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GB84: Roman von [Peace, David]
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GB84: Roman Kindle Edition

4.2 von 5 Sternen 6 Kundenrezensionen

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Finstere Geschichten von gebrochenen Knochen und gebrochenem Stolz.« (Spiegel Online)

»David Peace hat den verratenen Bergarbeitern ein finsteres, vor Wut rauchendes Mahnmal gesetzt.« (Alexander Menden, Süddeutsche Zeitung)

»Ein herzzerreißend beklemmendes, nachtschwarzes Puzzle.« (Sylvia Staude, Frankfurter Rundschau)

»Eine Abhandlung über menschliche Hybris und über marode Systeme, die dann zusammenbrechen, wenn sie am meisten gefordert sind.« (Der Spiegel)

»Ein Roman von enormer Bedeutung. Es ist undenkbar, ein Bild dieser Epoche zu zeichnen, das spannender und suggestiver ist als dieses Buch.« (The Times)

»GB84 ist dicht, gewagt und ungemein schnell. Ein großartiger Roman über Spione und Verräter, Entführer und Mörder. Kurz, das grausame Spiel der Politik.« (The Guardian)

Kurzbeschreibung

Großbritannien, 1984. George Orwells düstere Vision ist Wirklichkeit geworden. Die Bergarbeiter sind in Streik getreten und kämpfen um ihre Arbeitsplätze, um ihre Zukunft. Doch die Premierministerin und ihre Handlanger sind gnadenlose Gegner. Sie hetzen die Presse auf, lassen Gewerkschaften bespitzeln, säen Gewalt. Inmitten dieser Eskalation, die das Land an den Rand eines Bürgerkrieges treibt, beginnt ein Spiel um Leben und Tod. Terry Winters, der als Gewerkschaftsführer schon bald mit dem Rücken zur Wand steht, hat in Stephen Sweet, dem zwielichtigen Strippenzieher der Regierung, einen gefährlichen Kontrahenten. Der Geheimdienst schickt David Johnson los, der die Jobs erledigt, die anderen zu schmutzig sind. Aber dann läuft ein Auftrag schief, und es gibt die ersten Toten. Spuren und Zeugen müssen beseitigt werden, wobei Johnson schließlich selbst ins Visier rückt. Als seine Frau entführt wird, gerät er außer Kontrolle …
Unnachgiebig zerrt David Peace die Leichen aus dem Keller der englischen Zeitgeschichte. »GB84« ist ein finsteres, atemloses Epos über den Verrat moralischer Werte und die Verzweiflung von Menschen, die alles verlieren können - und deshalb zu allem bereit sind.

Produktinformation

  • Format: Kindle Edition
  • Dateigröße: 2505 KB
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 545 Seiten
  • Verlag: Verlagsbuchhandlung Liebeskind; Auflage: 1 (10. Februar 2014)
  • Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
  • Sprache: Deutsch
  • ASIN: B00I4ZWZBU
  • X-Ray:
  • Word Wise: Nicht aktiviert
  • Verbesserter Schriftsatz: Aktiviert
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen 6 Kundenrezensionen
  • Amazon Bestseller-Rang: #39.346 Bezahlt in Kindle-Shop (Siehe Top 100 Bezahlt in Kindle-Shop)

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Format: Gebundene Ausgabe Verifizierter Kauf
Nach der legendären, m. E. die gängige (Krimi-)Prosa mittels einer spezifischen Splatter-Technik revolutionierenden Red-Riding-Tetralogie und dem ebenso atmosphärisch dichten wie bedrückenden Roman „Tokio im Jahr Null“ brühe man sich schon mal einen starken Yorkshire-Tee auf, denn auf seine Weise setzt David Peace dem letzten Akt des britischen Klassenkampfes ein literarisches Denkmal. Man taucht ein in eine brutale naßkalte Welt.

