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Getrieben: Stories aus der weiten wilden Welt Gebundene Ausgabe – März 2005

4.2 von 5 Sternen 24 Kundenrezensionen

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Produktinformation

Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Der umtriebige Reporter und Buchautor Andreas Altmann trampte schon nach dem Abitur ein Jahr durch Europa. Neben abgebrochenem Psychologie- und Jurastudium sammelte er höchst unterschiedliche Erfahrungen u.a. als Spüler, Privatchauffeur, Anlageberater, Straßenbauarbeiter, Buchclubvertreter, Nachtportier, Dressman oder Ghostwriter. Nach einem dreijährigen Schauspielstudium mit Abschluss am Mozarteum in Salzburg war er am Bayerischen Staatsschauspiel und am Wiener Schauspielhaus engagiert. Es folgten längere Aufenthalte in einem indischen Ashram und später einem buddhistischen Zenkloster in Kioto sowie Reisen durch Asien, Afrika und Südamerika. Seine Reportagen erschienen u.a. bei Geo, Zeit-Magazin, Tempo, Faz-Magazin, Stern, Playboy, Merian, SZ-Magazin, Focus, Mare. 1991 erhielt er den renommierten Egon Erwin Kisch-Preis für die Reportage „Äthiopien ganz nah: Leben am Rand der Welt“ (FAZ-Magazin). 2003 folgte die Auszeichnung durch die Deutsche Aids-Stiftung für die Reportage „Prabat Nampu“.

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Aus dem Vorwort "Das wird ein seltsames Vorwort. Hier will der Autor dem Leser vom Buch abraten. Sagen wir, dem 'falschen' Leser. Das wäre im vorliegenden Fall der moralisch einwandfreie Zeitgenosse, der zartnervige, der genitalzonenfreie, der von aller kriminellen Energie erlöste, eben jener, der gern zum 'guten Buch' greift. Hier greift er daneben. Die Schlauen unter uns werden mich sogleich entlarven. Als einen Trickreichen, der hier scheinheilig falschen Alarm schlägt, um die Erregungsindustrie anzukurbeln. Mir graut vor der Wohlfühlgesellschaft, ich fordere noch immer vehemente Gefühle, will noch immer zittern vor Glück, wenn eine Aufregung hinter mir liegt. Das Glück des Frühgeborenen, der vor der Erfindung der Virtualität auf die Welt kam, das ist das meine. Und all jener, die ihr Recht auf ein eigenständiges, eigenwilliges Leben nicht verraten haben. Ihnen ist dieses Buch gewidmet." aus: Andreas Altmann: Getrieben. Stories aus der weiten wilden Welt.


Kundenrezensionen

Top-Kundenrezensionen

Format: Gebundene Ausgabe
Dieses Buch ist eine Art Lebensbeichte - auch wenn man nicht das Gefühl hat, der Autor möchte seine Erlebnisse beichten. Eher darüber berichten und uns teilhaben lassen an kleinen und ganz großen Schelmenstücken. Dabei bin ich so ehrlich, zuzugeben, daß ich nicht alle dieser Abenteuer gutheißen kann. Und selbst ausprobiert hätte ich wohl auch kaum eines davon.

Aber der Autor ist auch als Mensch ein Grenzgänger, das zeigt seine kunterbunte und überaus bewegte Vita ebenso wie die hier beschriebenen Episoden aus seinem Leben.

Ich habe über den Autor gelesen, er wäre ein selbstverliebter Narziß. Das mag schon stimmen, trifft aber nur einen kleinen Teil. In diesem Buch erleben wir ihn als Abenteurer, der vor kaum etwas zurückschreckt, als Helden, als Gauner, als Liebhaber jeder Couleur - mehr und auch weniger erfolgreich ;-) - und trotz allem auch als warmherzigen Menschen.

Ein Buch, das eigentlich überhaupt nicht meiner üblichen Leseauswahl entspricht und mir dennoch sehr gut gefallen hat und das auch sehr schön geschrieben ist mit einigen wirklich sehr schönen Sprachperlen.

Ich werde mit Sicherheit noch mehr Bücher von Andreas Altmann lesen, da mir der Schreibstil sehr gut gefällt und ich gerne an weiteren seiner Abenteuer teilhaben möchte.
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Format: Gebundene Ausgabe
Das Buch mag man, oder man mag es nicht - Altmann polarisiert bewusst. Ich fand das Buch über weite Strecken spannend zu lesen, aber an einigen Stellen wurde es mir dann doch zu schwülstig. Oder wie soll ich Sätze wie 'Wenn Sehnsucht ein Volk wäre, wäre ich China' bewerten? Auch Überschriften wie 'Jeder Furz ein Erlebnis' würde ich eher in einem Ratgeber für Flatulenzgeplagte erwarten.

