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Kundenrezensionen

4,6 von 5 Sternen
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4,6 von 5 Sternen
Gemeinsam trauern - gemeinsam weiter lieben: Das Paarbuch für trauernde Eltern
Format: Taschenbuch|Ändern
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HALL OF FAMETOP 500 REZENSENTam 7. September 2013
Format: Taschenbuch|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
Der Ratgeber für verwaiste Eltern besteht aus mehreren Ebenen: Die Autoren sind als Eltern eines Kindes, das tödlich verunglückte, selbst betroffen, sie haben unter Teilnehmern von Trauergruppen eine nicht repräsentative Umfrage zum Thema durchgeführt und Roland Kachler ist als Theologe und Psychotherapeut beruflich mit verwaisten Eltern befasst. Die Ergebnisse der Umfrage widersprechen zwar der Befürchtung, dass für Paarbeziehungen verwaister Eltern ein besonders hohes Trennungsrisiko besteht, berücksichtigt werden muss allerdings, dass Teilnehmer von Trauergruppen nicht repräsentativ für alle trauernden Eltern sind. Die 224 Frauen und 60 Männer, die an der Befragung teilnahmen, zeigen allein durch die statistische Verteilung bereits wie unterschiedlich beide Geschlechter ihre Trauer verarbeiten.

Im Verlauf des Buches äußern sich jeweils beide Autoren, wie sie die einzelnen Trauerphasen erlebt haben ("Ich als Mutter ... ", "ich als Vater ..."). Diese beiden Stimmen verdeutlichen die Gleichwertigkeit unterschiedlicher Empfindungen, aber auch wie ein Paar sich ergänzen und wie ein Team Aufgaben unter sich verteilen kann. Eingeschoben in den Text sind konkrete Paarübungen. Die Gefühle verwaister Eltern und die Phasen der Trauer werden sehr treffend beschrieben, besonders die Belastung, auch die Trauer des Partners mittragen zu müssen. Mögliche Missverständnisse und Belastungen der Partnerschaft werden direkt benannt, auch die Beziehung des Paars zur Herkunftsfamilie und zum Freundeskreis ist Thema. Dem Übergang vom trauernden Paar zurück zum Liebespaar gilt sogar ein ganzes Kapitel.

Das Buch richtet sich an Betroffene mit der Bereitschaft an ihrer Paarbeziehung zu arbeiten und dazu evtl. professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Aber auch für ehrenamtliche und professionelle Trauerbegleiter finde ich die Äußerungen Betroffener im Rahmen der Umfrage besonders interessant.

Die Autoren gehen davon aus, dass trauernde Väter weniger zum Thema lesen als ihre Partnerinnen. Das im Layout schlichte Buch (zwei Farbtöne, zwei Schrifttypen, zwei Rahmentypen für Texte) erleichtert diesen seltenen Lesern den Zugang zum Buch leider nicht. In der Einleitung wird zwar erklärt, dass der akuten Trauerphase und den später folgenden Phasen bestimmte Kapitel zugeordnet sind, das Layout führt Leser des Buches jedoch nicht durch diese Phasen.
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VINE-PRODUKTTESTERam 13. Oktober 2013
Format: Taschenbuch|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
Ich habe während meiner Praktikas in Bestattungshäusern insgesamt 3 Mal miterlebt, dass trauernde Eltern bei uns waren, um die Beisetzung ihres jeweils verstorbenen Kindes zu planen. Dabei waren die verstorbenen Kinder in unterschiedlichen Altersstufen, die Situationen waren ganz unterschiedlich, und auch die Art, wie die Eltern mit der Situation umgehen, ist dabei jedes Mal eine ganz andere Situation als in Fällen, wenn die geliebte Mutter, der Vater oder ein anderes, nahestehendes Familienmitglied verstorben ist. Die Trauer über ein verlorenes Mitglied der Familie, das aus der instimsten Liebe zweier Erwachsenen entstanden ist, stellt somit die wohl schwerste Phase der menschlichen Existenz dar, wenn es um den Tod geht. Dabei ist in allen Fällen, die ich miterlebt habe, jedoch immer eine Gemeinsamkeit aufgetreten: Die hinterbliebenen Eltern kann man in dieser Zeit niemals alleine zurücklassen. In dieser schweren Zeit muss eine Kontaktaufnahme zu 24 Stunden möglich sein, man muss als Vertrauensperson anwesend sein und ganz behutsam mit den Menschen umgehen. Doch da auch wir Bestatter keine ausgebildeten Psychologen sind, ist es auch für uns schwer, in solchen Situationen immer die Fassung zu bewahren oder komplett helfen zu können. Entweder werden wir selber von unserem Emotionen mitgerissen und zu Tränen gerührt, wir können den Eltern in diesem Moment auch nicht tröstend zur Seite stehen oder seien es sonstige Schwierigkeiten, die auf einen hereinbrechen. Fakt ist, dass man den Eltern immer Ratschläge geben muss. Doch wie Ratschläge geben, wenn man selber niemals in dieser Situation gewesen ist und man kein Kind verloren hat? Dann braucht man gute Ratgeber. Man braucht Kontakte. Und man braucht die Umgebung von Menschen, die in der gleichen Situation waren. Dass dies nicht leicht ist, wird jeder in dieser Situation schon gemerkt haben, denn der Tod eines Kindes ist immer eine Form von Tabu und Verschwiegenheit in der Öffentlichkeit. Nun haben zwei trauernde Elternteile ein Buch veröffentlicht, die vor 10 Jahren auch ihr Kind verloren haben und anderen Eltern durch die verschiedenen Phasen helfen wollen. Wie kann man nun das Buch bewerten?

