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Kundenrezensionen

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am 13. Oktober 2014
oder noch besser: "Gefangen in dümmlicher Arroganz" wären bessere Titel für diesen wenig unterhaltsamen Schmarrn, denn mit Afrika hat diese Geschichte so gut wie nichts zu tun. Das halbjährige Abenteuer "Afrika" ist mit 50 Seiten erledigt, der Rest der Geschichte spielt in einer schwäbischen Kleinstadt.

Selten war mir eine Protagonistin so unsympathisch wie die im Buch. Bauernschläue gepaart mit Ahnungslosigkeit, Desinteresse, Skrupellosigkeit und Arroganz - eine durch und durch liebenswerte Mischung. Mich hat es gewundert, dass der Ehemann Jahre brauchte, bis er sich eine Zweitfamilie zugelegt hat. Ich an seiner Stelle wäre nach einer Woche schreiend davongelaufen!

Die Geschichte wimmelt von inhaltlichen und zeitlichen Fehlern. 6 Pfennige die Stunde Arbeitslohn - diese Aussage gehört ins 19. Jahrhundert, nicht in die 50er Jahre des 20.! Bis 1968 gehörte die Prügelstrafe für Kinder - auch für kleine Verfehlungen - zu einer "ordentlichen" Erziehung und war nicht der sadistischen Grausamkeit der Eltern geschuldet. Man wusste es damals einfach nicht besser. Und ohne jegliche Ausbildung ein Lottogeschäft zu übernehmen - davon träumen viele. Dazu gehört eine solide Schul- und Ausbildung, Berufserfahrung und ständige Weiterbildung. Das alles fehlt der schönen Gerti, die über nichts anderes als exquisite Kochkünste und das Traumgewicht von 50 kg verfügt, um das sie von allen Frauen natürlich rasend beneidet wird. Deshalb wird dem Leser auch auf fast jeder Seite mitgeteilt, dass Gerti die Schönste und Begehrenswerteste ist in der schwäbischen Provinz, der auch die Modellkleider am besten stehen.

Tatsächlich versteht sie es wie keine andere, sich immer wieder aufs Neue ins gemachte Nest zu setzen. Das von ihrem Ehemann verdiente Geld wirft sie mit vollen Händen aus dem Fenster, hat aber nicht eine Mark übrig für ihre Eltern, die sich auf einem kleinen Hof im Schwarzwald halb zu Tode schinden. Im Gegenteil, sie nimmt ihnen noch die Altersvorsorge weg, um damit den Transport ihrer Luxusgüter nach Afrika zu bezahlen. Ähnlich verfährt sie mit den Schwiegereltern, die ohne einen Pfennig im Altersheim landen. Ein wirklich sympathischer Zug!! *Ironie aus*. Auf ihre Schwester, die durch vier oder fünf Geburten aus dem Leim gegangene Bäckersfrau schaut sie voller Verachtung herab.

Ohne auch nur ein Wort über Nambia zu lesen oder sich in irgendeiner Form vorab über Land, Leute und Lage zu informieren, beschließt die schöne Gerti, sich und ihre Kinder nach Windhuk zu verpflanzen. Dort besteht ihr Leben aus "Misses schlafen, Misses liegen, Misses schwimmen", so lange, bis es selbst ihrem Mann zu viel wird. Sie setzt ihre Kinder - trotz eindringlicher Warnungen von allen Seiten - in arroganter Selbstüberschätzung völlig unnötigen Gefahren aus und wundert sich, dass die einheimische Bevölkerung gereizt auf ihren "Besuch" im Township reagiert. Das schockt die schöne Gerti und sie kehrt dem gastunfreundlichen Windhuk schnellstens den Rücken.

Zurück in der Heimat steigt sie - wiederum ohne Berufsausbildung oder -erfahrung - als Star-Verkäuferin in einem Kindermodengeschäft ein, macht innerhalb von Wochen Karriere als Geschäftsführerin und verdient in einem halben Jahr so viel, dass sie damit locker eine 4-Zimmer-Wohnung bezahlen kann. Tja, von den Schwaben kann man das Sparen lernen.

Hartz IV gibt es seit 2002, nicht seit 1988.

