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am 9. September 2011
Wenn man die 12 Seiten, offenbar für derartige Werke unvermeidlichen Grußworte, Danksagungen und Verzeichnisse der Leihgeber und Autoren überblättert hat, stößt man auf 5 Essays (84 Seiten), die zu lesen sich durchaus empfiehlt. Dies nicht nur, weil einige Ausstellungsobjekte, darunter Leonardos Dame mit dem Hermelin, in diesem Abschnitt abgebildet werden. Vor allem machen diese Beiträge verständlich, dass und warum im 15. Jahrhundert in Italien keine Rückbesinnung auf die antike Kunstauffassung stattfand, sondern eine so nie da gewesene, auf das Individuum zentrierte Kunst entstanden ist. (Um das Ausmaß der Veränderung dieser Kunstrevolution zu erfassen, leistet übrigens der Roman "Rot ist mein Name" von Orhan Pamuk, Hanser Verlag, München/Wien 2001, unterhaltsame Dienste. Er beschreibt die Wirkung dieser Malerei auf die traditionelle osmanische Kunst.)
Die Themen der Essays sind durch die Gliederung der Ausstellung bestimmt. Sie sind nicht nur vom kunsthistorischen Standpunkt interessant und erfreulich frei von dem in dieser Art von Publikation vorherrschenden Wortgeklingel. Zum Beispiel wird deutlich, dass der einfach erscheinende Begriff "Ähnlichkeit" in der Porträtkunst sehr unterschiedlich zu deuten ist und die anzustrebende Ähnlichkeit für den Maler eine Herausforderung war, der nur schwer zu genügen war. Porträts befriedigten vorrangig die Absicht, etwas Vorteilhaftes über die dargestellte Person mitzuteilen. Hierbei war der Überzeugung zu genügen, dass in einem gesunden Körper auch ein gesunder Geist wohne. Der Erfolg des Künstlers hing deswegen wesentlich davon ab, wie weit es ihm gelang, äußere Merkmale, die auf einen nicht ganz und gar gesunden Geist verweisen könnten, im Kunstwerk mit einer geeigneten Abbildungsstrategie zu unterdrücken. Patrizier und Bürger, Adel und Geistlichkeit konkurrierten mit ihren in Öl und Bronze dokumentierten guten persönlichen Charaktereigenschaften. Man wird nie mehr die so überraschend gut aussehenden, interessant erscheinenden Köpfe auf Wahlplakaten ansehen können, ohne sich der ersten vier Essays aus diesem Band zu erinnern! Anders, aber keinesfalls weniger interessant, steht es mit dem fünften Essay. Dieser ist eine Deutung der Dame mit dem Hermelin. Er arbeitet das Besondere an dem Bild heraus und schließt aus der Körperstellung der abgebildeten Cecilia Gallerani und des Keuschheit symbolisierenden Tieres, das von der aus dem Bild schier herausragenden Hand kaum berührt, geschweige denn festgehalten wird, dass Leonardo auf eine besonders subtile Art, eine Beziehung zwischen dem Herzog von Mailand, der der Auftraggeber war und der Porträtierten zum Ausdruck brachte, die den Erwartungen des Herzog gerecht werden konnte.
Den Essays folgt der eigentliche Katalog, der auf 376 Seiten die Ausstellungsbilder beschreibt und die nicht bereits zuvor im Text abgebildeten, zeigt. Leider ist nur ein Teil ganzseitig eingefügt worden. Das zumindest subjektiv vorherrschende kleine Format erinnert weniger an eine sogenannte Jahrhundertausstellung als an Papas Fotoalbum vom Italienurlaub. Allerdings gelingt es durch eine hohe Qualität der Abbildungen, immerhin einen noch angemessenen Eindruck von den Kunstwerken zu vermitteln.
Natürlich ersetzt dieses Werk nicht den Besuch der Ausstellung, aber anders als diese selbst, hätte man die prächtige Schau im Buch auch ohne den immer fragwürdiger werdenden Kunstwerketourismus haben können. Hohe Papierqualität und ein fester Einband sichern immerhin, dass die Idee der "Jahrhundertausstellung" über Jahrhunderte dokumentiert bleibt.
