Fashion Sale Hier klicken Strandspielzeug Neuerscheinungen Cloud Drive Photos UHD TVs Learn More designshop Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Summer Sale 16

Kundenrezensionen

4,3 von 5 Sternen
9
4,3 von 5 Sternen
Format: Gebundene Ausgabe|Ändern
Preis:19,95 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

Die Autorin bringt eine Generation von Menschen in's Spiel, die oftmals bereits aus Auslaufmodell bezeichnet werden. Gemeint sind die, die in den 60er Jahren in der DDR geboren sind.

Als eben einer aus dieser Generation war ich sehr gespannt auf diese Lektüre. Sie erzählt die Lebensgeschichten die heute so oft nicht mehr gehört werden wollen. Ich lese sie mir durch, entdecke mich in einigen wieder, anderes fehlt . . .

Warum sind wir heute so wie wir sind? Immer noch mit dem DDR-Stempel behaftet? Ines Geipel greift ein Grundgefühl der Generation Mauer auf, welches heute gelebt wird und oftmals auch heute Bestätigung im Lebensalltag findet. Wir hatten bis zur Wende alle unseren Lebensplatz gefunden: Eine Wohnung, ein Beruf, eine Familie ... Nach 1989 begann unser neues Leben. Oft mit einer neuen Wohnung, oft mit neuem Beruf und manchmal auch mit neuem Partner ... Vieles ist zerbrochen, vieles ist seit dem gewachsen, aber vieles eben auch nicht und stellenweise, so empfinde ich es jedenfalls, kommen mir diese vielfältigen Erfahrungen im vereinten Deutschland zu kurz.

Einst habe ich Ines Geipel als Sportlerin zugejubelt. Ihre WM-Medaille hat sie zurückgegeben, weil ihr der Makel des DDR-Dopings anhing, den die Sportlerin nicht mal freiwillig, nicht mal wissentlich mitmachte.

Einfach zu lesen ist dieses Buch keinesfalls. Es fordert vom Leser Einfühlungsvermögen und den Willen verstehen zu wollen. Geschichtsaufarbeitung ist ein schwieriges Feld. Mit dem Lesen dieses Buches wäre schon Mal ein Anfang gemacht!
0Kommentar| 8 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 27. Juli 2014
Ich gehöre selbst zu jener Generation, die Anfang der 60er Jahre geboren wurde, eine DDR- Kindheit und Jugend erlebt und die Wendezeit mit all ihren Umbrüchen und Veränderungen bewusst wahrgenommen hat. Insofern gab das in Verbindung mit den vielen Fünf- Sterne- Rezensionen den Ausschlag für den Erwerb dieses Buches, zumal der Name Geipel durchaus einen gewissen Bekanntheitsgrad mit sich bringt. Dass dies nicht immer ein Garant für Leselust- und Vergnügen ist, habe ich bereits mehrfach feststellen müssen.
Dieses Buch ist leider mehr oder weniger eine intellektuell gespreizte Aneinanderreihung verschiedener Biografien unbekannter Zeitgenossen aus dem Umfeld der Verfasserin. Hinzu kommen seitenlange Abhandlungen über Persönlichkeiten wie Woody Allen, Heiner Müller oder Tobias Langhoff, die zwar für die Autorin bedeutsam sein mögen, mit dem tatsächlichen Lebensgefühl der DDR- Generation von damals aber wenig bis gar nichts zu tun hatten.
Es ist mir durchaus bewusst, dass ein solches Buch immer nur subjektive Sichtweisen des Verfassers wiedergeben kann, wenn es sich aber in derart nebensächlich intellektuellem Kleinkram zerbröselt, verliert der Leser die Lust und fragt sich über weite Strecken zurecht, ob die Autorin tatsächlich in derselben DDR groß geworden ist.
Ein weiteres Werk aus der gigantischen Rubrik: Bücher, die die Welt nicht braucht. Und nach mehreren Reinfällen bin ich mittlerweile der Überzeugung, dass nach Wahlergebnissen, Statistiken aller Art und den täglichen Nachrichten kaum etwas mehr gefälscht wird, als die Bewertungsportale dieser E- Books.
0Kommentar| 13 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
„Goldfinger. Vom Versuch zwei halbe Jahrhunderte zu feiern“ lautet die Überschrift des ersten Kapitels. Und auf diesen ersten zwanzig Seiten zeigt sich bereits, dass man nicht in einem Vorlesungssaal sitzen wird, um sich aus langweilig vorgetragenen soziologischen Studien ein Bild der mittleren DDR-Generation machen zu müssen. Die Autorin hatte zwar in Darmstadt nebst Philosophie auch Soziologie studiert, ihr Herz aber offenbar schon lange der Sprache verschenkt.

