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Kundenrezensionen

4,6 von 5 Sternen
26
4,6 von 5 Sternen
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am 29. Mai 2017
Ein tolles Büchlein, viele Lebenssituationen werden von Robert Gernhardt in heiterer Form wiedergegeben. Einiges ist auch sehr ernst, eine Lektüre für alle Gelegenheiten. Leider ist das Papier dieser Ausgabe haardünn!
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am 8. Januar 2006
Wenn heute niemand mehr ernsthaft behaupten kann, die Deutschen würden nur tiefschürfende schwermütige Grübelei als "richtige" Lyrik akzeptieren, dann ist diese erfreuliche Trendwende zu einem großen Teil Robert Gernhardt zu verdanken. -- Ähnlich wie Morgenstern, Ringelnatz und einige andere hat er gezeigt, dass Nonsens große Literatur sein kann, und ihm hat man's endlich geglaubt. In ihrer Begeisterung haben viele nicht gemerkt, dass Gernhardts Komik vor allem in seiner virtuosen Formbeherrschung ("Sonette find ich sowas von besch***ssen") und seinem Instinkt für aberwitzige Pointen ("das wird der Weinreinbringer sein") begründet ist. Die wahre Komik sei der konsequent verweigerte Sinn, schrieb er einmal, und beweist das seit fünf Jahrzehnten. Seiner Leserschaft ist er stets ein wenig voraus; vor lauter Lachen haben viele noch nicht einmal richtig mitgekriegt, dass Gernhardts Lyrik sich während der letzten 10, 15 Jahre weiterentwickelt und von vordergründig lustigen Themen wegbewegt hat.
Der vorliegende Band, im Oktober 2005 erschienen und auch in der Ausstattung (Leineneinband, Dünndruck-Papier) eines Klassikers würdig, versammelt nun Gernhardts Gedichte aus 50 Jahren (man traut seinen Augen nicht: 50 Jahre Gernhardt!). Von der Trakl-Imitation des vorwitzigen Schulbuben bis zu den K-Gedichten ist alles drin, chronologisch geordnet. Man kann in Gernhardts Gedichten schwelgen, sich darin wälzen, aber auch nüchtern die Lücken im Regal schließen, und es gilt Heinz Erhardts Diktum "Man kann in diesem Buch auch lesen!"
Man kann hier Gernhardts Entwicklung mit eigenen Augen und Gedanken verfolgen. Was sich bereits in den frühen Gedichten andeutet, tritt im Laufe der Jahre immer deutlicher in den Vordergrund: Gernhardt beherrscht die vielen klassischen Formen des Gedichts wie kaum ein Zweiter, und wie er mit all den verschiedenen Reimformen, Rhythmen und der Metrik spielt, das macht ihm kaum einer nach. Unversehens ist er zum Klassiker geworden...
Alle sind sie an Bord, die lieben Bekannten, nicht nur der Nasenbär ("Der Nasenbär sprach zu der Bärin"...) und Paulus' Brief an die Apatschen. Aber Gernhardt ist nicht "nur" ein Spaßmacher; seit den "Weichen Zielen", spätestens aber seit den "Lichten Gedichten" wird der Grundton ernster, in den "K-Gedichten" schließlich geht es um die eigene Krebserkrankung. Keine Themen zum Lachen, möchte man sagen -- aber bei Gernhardt weiß man auch da nie. Eine gute Pointe kommt diesem Dichter so schnell nicht aus...
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TOP 500 REZENSENTam 30. Dezember 2012
Robert Gernhardts Lyrik ist hier halbwegs komplett, seine Bildgedichte (nur teilweise als Nur-Text dabei) sollte man sich noch zumindest dazu besorgen. Veröffentlicht wurde der Band 2005, da hatte Gernhardt leider nur noch ein Jahr zu leben.

Zum Inhalt: R.G. war an den deutschen Dichtern stilistisch vortrefflich geschult und aus der "Neuen Frankfurter Schule" im Blödeln und Sprachspielen trainiert. Er war Tragikomödiant, der Schwäche und Vergänglichkeit erträglicher machte sowie Eitelkeit, Brunft und vieles mehr aufspießte. Viele seiner Gedichte (nicht alle) sind mit Loriot zu vergleichende Humor-Höhepunkte und noch stärker Wahrheiten zum Nachdenken.

