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Kundenrezensionen

4,4 von 5 Sternen
10
GRENZENLOS: Deutsch-deutsche Kurzgeschichten
Format: Taschenbuch|Ändern
Preis:12,90 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime


am 24. Juni 2016
Dieser Titel wurde mir empfohlen als gelungene Deutsch-deutsche Geschichte. Aber ich kam mir eher wie in typisch unwirklich amerikanischen Pseudo-Spionage-Filmen vor. Allerdings muss ich gestehen, dass ich die Lektüre abbrach, nachdem mir die erste Geschichte nicht gefiel und ich weitere nach kurzem Anlesen ebenfalls als Kuriosum ablehnte. Meiner Meinung nach merkt man, dass die Autorin nicht in der DDR "lebte". Der normale DDR-Alltag war meiner Erfahrung nach ganz ohne CIA erheblich dramatischer als es hier im abgedruckten CIA-Unsinn.
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am 19. Januar 2016
Sinnvoller Inhalt! Toll, gut und schnell! Ja, ja, für Kurzgeschichten optimal. Immer noch neun Wörter und vier Kürzel zum Ende.
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am 30. Juni 2014
ist das Fazit der CIA-Agentin Samantha in einer der spannendsten Erzählung in diesem Band. Es geht um einen Stasiverhörer, der einen 17-jährigen Jungen weichkriegen soll, indem er ihn mit einem Trick davon überzeugt, dass seine Westberliner Freundin, zu der er eine verbotene Beziehung unterhält, gestorben sei. Was bei dem Jungen einen epileptischen Anfall und den Tod auslöst. Und irgendwann nach der Wende sogar eine Psychotherapie bei den Vernehmer (ganz nebenbei erfährt man, dass an der Stasi-Hochschule auch Professorentitel vergeben wurden).
Was einem heute alptraumhaft - kafkaesk vorkommt, bringt Doris Wiesenbach sehr prägnant, ohne eine überflüssige Zeile, in gut bemessenen Kurzgeschichten auf den Punkt. Dabei handeln diese Texte von wirklichen Begebenheiten. Zur Fantasie sind dabei nur die Menschen gezwungen, die sich ständig mit irgendwelchen Vorgesetzten und ihren Verboten herumschlagen müssen (ich bin ein Untergebener und musste mich mal kurz übergeben). Manchmal ist die Komik nicht zu überbieten (z.B. die starke Attraktion zwischen zwei Menschen, die, wie sich später herausstellt, für die jeweils andere Seite spionieren), der oft langweilige, aber manchmal extreme Alltag der DDR wird in allen Facetten dargelegt (die Autorin hat bei ihrer Recherche mit unglaublichem Engagement die Lebensgeschichten ihrer Gesprächspartner in Dialoge und treffende, manchmal etwas freche Beschreibungen übersetzt). Einmal geht es um eine wundersam anmutende Flucht aus der hermetisch abgeriegelten DDR, bei der tatsächlich eine osteuropäische Fluglinie über das offizielle Ziel hinausschiesst, ein anderes Mal um die ständige "Zersetzung" von Genossen und Kritikern, die oft noch vom Sozialismus träumen. Hier gehts um Westberliner Schwule, die zur Unterstützung Ostberliner Freunde in Omakleidern durch Ostberlin laufen, dort um Musiker, die wegen ihrer spannenden Texte verhaftet worden sind.
Wunderbar zu lesen, bei aller Fiktionalisierung des Genres leider mit wahrem Hintergrund, sehr humorvoll, mit wahnwitzigen Details - kann ich empfehlen, besonders allen sozial engagierten Menschen, von denen ein paar immer noch nicht Abschied von jenen Machtspielen und politischen Egotrips genommen haben, die dem DDR-System seine Härte gegeben haben. Aber wie es schon vor 2500 Jahren im chinesischen Tao-Te-King angedeutet wurde: Das Harte zerbröckelt, das Weiche bleibt. Selig sind die Sanftmütigen, denn sie werden die Erde besitzen.
3 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 29. Juni 2014
Erst dachte ich: nicht schon wieder DDR! Kenne ich doch alles!
Doch dann hat mich Doris Wiesenbach positiv überrascht. Die Autorin identifiziert sich mit ihren Figuren und lässt die Menschen von obskuren Ereignissen in der ehemaligen Ostzone erzählen.Als Leserin durchlebe ich die Gefühle der DDR-Bürger in dubiosen Situationen hautnah.Die Angst der Menschen vor der Staatsmacht ist so greifbar, dass es mich oftmals gruselt!
Der Stil der Aurorin ist klar, eindringlich, gewürzt mit feinem Humor und macht süchtig. Sobald ich eine Geschichte begonnen habe, muss ich sie zu Ende lesen.
Lehrern lege ich dieses Buch wärmstens ans Herz. Die Kurzgeschichten eignen sich hervorragend, das Interesse junger Menschen für die deutsch-deutsche Vergangenheit zu wecken.
Fazit: GRENZENLOS ist ein lesenswertes Buch für jedes Alter!
