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Gefangen im Euro (Edition Debatte) von [Sinn, Hans-Werner]
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Gefangen im Euro (Edition Debatte) Kindle Edition

4.8 von 5 Sternen 47 Kundenrezensionen

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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Die Euro-Zeitbombe tickt. Nach Griechenland, Zypern, Spanien und Irland stecken nun auch Frankreich und Italien in ernsten Schwierigkeiten. Die Kapitalanleger konnten sich aus dem Staube machen, weil der deutsche Staat und die Bundesbank an ihre Stelle getreten sind. Viele Hunderte von Milliarden Euro wurden so bereitgestellt: Geld, das für den Erhalt der deutschen Infrastruktur und die Verbesserung der Schulen dringend benötigt worden wäre. Kommen jetzt sogar Eurobonds? Und greifen damit die kriselnden Staaten Süd- und Westeuropas noch direkter in unsere Taschen? In gewohnt deutlicher Manier zeigt Hans-Werner Sinn die Entwicklungen in der Eurokrise auf – vom Krimi hinter den Kulissen bis zur immer wieder verkündeten Alternativlosigkeit der Scheckbuchpolitik, die in Wahrheit nur Angst vor notwendigen Entscheidungen war. Schon jetzt ist klar: Wir und unsere Kinder werden die Zeche zahlen müssen. Und doch lässt sich durch mutiges Handeln das Schlimmste verhindern. Hans-Werner Sinn plädiert für rasche und einschneidende Euro-Reformen – darunter schnelle Schuldenschnitte, eine veränderte Zusammensetzung der Eurozone und die radikale Veränderung der EZB-Stimmengewichte. Der neuen Bundesregierung gibt er damit eine lange Liste von konkreten Hausaufgaben auf den Weg – nur so kann der Frieden in Europa gesichert, kann die schleichende Entmündigung der Bürger und die Entwertung unserer Sparvermögen gestoppt werden.

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Hans-Werner Sinn ist seit 1984 Ordinarius in der volkswirtschaftlichen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität München. 1999 wurde er zudem Präsident des ifo Instituts für Wirtschaftsforschung in München und Leiter des internationalen CESifo-Forscher-Netzwerks. Sinn ist der in der internationalen Forschung am häufigsten zitierte deutsche Ökonom und hierzulande der einflussreichste. Für seine Arbeit erhielt er zahlreiche Auszeichnungen und Preise. Er veröffentlichte viele Bücher und Fachartikel und ist gefragter Gesprächspartner in Wirtschaft, Medien und Politik.

Produktinformation

  • Format: Kindle Edition
  • Dateigröße: 525 KB
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 200 Seiten
  • Verlag: Redline Verlag (4. April 2014)
  • Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
  • Sprache: Deutsch
  • ASIN: B00J03ZHC4
  • X-Ray:
  • Word Wise: Nicht aktiviert
  • Verbesserter Schriftsatz: Aktiviert
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.8 von 5 Sternen 47 Kundenrezensionen
  • Amazon Bestseller-Rang: #75.173 Bezahlt in Kindle-Shop (Siehe Top 100 Bezahlt in Kindle-Shop)

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Top-Kundenrezensionen

Von Dr. R. Manthey #1 HALL OF FAME REZENSENTTOP 50 REZENSENT am 2. Mai 2014
Format: Taschenbuch
Jeder der zahlreichen Versuche in der jüngeren Geschichte, es doch zu versuchen, endete in einer Tragödie. Auch wenn es die mediale Vernebelung immer wieder zu verhüllen versucht: Die Euro-Krise hat noch nicht einmal wirklich begonnen. Und auch sie ist das Resultat ökonomischer Unvernunft oder des Versuchs, fragwürdige politische Ziele bei gleichzeitiger ökonomischer Ahnungslsoigkeit erreichen zu wollen.

Das neue Buch von Hans-Werner Sinn, das eigentlich mehr ein langes Interview ist, zeigt die ganze Dramatik der Lage. Der Text besteht aus drei Teilen:

(1) Die Eurokrise verstehen - ein Drama in sieben Akten
(2) Die Krise dauerhaft bewältigen - ein sechs Punkte Programm
(3) Europa nach vorne denken.