Denn "GB84" widmet sich in den 53 Kapiteln seiner „okkulten Geschichtsschreibung“ (D. Peace) den 53 Wochen des verzweifelten Bergarbeiterstreiks von 1984 in Mittel- und Nordengland. Der markiert ebenso das Ende der klassischen britischen Montanindustrie wie den Sieg der vom Neoliberalismus Hayeks inspirierten „Eisernen Lady“ Margret Thatcher über die einst mächtigen Gewerkschaften und damit über die traditionelle Arbeiterschaft des Tradeunismus. Nachdem die legendäre Premierministerin sich bereits im Falkland-Krieg und gegenüber der IRA so unnachgiebig wie durchsetzungsfähig zeigte, fertigte sie ebenso knallhart dezisionistisch den englischen „Gewerkschaftssozialismus“ ab, über den noch zehn Jahre vorher die Regierung Edward Heath gestürzt war. Der Schlacht nach außen folgt jene nach innen. Sehr hobbesianisch und an Schmitts Diktum erinnernd, daß souverän sei, wer über den Ausnahmezustand entscheide. Der umfaßt hier ein Jahr. – (Nebenher: Eigenwillig die Vorstellung, daß die Lady aus London mit dem im lieblichen Freiburg lebenden v. Hayek telefonierte und dessen Ideen begeistert materielle Gewalt werden ließ.
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Format: Gebundene Ausgabe
Den Tipp zu GB84 hatte ich im März aus dem www gefischt, ich weiß nicht mehr, mit welcher Suchanfrage. Gerade hatte ich begonnen, mich dafür zu interessieren (wie sollte mich eine Erinnerung an den Bergarbeiterstreik von 1984 auch nicht interessieren), da fand ich im Leipziger Buchmesseprogramm auch schon den Namen des Autors. Nichts wie hin.
David Peace. Ein dürrer Mann mit rasiertem Kopf und dicker Brille. Ein Brite, der aus einer nördlich gelegenen Industriestadt stammt, der inzwischen in Tokio lebt, und den nun also die Geister des Jahres 1984 bis nach Japan verfolgt haben.
Er war damals ein Kind oder ein Jugendlicher. Der Streik muss einen bleibenden Eindruck hervorgerufen haben. David Peace sagte, dass es ein Bürgerkrieg gewesen sei, dass Presse und Geheimdienste mobilisiert wurden, um zusammen mit der Politikerkaste den Wirtschaftsbossen den Weg in den Neoliberalismus zu ebnen. Die Streikenden wurden mit vereinten Kräften fertiggemacht.
Ja, David Peace hatte völlig recht mit seinen drastischen Worten. Der Streik war ein Knackpunkt nicht nur der britischen Geschichte. Erst nach diesem doch recht schwer erkämpften Sieg hatten die Neoliberalen den nötigen Mumm, um die ganze Welt unter ihre Knute zu zwingen. Aber zuerst und vor allem haben sie Großbritannien sehr verändert. Lennons Working Class Heroes waren geschlagen.
Dem Gespräch mit David Peace konnte ich sehr gut folgen, der darauffolgenden Lesung dagegen zunächst überhaupt nicht. Der Autor fiel zurück in einen nordbritischen Dialekt, sichtlich die Sprache seiner Kindheit, und ich verstand kein einziges Wort.
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Format: Gebundene Ausgabe Verifizierter Kauf
Positiv: eine erbarmungslose und detailreiche Analyse der Thatcher-Politik, wie sie nach meiner persönlichen Erinnerung in den österreichischen Medien in den Achtzigerjahren niemals veröffentlicht wurde. (Der ein Jahr dauernde Bergarbeiterstreik ist damals sozusagen spurlos an mir vorübergegangen.)
Negativ: es werden zwei große Handlungsstränge ineinander verflochten, der eine enthält die Schilderung der Ereignisse samt kriminellen Details quasi von außen, in der 3. Person erzählt; der andere protokolliert Erzählungen betroffener Bergarbeiter aus ihrem persönlichen Erleben in der jeweiligen Ich-Form. Wer ist bloß auf den "originellen" Einfall gekommen, diesen zweiten Strang in einer derart winzigen Schriftgröße dazwischenzuschalten, dass der Text beinahe unlesbar ist?
Negativ: die brutalen Polizeieinsätze und bürgerkriegsartigen Kämpfe mit den streikenden Bergarbeitern werden in immer wiederkehrender Weise beschrieben und dadurch nicht eindringlicher, sondern ermüdend. Die Kapitel sind nach Wochen eingeteilt und sollten offenbar gefüllt werden, auch wenn es nichts "Neues" zu erzählen gab.
Negativ: abgesehen von einigen auch bei uns bekannten Politikern ist es für Nicht-Briten nicht einfach, bei den handelnden Personen Fiktion von Realität zu unterscheiden, z.B. hat der durchgehend nur als "der Jude" bezeichnete Stephen Sweet offenbar ein reales Vorbild anderen Namens. Durch die Überfülle von Details und Anspielungen bleibt die Verständlichkeit auf der Strecke.
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