Zur Buch-Aufmachung: so muss es sein. Dünndruck, kompakte Schrift, Mitnehmgröße DIN A 6 im Leineneinband und für knapp 1000 Seiten dennoch bezahlbar kalkuliert. Auf die Gedichte folgt ein Kommentar des R.G. für einige von ihnen (auch ein Lese-Muss) und ein Verzeichnis, um das jeweilige Lieblingsgedicht rascher zu finden.

Sprache als Spielzeug - fünf Sterne.
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Es ist schon eine Preziose der ganz besonderen Art, dieses Lebenswerk von Robert Gernhardt. Hunderte von Gedichten aus fünfzig Jahren, 1954 – 2004. Was in der modernen Literatur nicht mehr erlaubt wird, das geht hier vorzüglich, weil eben mit Gernhardt hinter allem eine persönliche Instanz steht. In virtueller Art spiegelt er in seinen Gedichten alle Spielarten und Variationen unserer Zeit wieder. Er kann ganz wunderbar über unsere Gegenwart dichten. Und dabei setzt dieser großartige Lyriker alle Manipulationstechniken der Dichtkunst ein, Gleichklang, Schlagreim, Anfangsreim, Endreim, Halbreim, Methaper, Metrik betreffende Schemen, Assonanzen.
Mit einer erstaunlichen stoischen, abgeklärten Haltung gelingt, es ihm meisterhaft, zwischen Humor, den Höhen und Tiefen des alltäglichen Lebens, der Unbekümmertheit und der Kompliziertheit des menschlichen Daseins, und der kritischen Seriosität humaner Beflissenheit.
Wann immer man dieses Lesebuch zur Hand nimmt und auf welcher Seite man mit der Lektüre beginnt, es gestaltet sich immer wieder zu einem Lesevergnügen der besonderen Art. Ich empfehle dieses Buch mit Nachdruck und Leidenschaft aus vielen Gründen.
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am 22. Februar 2006
Ich bin kein Gernhardt-Kenner. Vielmehr wollte ich durch den Erwerb dieses Buches Gernhardt gerade kennen-lernen, nachdem ich hier und da - und immer mal wieder - über ein paar Zeilen von ihm gestolpert war. Und zum Kennenlernen eignet sich das Buch hervorragend, aus diesen Gründen:
1. Es ist ästhetisch.
In der Hand liegt ein schönes, knuffiges, in grünes Leinen gebundenes Buch mit Lesebändchen. Ohne Schutzumschlag zwar, aber das ist eher von Vorteil – denn wenn es einen Umschlag gäbe, würde ich ihn nicht entsorgen, sondern drumlassen und der schöne grüne Leineneinband bliebe unbesehen. Wie ein herrlicher Holztisch unter einer Tischdecke. Wäre doch schade.
2. Es ist vielseitig.
Es versammelt die unterschiedlichsten Gedichte in einem Band und zeigt damit viele Facetten dieses Autors. Ich gestehe, wenn ich den Namen Robert Gernhardt hörte, nahezu ausschließlich an die Gattung Nonsens-Gedicht gedacht zu haben. Sprachspiel mit Witz und ja, auch Tiefgang. Aber eben immer mit Witz. Mit einer solchen Ernsthaftigkeit, wie sie zB. in einigen der „K-Gedichte“ (teilweise ungereimt) zum Ausdruck kommt, hatte ich demgegenüber nicht gerechnet. Und die wirft dann auch wieder ein ganz anderes Licht auf die „lustigen“ Verse... Vergleichbar vielleicht mit dem Effekt, der sich einstellt, wenn man von einem Maler, den man nur aus der abstrakten Kunst kennt, plötzlich die herrlichsten Bleistift-Naturstudien sieht – schaut man dann nicht auch mit anderen Augen auf die Farbflächen?
Der Band beginnt mit „Vier Gedichte aus Schul- und Studienzeit 1954/56, 1961“ – und endet mit den „K-Gedichten 2004“. Dazwischen finden sich: „Gedichte aus besternte Ernte 1976“, „Gedichte aus der ‚Welt im Spiegel’ (‚WimS’) 1971-75“, „Gedichte aus Wörtersee 1981“, „Ein Gedicht aus der ‚Titanic’ 1981“, „Vier Gedichte aus Ich Ich Ich 1982“, „Körper in Cafés 1987“, „Die Florian-Freyer-Gedichte 1991“, „Das Stadtschreibergedicht 1992“, „Weiche Ziele 1994“, „Lichte Gedichte 1997“, „Gedichte aus Klappaltar 1998“, „Berliner Zehner 2001“, „Im Glück und anderswo 2002“.
Diese chronologische Ordnung erleichtert es dem Leser, Entwicklungen des Autors nachzuspüren. Überhaupt mag ich bei Gedicht-Sammelbänden die chronologische Ordnung lieber als die thematische – ich fühle mich dann an die Hand genommen und weiß bei der Lektüre, auch und gerade wenn ich das Leben des Autor wenig bis gar nicht kenne, immer, wo ich gerade stehe. Im besten Falle hat man am Ende das Gefühl, sowohl einen Gedichtband als auch eine Biographie des Autors in den Händen zu halten...
