Diese sehr nachdenklich stimmende Geschichte wird von einem kleinen Jungen in kindlichen Worten mit vielen Wiederholungen erzählt, was ein Durcheinander schafft, in das ich mich schwer hineinfand. Es gibt viele lose Andeutungen, die man sich selbst zusammenbasteln muss, was bei mir nicht die Spannung erhöht, sondern das Interesse mindert.
Der Erzähler lebt in Irland, sein Vater ist Ire, der von seinen Kindern verlangt, nur irisch zu sprechen, obwohl das Umfeld nur Englisch erwartet und akzeptiert . Mit seiner deutschen Mutter spricht er Deutsch. Deshalb wird er von den Kindern des Ortes als Nazi beschimpft und sogar verprügelt. Mitten in der irischen Familiengeschichte geht es immer wieder unvermittelt um Hitler, Juden und den irischen Freiheitskampf.
Der Junge scheint nicht älter zu werden, obwohl aller paar Jahre ein neues Geschwister in die Familie kommt, das nahezu unbemerkt heranwächst und irgendwann zur Schule geht. Die Not der Eltern in ihrer unerfüllbaren Sehnsucht nach der entfernten deutschen Heimat und den längst vergangenen irischen Traditionen ist hervorragend gut beschrieben. Vor allem die Bedeutung der Sprache wird wunderbar hervorgehoben.
Bernhard Schlink schreibt auf dem Titelbild: „Ein hinreißend schönes Buch mit einem wunderbaren Sinn für Humor und einem Hauch von Tragik. Ich habe die Lektüre sehr genossen.“
Mein Text würde lauten: „Eine makabre Geschichte voller Tragik und ohne einen Hauch von Humor. Mich hat die Lektüre unangenehm berührt.“
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Gescheckte Menschen Taschenbuch – 3. Januar 2006
von
Hugo Hamilton
(Autor),
Henning Ahrens
(Übersetzer)
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Hugo Hamilton
(Autor)
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Seitenzahl der Print-Ausgabe320 Seiten
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SpracheDeutsch
-
Herausgeberbtb Verlag
-
Erscheinungstermin3. Januar 2006
-
Abmessungen12 x 2.7 x 18.5 cm
-
ISBN-103442734258
-
ISBN-13978-3442734252
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Produktinformation
- Herausgeber : btb Verlag (3. Januar 2006)
- Sprache : Deutsch
- Taschenbuch : 320 Seiten
- ISBN-10 : 3442734258
- ISBN-13 : 978-3442734252
- Abmessungen : 12 x 2.7 x 18.5 cm
-
Amazon Bestseller-Rang:
Nr. 558,122 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
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Produktbeschreibungen
Pressestimmen
„Ein Buch wie die irische Küste – mal sanft, mal rau, mal wild.“ (Süddeutsche Zeitung)
"Das fesselndste Buch das ich seit Jahren gelesen habe. Faszinierend, ergreifend und immer wieder ungeheuer komisch.“ (Roddy Doyle)
"Das fesselndste Buch das ich seit Jahren gelesen habe. Faszinierend, ergreifend und immer wieder ungeheuer komisch.“ (Roddy Doyle)
Klappentext
"Ein hinreißend schönes Buch, heiter und nachdenklich, sensibel und entschlossen, mit einem wunderbaren Sinn für Humor und einem Hauch von Tragik. Ich habe die Lektüre sehr genossen."
Bernhard Schlink
Bernhard Schlink
"Fabelhaft hält er die Balance zwischen Komik und Tragik, Frust und Lust."
Rheinischer Merkur
"Hugo Hamiltons autobiografischer Roman ist ein Meisterwerk."
Hamburger Abendblatt
Über den Autor und weitere Mitwirkende
Hugo Hamilton wurde 1953 als Sohn eines irischen Vaters und einer deutschen Mutter in Dublin geboren. Er arbeitete zunächst als Journalist, bevor er Kurzgeschichten und Romane veröffentlichte. Als DAAD-Stipendiat lebte und arbeitete er 2001/2002 ein Jahr lang in Berlin. Mit seinen Erinnerungsbänden "Gescheckte Menschen" (dt. 2004) und "Der Matrose im Schrank" (dt. 2006) erregte er auch in Deutschland Aufsehen . 2007 erschien sein Reisetagebuch auf den Spuren Heinrich Bölls "Die redselige Insel" und zuletzt der Roman "Der irische Freund" (dt. 2011). 2004 erhielt er in Paris den "Femina-Preis" für ausländische Literatur. Hugo Hamilton lebt mit seiner Familie in Dublin.
Henning Ahrens, geb. 1964, lebt als Schriftsteller und Übersetzer in der niedersächsischen Provinz. Für seinen Lyrikband "Lieblied was kommt" (1998) erhielt er einen der Wolfgang-Weyrauch-Förderpreise beim Literarischen März 1999 sowie den Pro Litteris-Preis 1999 der Märkischen Kulturkonferenz und den Hebbel-Preis (2001). Er übersetzte u.a. J. C. Powys, Jonathan Safran Foer, Jonathan Coe und Hugo Hamilton. Zuletzt erschien sein Lyrikband "Kein Schlaf in Sicht" und der Roman "Tiertage".
