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am 18. Februar 2012
Der über 20 Jahre alte Film von Stephen Frears muß sicher kaum noch vorgestellt werden. Die Geschichte aus dem europäischen Hochadel, der sich in vorrevolutionärer Zeit aus reiner Langeweile sprichwörtlich zu Tode intrigriert, hat in ihrer kongenialen filmischen Umsetzung nichts an Reiz verloren. Glenn Close, John Malkovich und Michelle Pfeiffer bei ihrem differenzierten Spiel zuzusehen und den geschliffenen Dialogen zuzuhören, ist eine wahre Wonne. Das alles ist in wunderschönen Schlössern und Gärten sowie mit authentisch und nie übertrieben wirkenden Kostümen gefilmt, die Kamera ist ruhig und spendiert beeindruckende Großaufnahmen, die Filmmusik zitiert jede Menge Händel - kurz, ein völlig geglückter, immer wieder sehenswerter Film, wie er heute nicht mehr gemacht wird.

Die Blu-ray-Umsetzung aus dem Hause Warner geht erwartungsgemäß keine Kompromisse ein: Man bekommt einen unmanipulierten, filmgerechten HD-Transfer mit natürlichen Farben und einer sehr angenehmen Prise feinen Filmkorns. Der Ton liegt leider nur im Englischen in HD-Qualität vor, die deutsche Synchronisation klingt in Dolby Digital etwas flacher.
Gegenüber der DVD-Ausgabe, die keinerlei Extras enthielt, gibt es nun immerhin den Audiokommentar von Regisseur Frears und Drehbuchautor Hampton - ohne deutsche Untertitel, also nur interessant für jene, die Englisch gut genug verstehen. Da hätte sich der Filmfreund sicher mehr gewünscht, aber zum Glück ist ja die Qualität eines Films nicht vom Zusatzmaterial abhängig.

Insgesamt eine 100-prozentige Empfehlung für einen beispielhaften, klugen und starbesetzten Kostümfilm in wunderbarer Qualität!
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am 29. November 2016
Mit diesem eiskalt mehrfach wiederholten Satz zerstört Vicomte de Valmont das Leben der Madame Marie de Tourvel, aber letztlich auch das zweier perfider Intriganten, die einander in Nichts nachstehen.

Die reiche Witwe Marquise Isabelle de Merteuil (Glen Close) wettet mit dem amoralischen Lebemann Vicomte Sébastien de Valmont (John Malkovich), ob er die schöne, frisch verheiratete und moralisch integre Marie de Tourvel (Michelle Pfeiffer) verführen könne. Der Einsatz ist sie selber, dies und die Tatsache, dass die Eroberung sein Meisterwerk werden und seinen Ruhm (besser Ruf!) enorm steigern könne, lässt ihn zustimmen. Und obendrein will Isabelle noch eine Rache an einer Frau, die sie gedemütigt habe, und deshalb darf sich der Schürzenjäger (eigentlich unpassend bei dem mit dem Oscar belohnten Kostüm-Design) auch noch an die junge Tochter Cécile de Volanges (Uma Thurman) heranmachen, während Isabelle deren Mutter (Swoosie Kurtz) "gute Ratschläge" gibt. Einen Vorschuss gibt Isabelle dem Vicomte für seine Bemühungen wohlweislich nicht.
Während der sich als reumütig und unendlich verliebt, aber respektvoll gegenüber der Angebeteten gebende Vicomte um Marie de Tourvel bemüht und letztlich Erfolg hat, lässt auch die in ihrer Gemeinheit fast bewundernswerte Auftraggeberin Isabelle sich auf einen Liebschaft ein, mit wem sollte hier nicht verraten werden.
Der Vicomte hat Erfolg, aber er kann ihn nicht auskosten, und am Ende hat das amoralische Intrigantenpärchen auch verloren.

