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am 16. Mai 2017
Ich bin von Anfang an sehr gut in die Geschichte hineingekommen und wollte einfach wissen, was es mit dem Buch und dem seltsamen Fremden auf sich hat und dann wartete ich, bis sich endlich ihre Wege wieder kreuzen, denn es war mir relativ schnell klar, wo Julia ihn finden könnte (schwer, das zu formulieren, ohne zu spoilern) :-D. Die Idee mit dem Buch und dem schrittweisen Enthüllen des Familiengeheimnis hat mir gefallen und war gut umgesetzt, so dass man unbedingt weiterlesen wollte. Von den Charakteren mochte ich Paul besonders gern, auch wenn er schon fast ein bisschen zu gut für diese Welt ist. Wer hätte nicht gern seinen eigenen Paul?
Ich fand das Buch sehr atmosphärisch durch die unsichtbaren Verbindungen zwischen einigen Charakteren und Julias Gabe, die Menschen sehr genau zu sehen, wirkte es bisweilen, als würde sich die Handlung in die übernatürliche Ecke hin entwickeln.
Bis zum Ende blieb es spannend, auch wenn ich einige Elemente erahnen konnte und - mein einziger Kritikpunkt - die Auflösung hätte meines Erachtens noch gerne ein bisschen tiefer in die Dramakiste greifen dürfen. Trotzdem habe ich das Buch sehr gern und ruckzuck gelesen.
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Ich bin bei diesem Buch sehr hin- und hergerissen, weil ich die eigentliche Geschichte toll finde und auch die Art wie sie erzählt wird - eigentlich. Und trotzdem habe ich das Buch zwischendurch ewig lange zur Seite gelegt, weil ich mit ihm nicht ganz warm wurde. Warum? Ganz einfach, weil der Schreibstil mir streckenweise einfach ein bisschen zu kitschig, zu süßlich und mit zu viel Pathos untermalt war.

Okay, rein inhaltlich hat es mich auch manchmal auf die Palme getrieben, weil mir einige Charaktere einfach zu schwach und zu egoistisch waren, allerdings war hier eher das Problem, dass sie so gut beschrieben waren, dass es mich immer wieder geschüttelt hat und ich immer wieder das Gefühl hatte, ebenfalls eingeengt zu werden. In dem Fall also eine sehr gelungene Darstellung, da mich das Buch in der Hinsicht definitiv mitgenommen hat.
Und wer ist noch nie jemandem begegnet, der Kindern zu viel aufbürdet, der seine ganz eigenen egoistischen Gründe für etwas hat und dabei die ganze Zeit betont, dass er das ja nur für....wen auch immer getan/gesagt/gedacht/ge-irgendwas-t hat und dass er den anderen einfach nur schützen wollte. Oder vielleicht doch eher sich selbst?
Flucht ist keine Lösung und manchmal muss man anderen auch weh tun und sich frei strampeln, wenn man selbst mit sich ins Reine kommen will.
Manchmal muss man Strukturen aufbrechen, um wieder Luft zu bekommen und um sehen zu können, was man eigentlich wirklich hat.

Der Anfang, so wichtig die Entwicklung für die Geschichte ist, zog sich für mich etwas hin, dies war auch der Teil, in dem ich das Buch immer wieder aus der Hand legte und wieder etwas Zeit verstreichen musste, bis ich es wieder in die Hand nehmen mochte. Ab dem Moment allerdings, in dem Julia endlich anfing, ihr Leben in die Hand zu nehmen und sich aus den engen Grenzen, die ihre Mutter ihr gesteckt hat, zu befreien, flogen die Seiten nur so dahin. Die Intensität, mit der ihre Mutter ihr Leben bis ins kleinste Eck gemanaged hat und sogar Paul hier in einem nicht mehr akzeptablen Rahmen mit eingebunden hat, hat mich ziemlich wütend gemacht, muss ich gestehen.
Das Ende entwickelte sich dann für mein Empfinden recht schnell, war aber in sich rund und passte.