Von den Mitteilungskünsten deutschsprachiger Soziologen Enttäuschte werden bei der Lektüre mit Genugtuung feststellen, dass es auch anders geht. Die schriftstellerische Eloquenz von Ines Geipel, ihre Wortkreationen und bildhaften Metaphern garantieren eine unterhaltsame Lektüre. Zumal sie Biographisches mit Analytischem geschickt verbinden kann.

Missverständlich ist der Titel, weckt er doch die übersteigerte Erwartung, Ines Geipel gelinge es tatsächlich, das Porträt einer ganzen Generation zu zeichnen. Das kann selbstverständlich niemals der Fall sein, wenn einzelne Geschichten im Zentrum stehen und empirische Studien lediglich Nebenrollen übernehmen. Aber wer es gewohnt ist, im Besonderen das Allgemeine zu entdecken, erhält mit diesem Buch mehr als nur eine Ahnung, welches Lebensgefühl die mittlere DDR-Generation verbindet.

Hilfe bei der Konstruktion dieses Gefühls bieten auch die Titel der acht Kapitel, weshalb ich die Überschriften der Kapitel ebenfalls aufführe, die nach „Goldfinger“ folgen. Sie lauten: Leben in Kapseln. Vom Versuch, das Eigene zu finden – Schlimmer als Stricken. Vom Versuch, den 4. November 1989 doch noch zu verstehen – Heimreise nach Europa. Vom Versuch, die DDR von außen zu betrachten – Die Konstante und die Konversion. Vom Versuch, den Merkel-Code lesbar zu machen – Vaterland und Muttersprache. Vom Versuch, die DDR von innen zu sehen – Kleine Geschichte der Deutungshoheiten. Vom Versuch, den Westen an den Osten zu erinnern – Vor dem entborgenen Osten. Von Versuchen, den Kern zu treffen.

Aufgrund meiner Reisedokumente habe ich eine doppelte Außensicht. Aber da ich Freunde in der DDR hatte und diese oft besuchte, kommen mir doch viele Geschichten bekannt vor. Und weil nicht nur meine Mutter auf dem Boden der „Alten Bundesländer“ wohnte, kann ich auch einigermaßen nachempfinden, wie sich die Neuankömmlinge fühlten.

„Die Generation Mauer ist eine Generation der Rückkehrer, Rekonstruierer, Vergewisserer, Rechercheure, der pickelharten Herausschäler, Sie weiss, dass die Zeit nach 1989 eine historisch einmalige Situation ist, sie weiss, das hier ist ihre Geschichte, ihr Leben, und sie weiss, dass sie nur wenig Zeit hat.“ So stimmig solche Sätze sind, so wenig können sie die unzähligen Fragen beantworten, die Ines Geipel und ihre Geschichtenerzähler in diesem Buch aufwerfen. Und obwohl ich die vielen Leerstellen verstehen kann, hätte ich mir doch den Mut gewünscht, sich wenigstens versuchsweise mehr festzulegen. Denn es sind menschliche Grundmuster, die Mythen entstehen lassen, Ängste schüren, Sehnsüchte wecken und Verluste kreieren. Diese zu benennen, wäre zumindest eine Möglichkeit, Lebensgefühle in den alten und neuen Bundesländern zu verbinden.