3. Es enthält Anmerkungen des Autors.
Auf reichlich 70 Seiten Anhang kommentiert der Autor teils seine Gedichte, teils die Entstehungsgeschichte der Gedichtbände, aus denen die Werke entnommen sind. Und zwar mit dem ihm eigenen Augenzwinkern, sodaß die Lektüre des Anhangs nicht nur Informationen, sondern auch Lesegenuß bietet. Erfrischend auch, daß Gernhardt Schwerpunkte setzt und nicht sklavisch „zu allem etwas sagen muß“.
Das führt zu meinem einzigen kleinen Kritikpunkt: Wenn man ein Gedicht im Gedichtteil liest, weiß man nämlich nicht, ob es gerade hierzu einen Kommentar des Autors gibt oder nicht. Bei mir führte das zu nervigem Hin-und-hergeblättere, bis ich mich entschloß, zuerst den Anhang zu durchforsten und mir meine Verweise selbst in den Gedichtteil zu schreiben... Naja, vielleicht ist ja diese Arbeit am Buch gar gewollt, wer weiß... ;-)
Beschlossen wird der Band durch alphabetische Verzeichnisse der Gedichttitel und Gedichtanfänge.
Fazit: Ein schöner Band für den Einstieg und zum Schmökern. Viel Inhalt - trotzdem nicht erdrückend.
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am 12. November 2005
Wer hierzulande heitere Verse schreibt, wird meist nicht mit der gleichen Ernsthaftigkeit wahrgenommen, wie ein Lyriker, der sich ernsteren Themen widmet.
Robert Gernhardt wird dies wissen und hat trotzdem bis zum heutigen Tag seine Profession in den fröhlichen Gedichten gefunden, mit denen er mit Ringelnatz und Morgenstern durchaus in einem Atemzug genannt werden kann.
Denn jedes Kind weiß, dass nur die großen Könner die Menschen wirklich zum Lachen oder Schmunzeln bringen können.
Gernhardt beherrscht die Klaviatur des Gedichts aus dem Eff-Eff und das macht den großen Reiz seiner Lyrik aus, bei dem auch durchaus schon mal das Lachen im Halse stecken bleibt.
In chronologischer Reihenfolge findet der Leser eine sehr umfangreiche Auswahl und auch wenn nicht jedes Gedicht gleich gehaltvoll ist und manches sicher dem Zeitgeist zum Opfer fallen wird, einige Gernhardt-Gedichte haben wirklich das Zeug zum Klassiker!
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am 20. Mai 2014
Robert Gernhardt war (und ist und bleibt für den Lesenden für alle Zeiten!) ein Wissenschaftler, ein Suchender, Kenner der Materie, Feinschmecker, Kritiker, Poet, Prolet... Er war eitel, sensibel, grob und doch sehr fein. Mal Handwerker, mal Künstler. Gernhardt ist alles in einem. Und doch ist er am Ende des Tages nicht der Größte seiner Zunft. Trotz aller Wertschätzung dann letztlich doch kein Hesse oder Rilke.
Warum eigentlich nicht? Er beherrscht jeden Stil, weiß zu allem etwas zu sagen bzw. zu dichten. Und genau das beschreibt das Problem, das Defizit. Gernhardts Stil ist es, sich auf keinen eigenen Stil festlegen zu lassen. Oder zu können, oder zu wollen. Droht hier ein Konflikt? Wohl fünf oder sechs mal habe ich dieses schöne, in Leinen gebundene Buch im Buchhandel in der Hand gehabt. Immer versucht, es zu kaufen. Und zunächst doch immer wieder zurück ins Regal gestellt. Beim Durchblättern haben sich immer wieder wahre Juwelen offenbart. Aber leider auch lyrischer Schrott. Als Produkt seiner ewigen Suche nach dem aktuellen Zeitgeist, den der Dichter seiner Meinung nach aufzusaugen und in besagtem Medium zu verarbeiten hätte. Dabei bleibt jedoch Vieles so begrenzt bedeutend und höchstens temporär interessant, dass es schon bald niemanden mehr interessieren wird. Aber: Es bleiben die besagten Schätze, die den Leser reichlich beschenken werden!
Gernhardt provoziert. Mal ordinär, mal verspielt. Oft gekonnt, manchmal erbärmlich. Er weckt Interesse und weckt Gedanken. Ja, er inspiriert. Die Frage bleibt: Brauchen wir einen Lyrik-Wart wie Gernhardt?
Die Antwort muss aus künstlerischer Sicht und aus Prinzip gegen seine selbstverliebte Kritik selbstverständlich Nein lauten. Und doch wird er vermisst. Sehr sogar. Seine lebendige Meinung, seine Expertise. Dieses Buch gehört in jede feine Bibliothek. Ich hoffe, daran lässt diese Kritik keinen Zweifel. Ich werde es immer wieder kaufen und vielen Freunden schenken.