Gute drei Sterne, weil ich das Buch zwar mochte, ich mit dem Stil aber dennoch manchmal Probleme hatte.
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am 15. Mai 2017
Der Titel „Frostgras“ macht neugierig. Und diese Neugierde behält man bei, wenn man im ersten Drittel des Buches noch rätselt, welches Genre genau damit bedient wird. Wer einen einfach gestrickten Jugend-Liebesroman mit oberflächlichen Liebeleien und Bäumchen-wechsle-dich- Spielchen erwartet, wird bald überrascht werden. Denn da gibt es eine rätselhafte Begegnung, die die Protagonistin aus aus erklärlichem Grund bis ins Mark erschüttert und beinahe die familiären Verbindungen zerrüttet. Ist das ein Krimi? fragt man sich im zweiten Drittel des Buches. Mehr will ich von der Dramaturgie des Plots nicht verraten…

Ein erwachsener, anspruchsvoller Leser soll sich nicht von der einfachen, der jugendlichen Mentalität perfekt angepassten Sprache abschrecken lassen und dieses Buch allzu schnell als oberflächlich abtun. Denn die Autorin hat einen Spagat gewagt, wie nur wenige Autoren und auch kaum Verlage den Mut zur Veröffentlichung haben, die nur Unterhaltung respektive Ablenkung vom Alltag bieten wollen. Angelika Lauriel hat ein heißes Eisen angepackt, das in vielen Familien – vielleicht mit anderen Themen, aber dennoch – gang und gäbe ist: Den Missbrauch der Kindesliebe, eine psychologische Vergewaltigung von Eltern, die angeblich nur das Beste für ihre Kinder wollen. Tatsächlich aber sind viele nur darauf bedacht, ihre eigene egoistische Liebesunfähigkeit zu befriedigen, weil sie Verlustangst und eine unbeschreibliche Kontrollsucht haben, die die Kinderseelen in den meisten Fällen nicht nur quält, sondern auch insoweit schädigt, dass aus ihnen später unselbständige Nesthocker werden, die mit den Herausforderungen des Lebens nicht zurechtkommen.

Diesbezüglich ist dieser Roman sogar noch zu milde. Aber es ist ja ein Jugendroman, der betroffenen Jugendlichen das Gefühl von Verständnis für ihre eigene familiäre Problematik geben kann – und der Familienmitglieder trotz aller Fehler und Unfähigkeit der Eltern miteinander versöhnen kann. Denn das ist, was zählt: Die Liebe – zu der in diesem Roman die Kinder in einem höheren Grad befähigt sind als ihre Eltern. Dies ist die einzige Lösung für eine gutes Miteinander, die auch der Roman "Frostgras" anbietet.

Vielleicht sollte dieses Buch dann doch nicht nur von Jugendlichen gelesen werden, damit auch Eltern ihre Fehler erkennen…
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am 21. März 2013
Eine kurze Begegnung im Zug mit einem dunkelhaarigen jungen Mann, dessen Tagebuch sie findet und an sich nimmt, verändert Julias Leben. Das Buch birgt Abschnitte aus seiner Lebensgeschichte, seine Geheimnisse und Wünsche, seine Gefühle. Das Buch enthält auch Zeichnungen und Gedichte, die Julia berühren und ihre Liebe zu Paul, ihrem Freund ins wanken bringen. Doch warum nur fühlt sie sich dem Unbekannten so nahe? Für Julia beginnt eine Suche nach dem Jungen und zugleich auch die Suche nach sich selbst.

Angelika Lauriel erzählt in ihrem Jugendroman "Frostgras" eine berührende, ganz außergewöhnliche Geschichte über Liebe, das Erwachsenwerden und Geheimnisse aus der Vergangenheit. Die Geschichte wird abwechselnd aus Julias Sicht erzählt sowie aus der Sicht von Paul, ihrem Freund, den sie schon aus der Sandkiste kennt und der sie ihr ganzes bisheriges Leben begleitet hat. "Piraten-Paul", wie sie ihn als Kind nannte, der für sie immer der beste Freund war und letztlich auch ihr Lover wurde. Eine Entwicklung, die ganz selbstverständlich war. Durch die unterschiedliche Sichtweisen erfährt man als Leser die Gedanken und Gefühle beider Protagonisten und dringt tief in die Geschichte ein.

