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Ratgeber Funktionsjacken in Kooperation mit „ALPIN – Das BergMagazin“

Funktionsjacken zeichnen sich durch zahlreiche technische Eigenschaften aus. Dazu gehören beispielsweise Schutz vor Wind, Regen oder Kälte. Um diesen Ansprüchen gerecht zu werden, sind die Materialien sehr widerstandfähig und dabei noch möglichst leicht. Natürlich eignen sich Funktionsjacken auch als modischer und praktischer Alltagsbegleiter. Hier finden Sie alle wichtigen Informationen zu Funktionsjacken.

Daunenjacken

Daunenjacken gelten als DIE Isolierjacken schlechthin, und das schon seit fast 100 Jahren. Daune hat die Eigenschaft, im Verhältnis zu ihrem Eigengewicht viel Luft einzuschließen (und damit gut zu isolieren). Und auch wenn die Kunstfasern immer besser werden: Daune ist bisher unerreicht, was das Wärme-Gewichts-Verhältnis angeht.
Daune ist aber empfindlich gegenüber Feuchtigkeit. Sie klumpt zusammen, wenn sie nass wird und isoliert dann nicht mehr. Außerdem muss Daune in der Jacke in verschiedene Kammern gesteckt werden, da sonst schnell die gesamte Daune unten in der Jacke läge und an allen anderen Stellen keine Isolierung mehr gegeben wäre. Diese Kammern brauchen Nähte und diese Nähte sind Kältebrücken, weil dort ja keine Isolierung platziert ist. Aufwendige Daunenjacken für besonders kalte Bedingungen sind daher so konstruiert, dass sich zwei Kammern jeweils überlagern. Da deckt eine Kammer die Kältebrücke der anderen Kammer ab.
Bei Daune gibt es sehr unterschiedliche Qualitäten. Folgende Parameter geben die Qualität von Daunen an:
Mischungsverhältnis (von Daune und Federn): hochwertige Daune hat ein Mischungsverhältnis zwischen 90:10 und 96:4. Daunen haben keinen Kiel (Steg), Federn haben einen Kiel. Durch den Griff an die gut gefüllten Stellen eines Daunenproduktes kann man Qualitätsunterschiede anhand der spürbaren Kiele deutlich ertasten.
Loft: Der Loft Wert gibt an, wie viel Bauschkraft die Daune hat. Die Unterschiede sind riesig. Je höher der Loft (gemessen in Kubik-Inch, kurz cuin), desto hochwertiger ist die Daune. Hochwertige Daune hat einen Loft von 600 cuin, Spitzendaune von ca. 750 cuin.
Kein Lebendrupf: Namhafte Hersteller garantieren mit dem RDS-Standard (Responsible Down Standard), dass sie keine Daune aus Lebendrupf verwenden, da das, wie man sich leicht vorstellen kann, enorme Tierquälerei ist.

Primaloft Jacken/Kunstfaser-Isolierjacken

Jacken mit einer Kunstfaserfüllung dienen der Isolierung. Kunstfaser hat gegenüber Daune einige spezifische Vor- und Nachteile. Der Hauptvorteil liegt darin, dass Kunstfaser weniger empfindlich gegenüber Feuchtigkeit ist als Daune. Daune klumpt zusammen, wenn sie nass wird und isoliert dann nicht mehr. Kunstfaser isoliert auch noch in nassem Zustand, weil sie einen Teil ihrer Bausch kraft behält.
Die Isoliereigenschaft von Kunstfaser ist in den letzten Jahren deutlich besser geworden und kommt inzwischen vom Wärme-Gewichts-Verhältnis fast an Daune ran. Einer der namhaftesten Hersteller von Wattierungen im Outdoor-Bereich ist Primaloft. Primaloft gibt es inzwischen in vielen verschiedenen Dicken, Arten und Ausführungen.
Ein weiterer Vorteil von Kunstfaser bei leichten und dünnen Jacken ist der, dass man die Wattierung flächig verarbeiten kann und nicht mit Nähten fixieren muss, wie es bei einer Daunenfüllung der Fall ist. Jede Naht ist eine Kältebrücke. Seit wenigen Jahren gibt es allerdings auch Kunstfaser als Schüttung, also in loser Form. Damit verspielt man einen der Vorteile, weil diese Isolierung natürlich wieder in Kammern (und damit mit Nähten) an Ort und Stelle gehalten werden muss.
Kunstfaserjacken sind häufig in der Atmungsaktivität (Wasserdampfdurchgang) deutlich eingeschränkt und eignen sich daher besonders als „Gipfeljacke“, als Belay-Jacke oder für ganz kalte Tage. Es gibt Jacken mit Kunstfaserfüllung in vielen Varianten, mit partieller Isolierung, extra dünner und leichter Isolierung oder mit extra dicker oder gar gedoppelter Iso-Wattierung.

Ultraleicht-Jacken

Eine Jacke muss nicht immer 300, 500 oder gar 800 Gramm wiegen. Heutzutage gibt es funktionelle Outdoorjacken, die 200 Gramm oder noch (deutlich) weniger wiegen und ein dementsprechend kleines Pack maß haben. Diese Jacken sind für ihr Gewicht überraschend robust und wahlweise sogar wasserdicht und atmungsaktiv, in den allermeisten Fällen mindestens winddicht. Besonders für Tagestouren eigenen sich solche superleichten Jacken.
Natürlich können sie in den Punkten Robustheit, Wasserdampfdurchgang und Wasserdichtigkeit nicht mit den hochwertigen, schweren und teuren Jacken konkurrieren, die 500 Euro kostet. Aber einen kurzen Regenschauer oder den kalten Wind am Gipfel halten sie auch ab. Dafür nehmen sie im Rucksack kaum Platz weg, wiegen fast nichts und sind in den meisten Fällen auch nicht besonders teuer.

