... ein viel zitierter Satz aus dem Stück "Geschlossene Gesellschaft" (OT: Huis clos) des französischen Schriftstellers und Philosophen Jean-Paul Sartre. Oft falsch verstanden – wie Sartre selbst in den Anmerkungen erklärt und doch ist es die wichtigste Erkenntnis, die dem Leser nach der Lektüre bleibt.
Doch beginnen wir am Anfang – einem gewöhnlichen Zimmer mit Empire-Möbeln ausgestattet und einer Bronzefigur darin. Spiegel, Fenster, einfach alles, worin man sich selbst sehen könnte, fehlen allerdings. Warum das so ist und welche Auswirkung es auf die Protagonisten haben wird, erklärt sich im Verlauf des Dramas. Garcin wird vom Kellner ins Zimmer geführt, das immer hell ist, seine Augen kann er nicht schließen. "Also man muß mit offenen Augen leben ...", erkennt Garcin schockiert. "Es wird heller Tag in meinen Augen sein. Und in meinem Kopf." Die Hölle nimmt langsam Gestalt an. Als dann noch Inés und Estelle ins Zimmer geleitet werden und die Tür kurzum verschlossen wird, nimmt das Drama seinen Lauf. Alle drei waren im Leben nicht aufrichtig und sind es im Tod ebenfalls nicht. Sie möchten Absolution, Vergebung und Anerkennung durch die anderen beiden Personen erfahren, doch diese sind natürlich nicht in der Lage sie zu erteilen. Garcin, der Feigling; Estelle, die Kindermörderin sowie die lesbische Inés, die hochintelligente Verführerin, die ihre Geliebte in den Selbstmord getrieben hat – sie alle sind darauf angewiesen, sich im Blick des anderen zu erkennen, denn Flucht oder Tod sind kein Ausweg.
"(..) ich bin nichts als der Blick, der dich sieht, als dieses farblose Denken, das dich denkt."
Für mich ist dieses Stück ein absolut lesenswerter Klassiker, der nachdenklich stimmt und zeigt wie wichtig eine gesunde Interaktion miteinander ist.
"Sie sehen also, Beziehungen zu den andren, Verkrustung und Freiheit, Freiheit als die nur angedeutete andre Seite, das sind die drei Themen des Stücks. Ich möchte, daß man sich daran erinnert, wenn man den Satz hört: Die Hölle, das sind die andern." (Zitat: Sarte)
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Dunkeltot, wie deine Seele
Diesen Roman kann man nicht aus der Hand legen… hier entdecken.







