in Gottfrieds Unglückshaus ein- und ausgingen, katastrophale Fehldiagnosen ab. Davon aber und von der Mitverantwortung des Bremer Bürgertums sollte im Prozess keine Rede sein.

Barbara Yelin führt uns behutsam in die Bremer Verhältnisse ein und lässt eine junge Schriftstellerin an der Weser eintreffen: Eigentlich soll sie eine Reisereportage schreiben, doch alsbald gerät sie in den Sog der Ereignisse, nur wenige Tage vor der Hinrichtung herrschen in der Stadt Aufregung und Misstrauen. Hier zeigt sich das besondere Geschick Yelins. In Bildfolgen, die sich wie Kamerafahrten von den Dächern bis in die Straßenniederungen ausnehmen, tauchen wir in die Geschichte ein. Es sind zumeist dunkle Bilder, die gerade deswegen eigentümlich erleuchtet erscheinen. Yelin schafft von Licht durchflutete, durch Licht erst geschaffene, in das Dunkel gegrabene, dem Dunkel entrissene Räumlichkeiten.

Yelins Könnerschaft besteht in dieser kunstvollen Modellierung aus Licht. Dabei erinnert ihr ästhetisches Verfahren an Piranesis berühmte Kerkerbilder: kontrastreiche und theatralische Inszenierungen. Yelin findet auf diese Weise großartige Bilder der Erhabenheit noch im finstersten Schrecken." (Berliner Zeitung, 28.07.2010)

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Peer Meter lebt als freier Schriftsteller in Worpswede. Nach Jahren der Wanderschaft am Theater und in der Literatur arbeitet er derzeit mit mehreren deutschen Zeichnerinnen und Zeichnern an Comic-Projekten.

Barbara Yelin ist als Comiczeichnerin vor allem in Frankreich durch die Bände "Le visiteur" und "Le retard" bekannt geworden. Sie ist Mitherausgeberin der Anthologie "Spring" und lebt in Berlin.


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Top-Kundenrezensionen

Format: Taschenbuch
Durch den Newsletter des Reprodukt-Verlages bin ich auf dieses herrliche Werk aufmerksam geworden. Und da ich mich sehr für die Geschichte der Gesche Gottfried und besonders für ausgefallene Bildergeschichten interessiere, habe ich sofort zugegriffen. Ich muss sagen, ich bin unheimlich beeindruckt! A: von der offensichtlich fundierten und differenzierten Geschichtsrecherche und B: von der Aufmachung des Bandes bzw. von den düsteren, zu Herzen gehenden s/w Illustrationen.

Kurze Inhaltsbeschreibung:
Eine junge Schriftstellerin reist nach Bremen, eigentlich um für einen Reisebericht zu recherchieren. Zeitgleich finden jedoch die Vorbereitungen für die Hinrichtung der verurteilten mehrfachen Giftmörderin Gesche Gottfried statt. Die junge Schriftstellerin trifft auf bigotte Bürger und einen rätselhaften Kriminalfall, der viel Raum für Deutungen lässt.
So fragt man sich recht schnell zwei Dinge: Zum Einen, was die Motive der Gesche Gottfried waren und zum Anderen, warum ihre Umgebung so lange hat blind sein können ob der vielen Krankheits, - und Todesfälle in ihrer direkten Umgebung.

Fazit:
Selten findet man einen Comic, der handwerklich UND inhaltlich so faszinieren kann.

PS: Der Autor Peer Meter bringt zeitgleich ein Sachbuch über den Fall Gesche Gottfried heraus.
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Format: Taschenbuch
Im Jahre 1831 kommt eine junge, in London lebende Schriftstellerin nach Bremen. Eigentlich soll sie über den Aufenthalt einen Reisebericht schreiben, jedoch dreht sich ihre Recherche schnell um die inhaftierte Giftmörderin Gesche Gottfried, die 15 Menschen durch Arsen in Nahrung vergiftet haben soll. Die ganze Stadt ist noch immer erschüttert, und die Exekution steht unmittelbar bevor.