Softshell-Jacken

Die Softshell-Jacke ist das Multitalent unter den Outdoorjacken und für viele Aktivitäten wie Laufen, Biken, Bergsteigen und Klettern geeignet. Softshell-Jacken kombinieren angenehm komfortable Materialien mit wetterbeständigen und schützenden Eigenschaften. Softshells liegen irgendwo zwischen Fleece-Jacken und Hardshell-Jacken. Sie sind im Gegensatz zum Fleece wind- und wetterfester, aber nicht gänzlich wasserdicht und im Vergleich zur Hardshell besitzen sie bessere atmungsaktive und elastische Eigenschaften. Im Gegensatz zu Fleece sind Softshells, ähnlich wie Hardshells, (meist) mehrlagig aufgebaut. Der Oberstoff besteht aus wasserabweisendem, abriebfestem Material, welches Feuchtigkeit gut transportiert, aber nicht aufnimmt. Hier kommen Materialien aus Polyester, Polypropylen oder Polyamid zum Einsatz. Je nach Ausrichtung haben auch Softshells als zweite Lage eine Membran, welche wasserdampfdurchlässig ist, aber den Wind abweist. Auf der Innenseite der Jacke sorgt schließlich Fleece oder Velours für ein angenehmes Tragegefühl und Schutz vor Kälte.

Hardshell-Jacken

Die Bezeichnung Hardshell heißt übersetzt nichts Anderes als harte Schale und steht für „intelligente“ Jacken, die wasserdicht, winddicht und atmungsaktiv sind. Die Materialien sorgen dafür, dass von außen kein Wasser eindringt, aber dafür Schweiß in Dampfform durch das Gewebe nach außen dringen kann. Grob gesagt gibt es zwei Varianten auf dem Outdoor-Markt: Hardshells mit PU-Beschichtungen und Hardshells mit Membranen. Die Unterschiede sind fundamental. Bei beschichteten Hardshells ist das PU die äußerste „Haut“. Das hat den Nachteil, dass der Abrieb hoch ist. Daher sind diese Jacken nicht rucksackgeeignet. Zudem erreichen sie hinsichtlich Atmungsaktivität keine Top-Werte. Für den gelegentlichen Einsatz im Regen stellen sie aber durchaus eine kostengünstige Alternative zu Hardshells mit Membranen dar. Bekannte Funktionsmaterialien mit PU-Beschichtungen sind z.B. Hyvent von The North Face, Ceplex von VAUDE und Membrain von Marmot. Bei „teuren“ Hardshell-Jacken mit Membranen befindet sich diese unter der Außenschicht. Das hat den Vorteil, dass beim Rucksacktragen kein Abrieb zu befürchten ist. Einige Hersteller verstärken zum Schutz zusätzlich die Schulterpartien. Bei 3-lagigen Jacken sind Oberstoff, Membran und Futter zu einer Schicht laminiert. Die Membran ist dadurch von oben und unten vor Reibung geschützt. Diese Jacken sind leicht und trotzdem sehr stabil. Bei 2-lagigen Jacken sind Membran und Oberstoff verbunden (bei modischen Jacken ggf. auch Innenfutter und Membran), das Futter ist in die Jacke eingehängt. Dieses kann an der Membran reiben, weshalb 2-lagige Jacken nicht ganz so stabil wie 3-lagige Jacken sind.
Ein aktuell breit diskutiertes Thema ist die Imprägnierung (DWR) von Hardshell-Jakcen. Die ist traditionell PFC-haltig, PFCs sind aber giftig. Immer mehr Hersteller setzen auf PFC-frei Imprägnierungen. Das ist in den Produktbeschreibungen immer ausdrücklich genannt, wem das wichtig ist, der sollte explizit darauf achten.
Tipp: Beim Kauf unbedingt auf die Funktionalität, Sitz und Passform der Kapuze achten. Wer öfter einen Helm trägt, sollte diesen unbedingt ins Geschäft mitnehmen und die Hardshell-Jacke mit dem Helmmodell testen.

Fleece-Jacken

Fleece-Jacken bestehen aus softem Polyestergewebe, das enorm atmungsaktiv ist, tolle isolierende Eigenschaften mit sich bringt, sehr leicht bei hoher Wärmeleistung ist und im Handumdrehen trocknet. Alles Eigenschaften, die Fleece-Jacken für den Outdoor-Einsatz prädestinieren. Inzwischen reichen die Fleece-Varianten von extrem luftigen oder schweißsaugenden über besonders wärmende oder kuschelige bis zu windabweisenden oder -resistenten Modellen. Fleece ist immer noch eine der gängigsten Isolierungsschichten. Dünnere Fleece haben ein Gewicht von ca. 100 bis 200g/m2 (100er-Fleece). Die mitteldicken Stoffe wiegen dementsprechend 200 bis 300g/m2 (200er-Fleece). Die Grammangaben findet man an den meisten Fleece Produkten. Die beiden genannten Stärken werden überwiegend verarbeitet und je nach Temperatur und Grad an Aktivität werden auch unterschiedliche Dicken kombiniert. Fleece sind optimal im Zwiebelsystem anwendbar.