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Wie man mit Fundamentalisten diskutiert, ohne den Verstand zu verlieren: Anleitung zum subversiven Denken Taschenbuch – 24. Oktober 2011
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- Seitenzahl der Print-Ausgabe196 Seiten
- SpracheDeutsch
- HerausgeberC.H.Beck
- Erscheinungstermin24. Oktober 2011
- Abmessungen15.1 x 1.4 x 19.1 cm
- ISBN-103406583784
- ISBN-13978-3406583780
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Produktinformation
- Herausgeber : C.H.Beck; 7. Edition (24. Oktober 2011)
- Sprache : Deutsch
- Taschenbuch : 196 Seiten
- ISBN-10 : 3406583784
- ISBN-13 : 978-3406583780
- Abmessungen : 15.1 x 1.4 x 19.1 cm
- Amazon Bestseller-Rang: Nr. 505,856 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
- Nr. 870 in Gesprächsführung (Bücher)
- Nr. 7,326 in Literaturkritik
- Nr. 71,186 in Film, Kunst & Kultur (Bücher)
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Zwischen Sekten wie Scientology, der katholischen Kirche oder "dem Marxismus" macht Hubert Schleichert dabei keinen Unterschied. Dies ist ein Problem, denn damit wirft er die Befreiungstheologie Lateinamerikas in einen Topf mit der Inqusition, oder die nicaraguanische Revolution mit dem Stalinismus.
Der Autor hat einen feinen Sinn für die Widersprüche in geschlossenen ideologischen Systemen:
"...ist es eine bekannte Tatsache, dass konkurrierende Ideologien einander verdammen, während ihre Oberhäupter freundlich Besuche austauschen und dabei von weniger verfänglichen Themen sprechen." S. 64
"...der Kampf gegen Häresien [wurde] zu allen Zeiten mit größerer Erbitterung geführt als gegen den 'äußeren Feind'. Der tatsächliche Grund wird wohl immer gewesen sein, dass der äußere Feind viel zu mächtig war... Mit dem Häretiker im eigenen Machtbereich ... konnte man vielleicht fertig werden." S. 70
Mich hat beeindruckt, dass von der Tonlage her Johannes Calvin mitunter redet wie Joseph Goebbels, der sich erdreistete zu behaupten, mit den Untaten der Juden äußerste Geduld zu haben:
"Der Fanatiker sieht sich selbst als milden, gütigen Menschen, dessen Härte nicht auf Sadismus oder Hass gründet, sondern von der heiligen Sache erzwungen wird." S. 79
Andererseits ist die Frage, ob Diskussionen mit verbohrten Ideologen überhaupt etwas bringen. Hubert Schleichert hat nur bescheidene Hoffnungen, ein wenig Zweifel zu säen:
"Wie einer Katholik, Quäker, Hinduist, Muslim, Sozialist, Antisemit und so fort wird, ist ein offenes Geheimnis: Das übernimmt der Mensch in der Regel von seinen Eltern, lange bevor in der Lage ist, profund darüber nachzudenken, Alternativen kennenzulernen... Das menschliche Herz ist schwer zu bewegen. Also muss man auf die Menschen einwirken, solange sie im bildungsfähigen Alter sind. Deshalb legen die Kirchen auf den Religionsunterricht ... solches Gewicht." S. 113
Doch in seinem antiideologischen Eifer versteigt sich der Autor zu einer Ablehnung fast aller gesellschaftlicher Denksysteme, die irgendwie mit Macht zu tun haben. Nur die scheinbar freie kapitalistische Ideologie stellt er nicht in Frage:
"Keiner Ideologie, ob christlich, jüdisch, islamisch, marxistisch, atheistisch, rassistisch, nationalistisch oder was sonst, so friedlich sie sich auch zeitweilig verhält, darf man trauen, wenn sie intolerante oder inhumane Elemente auch nur in der verstecktesten theoretischen Ecke duldet." S. 124
Das dürfte dann freilich auch für dieses Buch gelten. Absolute Toleranz geht nicht. Waren die französische Revolution oder der Kampf gegen die Apartheid in Südafrika nicht Ausdruck der Intoleranz gegenüber den alten Herrschern, inkl. Töten für die Ideologie?
Als bestes Mittel gegen starre Doktrinen und Wunderglauben empfiehlt der Autor Subversion: "Stärker als alle diese ernsthafte, schwerfällige und doch nicht zwingende Kritik wirkt die ausführliche Darlegung und Kommentierung der Wunderberichte selbst. Schließlich kann man dabei ein Lächeln kaum unterdrücken, und das ist der Anfang vom Ende." (S. 155)
Hubert Schleicherts Buch liefert eine brillante Kritik des Dogmatismus, aber sein nihilistischer und unhistorischer Ansatz ist keine überzeugende Alternative. Bibelzitate sind heute kein Argument mehr in der politischen Auseinandersetzung.
Dennoch ist das Buch ein gutes Gegengift für Menschen, die von einer fixen Idee besessen sind. Seine praktischen Vorschläge für den Umgang mit Dogmatikern sind durchaus brauchbar.
In vielen Beispielen zieht er Parallelen zu vergangenen Epochen, in welchen z.T. falsch ausgelegte Zitate durch Fanatiker in Katatastrophen verwandelt wurden.
Er zeigt sie aus verschiedenen Blickwinkeln, versucht sie verständlich zu machen und will uns helfen, sie zu erkennen und zu entschärfen.
Durch wiederholtes Augenzwinkern zwischen seinen Ausführungen gelingt es ihm, den Leser trotz der ernsten Themen zu entspannen.
Leider ist der Text nicht gut didaktisch aufbereitet. Die eingeführten Argumentationsfiguren haben schwer zu behaltende Namen (für mich als Lateinbanause), es gibt keine Zusammenfassung der Grundlagen. Hatte mir schon überlegt, eine Übersicht über die verschiedenen Argumentationstechniken und -kniffe zu erstellen (war bislang aber zu träge dafür).
Eine zweite Schwachstelle waren für mich die verwendeten Beispiele. Meist handelte es sich um Bibelzitate oder um mehrere hundert Jahre alte Diskussionen zu Bibelstellen (z.B. Calvin, Bayle, Voltaire). Hier hätte ich mir aktuellere oder generellere (nicht nur auf das Christentum zielende) Beispiele gewünscht.
Das führt mich auch schon zum dritten Schwachpunkt. Ich hatte von dem Buch eine generellere Betrachtung der Problematik "Fundamentalismus" erwartert - eine Betrachtung über den religiösen (und hier hauptsächlich den christlichen) Horizont hinaus.
Das Buch ist jedoch kein vollendeter Reinfall. Der Autor hat ein fundiertes mit großem Aufwand recherchiertes Werk geschaffen, wobei ich bei der Annäherung an das Werk jedoch einige Schwierigkeiten hatte.
Ein weitaus besser aufbereitetes und lesbareres Buch ist "Das sockenfressende Monster in der Waschmaschine. Eine Einführung ins skeptische Denken" von Christoph Bördlein. Im Kern geht es ums gleiche Thema: kritisches Hinterfragen von Behauptungen. Bördleins Buch ist jedoch aus dem Blichkwinkel eines Psychologen geschrieben und für mich besser geeignet zu lernen, hinter Argumentationsfassaden zu blicken.