Um es kurz zu machen: Für Eltern, die den Verlust eines Kindes zu beklagen haben, ist dieses Buch eine Pflichtlektüre, die unbedingt gelesen werden muss! Hautnah wird man in die verschiedenen Situationen gelenktm man bekommt Hilfestellungen und unterstützende Ratschläge von Personen, die selber in dieser Situation steckten. Dabei behandelt das Buch 10 verschiedene Kapitel, die die verschiedensten Lebensphasen von verwaisten Eltern widergeben und nicht nur Einblicke, sondern auch Tipps zu den verschiedensten Situationen gegeben. Themen wie die Zeit direkt nach dem Tod, aber auch die Problematiken der Gefühle zwischen den Eltern, Freunden, Familienmitgliedern, anderen Kindern, sowie die Gefahr des Auseinanderlebens, der verschiedenen Trauerphasen von Mann und Frau, die spätere Intimität der beiden Eltern - alles findet Erwähnung. Das Buch ist über viele Jahre ein treuer Begleiter, der in allen Situationen Ratschläge gibt und nahezu jede Situation erläutert. Ob man dabei die doch etwas lehrbuchhaftigen "Paar-Impulse" beachten will, die einem nicht mal die Möglichkeit geben wollen, untereinander zu diskutieren (was in solchen Situationen auch möglich sein muss), ist dabei jedem Paar selbst überlassen. Fakt ist aber, dass es jedem Paar ans Herz gelegt werden muss, das in dieser Situation steckt. Und es sollten nach Möglichkeit auch beide Elternteile lesen, um einen Einblick zu bekommen. Auch untereinander sollte man das Gelesene austauschen, seine Meinung erläutern, gemeinsam die Möglichkeit zur Trauer nutzen und somit wieder den Weg ins Leben finden, den man auch ohne Kind begehen sollte - ohne aber das Kind zu vergessen!

