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Gala. Mein Leben mit Eluard und Dali. Taschenbuch – Februar 2003

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Daß Salvador Dali ein grandioser, in sich selbst verliebter Spinner, aber begnadeter Schöpfer in Sachen Kunst war, Paul Eluard ein kränkelnder, masochistischer, überaus talentierter Dichter seiner Zeit und Gala eine wahre Muse, Göttin, Inspiration und treibende Kraft, die ihrem Dasein mehr als treu gewesen ist, dürfte allgemein bekannt sein. Aber was verbindet diese drei sonderbaren Gestalten? Viel. Es ist die einzigartige Geschichte dreier Menschen, die Zeit ihres Lebens in engem Kontakt standen, um sich dem allerhöchsten Gut zu widmen: der Kunst.

In einem lausigen Winter im Jahre 1913 reist Gala, eine herbe junge Frau, die aus Rußland stammt, in ein Schweizer Sanatorium mit dem Ziel, sich zu kurieren, und trifft auf einen verträumten, sanften Jüngling, der hier ebenfalls Station macht. Paul Eluard, ein hochkalibriges Muttersöhnchen, widmet sich der Dichtkunst und findet in Gala einen begeisterten Fan. Eine von Leidenschaft durchtränkte Liebe entfacht sich, die trotz des Abschieds, der unweigerlich naht, nicht mehr von äußeren Einflüssen zu sprengen ist. Die unerbittlichen Kriegswirren und die enorme Entfernung machen es dem Paar vorerst unmöglich, sich zu sehen, bis Gala wagemutig den Entschluß faßt, nach Frankreich überzusiedeln.

In Paris angelangt, entwickelt sie sich zu einer Frau der Extravaganzen. Gehüllt in Samt und Seide hat sie mit dem alltäglichen häuslichen Leben nicht viel am Hut, während Eluard unter der Fuchtel seiner Eltern im familiären Betrieb Geld verdienen muß. Die Mutterschaft nicht allzu ernst nehmend, beginnt Gala eine hochexplosive Affäre mit Dadamax -- dem berüchtigtem Max Ernst --, der sich recht bald im Heim der Eluards einnistet. Es ist die Zeit des künstlerischen Aufbruchs. Der Dadaismus boomt. Eluard, der längst am Treiben seiner Frau krankt, aber inzwischen in den Genuß einer Erbschaft gekommen ist, bricht endgültig aus seinem konventionellen Leben aus und begibt sich auf Weltreise. Gala besinnt sich eines Besseren und kehrt zu ihrem Ehemann zurück bis zum endgültigen Bruch durch die übermächtige Begegnung mit einem Mann namens Dali.

Dali, ein skandalöser, neurotischer, unsicherer, asexueller, sich selbstinszenierender Sonderling, Voyeur und Einzelgänger, gehüllt in ein exotisches Piratenoutfit, Meister der Provokationen und skurrilen Phantasien, beginnt mit Gala an seiner Seite eine der bahnbrechendsten künstlerischen Karrieren als Surrealist, die wie keine andere in die moderne Geschichte eingegangen ist. Noch zu Lebzeiten etabliert er sich mit seiner Kunst und wird ein cleverer Geschäftsmann. Dali, der ganz gerne mal eine Bombe vor versammelter Mannschaft der oberen Zehntausend platzen läßt, indem er z.B. behauptet, eine köstliche Anrichte mit schwer verdaulichen Holzelementen genüßlich verspeist zu haben, verteilt und provoziert gnadenlos bis an das Ende seiner Tage.

Die Autorin begibt sich auf eine aufregende und abendteuerliche Reise durch die bizarre Landschaft des Surrealismus und seiner großen Meister, die durch und durch geprägt ist von den geschichtlichen Ereignissen in Europa. Bei Dominique Bonas Werk handelt es sich um eine hervorragend recherchierte Biographie mit klaren Strukturen, detaillierten Darstellungen, die gespickt ist mit unzähligen Gedichten Eluards und vielen verrückten Anekdoten. --Claudia Schulz

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Dominique Bona, geboren 1953 in Perpignan, studierte Literaturwissenschaft in Paris. Sie hat bereits mehrere Romane und Biographien veröffentlicht, die alle mit wichtigen französischen Preisen ausgezeichnet wurden. Neben ihrer Tätigkeit als Schriftstellerin ist Dominique Bona eine der renommiertesten Literaturkritikerinnen des Figaro Litteraire

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Von Ein Kunde am 10. Juli 2001
Das Buch ist wirklich super!Man erlebt zusammen mit Gala und Surrealisten eine ganz andere Welt!Dieses Buch zeigt wie wichtig die Frau sein kann in dem Leben von einem Mann,der bekannt ist! Tipp:unbedingt lesen!
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