Im ersten und längsten Teil befasst sich Hans-Werner Sinn mit dem Beginn und dem Verlauf der Krise, die bisher lediglich scheinbar erfolgreich und zu extrem hohen Kosten verschleppt wurde. Im Sprachgebrauch deutscher Politiker heißt das "Zeit kaufen". Sie kaufen nicht mit ihrem Geld und verschweigen geschickt, was sie wirklich tun. Wenn man Sinns Ausführungen gelesen hat, dann weiß man spätestens danach, dass die vor allem mit dem Geld der deutschen Steuerzahler gekaufte Zeit dazu genutzt wird, um privaten Gläubigern die Chance zu geben, das Spielfeld zu verlassen, damit letztlich der ganze Schaden wieder dem ahnungslosen Steuerbürger aufgehalst werden kann.

Hans-Werner Sinn nennt die offiziell verkündete Alternativlosigkeit dieser Politik "Pfadabhängigkeit". Dieser Pfad begann eigentlich schon mit Kohl Ahnungslosigkeit und führte zum Bruch des Maastrichter Vertrages durch fast alle Beteiligte.
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Von Falk Müller TOP 100 REZENSENT am 8. April 2014
Format: Taschenbuch
Auf den ersten Blick scheint die Eurokrise, wenn auch nicht vollständig überwunden, so doch zumindest unter Kontrolle zu sein. Doch der Schein trügt, stellt Hans-Werner Sinn in seinem neuen Buch fest. Denn die Euro-Zeitbombe tickt weiter.

Viele Krisenstaaten stecken in der Wettbewerbsfalle und leiden unter einer kaum noch beherrschbaren Massenarbeitslosigkeit, weil sie innerhalb der Eurozone nicht mit Deutschland, und innerhalb der EU nicht mit den günstigen Ländern Osteuropas konkurrieren können. Sinn erinnert z.B. daran, dass die Löhne in Polen bei weniger als einem Drittel der spanischen und weniger als der Hälfte der griechischen liegen. Logisch, dass die großen Konzerne also lieber in Polen investieren. Und wirkliche Besserung ist ungeachtet aller Beteuerungen nirgendwo in Sicht. Spanien? hat mehr Außenschulden als alle anderen Krisenländer zusammen. Italien? wechselt einmal im Jahr den Premierminister aus, statt zu reformieren. Und Griechenland? Lassen wir das Thema lieber...

Aber nicht nur die Krisenländer sitzen in einer Falle, meint Sinn, sondern auch die solideren Staaten um Deutschland - nämlich in einer Haftungsfalle, in die wir uns durch falsche Versprechungen haben hineinziehen lassen. Schon jetzt sind wir immense, kaum mehr rückgängig zu machende Verpflichtungen gegenüber den wettbewerbsschwachen südeuropäischen Krisenländern eingegangen. Den Preis für diese Situation werden Arbeitnehmer, Rentner und die folgenden Generationen zu zahlen haben - auch wenn das die Politiker nicht offen zugeben.
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Format: Taschenbuch
Nein, viel NEUES enthält das Buch von Hans-Werner Sinn nicht. Bereits in früheren Veröffentlichungen zum Thema Euro, also nicht nur in Buchform, sondern auch in zahlreichen Zeitungs- und Zeitschriftenbeiträge, hat er seine skeptische Meinung zur Durchführung der Europäischen Währungsunion geäußert. Wohlgemerkt, zur Durchführung, nicht zum Euro als gemeinsame Währung an sich. Im vorliegenden Büchlein sind aber diese Argumente in gesammelter Form zu finden. Zudem hat er die Form der Darstellung, als Interview mit Jens Schadendorf, aus dem Vorgängerbuch „Verspielt nicht eure Zukunft“ aus dem letzten Jahr beibehalten, was auch dieses neue Buch wiederum sehr lesenswert macht. Auch wenn man nicht immer oder nur eingeschränkt mit den Meinungen von Sinn übereinstimmt, ist auch dieses Buch zur Lektüre empfohlen. Sinn argumentiert wieder aus der volkswirtschaftlichen Sicht. Politische Spitzfindigkeiten lässt er links (oder rechts?) liegen. Besonders gelungen ist der Aufbau der Argumentation: entwickelt aus der mangelhaften Durchführung der Währungsunion, oft mit den kritischen Kommentaren der Deutschen Bundesbank unterlegt, leitet er über zu Vorschlägen, wie man die Krise der Währungsunion, die ja eigentlich eine Schuldenkrise der Staaten ist, beilegen kann. Dabei hält er sich auch den temporären Austritt der Schuldenstaaten aus der Eurozone offen. Nicht ausformuliert sind leider seine Vorschläge zu den Regeln dazu sowie zur Konkursordnung von Staaten. Vielleicht hat er sich die Vorschläge dazu aber nur für das nächste Büchlein aus der Reihe aufgehoben. Man darf gespannt sein.
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