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am 27. September 2011
Der Katalog ist von hervorragender Qualität. Dies betrifft nicht nur die Reproduktionen der Gemälde sondern auch die Essays! Die Aufteilung der Werke nach ihrer jeweiligen Herkunft ist hilfreich. - Florenz - italienische Höfe - Venedig/Veneto - . Der Band ist ein Werk zum Lernen und Genießen!. Dieter Meißner
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am 24. Dezember 2015
Nach dem Titel habe ich erwartet, schöne große ganzseitige Bilder präsentiert zu bekommen. Die Realität sieht leider so aus, daß der allergrößte Teil des Buches aus endlosen Texten besteht und die meisten eingestreuten Bilder das Format 8x12 cm haben. Einige ganzseitige Bilder gibt es auch... Das gesamte Layout läßt kein durchgängiges gestalterisches Konzept erkennen! Es wurde viel Platz sinnlos vergeudet mit einem übergroßen weißen Randbereich. Die Schriftgröße dagegen ist so klein, daß ich das Lesen sehr anstrengend empfinde.
Wenn man sich nur an Büchern früherer Jahrhunderte orientiert hätte: Da war Papier kostbar und wurde (mit großen Lettern gut leserlich) bis zum Rand genutzt. Auch werden solche Bücher aus Primärwäldern (Amazonas, Afrika, Sibirien, Indonesien) hergestellt. Eine doppelte Vergeudung also. Ich bin enttäuscht!
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am 25. August 2014
... die Menschen standen Schlange vor dem Museum in Berlin. Wir vermissen eben alle das Gute des späten Mittelalters; dort haben wir mal schnuppern dürfen. Der Katalog ist ein schönes Bindeglied an dieses Ereignis; Danke!
Die Menschheit entwickelt sich eben nicht ununterbrochen vom Niederen zum Höheren. Es gibt auch mal Arabische Frühlinge, Ukraine- und Syrienkrisen. Na, und von weiteren "Seitwärtsentwicklungen" will ich hier gar nicht sprechen, sonst werde ich demokratisch gelöscht. Amazon ist zum Geldverdienen gegründet worden, nicht als Messias.
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am 10. Februar 2016
Schnelle Lieferung, gute Qualität. Ist aber bei einem Ausstellungskatalog aber eigentlich nicht anders zu erwarten.
Produkt ist nur etwas für speziell Kunst-Interessierte, Studenten oder Schüler
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am 15. Oktober 2011
Die gleichnahmige Ausstellung habe ich (nach langem Warten auf Eintritt) mit großer Begeisterung besucht. Vorher hatte ich mich ein bißchen über die europäische Portraitkunst der Gotik und Renaissance belesen, einschl. Hans Holbein und den Werken des Naumburger Meisters. Dieses Buch hatte ich mir vor Besuch der Ausstellung bestellt, um mich ein bisschen vorzubereiten. Leider haben mir die Texte nicht richtig geholfen. Sie erklären zu wenig die einzelnen Portraits und zu wenig zur Portraitkunst dieser Zeit. Die Qualität der Autoren und ihrer Texte will ich damit gar nicht in Abrede stellen, aber sie waren eben zu wenig auf die Ausstellung und das Ausstellungspublikum zugeschnitten. Die Abbildungen und das gebundene Buch an sich sind tadellos. Es ist eine schönes Buch, um sich an die Ausstellung zu erinnern.
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am 22. November 2011
Dieser Katalog ist eigentlich ein ganz wunderbares und einmaliges Kunstbuch - so wie die faszinierende Ausstellung. Für alle dort Gewesenen eine schöne Erinnerung- für alle anderen ein kostbares Geschenk.
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am 25. November 2011
Zunächst herzlichen Dank an die Verkäuferin für die schnelle Lieferung. Das Buch ist von ausserordentlicher Qualität und sollte bei jedem Kunstliebhaber im Regal stehen, oder noch besser - es so oft wie möglich aufschlagen und sich erfreuen.
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