Die Geschichte ist flüssig geschrieben und leicht zu lesen, aber die skrupellose Gefühllosigkeit, die selbstverliebte, überhebliche Dummheit und die uferlose Arroganz gepaart mit absoluter Unwissenheit, mit denen die "Heldin" agiert, sind schwer zu ertragen und haben mich derart aufgeregt, dass ich das Buch einige Male zur Seite legen musste. Obwohl ich sonst keine Bücher wegwerfe - dieses fliegt in die Mülltonne und wird nicht an Freundinnen weitergereicht.
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am 27. Januar 2013
Als Afrikafan habe ich nach diesem Titel etwas ganz anderes erwartet. Sicher trotzdem eine spannende Biographie, aber vom Schreibstil her eher sehr einfach und nicht besonders flüssig. Ich würde es mir nicht mehr kaufen, und ich finde es schade, die Protagonistin hätte sicher etwas Besseres verdient.
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am 18. November 2012
Einfach wunderbar, herrlich! Ein Buch, daß man nicht mehr aus der Hand legen kann. Ein fesselnder Schreibstil, der einen auf die nächste Seite "bannt". Auch beim lesen der Geschichte habe ich mir gedacht, was ist dagegen mein Leben, wo man immer denkt, jetzt habe ich so viel ausgehalten, was wird mir wohl noch passieren. Ein Schicksal einer Frau, die vieles durchleiden und durchleben mußte, aber sie hat nie aufgegeben und gekämpft, auch wenn sie manchmal glaubte, keine Kraft dafür zu haben. Eine schwere Kindheit, eine Familie, wo sie ausgenutzt wurde, einen Mann, der zum Alkoholiker wurde und sie ausgenutzt hat und durch den sie lernen mußte zu kämpfen. Am Ende steht das Fazit: Gib niemals auf, Du kannst und wirst alles schaffen. Ein Buch, was unbedingt jeder lesen sollte, der sich gerade in einer Krise befindet.
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am 19. Juni 2013
Auch ich habe mir mehr von dem Buch versprochen und der Titel ist in der Tat sehr irreführend, da man sich ''mehr'' Afrika erwartet. Im Prinzip wird lediglich nur in einem kleinen Abschnitt über Afrika (Namibia) geschrieben, doch so ein Titel ist natürlich reisserischer und lockt mehr Kunden an. Dennoch verstehe ich nicht, dass eine Erfolgsautorin sich auf so etwas einlässt und es nötig hat, so den Bezug zur Realität außer Acht zu lassen. Das hätte ihr schon ihr Stolz verbieten müssen. Ich war zwar noch nie ein Hera Lind Fan, dies gebe ich gerne zu und das Buch war ein Geschenk darum habe ich es mal gelesen, aber es hat mich auf ganzer Linie enttäuscht und kann es wirklich nicht weiterempfehlen. Es ist schon schwer eine vernünftige Geschichte zu konstruieren, wenn Frau es nicht selber erlebt hat, daher wirkt wohl auch alles irgendwie aufgesetzt und teilweise auch übertrieben und immer wieder das gleiche. Schade für die Zeit.
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am 12. April 2013
Ich habe mir dieses Buch zum Geburtstag schenken lassen und war ob der Kurzbeschreibung und des Titels auf ein afrikanisches Abenteuer vorbereitet. Wer jedoch eine "Flucht" oder Geschichte a la "Nicht ohne meine Tochter" erwartet, wird jäh enttäuscht. Erst auf Seite 258 von 381 zieht die Hauptdarstellerin Gerti Bruns ins heutige Namibia und bereits 50 Seiten später ist sie wieder zu Hause.
Das Buch fängt eigentlich vielversprechend an und man leidet mit der Hauptdarstellerin über ihre Kindheit, in der sie hungern und schuften musste und geschlagen wurde. Dies scheint auch der wahre Teil der Geschichte zu sein, denn es klingt wesentlich glaubwürdiger als der mittlere Part, wo Gerti den allseits beliebten, gut aussehenden und was weiß ich wie tollen Leo heiratet. Mit ihm lebt sie dann in Saus und Braus und kommt dabei überhaupt nicht auf die Idee ihre bettelarmen Eltern finanziell zu unterstützen oder zu sich zu holen. Aber dann die Eltern noch um den letzten Groschen anbetteln...sorry, überhaupt nicht glaubwürdig.
Zwei Sterne gibt es, weil es eine gute Geschichte hätte werden können. Leider merkt man zu leicht, welche Teile der Geschichte wahr und welcher der (schlechten) Fantasie von Frau Lind entsprechen. Und gerade da wo man gerne mehr erfahren würde, bleibt es total oberflächlich.
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am 3. Januar 2013
Ich lese gerne Bücher, die in Afrika spielen. Darum habe ich mir dieses Buch gekauft, obwohl ich die letzten Romane von Hera Lind nicht mehr mochte. Leider ist der Titel irreführend, es geht minimalst um Afrika. Es geht hauptsächlich darum, dass die Dame lediglich ca. 50 kg wiegt und das, obwohl sie weit und breit die beste Köchin + Häppchenherstellerin ist. Was sie sehr stolz zu machen scheint - sie kann die tollsten Kleider zur Schau tragen. Ich konnte mir eigentlich nur an den Kopf fassen bei so viel Naivität. Habe es nur deshalb zu Ende gelesen, weil ich dachte, irgendwann mal kommt der Durchbruch, und weil es ein Geschenk meines Sohnes war. Echt schade, für mich Verschwendung.
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am 26. November 2015
Tatsachenromane sind wie Biographien: Die Tatsachen sind gegeben, und wie sie geschildert werden, ist emotional und subjektiv eingefärbt von dem, der sie erlebt hat und nun schildert. Im Roman spielt die Fantasie des Schriftstellers noch eine weitere große Rolle. Der Leser kann, mit dieser Erkenntnis ausgerüstet, "Gefangen in Afrika" gut lesen und manches, was ihm vielleicht übertrieben vorkommt, relativieren. Und so habe ich dies Buch auch gern und interessiert gelesen.
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am 8. Februar 2013
Anders als der Titel vermuten lässt spielt die Handlung größtenteils in Deutschland. Trotzdem war Gefangen in Afrika" ein Buch, das absolut fesselnd und berührend war.