Somit sei es allen, die in der Situation sind, wärmstens ans Herz zu legen. Auch für Bestatter ist dieses Buch eine interessante Lektüre. Für Familienmitglieder verwaister Eltern könnte dies ebenso ein interessantes Werk sein. Es ist definitiv eine Hilfe in einer der schwersten Zeiten. Wenn nicht soger DER schwersten Zeit. Ein jahrelanger Wegbegleiter, viele Tipps, Ratschläge, Beispiele, Definitionen, Erklärungen und mehr machen das Werk greifbar.
5 Sterne sind drin, es erfüllt mehr als sehr gut seinen Zweck. Es spendet Trost.
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VINE-PRODUKTTESTERam 14. September 2013
Format: Taschenbuch|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
Im neuesten Diganostik-Manual DSM V soll Trauer über den Verlust eines Partners/Kindes/Elternteil ca. 6 Wochen dauern dürfen, ab dann gilt diese Trauer als pathologisch und sollte mit Medikamenten behandelt werden. Das Buch ist zwar nicht in Auseinandersetzung mit diesem Manual geschrieben, zeigt aber auf, wie unsinnig eine solche Argumentation in der Praxis ist. Ebenso unsinnig, wie die normativ gesetzte "Tiefenpsychologische" Vorstellung, Trauer müsse irgendwann abgeschlossen sein. Das Paar Kachler und Majer-Kachler zeigt anhand eigener Erfahrung, dass die Trauer erst nach zwei Jahren mühsam begrenzt werden kann und bis zum Lebensende eine Wunde bleibt. Das Buch ist sehr empathiefördernd geschrieben, indem es die Probleme und Schwierigkeiten ohne lähmende Fachsprache, sondern direkt, lebenspraktisch, aber psychologisch kompetent schildert. Es gibt regelrecht die "Erlaubnis" gemeinsam weiterzulieben und versinkt nicht in der bedrohlichen Warnung vor dem fast unvermeidlichen Verlust der Partnerschaft (was Hellinger in seinen schlimmsten, pardon besten Zeiten ja gern und viel verkündete). Sondern, es zeigt auf, dass es unterschiedliche Formen des Trauerns gibt und wie Paare verhindern können, dass einer dem anderen vorwirft, nicht zu trauern, weil er nicht die eigene Form nutzt. Es beschreibt was hilfreich war und was nicht hilfreich. In meiner praktischen Arbeit habe ich noch kein Paar gehabt, das mit diesem Problem konfrontiert war, aber sollte dieser Fall eintreten, würde ich mich mit diesem Buch gestärkt genug fühlen, um sinnvoll antworten zu können. Es macht auch Sinn, dieses Buch zu lesen, wenn es in der eigenen Vergangenheit - und sei es ein oder zwei Generationen zuvor - tote Kinder gab, denn dann kann man rückwirkend die eigenen Großeltern besser verstehen. Insofern ist dies ein sehr wichtiges Buch, welches in jeden therapeutischen Bücherschrank gehört.
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am 19. April 2015
Den bisherigen Rezensionen kann ich kaum etwas hinzufügen, was das Buch noch besser abbilden würde. Auch ich - nicht als Betroffene, aber als Therapeutin - erlebe das Buch als sehr hilfreich und zwar nicht nur für meine Patienten, sondern auch für mich. Mehrmals wurde in den Rezensionen bereits darauf hingewiesen, wie wichtig es ist, (früher oder später) einen gemeinsamen Weg durch die Trauer zu finden. Das Buch möchte helfen, auf diesen Weg zu kommen und auf diesem Weg zu bleiben. Wichtige Fragen werden aus der Sicht der verwaisten Eltern (die Autoren) betrachtet, z.B. was mit dem Zimmer des verstorbenen Kindes geschehen soll. Als besonders wertvoll erlebe ich die Schilderungen "Ich als Mutter und Partnerin" und "Ich als Vater und Partner", in denen bezüglich konkreter Punkte (z.B. Bedeutung des Grabes) durch die Autoren geschildert wird, wie ihr Erleben als Mutter bzw. als Vaters ist/war. Als hilfreich stelle ich mir die "Paar-Impulse" vor, dies sind Beschreibungen von Übungen, die die Paare miteinander durchführen können, z.B. um miteinander ins Gespräch zu kommen oder überhaupt Worte, Metaphern oder Symbole für das Geschehene zu finden. Die eigene Erfahrung des Ehepaares Kachler ist durchweg zu spüren - der tragische Tod ihres Sohnes befähigte das Autoren-Ehepaar dieses Buch zu schreiben und somit bestimmt vielen anderen verwaisten Eltern zu helfen. Meines Erachtens ist das Buch auch für trauernde Eltern geeignet, bei denen eine Trennung im Raum steht oder stand, beispielsweise hilft es allein auch schon, um Sensibilität und Akzeptanz für verschiedene Arten des Trauerns zu wecken, aufrecht zu erhalten oder zu verstärken.
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am 6. Oktober 2013
Format: Taschenbuch|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
Das Paarbuch für trauernde Eltern von Roland Kachler und Christa Majer Kachler ist der erste deutschsprachige Ratgeber für Paare die ein Kind verloren haben. Aus der gemeinsamen Trauererfahrung, ihren Ausprägungen und Trauerverläufen entsteht die Kraftfelder des Trauerprozesses. Das Netzwerk der Beziehung zum eigenen Kind, den verbleibenden Geschwisterkindern, im Paar und zu anderen wird feinfühlig und facettenreich aufgezeigt. Das komplementäre Trauern und die Potentiale für die Entwicklung der Beziehung aufgezeigt. Die Beschreibung von Paar-Ritualen zum wieder in Beziehung treten sind große Hilfestellungen
Wie finden wir wieder zusammen, wenn jeder mit dem Verlust des Kindes und dem eigenen Trauerweg beschäftigt ist? Wie schaffen wir das Alltägliche in unserer Schwäche und Erschütterung? Wie verbleiben wir im Familiensystem mit unserem geliebten Kind? Was unterscheidet die Trauer um ein Kind von anderen Arten der Trauer?