Das Interesse der Schriftstellerin wird schnell bemerkt, und sowohl die Justiz als auch der Klerus ist nicht begeistert davon. Mehr noch, der allein reisenden Frauen schlägt offen Feindschaft entgegen, als sie Widersprüche der offiziellen Verlautbarung anspricht, doch ihr Interesse bleibt bestehen.

Autor Peer Meter hat hier nicht nur eine Zusammenfassung der geschichtlichen Abläufe geschrieben, sondern eine Parabel auf aktuelle Ereignisse geschaffen, bei der die Gesellschaft trotz eindeutiger Hinweise zu ignorant ist, um drohendes Übel zu bemerken. Der Aufschrei ist aber immer wieder groß, wenn der Leichnam eines Kindes in einer Gefriertruhe gefunden wird.

Barbara Yelin hat das ganze hervorragend illustriert; die düsteren Bleistiftzeichnungen eignen sich hervorragend, um die dunkle Atmosphäre zu transportieren. Gerade die Zeichnung auf dem Cover war wegen der durchdringenden Augen ein deutlicher Kaufanreiz für mich.

Im Anhang gibt es einige Erläuterungen zu Gesche Gottfried und ihrem Umfeld. War sie nun berechnende Killerin, oder zwanghaft gestörte Psychopathin? Lest 'Gift', und bildet eine eigene Theorie.
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Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
auf die Geschichte muss ich sicher nicht mehr eingehen,die kann man ja den anderen Rezensionen entnehmen.
Ich bin auf dieses Werk durch Kulturzeit auf 3sat aufmerksam geworden;als das Buch dann noch im STERN empfohlen wurde... gekauft !
Ich hatte das grosse Vergnügen Barbara Yelin über eine Freundin persönlich kennen zu lernen.Sie hat mich in ihr Studio in Berlin-Mitte eingeladen,wo ich mir einige ihrer Zeichnungen und Entwürfe ansehen konnte.Ich weiß,hat jetzt alles nix mit dem Buch zu tun,aber Barbara Yelin ist eine äusserst sympathische Frau !
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Format: Taschenbuch
1881: Wegen Komplikationen mit der Bahn sind eine gealterte Schriftstellerin und ihre Assistentin gezwungen in Bremen halt zu machen. Leider holen dunkle Erinnerungen die alte Dame ein und so beginnt sie zu erzählen, wie sie 1831 einen Tag vor der Hinrichtung der Giftmörderin Gesche Gottfried in Bremen eintraf, zunächst nur um einen Reisebericht über die Stadt zu schreiben.

Doch nach und nach entwickelt sich der Tag zu einem wahren Alptraum und vor ihren Augen öffnet sich ein Abgrund, der sie tief in das finstere Wesen der Gesellschaft blicken lässt.

'Gift', der zweite Band der Giftmördertrilogie von Peer Meter, besticht wie sein Nachfolger 'Haarmann' eher durch eine düstere Handlung und einen kritischen Blick auf die Gesellschaft, als durch einen klassischen Krimiplot und der Frage wer der Mörder ist (die betreffende Person sitzt schließlich schon Hinter Gittern). Gesche Gottfried bleibt eher im Hintergrund, was ihr eine Aura des Geheimnisvollen verleiht und als die eigentlichen Monster werden Menschen wie Gottfrieds Verteidiger Leopold Voget dargestellt, die kommerziell Gewinn aus der Mordserie schlagen (57 Jahre vor Jack the Ripper!) und deren chauvinistische und moralisch zugeknöpfte Haltung Gottfried in ihrer Verzweiflung zu den Mordtaten getrieben haben könnten (zumindest wird dieser Eindruck erweckt).

Die Schuld der Gesellschaft steht allerdings für die Hauptfigur schon fest, sodass man als Leser nicht mit einer differenzierten Meinung konfrontiert, was schade ist, da man so ein wenig entmündigt wird und sich die Frage nach der Schuld ein wenig erübrigt, da man als Mensch des 21.Jhd zurecht über die Zustände in Bremen entsetzt sein dürfte.
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