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Gier: Ein Unterhaltungsroman Taschenbuch – 2. Januar 2002

2.8 von 5 Sternen 18 Kundenrezensionen

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In diesem "Unterhaltungsroman", der niemanden unterhalten kann oder soll, geht es um den obersteirischen Gendarm Kurt Janisch, der "besessen" von Gier ist -- der Gier nach Frauen, der Gier nach Besitz, der Gier nach Häusern. Seine Realität besteht aus drei Ebenen: seiner Ehefrau, seinem Opfer Gerti, der Städterin, die aufs Land gezogen ist, und deren Haus er unbedingt besitzen möchte und der 16-jährigen Gabi, die zwar kein Haus, aber ungenutzte Räume in sich birgt. Da diese "Dreigleisigkeit" auf Dauer nicht gut gehen kann, greift er zur brutalsten aller Möglichkeiten: Er bringt die junge Gabi um und versenkt sie im Baggerteich.

Ineinander und miteinander verwoben sind die Erzählstränge -- die erzählenden Personen wechseln ständig oder die Erzählerin greift ein -- ohne Rücksicht auf den Leser. Erzählt wird eine Geschichte der Brutalität, der "Gier", der Vereinnahmung bis zum Tod. Wobei sich diese beiden Begriffe -- Frauen und Häuser -- derart ineinander verweben und zu austauschbaren "Objekten" werden, dass die Erzählerin oft selbst nicht mehr unterscheiden kann, von welchem der beiden Begriffe sie eben erzählt. Der Mann als besitzergreifender Eindringling in Häuser und Frauen, der Mann aber letztlich auch als Opfer seiner Umgebung, des -- kaum angedeuteten -- politischen Umfeldes, der neuen Gesellschaft, in der Besitz wichtiger ist als alles andere. Nicht zuletzt dokumentiert Jelinek mit der Beschreibung des Baggersees, in dem die Leiche der 16-jährigen Gabi liegt -- einer der eindringlichsten Teile des Romans -- den Zustand der Gesellschaft dieses Landes.

Ein schwer lesbarer Roman, ein "stilloser" Roman, der dem Leser einiges abverlangt, der jegliche humane Einstellung bewusst im Keim erstickt, der die Menschen als Täter und Opfer zeigt, und der letztlich dem Leser keinerlei Spielraum lässt -- zu eindringlich und despotisch zeichnet er die Wirklichkeit. --Lisbeth Legat -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe.

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Elfriede Jelinek, 1946 geboren, hat für ihr literarisches Werk zahlreiche Auszeichnungen erhalten, darunter den Georg-Büchner-Preis und den Franz-Kafka-Literaturpreis. 2004 wurde ihr der Nobelpreis für Literatur verliehen. Ihr Theaterstück „Winterreise“ (2011) zählt mit bisher über 20 Inszenierungen zu den meistgespielten deutschsprachigen Stücken der letzten Jahre.


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Kundenrezensionen

Top-Kundenrezensionen

Format: Taschenbuch
Zugegeben: Es war anfangs pure Neu-"Gier", die zum Roman der Elfriede Jelinek greifen ließ. Ist sie doch hinlänglich bekannt, nicht nur als bedeutende Autorin, sondern auch als enfant terrible der literarischen Szene, die wegen ihrer früheren Romane "Die Klavierspielerin" und "Lust" und späteren Werke gern als "weibliche Pornografin" bezeichnet wurde, die mit Theaterstücken wie "Clara S. musikalische Tragodie" kleine Theaterskandale hervorgerufen hat und die sich auch ansonsten als veritable Provokateurin erwiea. 2004 erhielt sie allerdings den Literaturnobelpreis.

Neugier auf "Gier" also - und gleich zu Beginn der Lektüre schien sich der Verdacht zu bestätigen, dass der Klappentext wieder einmal lügt. Ein Krimi sollte es sein - das können selbst mittelmäßige Autoren besser. Ein Porno also? Dann schon eher "Lust". Also ein "Unterhaltungsroman", wie es uns der Buchumschlag verspricht. Das wohl aber kann doch nur Jelineksche Ironie sein. Vorsicht also war geboten - eine Vorsicht, aus der schnell einer gewisse Faszination wurde.

