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Geschichte und Mythos: Über die Gegenwart des Vergangenen in der rumänischen Gesellschaft Gebundene Ausgabe – 1. März 2003

4.0 von 5 Sternen 4 Kundenrezensionen

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Produktinformation

Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Lucian Boia ist seit 1990 Professor für Geschichte an der Universität Bukarest und Leiter des von ihm gegründeten "Institut für Stereotypenforschung".

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Top-Kundenrezensionen

Format: Gebundene Ausgabe
Logisch und nachvollziehbar zeigt Lucian Boia, dass es keine vollständige Trennung der Geschichtsschreibung vom Mythos geben kann, denn Geschichtsschreibung ist nicht nur Schilderung von gesicherten historischen Fakten sondern auch zum großen Teil eine Interpretation der Vergangenheit welche auf Grund unvollständiger Nachweise rekonstruiert werden soll. Boia demonstriert jedoch in eindrucksvoller Weise am Beispiel der rumänischen Geschichtsschreibung wie fehlender Professionalismus, patriotische Schwärmerei, politischer Auftrag u.a. den Geschichtsschreiber dazu verleiten können Behauptungen und Theorien aufzustellen die einer kritischen Betrachtung nicht standhalten. Das Buch "Geschichte und Mythos: Über die Gegenwart des Vergangenen in der rumänischen Gesellschaft" ist keine "Geschichte der Rumänen" sondern eine sachliche Bestandsaufnahme der bisherigen rumänischen Geschichtsschreibung. Boia ist kein "Besserwisser", er gibt keine Antworten die er selbst genau so wenig wie alle andern kennen kann, vielmehr vermeidet er es konsequent jene Fehler zu begehen die er bei seinen geschichtsschreibenden Kollegen, vergangene wie gegenwärtige, feststellt und kritisiert. An vielen Stellen gibt er jedoch auch Antworten, aber die Antworten die er guten Gewissens als Wissenschaftler geben kann. So weist er z.B. darauf hin, dass die Frage, ob das rumänische Volk genau in den heutigen Grenzen Rumäniens oder auf einem anderen Gebiet entstanden ist, als Grundlage für territoriale "Korrekturen", aus heutiger Sicht nicht mehr relevant ist, da man heute in Europa keine territorialen Ansprüche mit historischen Besitzverhältnissen begründen kann.Lesen Sie weiter... ›
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Format: Gebundene Ausgabe Verifizierter Kauf
Wie in der Produktbeschreibung erwähnt, ist dieses Buch ein "Anstoß zu der Aufarbeitung der historiographischen Defizite" - letztendlich aber doch nur ein Anstoß, nicht mehr. Der landestkundige Leser, dem die mythologische Variante der Geschichte in den Schulen Rumäniens serviert wurde, bleibt mit allzuvielen unbeantworteten Fragen, inklusive die Frage: Wieviel Geld muss ich noch ausgeben um zu verstehen, was dort geschehen ist? Ansonsten ließt sich das Buch leicht und es ist stellenweise unterhaltsam. Teilweise auch sehr verwirrend, weil der Autor keine Anführungszeichen verwendet, wie im folgenden Satz (die Anführungszeichen stammen von mir): "Der Vergleich mit dem Mischvolk der Ungarn bringt die edle Reinrassigkeit der Rumänen ein übriges Mal zur Geltung." Wessen Meinung ist das? Die des Autors, der nicht zu zitieren scheint? Solche Stellen lassen das Buch allzu oft tendenziös wirken und man ist geneigt es in die Propagandaschublade zu schieben. Der Titel eines Unterkapitels: "Vergessen als Methode" wirkt schließlich auf den ganzen Inhalt dieses Buches; man vermutet, dass auch hier das Vergessen Methode ist. Schade.
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Format: Gebundene Ausgabe Verifizierter Kauf
Absolut interessantes Buch über die historiografische Seite Rumäniens. Ein absolutes Muss für jeden, der sich mit diesem Land beschäftigt.
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Format: Gebundene Ausgabe Verifizierter Kauf
Manch einer mag jetzt die Hände überm Kopf zusammenschlagen und sich fragen wie ich nur diese Perle der Literatur verschmähen könne. Nun ja, ich ging davon aus, dass es etwas Substanz zur Geschichte darin zu lesen gibt. Diese Erwartung hat sich nun nicht erfüllt. Darum auch "nur" 3 Sterne.
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