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Fun [Vinyl LP]

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Fun
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Vinyl, 8. Februar 2014
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Produktinformation

  • Vinyl (8. Februar 2014)
  • Anzahl Disks/Tonträger: 1
  • Label: Thischarmingman (Cargo Records)
  • ASIN: B00HHJH46U
  • Weitere verfügbare Ausgaben: Audio CD  |  MP3-Download
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.1 von 5 Sternen 7 Kundenrezensionen
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Titelverzeichnis

Disk: 1

  1. Albtraum
  2. Eine Minute Schweben
  3. Blaue Flecken
  4. Hörst Du Mir Zu?
  5. Und Ja
  6. Angst
  7. Ich Erwarte Nichts Mehr
  8. Rückfall
  9. Nie Wieder Scheitern
  10. Girlanden


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Top-Kundenrezensionen

Format: Audio CD
Einige deutschsprachige Musikmagazine und -blogs haben das Album zur Platte der Woche, des Monats oder was auch immer gekürt und man hört schon die ersten Spacken "Hype" schreien. Dabei erregen Die Nerven mit ihrem CD-Debüt zurecht Aufmerksamkeit. Seit Eintreffen drücke ich gerade zum fünften Male auf "Wiederholung". Und das liegt nicht nur an der wohl dosierten Spielzeit von knapp über 36 Minuten.
"Fun", so der sarkastische Titel ist das erste (offizielle) Album der Band auf CD, das zweite offizielle Album und wenn man die Eigenveröffentlichungen mitrechnet eigentlich das fünfte Album überhaupt.

Als Trio treten sie in klassischer Besetzung Gitarre, Bass, Schlagzeug + Gesang auf. Lärmig, hypnotisch und unterschwellig agressiv rocken sich die drei Nerven kraftvoll durch ihre (post)punkigen Rocksongs. Garantiert hitfrei was irgendwelche Radio- oder deutschen Charts angeht.

Textlich gibt es, gerne auch ein wenig plakativ, jede Menge sloganartige Zeilen um die Ohren. Etwa in dieser Art: ""Das ist immer noch Dein Leben / Auch wenn Du selbst nichts mehr entscheidest"" oder ""Wer ich bin, ist nicht so wichtig / Hauptsache, man lässt mich in Ruhe"".

Als Referenzen würde ich Bands wie Mutter, die frühen Fehlfarben oder die frühen Abwärts nennen. Wer heutzutage Bands wie Messer oder 206 mag sollte unbedingt ein Ohr riskieren.

Sehr interessant ist die Sammlung von Kommentaren die die Band auf ihrer Tumblr-Seite veröffentlicht hat.

Anspieltipps: Alles. Hervorheben kann man Vielleicht "Nie wieder scheitern".
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Von D.von und zu E. TOP 1000 REZENSENT am 3. November 2014
Format: Audio CD
Deutsche Musik hat heutzutage zwei Probleme: sie verliert sich entweder klanglich & inhaltlich in belanglosen Gefälligkeiten oder aber sie überzieht sämtliche Register, egal ob Härte, Maskulinität oder Gossenvokabular (ja, ich schaue da in Deine Richtung, peinlicher Ghettorap für peinliche nicht-Ghettokinder)

Dazwischen tauchen immer mal wieder die üblichen Könner auf, die keinem mehr etwas beweisen müssen und somit auch ruhiger geworden sind, und dann gibt es aller Jubeljahre mal ein paar Musiker, die so gar nicht in's Bild passen: dissonant, laut, vollkommen unzeitgemäß und mit ihren Texten zwar an diversen wunden Punkten, aber eigentlich zu idiosynkratisch um Erfolg zu haben.

Und um genau so eine Band handelt es sich bei Die Nerven. Virtuos? Elegant? Eingängig? Ja nee danke, is einfach mal nicht. Ihr zweiter Longplayer "Fun" (in Anbetracht der Inhalte ein wirklich bitter-sarkastischer Titel) befasst sich mit vielen Dingen ... Perfektion, Schönheit & Harmonie sind allerdings nicht darunter. Die Gitarren schrammeln feedbacklastig vor sich hin, Titel wie Angst, Albtram, Blaue Flecken oder Rückfall lassen bereits erahnen, dass das Ganze nicht unbedingt stimmungsaufhellend sein wird, und die brüchige, Post-Punkige Gesangsspur schwankt permanent zwischen Resignation & Ausbruch.

Überhaupt sind Wut und Beklommenheit die zentralen Punkte von "Fun", und genau das transportieren auch Spielart und die Produktion dieses Albums. Irgendwo zwischen Bauhaus, Slint, den ganz frühen Tocotronic und den noch früheren Neubauten scheppern & lärmen Die Nerven, als wäre alles bereits viel zu spät.
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Von Mapambulo TOP 500 REZENSENT am 12. Februar 2014
Format: Audio CD
Es gab dieser Tage wieder ein verstärktes Lamento darüber zu hören, dass sich in unserem Lande zu wenige Musiker auf lautstarke und/oder originelle Weise mit ihrer politischen Weltsicht zu Wort melden (meint hier selbstredend die tolerante, offene, liberale), also ein Gegengewicht bilden könnten zum drögen, spießbürgerlich trendigen Rechtsrock Marke Onkelz oder Frei.Wild. Soweit, so verständlich. In der Tat lassen sich unverbrauchte und geistreiche Stimmabgaben lange suchen und hernach fast an einer Hand abzählen, genannt werden hier stellvertretend Ja, Panik, Desiree Klaeukens und der Rostocker Marteria. Selbst wenn man die aufstrebende Deutschpunkszene um Messer und Feine Sahne Fischfilet mit dazurechnet, bleibt’s übersichtlich, ungeklärt zudem, wer von den Genannten die Rolle der meinungsbildenden Leitfigur übernehmen kann resp. will. Wie groß die Sehnsucht nach ein paar neuen, stilprägenden und tonangebenden Vorbildern ist, kann man auch daran erkennen, dass die aktuelle Platte des Stuttgarter Postpunktrios Die Nerven schon mal vor VÖ zur einer „der wichtigsten und besten deutschsprachigen Platten dieses Jahrzehnts“ (SPON) emporgejazzt wurde. Allein, können die drei den Erwartungen gerecht werden? Jung – aber ja, laut – sehr wohl, richtungsweisend – nun ja, aber vornweg?

Nach dem beachtlichen Debüt „Fluidum“ nun also mit „Fun“ der Nachfolger, wieder eine erfreulich eigenwillige Mischung aus melodiösem Waverock und faserig-fiebrigem Rückkopplungskrawall. Die Stimmungslage ist unverändert – so diffus wie die Bedrohung muten die Texte an, klar und konsequent scheinen sie nur in ihrer unbedingten Verweigerung einer vorhersehbaren Reaktion.
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