5 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 31. August 2014
Doris Wiesenbach ist mit ihren deutsch-deutschen Kurzgeschichten nicht nur ein Stück Alltagsgeschichte der DDR gelungen, sondern zeigt dem Leser eindrücklich wie die Gefährdung des täglichen Lebens durch Unsicherheit, Angst, Kontrollwahn und Verfolgung systematisch eingeschränkt wurde. Gleichzeitig erlebe wir in ihren Geschichten aber auch Menschen, die über sich hinauswachsen können; sie sind nicht nur Zeugnis eines unmenschlichen Regimes, sondern auch Lehrstück über Mut und Courage von Bürgern, die sich mit diesem Unrechtssystem nicht abfinden wollten und die Konsequenzen ihres Handelns mit Bespitzelung und harten Strafen bezahlten und unter den psychischen Folgen manchmal bis heute leiden. Es ist der Verdienst von Doris Wiesenbach, dass der Leser, dennoch nicht erschlagen wird von düsteren und gruseligen Lebenswelten; es bleibt spannend, bisweilen komisch und immer wieder enthüllend bis zur Demaskierung.
Als Lehrerin für Deutsch und Politik sehe ich in dieser Sammlung von Kurzgeschichten auch eine Bereicherung des Unterrichts, denn die Zeit der DDR gerät mehr und mehr in Vergessenheit. Die jetzige SchülerInnen-Generation, die bereits Kinder des vereinten Deutschlands sind, brauchen solche Geschichten, die es ihnen leichter machen ihre Eltern und Großeltern besser zu verstehen und den Wert eines zwar unperfekten aber immerhin demokratischen Systems zu erkennen und sich dafür zu engagieren, denn Freiheit und Rechtsstaatlichkeit bedürfen unser aller Einsatz.
2 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 16. Juli 2014
Alle Geschichten haben einen wahren Hintergrund. Sie sind nüchtern u. präzise in den ernsten u. auch komischen Schilde-
rungen. Diese sind kluge, scharfsichtige Beschreibungen individueller Unglücks-Situationen, die politische Schicksale geworden
sind. Die rigorose Zensur u. Unterdrückung des SED-Regimes wird am Einzelschicksal, das gründlich recherchiert zu sein
scheint, deutlich. Witzig auch, wie eine Gruppe schwuler Männer durch provokantes Auftreten anläßlich eines Subotniks
(Arbeitseinsatzes beim S-Bahn-Gleise verlegen) solidarisch versucht, den öffentlichen sozialen Raum hüben wie drüben durch ihr Erscheinen in Omaklamotten zu weiten. (Wer sagt denn, daß Männer immer in Hosen erscheinen müssen. Die ja bekanntlich
auch oft die Frauen anhaben. Sie verstehen!) Es gibt schon wieder Tendenzen, das Zonen-Unrecht fahrlässig zu verharmlosen (siehe Elmar FABER - Verloren im Paradies, Ein Verlegerleben, 2014). Schon alleine deswegen ist das Buch von Doris Wiesenbach eine Erinnerungspille für die nächsten Generationen. Ein kluges Buch - klar, eindringlich u. mit Humor gewürzt (schließe mich Frau de Haan oben an).
2 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 25. Februar 2016
Es ist ein kleines Büchlein, aber es gibt einen recht guten Einblick in das Leben in der DDR. In 15 Alltagsgeschichten werden einzelne Ereignisse beschrieben, wie sie viele damals erlebt haben und die durchaus ihren Platz in der Erinnerungskultur einnehmen sollten. Die Autorin greift dazu auf Tatsachen zurück, die sie dann lediglich literarisch aufbereitet. Für die Nachgeborenen tut sich dabei eine völlig fremde, unverständliche Welt auf. – Da kommt eine Frau vom Verwandtenbesuch aus der DDR zurück und findet in ihrem Gepäck die Brieftasche mit allen Papieren ihrer dort lebenden Cousine. Jede legale Rückgabe ist unmöglich, ebenso mit Ostpapieren in der Tasche dort erneut einzureisen. Was nun? – Andere Geschichten erzählen, wie es gelingen konnte mit Einfallsreichtum und List der Stasi ein Schnippchen zu schlagen. – So beweist jede Geschichte für sich die ganze Absurdität der SED-Diktatur. Besonders denen, die die DDR nicht erlebt haben, sollte man dieses Büchlein in die Hand geben.
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am 19. Oktober 2014
Eindrucksvolle Erzählungen über den Alltag im Unrechtssystem DDR, Geschichten, die von Verrat und Widerstand, Mord, Flucht und Liebe handeln, oftmals mit Humor erzählt, dem Leben abgelauscht, aber literarisch umgesetzt. Hautnah erleben wir die perfiden Strukturen der Macht aus dem Blickwinkel sehr unterschiedlicher Protagonisten. Obwohl die DDR untergegangen ist, in den Köpfen allerdings noch weiter lebt, bedarf es immer wieder der Erinnerung an dieses Regime. Großartig!
Eine Person fand diese Informationen hilfreich
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am 24. Juli 2014
Die Autorin zeichnet persönliche Dramen vor politischem Hintergrund,.Dabei verliert sie sich nicht in Horrorszenarien, sondern schildert verstörende Erlebnisse mit einem ironischen Unterton. Die Heldinnen und Helden jammern nicht, sondern drehen dem diktatorischen System eine lange Nase. Der jeweilige Spannungsbogen hielt mich bis zum Schluss bei der Stange. Ich habe die Erzählungen zügig gelesen und mich köstlich amüsiert.
2 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 15. Juli 2014
Ich kann mich der Rezension von J.K. Andersen nur vorbehaltlos anschließen. Auch ich habe die Deutsch-deutschen Kurzgeschichten mit Vergnügen gelesen.
2 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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