Wie bereits in anderen Büchern von Roland Kachler gefällt mir die prägnante fast skizzenhafte Stil, der in kurzen Sätzen das Schwere der Situation dosieren und somit den ratgeberhaften Impuls in der aktuellen Phase unterstützen. Man liest so viel, wie es gerade geht um den nächsten Schritt in der Trauerarbeit voranzugehen. Dann nimmt man das Buch wieder zur Hand. Stück für Stück geht man in kleinen Schritten.

In den zehn Kapiteln geht es um unterschiedliche Themen. Vom Ereignis des Verlusts über die Gefahren für eine Partnerschaft, bis zum wieder Aufleben der Sexualität und die Erneuerung der Liebe.

Besonders gut gefallen mir die komplementären Sichtweisen der Autoren. Wie trauern Männer und Frauen unterschiedlich und was ist ihr Gemeinsamens.
Das Buch unterstützt Betroffene bei den Herausforderungen im Umgang mit dem Verlust Ihres Kindes.

Ein sehr empfehlenswerter Ratgeber für alle, die mit dem Thema als Betreuende konfrontiert werden.
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TOP 1000 REZENSENT VINE-PRODUKTTESTERam 15. September 2013
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Gemeinsam - das ist das erste Wort des Titels, und darum geht es auch den beiden Autoren, die dieses Buch gemeinsam geschrieben haben. Trotz aller Unterschiede und Unterschiedlichkeit bleibt ungeheuer Verbindendes, das unbeschreiblich ist: die Liebe.
Wer bereits andere Bücher aus der Feder von Roland Kachler kennt, wird auch mit diesem Buch viel anfangen können, das er gemeinsam mit seiner Ehefrau geschrieben hat. Die Verlusterfahrung beider beeinflusste das Schreiben und auch den Schreibstil des Autoren-Paares. Doch gerade darin liegt die Stärke dieses Buches: die sensible Sprache, der sorgsame Umgang mit Formulierungen und der sorgfältige Inhalt.

Aus ganz unterschiedlichen Ebenen speist sich dies alles: aus der Eigenerfahrung von Mann und Frau, aus den Gesprächen mit ebenfalls Betroffenen und nicht zuletzt aus einer (nicht repräsentativen) Umfrage zum Thema bei Teilnehmern von Trauergruppen.

Etwas irritierend ist die Behauptung aus den Ergebnissen der Umfrage, dass für Paarbeziehungen verwaister Eltern kein besonderes Risiko einer Trennung besteht. Hierzu kann man durchaus unterschiedliche Wahrnehmungen machen. Glücklicherweise führt das Buch trotzdem aus, wie unterschiedlich für Männer und Frauen Trauern aussehen kann und gerade das Aushalten dieser Unterschiedlichkeit sehr wohl eine besondere Belastung darstellen kann.

Die beiden Autoren kennzeichnen ihre jeweiligen Passagen deutlich und signalisieren dabei durchaus ihre unterschiedlichen Stimmen und Stimmungen ("Ich als Mutter ... " bzw. "Ich als Vater ..."). An einigen Stellen wird dabei die Einsicht Reinhard Meys deutlich: "Männer und Frau'n passen einfach nicht zusammen / Aber meine allerschönsten Schrammen / habe ich mir in diesem Duell ... geholt".

Es ist schön, wie die Unterschiede zwischen Mann und Frau, zwischen männlich und weiblich nicht eingeebnet werden, sondern eine Ebene für beiderlei Gefühle und Gedanken geschaffen wird.

Hervorzuheben ist, dass zwischen den Ausführungen auch weniger ausführliche Impulse für Paarübungen platziert sind. Dadurch werden Anregungen und Annäherungen geboten, auf die man vielleicht selbst nicht so schnell kommen würde oder auf die man sich sonst weniger gerne einlassen würde.