"Gier" spielt natürlich in der Steiermark. Hier, in Mürzzuschlag, wurde die Büchnerpreisträgerin Elfriede Jelinek 1946 geboren. Hier sind die Schauplätze ihrer Romane, hier verbringt sie immer noch ihre Ferien, hier leben die Menschen, aus denen sich ihre Romanfiguren generieren. Hier ist Jelinek-Land. Und hier ist auch Kurt Janisch, Landgendarm, beheimatet. "Ein gut aussehender und scheinbar leichtherziger Mann, wie er uns Frauen gefällt." (Zitat). Und sie ihm. Denn es ist von Frauen, "auf deren Grund und Boden er Auge geworfen hatte, bereits der Boden zwischen und unter seinen Füßen gekost worden, solang bis er ihm heiß wurde".
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Von Ein Kunde am 21. März 2001
Format: Gebundene Ausgabe
Elfride Jelinek hat immer schon die Geister geschieden. Ihr gesellschaftliches Engagement ist ebenso umstritten wie ihre Werke. Bei ihrem neuesten Buch geht sie dabei weiter denn je. In der Steiermark ist das Leben frustrierend, langweilig, grausam und ... kaum zu ertragen.
So ist eben auch dieses Buch. Der Leser hat immer wieder die Neigung, es in die Ecke zu werfen, sich angewidert abzuwenden. Wenn man es nicht tut, so wird man nicht fröhlich von diesem 'Unterhaltungsroman'. Er unterhält nicht. Vielleicht ist der Autorin dadurch die eindringlichste Gesellschaftskritik gelungen, die man verfassen kann. Literatur, die sich mit menschenunwürdiger Existenz und dem Verschwinden jeglicher Emotion aus einer gesellschaftlichen Situation auseinandersetzt, sollte eben diese Qualitäten auch aufweisen. Sie sollte menschenunwürdig, emotionslos und anödend sein. Dabei muß man sagen, daß Jelinek durchaus auch 'unterhaltsame' Passagen in ihr Werk einbaut. Diese sind in gewohnter Art bitterböse und manchmal auch wirklich komisch. Dieser Effekt verstärkt sich durch die Trostlosigkeit des Buches, in die er eingebettet ist, nochmals. In die verworrene Handlung webt die Jelinek dabei einen Tatbestand, der an Grausamkeit und Ekelhaftigkeit kaum zu überbieten ist.
Warum sollte man das Buch dann lesen? Vielleicht weil es sich hier um ein 'herausgewürgtes' Stück Literatur (Zitat E. Jelinek) handelt, das auch den Leser zu Brechreizen bringen kann und gerade dadurch ein Aha-Erlebnis ermöglicht. So wie dieses Buch ist, sollte das Leben nicht sein. Gott sei dank ist es zumeist auch nicht so. Um sich von der Verlogenheit der Kleinbürgerlichkeit abschrecken zu lassen, eignet sich das Werk.
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Von Th. Leibfried TOP 500 REZENSENT am 1. Oktober 2005
Format: Taschenbuch
Ja, die Jelinek. Stein des Anstoßes, von der Ablehnung bis zu Begeisterungsstürmen. Von der Verdammung bis zur Verleihung des Literaturnobelpreises. Welcher Schriftsteller beziehungsweise welche Schriftstellerin kann schon von sich behaupten, das Publikum, die Leserschaft, die Kritik so zu spalten wie Elfriede Jelinek?
Richtig, Thomas Bernhard. Auch ein Österreicher. Zufall? Ich weiß es nicht, aber ich glaube es nicht. Kafka, wenn auch tschechischer Herkunft, Handke, Bernhard, Jelinek. Welches Land dieser Größenordnung verfügt über eine so große Anzahl von Schriftstellern, die System und Land so hernehmen wie Österreich.
„Gier" ist ein schwer zu lesendes Buch. Und ein schwer zu verkraftendes dazu. Aber ich bin froh, nicht aufgegeben zu haben. Man liest sich fest im Verlauf. Die Parallelen zu Bernhard sind beachtlich. Auch bei Bernhard lohnt sich das Hartnäckigbleiben. Mein Lesevergnügen jedenfalls nahm mit jeder Seite zu. Auch wenn Frau Jelinek wirklich nicht den Eindruck macht, als würde sie sich Gedanken darum machen, dass der Leser oder die Leserin dabei bleibt. Im Gegenteil, sie scheint sich Mühe zu geben, den Leser zu verschrecken, zum Aufgeben zu bringen.
Und es ist einer der ganz wenigen Romane, bei denen der Autor sichtbar wird, als Teil des Romans in Erscheinung tritt. Auch eine Erfahrung beim Lesen.
Ich werde den Roman nicht empfehlen. (Nur durch die vier Sterne.) Die Gefahr der Aufgabe ist groß. Und wer gibt schon gerne auf.
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