Der Film beruht auf einem Briefroman aus dem Jahre 1782 von Choderlos de Laclos, in dem wahre Personen vorkommen. Dass das Werk damals ein Skandal war, kann man gut nachvollziehen. Nicht nur das Lotterleben der Herren des Adels oder doch vieler Repräsentanten, die untereinander sich zu ihren Eroberungen gratulierten, aber wenigstens doch so etwas wie einen Schein gewahrt wissen wollten, wurde thematisiert, nein, "schlimmer" noch, das schwache Geschlecht tat es ihnen nicht selten gleich, was viele sich zumindestens bei der eigenen Frau nicht vorstellen konnte oder wollten (obwohl natürlich die Vernunft sagen musste, das es bei vielen außerehelichen Vergnügungen des "starken" Geschlechtes" natürlich auch eine Anzahl an Ehefrauen aus den eigenen Kreisen geben musste - nur nicht die eigene !?). Und selbst wenn man etwas wusste oder ahnte, der Schein musste doch gewahrt werden.

Damals Skandal, aber aus heutiger Sicht ist das Werk durchaus moralisch, denn es zeigt, wie es auch im Film gesagt wird, "dass Eitelkeit und Liebe sich ausschließen", das und nicht nur das Verhängnis, das das Pärchen über einige Menschen bringt, wird am Ende des Filmes wunderbar und drastisch gezeigt.

Was muss man nicht alles loben an dem Film! Das Kostümdesign, die Austatung der prachtvollen Drehorte (einige französiche Schlösser), die zu den Werken von Vivaldi, Gluck, Händel und Bach passende Musik von George Fenton, die genialen Streitgespräche zwischen den beiden Intriganten. Gut spielen Keanu Reeves, Swoosie Kurtz und Uma Thurman, großartig Michelle Pfeiffer.
John Malkovichs und Glen Closes Spiel ist einfach anbetungswürdig. In ihrem Duell hat mal der eine. mal die andere die Oberhand, was sich in ihrer Mimik fantastisch wiederspiegelt.
Auf Malkovich habe ich schnell eine große Wut entwickelt, was zeigt, wie hervorragend sein Spiel trifft. Von Kritiken wurde er nach dem Film als geniale Fehlbesetzung bezeichnet, ihm "fehle der teuflisch verführerische Charme." Ich denke, dies sei auch bei jedem anderen Darsteller so gewesen, was einfach daran liegt, dass wir im Gegensatz zu den Verführten ja genau wissen, welch Perfidie sich hinter seiner Anbetung versteckt.
Mit Glen Close bin ich da emotional erst einmal nachsichtiger gewesen, spontan mag man denken, insbesondere manche (!) Feministinnen mögen sich freuen, dass eine Frau den Männer zeigt, dass sie ihnen ebenbürtig ist, wenn nicht gar überlegen. Wenn Mann und Frau aber etwas weiter denken, hieße das doch nur, dass Frauen ihre Emanzipation, ihre Macht daduch demonstrieren, dass sie es der Männerwelt in ihrem abstoßenden Verhalten gleichtun; und unter diesem Aspekt sollte der "Bonus für das schwache Geschlecht" wohl hinterfragt werden!

Das Spiel von John Malkovich und Glen Close gehört mit zum Besten, das ich je gesehen habe, und auf meiner Liste der 10 besten Filme aller Zeiten ist neben "Mulholland Drive", "Mord mit kleinen Fehlern", "Nymphomaniac", "Kinder des Olymp" und "Der Glöckner von Notre Dame" mit Charles Laughton jetzt auch "Gefährliche Liebschaften" gelandet. Bei den weiteren bin ich mir noch nicht ganz sicher.

Eine Sammlung von MEISTERWERKEN der Filmgeschichte ist ohne diesen fantastischen 1988 gedrehten Film unvollständig!