Dem Autorenpaar ist es gelungen, eigene und fremde mögliche Gedanken und Gefühle in ansprechende Sprache zu betten und dabei auch die Herausforderungen und Schattenseiten nicht zu verschweigen oder zu verharmlosen. Vielmehr wird ermutigt und erstaunlich schön gezeigt, wie es möglich sein kann, den anderen zu (er)tragen und die Trauer des anderen ebenso mitzutragen. Dabei spielen auch die Herkunftsfamilie, vorherige Abschiede und Freunde eine Rolle. Insofern geht es bei der Trauer eben nie ausschließlich um das Verlusterleben selbst, sondern in systemischer Perspektive immer auch um eine Mehr. Wer bereit ist, auch dieses "Mehr" nicht zu verbergen, wird den Berg der Trauer und des Trostes besser erklimmen können.

Wer das Buch liest, muss keine gedanklichen oder persönlichen Klimmzüge machen, sondern wird Zug um Zug hineingenommen in eine rundum positive Weise des Lesens und der Lebensbetrachtung.

Entscheidend ist und bleibt: das verstorbene Kind darf nach wie vor zum Leben der Eltern dazugehören.

Schön ist, dass am Ende der Fragebogen abgedruckt ist, dessen Ergebnisse verdeutlicht werden und wenige, aber passende Literaturvorschläge gemacht werden.

Ein liebe-volles und rundum ansprechendes Buch.

Überaus empfehlenswert!
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VINE-PRODUKTTESTERam 9. Oktober 2013
Format: Taschenbuch|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
Dieses Buch ist eine Anleitung zum gemeinsamen Trauern speziell für Ehepaare, die ein verstorbenes Kind beklagen müssen. Ich bin Gott sei Dank noch nie in der Situation gewesen, den Tod eines eigenes Kindes zu ertragen. Das Ableben von geliebten Verwandten, Freunden und Bekannten verarbeiten zu müssen, diese Situation ist mir jedoch nicht unbekannt. Ich habe dieses Buch auch gelesen in der Hoffnung, dass es mir hilft, den Tod eines ehemaligen Schulkameraden besser zu bewältigen, der vor ein paar Wochen ums Leben gekommen ist.

Dafür ist "Gemeinsam trauern" allerdings nicht geeignet. Es ist - wie bereits oben erwähnt - ein Leitfaden, der speziell für Partner geschrieben ist, die ein gemeinsames Kind verloren haben. Dabei wird viel Wert auf das sogenannte komplementäre Trauern gelegt, also eine Art zu trauern, bei der sich die Partner gegenseitig ergänzen können. Roland Kachler (Psychologe und evangelischer Theologe) und seine Frau Christa Majer-Kachler (bildende Künstlerin und Sozialpädagogin) haben dieses Buch gemeinsam geschrieben, auch um eigene Erfahrungen wiederzugeben: sie mussten bereits gemeinsam den Tod ihres Sohnes beklagen.

Der Tod eines Kindes kann die Beziehung eines Paares stark gefährden, so lautet ein gängiges Vorurteil. Die Wahrheit ist, dass die Trennungsrate von Paaren mit verstorbenen Kindern nicht signifikant höher ist als die von anderen Paaren, eher niedriger. Dennoch ist ein derartiges Ereignis eine sehr hohe Belastung für die Partner. "Gemeinsam trauern" spricht verschiedene Bereiche an, in denen starke Probleme auftauchen können - spart dabei auch die Sexualität ausdrücklich nicht aus - und zeigt Lösungsansätze. Hierbei wird ständig betont, dass die beiden Partner sehr wahrscheinlich unterschiedlich trauern und sich hierbei ergänzen können.

Christa Majer-Kachler und Roland Kachler haben manche Passagen des Buches gemeinsam geschrieben, in anderen Abschnitten wechseln sie sich ab, um darzustellen, wie die Ehepartner den Tod ihres Sohnes unterschiedlich verarbeiteten und wo es dabei zwischen ihnen auch Missverständnisse gab. Wenn angesprochen wird, dass der eine Partner höchstwahrscheinlich eine völlig andere Art zu trauern hat als der andere, wird Gott sei Dank das Klischee ausgespart, zu behaupten, es gäbe eine typisch männliche und typisch weibliche Art zu trauern. Die einzelnen Wege zu trauern (impulsiv, in sich gekehrt, verdrängend usw.) hängen in erster Linie von der Persönlichkeit des Menschen ab und nicht vom Geschlecht.

