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Ganz oder gar nicht: Meine Geschichte Gebundene Ausgabe – 1. Juni 2004

4.1 von 5 Sternen 16 Kundenrezensionen

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Produktinformation

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1997 gewann er als erster Deutscher die Tour de France, insgesamt wurde er fünfmal Zweiter, dreimal hinter Lance Armstrong. In seiner Autobiografie präsentiert Jan Ullrich sich nun weder als tragischer Held noch als Opfer seines frühen Erfolgs, sondern als selbstkritischer Sportsmann.

Bereits mit 13 Jahren zog es das Rostocker Jungtalent an die Berliner Sportschule, wo er via Westfernsehen heimlich die Tour de France verfolgte und "der wichtigste Mensch in meinem Leben... keine Heike oder Mandy, sondern mein Trainer" war. 1993 kreuzten sich erstmals die Wege der beiden Kontrahenten: Ullrich wurde mit knapp 20 Jahren Amateurweltmeister, Armstrong siegte tags darauf bei den Profis. Das ewige Duell der beiden findet im Buch seine Fortsetzung und für jene, die Jede Sekunde zählt kennen, ist es reizvoll, die unterschiedlichen Tour-Berichte zu vergleichen. Ullrich beharrt auf seinem eigenen (Fahr-)Stil und resümiert fast trotzig: "Ich bin nicht der kühl berechnende Superstar ohne Fehl und Tadel, der sein Leben Tag für Tag dem Streben nach Höchstleistungen unterwirft." Doch immerhin lautet sein Motto Ganz oder gar nicht und Armstrong meint: "Entweder mache ich etwas 150-prozentig oder ich schlafe."

Für Ullrich heißt es, "in erster Linie mich selbst besiegen". Immer wieder hat er sich vermeintlich unerklärliche Ausrutscher geleistet, die bei näherer Betrachtung nur allzu menschlich sind. Nochmals leistet er Abbitte für seinen Disco-Unfall ("Ich war wirklich ein Angeber, und ein schlechter noch dazu.") oder den Ecstasy-Eklat ("Sie hatte Recht. Ich war ein Idiot."), der fast das Karriere-Ende bedeutet hätte. Ullrich erzählt seine Geschichte(n) so, wie er Rad fährt: gleichmäßig, gut anzusehen, vielleicht eine Spur zu leidenschaftslos. Nur in den Kapitelüberschriften geht er aus dem Sattel: "Die Liebe", "Der Triumph", "Die Wende". Da wird die Rennfahrer-Karriere zum Bildungsroman über ein "schlampiges Genie".

Fazit: Pflichtlektüre für Radsport-Fans und interessant für Breitensportler, die es beruhigend finden, dass auch im hochgerüsteten Profibereich Platz für "unglaublich dumme Fehler" bleibt. --Patrick Fischer