Hera Lind erzählt die Geschichte der Gerti Bruns, die auf wahren Begebenheiten beruht, von der Autorin allerdings mit fiktiven Elementen ausgeschmückt wurde.
Gerti verbringt ihre Kindheit im Kriegs- und Nachkriegsdeutschland im tiefen Schwarzwald. Die Eltern sind arme Bauern und besonders die Mutter ist eine verbitterte Frau, die vom Leben enttäuscht ist. Hunger, Not und Schläge bestimmen den Alltag von Gerti und ihrer Schwester. Mit dreizehn Jahren flüchtet Gerti aus ihrem Elternhaus und nimmt eine Stelle als Haushaltshilfe an. Doch auch von ihren Arbeitgebern wird sie nur gedemütigt und ausgenutzt. Erst als sie körperlich und seelisch völlig am Ende ist, wird sie von ihrem Vater mehr tot als lebendig bei einer entfernten Tante untergebracht. Die Tante kümmert sich rührend um Gerti, päppelt sie wieder auf und zeigt Gerti, dass das Leben auch schöne Seiten zu bieten hat. Bei ihren neuen Arbeitgebern wird Gerti ebenfalls liebevoll aufgenommen und schon bald zeigt Leo, der Sohn des Hauses, ein zartes Interesse an ihr. Nach zwei Jahren intensiven Werbens nimmt Gerti schließlich den Heiratsantrag von Leo an. Leo macht als Sparkassendirektor eine rasante Karriere und schon bald nach der Hochzeit schwelgt Gerti im Luxus. Zwei gesunde Söhne machen das Familienglück scheinbar perfekt. Als Leo schließlich das Angebot erhält als Investor nach Namibia auszuwandern zögert Gerti ihn zu begleiten. Nicht nur die politischen Umstände in Südwestafrika, sondern auch der zunehmende Größenwahnsinn ihres Mannes veranlassen Gerti dazu Leo alleine ziehen zu lassen. Leo scheint auch in Afrika ein glückliches Händchen für Kapitalanlagen zu besitzen, denn bei seinen Besuchen in der Heimat schwärmt er nur so von den dortigen Lebens- und Arbeitsverhältnissen und bedrängt Gerti immer wieder ihm zu folgen. Vier Jahre später hat er mit seinen Überredungskünsten Erfolg und Gerti zieht mit den Kindern nach Namibia. Was sie dort erwartet hätte sie sich allerdings in ihren schlimmsten Träumen nicht ausgemalt und wieder muss sie beweisen wie viel Kraft und Lebensmut in ihr stecken, um sich und ihre Kinder retten zu können.

Die Frauenromane von Hera Lind konnten mich nie wirklich überzeugen. Mit Gefangen in Afrika" ist der Autorin meiner Meinung nach aber ein ganz besonderes Buch gelungen. Viele der Schilderungen aus dem Lebensweg der Protagonistin scheinen aus heutiger Sicht unvorstellbar. Häufig waren die Darstellungen ebenso grausam wie dramatisch und haben mein Herz berührt. Die Seiten flogen nur so dahin und bis zum Schluss wollte ich unbedingt wissen, wie es mit Gerti weitergeht. Hera Lind begleitet Gerti von ihrer Kindheit bis ins Rentenalter. Die Geschichte hat einen versöhnlichen Abschluss, so dass man als Leser das Buch mit einer gewissen Zufriedenheit beenden kann. Was bleibt ist die Bewunderung für eine so starke Frau, deren Biographie sicher nur stellvertretend für viele andere Frauenschicksale im Nachkriegsdeutschland steht.
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am 8. Oktober 2015
Das Buch liest sich recht flüssig und ist unterhaltsam, deshalb auch zwei Sterne. Allerdings wirkt die Handlung absolut unglaubhaft und übertrieben. Weniger wäre hier mehr gewesen. Daß eine Frau, die noch dazu einen Zeitungsladen besessen hat, derartig weltfremd, absolut blauäuigig und dumm sein kann, ist schon nicht glaubwürdig. Angeblich basiert die Geschichte ja auf einer wahren Begebenheit. Vielleicht stimmt das auch, aber dann hätte man auf dem Boden der Tatsachen bleiben sollen. Dann wäre es sicher ein guter und interessanter Roman geworden.
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am 9. Juli 2013
Ja, diese Geschichte zeigt, wie arm doch Menschen aufwachsen und wie andererseits das Geld aus vollen Zügen zum Fenster rausgeschmissen wird. In diesem Spannungsfeld zwischen arm und reich und dann wieder arm bewegt sich Gerti und mir ist immer wieder, als kenne ich eine solche Gertis aus der Nachbarschaft oder aus dem Bekanntenkreis. Diese wahre Geschichte von Hera Lind, die ich so als Schriftstellerin nicht kenne, hat mich sehr bewegt und ich habe diesen Roman gerne gelesen.
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