Manchmal treten aber doch gewisse Vorurteile vor allem gegenüber Männern ans Tageslicht, z. B. wenn behauptet wird, dass es vor allem Männer seien, die ungern anhand von Büchern mit ihren Problemen konfrontiert würden. Liebe BuchautorInnen: Wenn wir Männer mit Büchern wie "Du kannst mich einfach nicht verstehen" nichts anfangen können, dann liegt dies nicht daran, dass wir wer weiß was für ein Problem damit hätten, unsere Gefühle anhand von Literatur aufzuarbeiten, sondern es liegt daran, dass in solchen Büchern gemeinhin lauter Grütze über Männer geschrieben wird, wohl auch, um die Zielgruppe - junge Frauen - besser zu bedienen. Wir Männer fühlen uns von solchen Büchern oft überhaupt nicht verstanden und geben deswegen kein Geld dafür aus. Mit einer geschlechtsspezifisch großen Angst vor den eigenen Gefühlen hat dies nichts zu tun.

Aber wie gesagt, dieser Leitfaden erspart einem solche Vorurteile weitgehend. Der Denkansatz, dass Partner unterschiedlich trauern, auch auf regelrecht gegenteilige Weise, ist durchaus nachvollziehbar. Partner müssen lernen, ihre Unterschiedlichkeiten hierin zu akzeptieren und sie gleichzeitig nutzen. Wie die Frau bzw. der Mann sich dabei im Einzelnen verhalten, ist dabei von Fall zu Fall unterschiedlich.

Für Paare, die den Tod eines Kindes beklagen, wird "Gemeinsam trauern" nützlich sein, wobei der Tod eines lieben Menschen natürlich nicht allein durch das Lesen eines Buches bewältigt werden kann. So einfach ist es leider nicht. Einzelpersonen, die um sonstige Verwandte und Bekannte trauern, sind mit diesem Leitfaden eher schlecht beraten, dafür ist er zu speziell auf (verheiratete) Paare zugeschnitten, deren Beziehung noch nicht zerrüttet ist.
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VINE-PRODUKTTESTERam 10. Oktober 2013
Format: Taschenbuch|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
Dieses Buch "Gemeinsam trauern - gemeinsam weiter lieben: Das Paarbuch für trauernde Eltern" richtet sich an Betroffene mit der Bereitschaft an ihrer Paarbeziehung zu arbeiten und dazu eventuell professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Das ist auch Buch eine Anleitung zum gemeinsamen Trauern speziell für Ehepaare, die ein verstorbenes Kind beklagen müssen, aber auch für ehrenamtliche und professionelle Trauerbegleiter finde ich. Die Äußerungen Betroffener im Rahmen einer Umfrage ist besonders interessant. Die Autoren: Roland Kachler ist Psychologe und evangelischer Theologe und seine Frau Christa Majer-Kachler ist bildende Künstlerin und Sozialpädagogin. Sie haben dieses Buch gemeinsam geschrieben, auch um eigene Erfahrungen wiederzugeben. Das Paar mußte den Tod ihres Sohnes beklagen. Empfehlenswertes Buch, 5 Sterne!
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VINE-PRODUKTTESTERam 3. Oktober 2013
Format: Taschenbuch|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
Es ist und bleibt ein heikles Thema. Deshalb bleiben auch viele Bücher zu diesem Thema eher an der Oberfläche. Das ist hier nicht der Fall. Die Autoren gehen sehr einfühlsam an die verschiedenen Aspekte der Trauer heran, so dass man sich beim Selbststudium gut orientieren kann und viele Anknüpfungspunkte findet. Aber auch für Menschen, die Trauernde beraten bzw. begleiten, ist dieses Buch ein guter Fundus und eine gute Orientierungshilfe.
Fazit: Eine gute Hilfe.
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VINE-PRODUKTTESTERam 15. September 2013
Format: Taschenbuch|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
Das Autorenpaar hat selbst ein Kind verloren und stützt sich in seinen Erläuterungen in erster Linie auf eine Umfrage, die es bei trauernden Paaren und Einzelpersonen durchgeführt hat. Im Zentrum des Buches steht jedoch weniger die klassische Trauerarbeit, sondern vielmehr die Paarbeziehung der verwaisten Eltern.
Sehr positiv finde ich, dass zu vielen Punkten sowohl ein weiblicher als auch ein männlicher Standpunkt eingebracht wird und auch als solcher benannt wird. Neben Hintergrundwissen finden sich zahlreich praktische Tipps, die sowohl für Trauerbegleiter als auch Betroffene hilfreich sein können.

FAZIT: Ein Blick in dieses Buch lohnt sich!
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