Der Verlag über das Buch

Der König der Herzen

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Format: Gebundene Ausgabe
Erschreckend ist bei diesem Buch insbesondere, wofür sich der zweifelsohne große - und von mir sehr geschätzte - Radrennfahrer Jan Ullrich hier hergegeben hat. Das Buch grenzt vom Erzählstil her an eine Zumutung; ein Umstand, der wohl Hagen Boßdorf wie auch dem teils fragwürdigem Lektorat gleichermaßen zuzuschreiben ist. Der ARD-Sportchef Boßdorf hatte bereits bei der letzten Tour de France gezeigt, daß ihm die Balance zwischen Geschäftssinn und journalistischer Distance völlig abging (nämlich als er Jens Voigt vom CSC-Team ob seiner Verfolgungsarbeit zu Ullrich brandmarkte; damals war die ARD noch T-mobile Co-Sponsor). Dieses Buch hier ist unerträgliches Gewäsch aus Kindheitskitsch in der DDR - ideologische Kontexte werden völlig ausgeblendet - und ständigen Wiederauferstehungsmythen, die ebenfalls platt überzeichnet sind. Schließlich weiß man von Boßdorf, daß dieser im Stasi-Wachregiment gedient hat - da haben sich zwei Typen gefunden: Der Eine als herausragender Sportkader, der Andere als herausragender Parteikader.
Als großer Radsport-Freund kann ich nur raten: Bloß nicht kaufen! (Dann eher die home-story in der der "Bunten" lesen - viel schlechter ist die nämlich auch nicht.)
Ich jedenfalls kann allen Interessierten nur "Wieder im Rennen" von Andreas Burkert empfehlen.
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Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
Das Buch gibt interessante Einblicke in die Welt des Radsports. Natürlich wird nicht auf das Thema "Doping" eingegangen. Warum auch? Die Intenssion ist nicht, den Radsport schlecht zu machen, sondern Einblicke in den Ablauf, das Training und die Härte zu gewähren. Es zeigt, dass man bereits früh ein Ausnahmetalent sein muss, um in dieser Welt zu bestehen!
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Von Ein Kunde am 30. Juni 2004
Format: Gebundene Ausgabe
Eines Vorweg - ich bin J.U. gegenüber sehr positiv eingestellt, daher hab ich das Buch auch am Tag des Erscheinens bekommen. Es ist nett zu lesen, aber meistens relativ seicht. Als positiv empfinde ich, dass er versucht mit dem Image des "Faulpelzes" aufzuräumen und dass er sich durchaus selbstbewusst und ehrgeizig (meine ich positiv) präsentiert. An einigen Stellen lässt er auch Selbstkritik anklingen, die Rechtfertigungen zum Thema Fahrerflucht und Tabletten fand ich dagegen etwas naiv. Persönlich wird es wenn es um das Verhältnis zu seiner Frau geht. X-fach geht er darauf ein und glorifiziert sie geradezu. Am Anfang fand ich es gut - später wurde es mir ein bischen zu viel. Ich fand es gut, dass er es nicht nötig hat in dem Buch andere in die Pfanne zu hauen - aber trotzdem hätte ich mir gewünscht, dass er an der ein oder anderen Stelle mal klarer Position bezogen hätte. Kritik kann man auch üben ohne unfair zu sein - das ist imo das Hauptmanko an dem Buch.
Fazit: Für einen Fan durchaus lesenswert und Kurzweilig, für jeden anderen aber kein "Muss" das völlig neue Erkenntnisse bringt (ausser vielleicht wie unglaublich hart auch ein "schlampiges Genie" trainieren muss)
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Format: Gebundene Ausgabe Verifizierter Kauf
man darf die "Tour des Lebens" von Armstrong nicht als Maßstab für dieses Buch nehmen. Die Geschichte von Lance - geprägt durch seinen dramatischen Kampf gegen den Krebs - ist nicht mit dem durch "normale" Höhen und Tiefen gekennzeichneten Werdegang Jan Ullrichs zu vergleichen. In "Ganz oder gar nicht" werden dem Leser interessante Geschichten aus dem Leben eines beeindruckenden Radsportlers erzählt. Das ist spannend und interessant. Bemerkenswerte Charakterzüge Ullrichs kommen zum Vorschein. Z.B. seine, von ihm mit Selbstständigkeit verwechselte , Dickköpfigkeit oder seine, durch Ruhe und Zuversicht getragene, überragende Leistungsfähigkeit. Einziger Wehrmutstropfen: Alles ist stringend in der "Ich"-Form gehalten. Der Leser fragt sich, was kommt wirklich aus dem "Herzen und dem Bauch" Ullrichs und was wurde ihm von Boßdorf und seiner Frau zurecht formuliert? Trotzdem: sehr empfehlenswert.
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Format: Gebundene Ausgabe
Vom Aufstieg bis zum tiefen Fall wird das Leben des Radsportlers, aber auch des Menschen Jan Ullrichs eindrucksvoll beschrieben. Dabei steht im Zentrum allen Strebens das Gewinnen der Tour de France. Das Buch hilft dem Laien die Qualen der Tour besser zu verstehen und gibt einen Einblick in das Seelenleben des Menschen Ullrich.
Es wird deutlich,dass er im Laufe seiner Karriere an Charisma dazu gewonnen hat und neben dem Sport vor allem die Familie für ihn zählt.
Als Einstimmung auf die Tour ein Muss für jeden Radsportbegeisterten.
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Format: Gebundene Ausgabe
Einer der größten deutschen Sportler aller Zeiten, Jan Ullrich, erster deutscher Sieger des härtesten Radrennes der Welt, der Tour de France, erzählt gemeinsam mit ARD-Kommentator Hagen Boßdorf über sein Leben: Die Geburt des "ungewünschten" Kindes Jan Ullrich, sein Aufwachsen in der DDR, sein erstes Rennen, der Weg zu Sporthochschule in Berlin, und sein Werdegang als Profi.
Der Aufstieg - der Triumph - der Absturz - die Rückkehr
Einfühlsame Worte, die einem zwischenzeitlich eine Gänsehaut über den Rücken laufen lassen, präzise Wiedergabe der Gemütslage. Das Pokerface Jan Ullrich, das einen Jahr für Jahr bei der Tour der Leiden begegnet wird lesbar.
Ein hervorragendes Buch, das die Höchstwertung verdient! Im Radsport die "Haute Catégorie" - 5 Sterne!
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