PS: Um die eigentliche Berufung Gernhardts als Kritiker zu verstehen, empfehle ich zusätzlich den Titel "Was das Gedicht alles kann: Alles". Hier zeigt sich der Meister in seiner wahren Profession!
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am 16. April 2011
Das Buch ist kompakt und enthält alle Gedichte von Robert Gernhardt. Ich habe es einer Freundin, die im Ausland lebt geschenkt, da es durch die kleine Form und das dünne Papier sehr viel Inhalt in kompakter Weise bietet. Für Gernhardt-Liebhaber genauso wie für Gernhardt-Einsteiger geeignet.
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am 25. November 2015
Es ist unbestritten, dass in der deutschen Literatur (und nicht nur in der deutschen) sich Autoren - Dichter - bemerkbar machen, deren Werke umstritten, weil ungewöhnlich deutlich und kompromisslos in der Sprache - sind. Diese aggressive Sprache aber, die man Robert Gernhardt anlastet ist nur ein Teil seines Gesamtwerkes, das da als "Gesammelte Werke 1954 -2006" bei Fischer erschienen ist. Vielmehr bezeichnend Gernhardt ist seine feinfühlige, tiefgründige Lyrik, die man nun endlich in dieser Sammlung findet.
Wer immer die Dichtkunst liebt,wer immer sich mit sich selber und seiem Standpunkt in der modernen Gesellschaft befasst, der kommt an Gernhardt nicht vorbei.
Das Buch, das es auch als E-Buch gibt, verdient es,dass man es nicht nur einmal in die Hand nimmt. Je mehr man darin stöbert, dest eindringlich wird Gernhardts Lyrik.
Paulus Peternell
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am 18. November 2013
Dieser Sammelband beinhaltet sämtliche Gedichte der Jahre 1954-2006. Bei diesem Buch stimmt das Preis-Leistungs-Verhältnis nicht: sehr viel Leistung für wenig Preis! Leineneinband, Lesebänchen, wirklich gutes Dünndruckpapier, gute Verzeichnisse/Inhaltsangaben.

Mein erster Kontakt zu Gernhardt waren vereinzelte Gedichte, ein paar Geschichten und dann der gelbe Reclam-Band "Reim und Zeit".

Ein bißchen erschlägt dieser Fischer-Band den Leser. Über 1.000 Seiten Gedichte, und manche sind bei aller Bewunderung für den Autor keine ganz großen Würfe. Wie also am besten das Gehaltvolle ausfindig machen...?

Für jeden Gernhardt-Fan ist dieser Sammelband sicher ein Muss!
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