Doc Halliday
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am 11. August 2017
Sehr nah an der Romanvorlage ist dieser Film ein echtes Meisterstück. Glenn Close und John Malkovich verstehen es einfach unheimlich gut, diese beiden charismatischen Personen aus dem Roman v De Laclos darzustellen, die lebendige und treffsichere Mimik, zu der es oft keine Worte braucht, die Verschlagenheit und die Boshaftigkeit.... denen möchte ich wirklich nicht begegnen...
Die Qualität der DVD ist leider eine andere Sache. Tatsächlich hat man eher das Gefühl, man schaut eine alte Videokassette, schon komisch zu Zeiten v HD und den Möglichkeiten Filme neu zu bearbeiten. Jedoch ziehe ich kein Strnchen ab, weil es eigenartig passend wirkt und der Film dadurch nicht schlechter ist. Halt Ansichtssache.....
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am 21. September 2017
Die Qualität des Bildes hinkt etwas hinter der des Films hinterher. Die Konturen sind gerade bei Außenaufnahmen sehr grobkörnig und auch die Farbkontraste erscheinen bei einigen Einstellungen als zu grell. Die Tonspur liegt in Deutsch in DD Surround und in Englisch in DD 5.1 vor. Untertitel in Deutsch und Englisch sind vorhanden (auch für Hörgeschädigte). Bonusmaterial ist keins verfügbar.
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am 9. Mai 2016
Am Film gibt es nichts auszusetzen, die Bild-Qualität ist aber sehr schlecht. Da auch die DVD selber nicht bedruckt ist, könnte man es glatt für eine Raubkopie halten.
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am 29. November 2009
"Gefährliche Liebschaften" ist über alle Maßen mehr als nur ein Film, der scheinbar nur von einer Epoche des Untergangs handelt. Er ist mich, der Hunderte von Filmen kennt, mit Bestimmtheit unter den Top Ten aller je gedrehten Filme einzuordnen, ein Jahrhundertwerk.

Dieses Werk hat auch so viel zu sagen hat über Macht, Sex und Geld, über die Funktionalisierung von Menschen und die Tragik, die sich aus solchen skrupellosen Ränkespielen entwickelt oder entwickeln kann. Die Allmachts-Phantasien, die der Vicomte und die Marquise Realität werden lassen, ziehen beide zuletzt selbst in den Untergang, aber wie viele andere mussten dafür vorher zugrunde gehen?

Die kriegerischen Dialoge zwischen Glenn Close und John Malkovich, der verbale und intrigante Kampf zwischen beiden gehören zum Besten, was ein Film je zu bieten hatte.

Nur fünf Sterne hierfür vergeben zu können, ist geradezu eine vulgäre Untertreibung.
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am 3. Januar 2010
Dass der französische Adel in seiner Dekadenz eine gewisse Meisterschaft entwickelt hatte, ist hinlänglich bekannt, aber mit welcher Raffinesse und mit welchem Esprit der Vicomte de Valmont (John Malkovich) und die Marquise de Merteuil (Glenn Close) in "Gefährliche Liebschaften" vorgehen, ist einfach weltmeisterlich.

Mit ausgeklügelter Intriganz und einschmeichelnden Worten bewegen sie die Objekte ihrer Begierden wie Bauern auf einem Schachfeld. Alles ist Strategie, mit dem einzigen Ziel, das eigene Ego, den eigenen verruchten Nimbus noch zu steigern. Die Marquise und der Vicomte schließen Wetten ab, wer wann welche Keuschheit zu Fall bringt. Die Marquise fordert den Vicomte heraus: "Der Tenor erhält doch nicht dafür Applaus, dass er sich räuspert ..."

Valmont muss ein Meisterstück vollbringen, also hat er sich Madame de Tourvel (Michelle Pfeiffer) vorgenommen, eine Dame von Anstand, die als besonders tugendhaft und fromm gilt. Peu a peu geht er daran, diese Festung der Sittsamkeit zum Einsturz zu bringen. Gewissermaßen als Aufwärmrunde verführt Valmont noch die junge Cécile de Volanges (Uma Thurman), während die Marquise ein Auge auf Céciles naiven Galan Danceny (Keanu Reeves) wirft.

