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Der Fremde von [Camus, Albert]
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Der Fremde Kindle Edition

4.5 von 5 Sternen 102 Kundenrezensionen

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Produktbeschreibungen

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Die Sonne sei Schuld gewesen, er habe den Araber am Strand nicht erschießen wollen. Mit dieser Erklärung erntet der Büroangestellte Meursault vor Gericht nur Gelächter. Der Staatsanwalt fordert seinen Kopf und klagt ihn der Unmenschlichkeit an.

Meursaults grundlegende Schuld besteht jedoch darin, ein Sonderling zu sein, gesellschaftliche Spielregeln zu mißachten, am Grab seiner Mutter nicht geweint und tags drauf eine Liebschaft begonnen zu haben. Man wird lange suchen müssen nach einem Roman, in dem eine Philosophie (aus Camus' zeitgleich entstandenem Essay über das Absurde Der Mythos von Sisyphos) ähnlich elegant und überzeugend in Literatur verwandelt wird. Und erstaunlich, wie betörend klar und frisch die Sprache in Camus' frühem Meisterwerk heute noch wirkt, wie kunstvoll Aufbau und Motivführung sind.

Meersault ist ein Anti-Held par excellence: Abgesehen von kleinen sinnlichen Genüssen lebt er unauffällig, gelangweilt und passiv sein unbedeutsames Leben. Er läßt sich treiben, wenn er nichts zu sagen hat, redet er auch nicht, und als ihn Maria fragt, ob er sie heiraten wolle, ringt er sich nur ein "das ist mir einerlei" ab. Erst angesichts des Todesurteils beginnt er nachzudenken und wird sich bewußt, daß er glücklich gewesen war und es immer noch ist. Als der Gefängnispriester ihn, den Ungläubigen, zu gottesfürchtiger Buße anhält, schleudert er ihm wütend sein eigenes Glaubensbekenntnis "dieses ganzen absurden Lebens" ins Gesicht und unterwirft sich endgültig "der zärtlichen Gleichgültigkeit der Welt", der er sich "brüderlich" verbunden fühlt. Er hat nur noch einen Wunsch: "Am Tag meiner Hinrichtung viele Zuschauer, die mich mit Schreien des Hasses empfangen". --Christian Stahl