Henning Ahrens, geb. 1964, lebt als Schriftsteller und Übersetzer in der niedersächsischen Provinz. Für seinen Lyrikband "Lieblied was kommt" (1998) erhielt er einen der Wolfgang-Weyrauch-Förderpreise beim Literarischen März 1999 sowie den Pro Litteris-Preis 1999 der Märkischen Kulturkonferenz und den Hebbel-Preis (2001). Er übersetzte u.a. J. C. Powys, Jonathan Safran Foer, Jonathan Coe und Hugo Hamilton. Zuletzt erschien sein Lyrikband "Kein Schlaf in Sicht" und der Roman "Tiertage".
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Rezension aus Deutschland vom 31. Dezember 2017
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Verifizierter Kauf
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Rezension aus Deutschland vom 27. Juni 2018
Verifizierter Kauf
nachdem ich die "Asche meiner Mutter" gelesen hatte und mich mit einem Iren über die wahre Geschichte unterhalten hatte, bekam ich die Empfehlung für dieses Buch. Es ist ähnlich geschrieben und doch handelt es von anderen Menschen und Begebenheiten. Dennoch ist es interessant etwas über die Menschen und das Leben in Irland zu erfahren. Das Buch kann ich empfehlen.
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Rezension aus Deutschland vom 14. Oktober 2010
Verifizierter Kauf
In diesem Buch wird über die Konstellation einer irisch deutschen Familie in der Nachkriegszeit mit sämtlichen menschlichen sowie geographischen Abgünden der damaligen Zeit aus der Sicht des Autors als Kind berichtet. Ein Buch über die Missstände der Nachkriegszeit und derer Vergangenheit. Die kindliche Perspektive lässt manchmal die Tragik und Tragweite der Ereignisse im Dunst erkennen jedoch niemals vergessen.
Das Must Have bzw Must Read der Nachkriegsliteratur!
Das Must Have bzw Must Read der Nachkriegsliteratur!
3 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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Rezension aus Deutschland vom 24. Mai 2015
Verifizierter Kauf
Ich habe das Theaterstück auf Englisch gelesen und sehe es mir demnächst auch an. Den Roman habe ich dazugekauft, um die Zusammenhänge besser zu verstehen. Das hat auzch funktioniert. Ein gutes Zeitporträt der 30er bis 50er Jahre und eine europäische Geschichte ganz anderer Art..
Rezension aus Deutschland vom 8. September 2015
Verifizierter Kauf
Hugo Hamilton hat einfach einen wundervollen,klaren Schreibstil und die Handlung des Buches,aktueller denn je, bleibt dem Leser,so wie mir,sicherlich unvergessen!
Rezension aus Deutschland vom 28. August 2015
Verifizierter Kauf
Was für ein wunderbarer Sommer in Irland mit diesem Buch: Hamilton erzählt meisterlich - besser kann wohl kaum jemand Irland aus deutscher oder Deutschland aus irischer Perspektive beschreiben.
Rezension aus Deutschland vom 28. Dezember 2006
Dieser Roman aus der Feder des mütterlicherseits deutschstämmigen Iren Hugo Hamilton besticht durch relative sprachliche Simplizität, die jedoch von interessanten Einblicken in die deutsche wie die irische Seele überlagert wird und in dessen Zentrum die für beide Nationen so wichtige Vergangenheitsbewältigung steht. Im Lagerfeuerton wird die Geschichte einer wirklich skurrilen Familie dargeboten. Der Vater ist radikaler irischer Nationalist, der sich beharrlich weigert, Englisch zu sprechen; die Mutter ist dem Chaos Nachkriegsdeutschlands entkommen, ihre Integration auf der Grünen Insel wird aber durch die dogmatische Haltung ihres Ehemannes behindert. Darüber hinaus sind die Kinder der Familie dem typischen German-bashing ausgesetzt. Ihre Lederhosenkluft verrät sie als Deutsche, und das bedeutete in den 1950ern praktisch die Gleichsetzung mit dem verbrecherischen Nazitum. Beim Lesen fühlte ich mich unangenehm an weniger nette Begegnungen während meiner Studienzeit in Großbritannien erinnert; das Problem einer vom Mythos der Kollektivschuld und der Boulevardpresse genährten Germanophobie war jedenfalls vor zehn Jahren immer noch virulent. Dazu jede Menge Heimweh, Weltschmerz, absurde Komik, erstaunlich wenig Alkohol und eine alles überstrahlende Mutterfigur, die ein schreckliches Geheimnis mit sich herumträgt. Alles in allem ein sehr gelungener Roman zum Verschlingen für den "ganz normalen Leser", aber sicherlich nichts für Avantgardisten und Freunde gewagter Formexperimente.
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