Für John Malkovich ist die Rolle des hochintelligenten, ruchlosen Vicomte de Valmont auf den Leib geschnitten. Perfekte Darstellung! Glenn Close überzeugt ebenso wie Michelle Pfeiffer als herzhaft Leidende und Uma Thurman als angehende femme fatale.

Es gibt Filme, die alleine aufgrund der schauspielerischen Leistung getragen werden, bei "Gefährliche Liebschaften" ist das nicht so. Da stimmt alles, Stephen Frears hat ein Gesamtkunstwerk geschaffen. Für Frears-Fans sei Mary Reilly empfohlen, wo Malkovich zwischen Jekyll und Hyde changiert bzw. Cheri - Eine Komödie der Eitelkeiten, in dem Michelle Pfeiffer eine Edel-Kurtisane abgibt.
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am 2. Februar 2006
Was machte man nur den ganzen lieben langen Tag lang im 18. Jahrhundert? Nun, die einen schufteten von früh bis spät um ihre Familie zu ernähren, aber die adeligen Müssiggänger hatten eine andere Beschäftigung: Ränke schmieden und unschuldige Mitmenschen ruinieren. Die Handlung des Filmes ist hier ja schon ausreichend erklärt, ich möchte nur nochmals die hervorragenden schauspielerischen Leistungen, vor allem von Glenn Close und John Malkovich, hervorheben.
Close als Marquise de Merteuil nimmt man ohne weiteres ab, dass sie alles tun wird um ihre Ziele zu erreichen und keine Beweggründe dafür zu nieder sind. Malkovich als Kontrastfigur Valmont ist zwar der perfekte Hedonist, doch irgendwie abgestumpft, fast schon aller Dinge überdrüssig, und zu allem Überfluss verliebt er sich wider besseres Wissen in eines seiner Opfer, was ihm den Groll der Marquise de Merteuil einbringt. Michelle Pfeiffer überzeugt als Mme de Tourvel, die teuer für ihren kleinen Fehltritt bezahlt.
Diese Riege von tollen Akteuren, zusammen mit der Ausstattung, ergeben einen grandiosen Rahmen, in welchem sich das Intrigenspiel und der Geschlechterkrieg entfalten. Intrigen, Betrug, Verführung, Dominanz und Erniedrigung, alle sind zeitlos und werden die Menschheit wohl begleiten solange es sie gibt, doch im Endeffekt machen sie neimanden glücklich, wie man hier sehen kann. Ich habe auch das Buch gelesen, in ihm wird die Marquise de Merteuil noch mehr gestraft; sie erkrankt an Pocken und ist für den Rest ihres Lebens entstellt.
Das einzig störende an Gefährliche Liebschaften ist dass die fast zeitgleiche Verfilmung des Stoffes von Milos Forman mit dem Titel 'Valmont' es nie aus dem Schatten dieses bekannteren Werkes heraus geschafft hat. Ich finde Forman's Version weder besser noch schlechter, sie ist in ihrer eigenen Art schön und gelungen und sehr sehenswert. Auch gibt es eine neuere moderne Verfilmung mit dem Titel 'Eiskalte Engel', die zwar gelobt wurde aber meines Erachtens dem Stoff nicht gerecht wurde und mit ihren altklugen Teenie-Darstellern über das Niveau von Soaps wie 'Dawson's Creek' kaum hinauskam.
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am 2. April 2017
Es ist zwar ein Klassiker, aber ich fand ihn sehr langweilig. Die Geschichte zieht sich so träge dahin und auch die Bilder haben mich nicht mitgerissen. Schade ich finde, dass man aus dem Stoff einen richtig guten Film hätte machen können. Das ist hier nicht gelungen.

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am 28. Januar 2013
Es gibt kein Menü, daher lief ständig der englische Untertitel mit. Das Bild färbte sich in den ersten Minuten grün-gelblich. Obwohl original verpackt, unverschämt schlechte Qualität. Bin sehr enttäuscht! Ausserdem kam die Lieferung erst nach über 14 Tagen!!
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