Pressestimmen



Der Fremde
OT L’étrangerOA 1942 DE 1948 Form Roman Epoche Moderne
Der im selben Jahr wie Camus’ philosophisches Hauptwerk Der Mythos von Sisyphos erschienene Roman Der Fremde bringt das Lebensgefühl einer Generation zum Ausdruck, die sich angesichts traumatischer Kriegserfahrungen mit der Grundfrage nach dem Sinn des Lebens konfrontiert sah. In dem frühen Meisterwerk verkörpert Camus seine Idee des Absurden in der Figur des »Anti-Helden« Meursault, dessen Einzelschicksal ins Symbolische überhöht wird.
Inhalt: Meursault, ein kleiner Büroangestellter in Algier, erzählt seine Geschichte. Nach dem Tod seiner Mutter, der ihn nicht wirklich trifft, nimmt er sich zwei Tage frei, um an der Beerdigung teilzunehmen. Nach der Rückkehr beginnt er eine Liebesbeziehung mit seiner früheren Kollegin Maria. Sein Nachbar Raymond lädt ihn als Dank für eine Gefälligkeit zu einem Strandausflug ein, bei dem es zu einer Auseinandersetzung zwischen Raymond und einem Araber, dem Bruder seiner früheren Geliebten, kommt. Meursault, der Raymonds Waffe an sich genommen hatte, um Schlimmeres zu verhindern, trifft später allein auf den Araber und fühlt sich von dessen in der glühenden Mittagssonne aufblitzenden Messer so bedroht, dass er ihn erschießt. Im anschließenden Mordprozess wird versucht, die moralische Verdorbenheit Meursaults anhand seines Verhaltens in den Tagen vor dem Mord zu beweisen. Seine Äußerung, er habe den Araber eigentlich gar nicht erschießen wollen, allein die Sonne sei Schuld daran gewesen, wird mit Gelächter quittiert. Die Tröstungen des Gefängnisgeistlichen, der ihm Hoffnung auf ein Leben nach dem Tod machen will, weist er zurück. Er ist nicht bereit, Reue zu empfinden oder sie zu heucheln, und wird verurteilt. Im Angesicht der Hinrichtung erkennt und akzeptiert er die Absurdität seines Daseins.
Aufbau: Das Buch gliedert sich in den Bericht über die Ereignisse vor dem Mord und die Gerichtsverhandlung. Insgesamt beträgt die erzählte Zeit rund ein Jahr. Der erste Teil umfasst einen Zeitraum von 18 Tagen und erzählt in kurzen, aneinander gereihten Hauptsätzen die – von Meursault noch nicht als absurd empfundenen – Einzelepisoden, ohne sie in einen Sinnzusammenhang zu stellen. Der monotone Tonfall lässt Meursault sowohl bei der Beerdigung als auch beim Liebesakt als unbeteiligten Beobachter erscheinen. Gleichgültig beschreibt der Ich-Erzähler die zufälligen Begebenheiten in seinem Leben, ohne sie zu reflektieren.
Der zweite, aus fünf Kapiteln bestehende Teil des Buchs über Gefängnisaufenthalt, Gerichtsverhandlung mit Verurteilung, Auseinandersetzung mit dem Geistlichen und das Warten auf die Hinrichtung umfasst elf Monate. Erst jetzt werden die Einzelakte des ersten Teils in einen kausalen Zusammenhang gestellt, jedoch nicht von Meursault, sondern von den Juristen, die eine Gesetzmäßigkeit in seinem Handeln erkennen, welche die Wirklichkeit verzerrt. Die einzig mögliche Konsequenz aus seinem nun als absurd empfundenen Dasein sieht er im Lebensgenuss, ohne Sinn. Er fühlt sich glücklich.
Wirkung: Der »Pessimismus voll Hoffnung« ließ die literarische Sensation 1942 zum Klassiker der französischen Literatur werden. Die Figur des »absurden Helden« Meursault, der sich weigert, Lüge und Heuchelei in der Gesellschaft zu akzeptieren, fand bei Generationen von meist jungen Lesern große Sympathie. S. Na. (Copyright: Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag))

Produktinformation

  • Format: Kindle Edition
  • Dateigröße: 953 KB
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 152 Seiten
  • Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
  • Sprache: Deutsch
  • ASIN: B00AWKFFWQ
  • X-Ray:
  • Word Wise: Nicht aktiviert
  • Verbesserter Schriftsatz: Aktiviert
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen 102 Kundenrezensionen
  • Amazon Bestseller-Rang: #8.408 Bezahlt in Kindle-Shop (Siehe Top 100 Bezahlt in Kindle-Shop)