Vor allem hat mich gestört, wie Altmann seine Tabubrüche zelebriert. Diebstahl, Betrug, Drogen, homosexuelle Kontakte, Prostitution - er hat alles ausprobiert, und er beschreibt es detailliert. Das liest sich in weiten Teilen ganz spannend und unterhaltsam - schliesslich sind wir ja alle ein bisschen voyeuristisch veranlagt, oder? Auf die Passage über Sex mit Tieren kann man allerdings wirklich gut verzichten. Peinlich wird's auch dann, wenn er seine Skrupel beichtet. Er hat nämlich Skrupel. Und er bietet diese dem Leser in einer so zustimmung-heischenden, fast anbiedernden Art dar, dass man hier das Gefühl hat, es mit einem 16-jährigen zu tun zu haben, der nicht genug Aufmerksamkeit von seinem Umfeld bekommt.

Altmann erweckt im Vorwort den Eindruck, die Geschichten seien autobiographisch. Das kann wohl nur stimmen, wenn er zeitweise mehrere Leben parallel gelebt hat.
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Von Andrea Koßmann TOP 500 REZENSENT am 31. Mai 2008
Format: Gebundene Ausgabe
Und vor allem über die Sprache! Andreas Altmann hat eine wunderbare Art, sich und sein Leben, bzw. seine Erfahrungen auszudrücken. Fast zärtlich und behutsam wandern die Augen des Lesers über seine Worte, die sich zu atemberaubenden Sätzen formen. Wäre dieses Buch in anderer Schreibweise verfasst worden, aber mit dem gleichen Inhalt, so könnte man meinen, es sei ein "Schundbuch". Geht es doch auch um diverse "Randthemen" dieser Gesellschaft wie Vergewaltigung, homosexuelle Körpervereinigung und sogar Sex mit Tieren.

Ja, ich gestehe. Die Geschichten, in denen Altmann über Frauen, Liebe und Sex in den verschiedensten Formen schreibt, haben mir am besten gefallen. Eben weil der Schreibstil so außergewöhnlich toll ist, dass man kaum merkt, dass er über Sex schreibt und man dennoch fasziniert davon ist!

Zudem hat mich seine Liebe zu Büchern, Buchstaben und Worten beeindruckt. Steht sie meiner eigenen Leidenschaft dazu doch in einem sehr engen Verhältnis gegenüber. Auch hier habe ich jedes einzelne, wunderbar überlegte Wort, genossen.

Obwohl das Buch in kleinere Kurzgeschichten unterteilt ist, hat man doch das Gefühl, eine Art Roman zu lesen. Denn in jeder Geschichten lernen wir ja den Autor besser kennen, bis er uns letztendlich ans Herz wächst und man sich fragt "Was erlebt er wohl sonst noch alles?"

Ich muss sagen, dass ich Bücher mag, die "anders" sind und das ist dieses auf jeden Fall. Denn welcher Autor würde in einem Vorwort schreiben, dass er dem "falschen" Leser von diesem Buch abraten möchte? Bei mir hat es genau das Gegenteil bewirkt, denn ich dachte "Pöh... er will mir abraten? Jetzt erst recht!" Eine gelungene Idee, die neugierig auf das Buch macht!

Getrieben.... vom Leben.... schrieb Altmann dieses Buch... lassen auch Sie sich von ihm treiben.

Bin begeistert!
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Von Thorsten Wiedau HALL OF FAME REZENSENTTOP 1000 REZENSENT am 3. März 2006
Format: Gebundene Ausgabe
Der Autor Andreas Altmann hat mit seinem Buch "Getrieben" eine echte Grenze gesetzt, naemlich die Grenze, was man eigentlich so ganz offen von seinem Leben erzaehlen darf und was nicht.
Andreas Altmann ist sehr (!) offen, nahezu schonungslos gegenueber sich und den Lesern und breitet in aller Seelenruhe Details ueber sein "umtriebiges" Leben aus, welche Andere besser fuer sich behalten haetten.
Man kan sich sicherlich ueber den Autoren ereifern und streiten, ob denn alles wahr sei, was er da so schreibt oder ob man bestimmte, sehr pikante (!) Details, nicht haette fuer sich behalten sollen, doch eines kann man nicht sagen - der Autor luegt - ich glaube persoenlich, dass er schonungslos offen zu den Lesern ist und ueber Drogen und deren eigenen Konsum ebenso frei spricht wie ueber seine Diebstaehle, Betruegereien und sonstigen Eskapaden.
Andreas Altmann ist jemand der das Leben versucht zu Leben, es versucht in vollen Zuegen zu geniessen und sich auch traut, bei voller Fahrt abzuspringen.
Aussergewoehnlich, sehr fesselnd und teilweise irritierend, als gelte es, auch andere Wirklichkeiten zu erfahren. Das ich an seinen Exkursionen teilnehmen durfte, empfand ich persoenlich als echte Herausforderung.
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