Mein Fazit: Wortgewaltig und mit neugierigem Blick versucht die Autorin ein Porträt der mittleren DDR-Generation zu entwerfen. Wie man das Ergebnis beurteilt, hängt sicher von der eigenen Lebensgeschichte und damit vom persönlichen Standort ab. Wer zu beschriebenen Generation gehört, wird bestimmt auf einen Teil von sich treffen, zur eigenen Erinnerungsarbeit angeregt und mit ungelösten Fragen konfrontiert. Und wer das Gefühl nicht kennt, seine Heimat verloren zu haben, wird Menschen hoffentlich besser verstehen, deren Wurzeln abgeschnitten wurden. Obwohl ich gerne klarere Erklärungsversuche gehabt hätte, kann ich den Verzicht darauf verstehen. Denn alles braucht seine Zeit.
0Kommentar| 3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 27. März 2014
Vielleicht ist dieser Zusatz das wichtige Detail,denn es sollte den Leser davor bewahren,alles über einen Kamm zu scheren.Die Generation Mauer ist eine große Population,zu der ich selbst gehöre.Finde ich mich hier wieder? Nicht wirklich,denn schon geografisch wird der Unterschied für mich klar.Auch die Biografien meiner Eltern tragen dazu bei.Doch warum wollte ich es lesen? Ich sah die Autorin in einer Vorabendsendung und verfolgte das dort geführte Gespräch.Es hat mich neugierig gemacht.Am Ende stelle ich fest,ich habe einen Einblick in Leben erhalten,die doch so fern dem Meinen waren,obwohl im selben Kessel eingeschlossen.Auf den letzten Seiten ist zu lesen,das Einer sagt,Klassentreffen wären zu gefährlich,weil diejenigen,die Anwesend sind,denen geht es gut,die anderen hätten Probleme und hier kann ich sagen,das ist wohl wahr.Auf einem heutigen Klassentreffen meiner Schulklasse kämen von 30 kaum mehr als 5.Eine Facette des Lebens.Im Buch werden viele Fragen gestellt,oft unbeantwortet gelassen und im Laufe der Zeit,die sich rasant zu bewegen scheint,kommen noch mehr hinzu.Wie wird es sich auf den Platz in der Geschichte für die Generation Mauer auswirken? Wird es überhaupt einen Platz geben? Es hat mich zum Nachdenken angeregt,dieses Buch,vielleicht kann ich mir irgendwann die Frage beantworten,warum ich es für wichtig hielt,es zu lesen,nachdem aus der Neugier Nachdenken wurde...
0Kommentar| 3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 22. März 2014
Ein Buch, das mich nicht loslässt. Wie Ines Geipel einzelnen Lebensgeschichten in deren sehr unterschiedlichen Verwurzelungen, Brüchen und Aufbrüchen behutsam nachspürt und dabei ganz schlüssig mit Zeitgeschichte verwebt, schärft und verändert den Blick auf die Generation, die im Mauereinschluss aufwuchs und erwachsen wurde, die diese Zeit im Kopf und im Bauch hat, so oder so.
0Kommentar| 5 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 1. April 2014
Ines Geipel, Professorin, Publizistin und ehemalige DDR-Weltrekordläuferin, hat ein Buch über die “Generation Mauer. Ein Porträt” geschrieben. Für sie ist das die Generation – ihre Generation – die in den 6oer Jahren hinter der Mauer aufgewachsen ist und nicht ganz 40 Jahre in diesem Staat gelebt hat. Sie hätten die DDR “pragmatisch und hedonistisch” über sich ergehen lassen, weil sie mit ihr nichts mehr am Hut gehabt hätten. Die Revolution 1989 sei zum günstigen Zeitpunkt gekommen. Sie seien noch jung genug gewesen, um mit Studien- und Lehrabschlüssen nach westlichen Standards sich ins neue Deutschland zu integrieren und die Welt zu erobern. Seltsam sei, dass von dieser Generation so wenig die Rede ist. Es gäbe die Generation Golf, die 68er, die Generation Praktikum, aber niemand spräche von der Generation Mauer.

Zehn Personen hat sie befragt und erzählt von deren Lebensweg. Daraus gleich eine Generation zu machen, wie es der Titel suggeriert, ist unnötig. Man hätte aus dem Wort Porträt im Titel einfach die Mehrzahl bilden sollen: “Porträts von Kindern der Mauer”. Es sind keine Porträts von Durchschnittsmenschen, die Interviews führte sie mit Freunden und Bekannten, die aus Künstler- und Intellektuellenfamilien stammen und einer hochkarätigen SED-Familie. Menschen, die gelebt haben, als ob es die DDR nicht gegeben hätte, die zerbrochen sind an der “Verratskultur”, deren Eltern an ihrem Schicksal in zwei deutschen Diktaturen litten. Die aber nicht typisch für diese Generation sind, sondern eher Ausnahmen, wie die “Biogramme” erkennen lassen. Für alle aber ist das Jahr 1989 der Angelpunkt ihres Lebens.