In eine Geschichte, die so zufällig beginnt, die für Julia aber zur Obsession wird. Etwas an dem Fremden im Zug hat ihre Seele berührt, genauso sein Tagebuch. Sie sieht Parallelen zu ihrer Kindheit, längst vergessene Erinnerungen werden wieder geweckt. Je mehr sie in dem Buch liest, desto tiefer wird ihre Verbundenheit zu dem geheimnisvollen Besitzer des Tagebuchs, nichts wird für Julia wichtiger, als ihn zu finden. Ein Gefühl verbindet Julia mit ihrem Unbekannten, das sie nicht ruhen lässt. Die Gedichte, Zeichnungen und Szenen die er in seinem Tagebuch beschreibt sind poetisch und sehr gefühlvoll, sie bringen Julia zum nachdenken. Sie macht sich Gedanken über ihr bisheriges Leben und ihre Zukunft und erfährt letztlich Geheimnisse aus ihrer Vergangenheit, die sie tief erschüttern. Dabei reflektiert sie immer wieder ihre Beziehung zu Paul und hinterfragt ihre Gefühle für ihn.

Der Erzählstil ist schön leicht, so dass ich sofort in die Geschichte eintauchen konnte, mich Julia und auch Paul sehr verbunden fühlte. Beide sind für ihr Alter sehr reif und dabei unglaublich sympathisch, genau wie die übrigen Charaktere. Die Geschichte ist in sich fesselnd und stimmt nachdenklich. Sie hat mich tief berührt und Emotionen geweckt, ich habe mir Julia mitgelitten und ihr bei der Suche über die Schulter geschaut. Die Geschichte ist einfach wunderbar gefühlvoll erzählt und emotional, ein außergewöhnliches Leseerlebnis, das nicht nur für jugendliche Leser zu empfehlen ist.
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am 30. Juni 2013
Inhalt

Die Begegnung mit einem Unbekannten, dessen Blick sie berührt, stellt das Leben der 18-jährigen Julia auf den Kopf. Als sie sein Notizbuch findet und darin auf poetische Texte und Zeichnungen stößt, die sie auf eigenartige Weise aufwühlen, ahnt sie, dass mehr dahinter steckt als eine Schwärmerei für einen hübschen Jungen. Eigentlich sollte Julia rundum zufrieden sein. Sie beginnt gerade ein Psychologiestudium, hat mit Paul einen treuen Freund, den sie schon seit Sandkasten­tagen kennt, und nabelt sich langsam, aber sicher von ihrer besitzergreifenden Mutter ab. Doch Julia ahnt, dass das fremde Tagebuch ein Familiengeheimnis birgt, mit dem auch sie verbunden ist. Ihre unermüdlichen Nachforschungen und die unbequemen Fragen, die Julia nicht nur sich selbst, sondern auch Paul und ihrer Mutter stellt, führen sie schließlich auf die Spur einer gigantischen Lüge. Darf sie Jan, den Fremden, lieben und wird sie ihrer Mutter noch trauen können? Julia setzt bei ihrer Suche alles aufs Spiel.

Meine Meinung
Ganz ehrlich gesagt hatte ich mir von diesem Buch etwas mehr versprochen! Der Klappentext klingt interessant und hat mich auch direkt angesprochen, die Umsetzung finde ich allerdings nur bedingt gelungen. Die mir bis dato unbekannte Autorin Angelika Lauriel erzählt die Geschichte, in der Julia die Hauptperson spielt, teilweise doch etwas sehr langatmig. Zwischendurch wird es dann immer mal wieder interessant oder auch spannend, doch so richtig fesseln und berühren konnte mich dieses Buch leider nicht. Das lag aber keinesfalls am Schreibstil, denn dieser hat mir wiederum recht gut gefallen. Zudem konnte ich es nicht so richtig nachvollziehen, dass Julias Mutter die Wahrheit tatsächlich bis zum bitteren Ende verschwiegen und somit ihre Tochter dermaßen verletzt hat. Für meinen persönlichen Geschmack ist diese Familiengeschichte einfach ein bisschen sehr weit hergeholt und somit auch ein kleines bisschen übertrieben...

Fazit

Ich kann dieses Buch nur bedingt weiterempfehlen, meinen Geschmack hat es leider nicht 100 %ig getroffen. Aber da Geschmäcker ja bekanntlich verschieden sind und da dieses Buch schon einige wirklich richtig gute Bewertungen bekommen hat, sollte man hier in diesem Fall nicht unbedingt auf meine Meinung zählen, sondern sich lieber ein eigenes Bild machen!!
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am 1. April 2013
Meine Meinung

Frostgras grüne Blätter zieren das Cover des Buches und der interessante Inhalt des Klappentextes lädt dazu ein, dass Buch gleich in die Hand zu nehmen und mit lesen zu beginnen.

Gleich am Anfang lernen wir Julia kennen die im zug auf einen Jungen trifft, der ein schwarzes Notizbuch bei sich hat. Kurz darauf verliert er es aber Julia schafft es nicht mehr ihn einzuholen und behält es. Dieses Buch wird zu ihrem Geheimnis. Sie taucht ein in eine Welt fremder zugleich aber auch vertrauten Gedanken.

Seit sie sich entschieden hat Psychologie zu studieren und sie Paul - ihren besten Freund, seit Kindertagen - nicht mehr sooft sieht, vertieft sie sich immer mehr in dieses Buch. Sie möchte diesen Jungen unbedingt wiedersehen. Julia kehrt ganz in sich und merkt, dass sich ihre Beziehung zu Paul verändert hat.

Durch das Notizbuch weiß sie auch, was ihr all die Jahre gefehlt hat Ihre Mutter versucht zu schweigen. Nach und nach setzen sich kleine Teilchen des Geheimnisses zusammen und Julia macht sich auf die Suche nach dem unbekannten im Zug. Durch seine Gedanken vertraut geworden, wpürt sie, dass die beiden mehr verbinden muss.

Sie möchte das Geheimnis lüften und endlich Klarheit haben. Wird sie jemals erfahren, wer all die Namen sind, die ihre "Mutsch" nachts im Traum ruft? Was verbindet sie mit Julia und ihrer Mutter und wird sie endlich den Jungen wiedersehen?

Fazit:

Ein Buch das sich aufgrund der Jugendsprache und Perspektivwechsel sehr leicht lesen lässt. Man taucht schnell in die Geschichte ein und möchte es am liebsten in einem Rutsch auslesen. ...
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am 26. April 2013
In einer Wanderbuchrunde durfte ich "Frostgras" lesen und ich bin dafür wirklich dankbar, denn ich liebe es, wenn Bücher in die Tiefe gehen, der Schmerz der Menschen die es beschreibt fühlbar sind und mich so den Personen um einiges näher bringen. "Frostgras" ist keine leichte Lektüre, kein Buch für eben mal so, sondern ein Buch, an dem man sich festklammert und es unbegreiflich ist, wie der Mensch tickt. Er verdrängt, er lügt, er verschweigt und wenn es dann endlich zur Aussprache kommt hinterlässt er noch mehr Schmerz im ersten Moment, aber dann endlich kann Heilung geschehen und Puzzleteile werden zusammengefügt und bleiben dann auch zusammen. Natürlich ist das Buch vorhersehbar, aber das ist nichts, was ich jetzt als störend empfunden habe, sondern genau das habe ich erwartet und erhofft. Ich fühlte mit und dadurch, das wir in der Ich - Form immer wieder in die Gedanken der wichtigen Personen eintauchen können, sind sie uns nah und wir begreifen worum es letztendlich geht, eine Lüge, oder sollte ich besser sagen eine Verschleierung von Tatsachen vielleicht um sich selbst zu schützen? Letztendlich liegt hier eine Tragödie vergraben, die von der Autorin eingefangen wurde um ein wirklich kostbares und wunderbares Buch zu schreiben. Ein Buch, welches mich gefangen nehmen konnte und mich dermaßen bewegt hat, das ich es kaum aus den Händen legen konnte.

Natürlich möchte ich ein klein wenig über die Story erzählen, obwohl der Klappentext schon recht viel darüber verrät, was uns erwartet, aber ich will es dennoch tun, denn nur alleine meine Empfindungen die ich beim Lesen hatte, werden dem Buch nicht gerecht.

Die Geschichte beginnt auf einer Zugfahrt, wo sich Julia in einem jungen Mann verliert, der ihr ohne das sie miteinander reden und auch nur kurzen Blickkontakt haben, wichtig wird, wie noch keine Person zuvor in ihrem Leben. Paul vielleicht, aber Paul ist schon seit Sandkastentagen ihr bester Freund. Mit Paul ist sie schon immer zusammen und durch diese kurze Begegnung im Zug beginnt Julia alles zu hinterfragen, was ihr Leben zuvor ausgemacht hat. War sie jemals glücklich? Wieso fühlt sie sich auf einmal so unvollständig? Der junge Mann im Zug hinterlässt ihr ein Tagebuch, versehentlich. Julia beginnt darin zu lesen und plötzlich kommen immer mehr Erinnerungen in ihr hoch und sie merkt, das es da etwas geben muss, was sie verdrängt hat. Ihre Mutter Grete hat viele Geheimnisse, wie wir nach und nach feststellen werden. Wird sie Julia endlich die Wahrheit sagen können? Wird Julia das Puzzle zusammensetzen können? Wohin mit all ihrer Wut? Ihrer Trauer und ihrem Schmerz? Wird sie Heilung finden und endlich da ankommen, wo sie hingehört?

Auch jetzt beim Schreiben über das Buch "Frostgras" sind die Gefühle die mich überkamen wieder präsent und ich bin völlig erfüllt davon. Es ist ein sehr lebendigen Buch, welches davon schreibt wie wir Menschen auf der Suche nach uns selbst empfinden können. Es ist glaubhaft und authentisch. Ich konnte mich in Julia hineinversetzen und nachempfinden, wie viel Angst ihr ihre eigene Unsicherheit macht und als das Kartenhaus der Lügen ihrer Mutter zusammenbricht wird es endlich Licht am Horizont und das Buch wird endlich schön. Schön von den Empfindungen her, die zuvor doch eher grau und trübe waren.

Sie hatte ihr ganzes Leben gegen diese Melancholie angekämpft, aber jetzt dachte sie zum ersten Mal, dass es vielleicht auch möglich war, sie einfach zu akzeptieren. Die Traurigkeit anzunehmen, die sie auf Schritt und Tritt begleitete, und von der sie nicht wusste, woher sie kam. (S.37)

Ein Buch, welches ich sehr gerne weiterempfehlen möchte, denn es wirklich wunderbar geschrieben und am besten ist tatsächlich, das es keine oberflächliche Geschichte ist, sondern eine Geschichte, die mitten ins Herz geht.

Vielen Dank dafür!
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am 9. Mai 2013
Auf dieses Buch aufmerksam geworden bin ich durch den Kontakt mit der Autorin in einer Leserunde zu ihrem Krimi „Bei Tränen Mord“ und auf Facebook. Die Inhaltsangabe und das Cover von „Frostgras“ haben mich sofort angesprochen, sodass ich auch ihr neustes Werk gerne lesen wollte. Bei „Frostgras“ handelt es sich um einen Jugendroman, der aber auch gut von Erwachsenen gelesen werden kann.

Die 18-jährige Julia lebt alleine mit ihrer Mutter in Trier und hat gerade ein Psychologiestudium begonnen. Über ihren leiblichen Vater weiß sie nichts. Ihre Mutter will ihr erst mit 21 Jahren seine Identität preisgeben. Mit dem gleichaltrigen Paul hat sie einen treuen und zuverlässigen Freund an ihrer Seite, den sie bereits aus dem Kindergarten kennt. Bei einer Zugfahrt begegnet sie einem jungen Mann, der sie auf eigenartige Art und Weise anzieht. Als er den Zug verlässt, vergisst er ein schwarzes Notizbuch, das Julia an sich nimmt. Was sie nicht ahnt: Dieses Buch wird ihr Leben entscheidend verändern.

Die Autorin versteht es ausgezeichnet, die Gefühle ihrer Protagonisten zu beschreiben, allen voran natürlich Julias Emotionen. Das geheimnisvolle Buch des Unbekannten aus dem Zug ist eine Art Tagebuch mit Gedichten, Gedanken und Zeichnungen. Durch diese erhält der Leser auch einen Einblick in das Gefühlsleben des jungen Mannes. Sehr gut hat mir gefallen, dass zwischendurch immer wieder in der Ichform aus der Sicht von Paul, Julias Freund, erzählt wurde. Julia ist eine Figur, die im Laufe der Geschichte eine interessante Entwicklung durchmacht. Diese war für mich gut nachvollziehbar und sehr gefühlvoll geschildert.

Dieser Roman bietet viel Potenzial zum Nachdenken und Diskutieren. Wie weit darf Liebe gehen und wie sollte man mit der Wahrheit umgehen? Der Vermerk auf dem Cover „Herzklopfen und so“ ist etwas irreführend. Hier geht es nicht um eine Liebesgeschichte für Jugendliche sondern um viel mehr.

Fazit:
Gefühlvoller Roman für Jugendliche und Erwachsene, der zum Nachdenken anregt.
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am 24. März 2013
Julia lebt mit ihrer Mutter Grete zusammen. Julia hat das Abitur bestanden und versucht nun ihren weiteren Lebensweg zu finden. Sie entscheidet sich dafür in Trier zu bleiben und Psychologie zu studieren. Und sie merkt schmerzlich, dass das Studium für sie nicht die einzige Neuerung bleibt. Sie findet ein schwarzes Notizbuch, dass ein Junge im Zug vergessen hat, und scheint sich in seine Worte zu verlieben - aber zwischen den Zeilen scheint noch viel mehr zu stehen...

Angelika Lauriel scheint sich nahezu in allen Genres zu hause zu sein. "Frostgras" ist mittlerweile mein drittes Buch der sympathischen Autorin und sie konnte mich wieder von sich und ihrer Arbeit überzeugen. Wobei überzeugen, ist vielleicht nicht der richtige Ausdruck, denn ich finde, dass "Frostgras" bisher das beste Buch von ihr ist - die Geschichte von Julia hat mich wirklich von den Socken gerissen.

Angelika Lauriels Schreibstil ist sehr schön und angenehm zu lesen. Sie beschreibt detailliert und farbenfroh Julia, ihr Umfeld, die Handlungen. Angelika Lauriel macht es einem wirklich einfach direkt von Beginn an in das Buch einzutauchen, aber desto schwieriger macht sie es einem wieder aufzuhören. "Frostgras" ist wirklich eine Geschichte, die dich in sich hineinzieht. Mit jeder gelesenen Seite, jedem kleinen Geheimnis, dass sich auftaut und neuen Fragen, die aufgeworfen werden will man einfach weiterlesen und hinter Julias Geschichte kommen.

Das Buch wird aus zwei Perspektiven geschrieben bzw. erzählt. Zum Einen haben wir Julia, die Hauptprotagonistin und zum Anderen ihren Freund und Beschützer aus Kindertagen, Paul, mit dem sie seit einigen Jahren auch zusammen ist. Ich finde diese Sicht der Geschichte sehr gelungen, denn so kommen wir beiden sehr nahe und sind vor allen Dingen erleben wir ihre Gefühle sehr nah und authentisch mit. Beide haben eine sehr enge Bindung zueinander, seit sie sich im Kindergarten kennengelernt haben - die kleine Auster und der Piratenpaule. Doch mit der Zeit verändert sich ihre Beziehung zueinander und sie sind sich ihrer Gefühle nicht mehr sicher. Ist es Liebe? Seelenverwandtschaft? Sind sie einfach gute Freunde?

Julia verliert sich immer mehr in dem schwarzen Notizbuch, dass sie gefunden hat. Es ist voller Zeichnungen und Gedichte - und auch den Jungen, der es vergessen hat, bekommt sie nicht mehr aus dem Kopf. Sie scheint sich in seine Worte und Gedanken zu verlieben und sie hat das Gefühl in schon lange zu kennen. was ist an ihren Gefühlen wahr?

Es ist ein Buch voller Geheimnisse, es ist ein dramatisches Buch, aber dennoch ein Buch, dass am Ende voller Offenheit und Ehrlichkeit ist! "Frostgras" ist soviel, was ich nicht in Worte fassen kann und ich wünsche mir für mich und alle anderen Leseratten noch mehr solch tiefgründiger und fesselnder Bücher - und natürlich noch viele viele Bücher von Angelika Lauriel!

Seid ihr mutig? Mögt ihr Geheimnisse? Dann begebt euch mit Julia gemeinsam auf eine Reise in die Vergangenehit um dann fröhlich und voll neuen Mutes in die Zukunft zu blicken!
Absolute Leseempfehlung!
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am 4. Mai 2013
Für mich war dieses Werk das Zweite von Angelika Lauriel, aber das Erste, welches sich an junge Erwachsene richtet.
Und ich kann sagen, dass ich in keiner Weise enttäuscht wurde.

Julia fühlt sich von ihrer Mutter gegängelt und unverstanden. Aus Trotz will sie nach ihrem Abitur nur einen Lehrberuf ergreifen. Aber nach einiger Zeit des Nachdenkens und der Erkenntnis, dass sie dann auch näher bei ihrem Freund Paul ist, beschließt sie doch zu studieren.

Im Zug sieht sie einen jungen Mann, der in ihren Augen völlig traurig aussieht. Dieser vergisst, als er aussteigen muss, ein Notizbuch. Dieses nimmt Julia an sich und will es ihm zurückgeben. Doch das Auto, in das der junge Mann steigt, kann Julia nicht mehr erreichen. Das Autokennzeichen sagt ihr, dass der Besitzer auf Rügen leben muss.
Als sie zuhause angekommen, in dieses Notizbuch reinschaut, verändert sich ihr ganzes Leben. Wie und warum, das müsst ihr unbedingt selber lesen.

Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen, in einem sehr schön flüssigen Schreibstil erzählt Angelika Lauriel eine Geschichte, die so wirklich geschehen sein kann und abgeändert vielleicht etliche Male im wahren Leben wirklich passiert. Sie beschreibt fast plastisch das Gefühlsleben dreier junger Menschen, die in ihrem Leben etwas vermissen. Dann kommt irgendein Anstoß und das bisherige Leben wird regelrecht auf den Kopf gestellt. Erkenntnisse die einen jungen Menschen vielleicht sogar aus der Bahn werfen können, wenn sie nicht einen anderen Menschen haben, der ihnen Halt gibt. Es ist schon schwer angelogen zu werden, aber zu erkennen dass dass bisherige Leben eine einzige Lüge war, das muss unendlich schwer sein. Angelika Lauriel schafft es meisterlich, diese Gefühle und Gedanken bei Julia zu beschreiben. Ihr einen Weg zu zeigen, bei dem Julia mit dieser Lüge, Enttäuschung und dem inneren Schmerz zurecht zu kommt.

In meinen Augen hat dieses Werk noch sehr viel Potenzial auch, um im Schulunterricht Verwendung zu finden.

Ein gefühlvoller Roman über Betrug und Selbst¬betrug, Trauer, Liebe.
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