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Kundenrezensionen

Top-Kundenrezensionen

Von Ein Kunde am 23. Juli 1999
Format: Gebundene Ausgabe
Man kann eigentlich nicht sagen,dass sich in diesem Roman die Ereignisse ueberschlagen.Die Handlung ist schnell erzaehlt:Der franzoesische Angestellte in Algier,Mersault,beginnt seine Erzaehlung zu dem Zeitpunkt,als er erfaehrt,dass seine Mutter gestorben ist.Er nimmt an ihrem Totenbett Abschied,und laesst sich gleich am naechsten Tag mit seiner Arbeitskollegin ein,mit der er die Nacht verbringt.Einige Tage spaeter wird er von einem Freund in dessen Haus am Meer eingeladen.Am Strand begegnen die beiden einem Araber,der Streit mit diesem Freund hatte,und es kommt zu einem Handgemenge.Mersault nimmt vorsichtshalber den Revolver seines Freundes an sich,mit dem er,als er spaeter alleine demselben Araber noch einmal begegnet,diesen erschiesst,als der sein Messer zueckt.Schliesslich wird Mesault deshalb zum Tode verurteilt. So schlicht wie die Handlung,so sehr faellt die Teilnahmslosigkeit des Erzaehlers auf,fuer den sein Leben im Grunde "wie ein Film"an ihm vorbeizieht,das Leben und die Umwelt existieren auch ohne ihn.Aber trotz dieser "Sinnleere",dieser scheinbar zufaelligen Aneinanderkettung von Begebenheiten im Bericht des Erzaehlers,wird es nicht langweilig ,diesen Roman zu lesen,auch wird das Buch nicht erst dann interessant,wenn man sich ueber seine Interpretation den Kopf zerbrochen hat,auch muss man nicht erst die Biographie des Autors kennen,um den Roman zu verstehen.Im Gegenteil,man identifiziert sich sofort mit dem Erzaehler Mersault,man kann sich in dessen Denkweise hineinversetzen.Hier bietet der Roman einen Anstoss zum Nachdenken,und das ist die eigentliche Qualitaet des Romans. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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Format: Taschenbuch
Camus erzählt. Aber es scheint, als erzähle jemand anderer. Ein Franzose namens Meursault, so scheint's, erzählt in Französisch-Nordafrika, als Nordalgerien von Frankreich offiziell noch als "Teil des französischen Mutterlandes" gehalten wird. Seine Mutter sei heute gestorben, erzählt dieser Franzose. Heute. Oder gestern? Egal. Es macht ihm nichts aus. Es bedeutet ihm nichts. Die Mutter wohnte zuletzt in einem entlegenen Altenheim. Und sie und der Franzose hatten einander nichts mehr zu sagen. Ihm scheint ohnehin alles bedeutungslos, außer den Abenden, derweil er gern auf dem Balkon seiner Wohnung sitzt und weltanschaulich Zigaretten raucht. Dieser Mann erzählt lapidar, wie er für die Teilnahme an der Beerdigung seiner Mutter sich einen Tag frei nimmt und mit dem Bus dorthin fährt, und dass er zur Einerdung nicht weint, wie überhaupt alle Taten und die Geschicke der Menschen ohne seine Wertempfindungen geschehen. Sonnenstrahlen etwa oder der Duft der Abendluft sind ihm wichtiger. Er erzählt auch, dass er ohne eigentliches Motiv einen Araber am Strande erschießt. Er empfindet, dass er durch den Schuss das Gleichgewicht des Tages zerstört habe, so als sei etwa das Gleichgewicht des Arabers oder dessen Angehöriger an sich unbedeutend.
Dieser erzählende Franzose wird festgenommen, seine Tat wird kriminologisch untersucht und er wird als schuldig verurteilt. Er wird nach seiner Ansicht verurteilt, weil er zu der Einerdung seiner Mutter nicht geweint habe. Die Leute nahmen ihm dies allerdings übel, und schuldig war er ihnen wegen seiner sie befremdenden Wertempfindungslosigkeit ohnehin.
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Format: Taschenbuch
Jüngere politische Entwicklungen und literarische Neuerscheinungen regten mich an, nach Jahren wieder einmal den schmalen Band von Albert Camus "Der Fremde" (org. L'Étranger, 1942) zu lesen und der Frage einer kolonialen oder post-kolonialen Allegorie nachzugehen. Zwar wurde der Roman meist als örtlich neutrales Dokument europäischen Bewusstseins in der Krise interpretiert, da es verfasst wurde unter dem Eindruck der deutschen Besatzung von Frankreich und einer von faschistischer Herrschaft bedrohten Welt und das Ausgeliefertsein an eine autoritäre Instanz und die Todesstrafe behandelt. Allerdings kann man nicht darüber hinwegsehen, dass der Schauplatz der Handlungen von L'Étranger und La Peste - zwei wichtige Werke der existenziellen Philosophie - in Algerien liegt, wo der Autor 1913 geboren wurde und bis 1940 lebte. Trotzdem bleiben sowohl Geschichte und der Widerstand gegen den französischen Kolonialismus, der in die algerische Unabhängigkeit führte unerwähnt.

Im Gegensatz dazu ist Sisyphos (org. Le mythe de Sisyphe, 1942) keineswegs ein Symbol für Verzweiflung oder Sinnlosigkeit, sondern die personifizierte Schicksals- und Lebensakzeptanz, die sich selbst genügt und keines Trostes oder Schutzes durch die Götter bedarf, denn Sisyphos macht aus dem Schicksal eine menschliche Angelegenheit. Der Felsbrocken versinnbildlicht sein und unser Leben, das ständig durch wiederholten Kraftaufwand der Absurdität entrissen werden muss, er steht für die leidenschaftliche Revolte als Lebensinhalt und bildet einen drastischen Unterschied zu Meursault, der seinen Felsbrocken erst am Ende erkennt und daher im hilflosen Erdulden seiner étrange indifférence untergeht.
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