Vor allem ist das Buch eine Selbstbefragung. Ines Geipel erzählt von sich, von ihren Eltern, ihren Kommilitonen und Sportkameraden, von ihrer Flucht. Sie wuchs in einer Kommunistenfamilie auf. Der Vater wurde MfS-Spion, der in Westdeutschland eingesetzt war. Sie wurde als Leichtathletin wie so viele andere auch gedopt. Die Stasi bekam ihre fehlende Systemtreue und wachsende Oppositionshaltung mit. Eine Blinddarmoperation gibt der SED die Möglichkeit, sie “längere Zeit auf Eis zu legen”, wie es in der Stasiakte heißt. Zehn Jahre später wird ein Chirurg, das, was die Stasi in ihrem Körper angerichtet hat, reparieren. Aber Kinder kann sie nicht mehr bekommen. Kurz vor dem Ende der DDR floh sie nach Westdeutschland.

Das Buch ist eine anspruchsvolle Lektüre. Es ist kein normales Sachbuch, es ist politisch, nicht zuletzt autobiographisch. Es ist ein Blick auf die ganze DDR: Vom Überleben der späteren Führung (Ulbricht, Pieck u. .a) in den stalinistischen Säuberungen der 30er Jahre, der Säuberung der frühen SED von angeblichen Trotzkisten, Banditen, Verrätern und Cliquen über die Überwachungs- und Relegationspraxis an der Universität in Jena bis zur SED-gesteuerten Großkundgebung am 4. 11. 1989 in Berlin.

Es ist, bei allen schlimmen Ereignissen und Brüchen in den Biographien, ein optimistisches Buch. Nicht zuletzt ist die Bibliographie eine ausgezeichnete Leseliste zum Thema DDR.
0Kommentar| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 11. März 2014
Generation Mauer
Dieses Buch ist äußerst reflektiv und informativ, vor allem für Westdeutsche, die hinter der ehemaligen Mauer ein Vakuum vermuteten.
0Kommentar| 4 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 50 REZENSENTam 29. Mai 2014
Vorweg: mich hat dieses Buch tief beeindruckt.

Die gewählte literarische Form - vorab geführte intensive Gespräche/Interviews mit den Protagonisten des Buches und anschließendes Zusammenflechten der einzelnen Informationen in ein individuelles literarisches Psychogramm der einzelnen Personen (und letztendlich somit auch einer ganzen Generation) - wird dem Thema gerecht und verleiht ihm eine angemessene Form. Ines Geipel fügt die Informationen dabei in einer essayartigen, wortgewaltigen, sensiblen und immer persönlich-individuellen Sprache zusammen und entwickelt daraus ein porträthaftes Bild ihrer Generation.
Die Vielschichtigkeit von Lebensentwürfen der zehn Protagonisten, ob nun vor- oder nach '89, kann so in ihrer Unterschiedlichkeit erst deutlich werden.

Ein Effekt beim- und nach dem Lesen dieses intensiven Buches bei mir persönlich war und ist die Auseinandersetzung mit meiner eigenen Biografie. Auch wenn das Zeitraster der beschriebenen Generation nicht ganz zu meinem passt, stellt der (bildlich gesehen) vorgehaltene Spiegel des Buches dabei trotzdem die richtigen Fragen.

Sehr wertvoll sind weiterhin die umfangreichen- und weiterführenden Literaturhinweise am Ende des Buches.

Fazit
Ein Buch als Zeitzeugnis und Impuls zur Selbstreflektion zugleich. Mit ihrem Buch verleiht Ines Geipel den in den 60er-Jahren geborenen Ostdeutschen eine starke und eindringliche Stimme.
Danke und Respekt an die Autorin und alle Protagonisten des Buches.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 23. Juni 2014
Ich habe nicht gewusst,wie es wirklich in der DDR aussah. Ich empfehle es allen,die sich für die DDR Geschichte interessieren zu lesen.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden