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Frei von Herrschaft: Fragmente einer anarchistischen Anthropologie (Edition Trickster) Taschenbuch – 15. September 2008
- Seitenzahl der Print-Ausgabe120 Seiten
- SpracheDeutsch
- HerausgeberPeter Hammer Verlag
- Erscheinungstermin15. September 2008
- LesealterAb 16 Jahren
- Abmessungen13.6 x 2.3 x 20.7 cm
- ISBN-103779502089
- ISBN-13978-3779502081
Produktbeschreibungen
Über den Autor und weitere Mitwirkende
Produktinformation
- Herausgeber : Peter Hammer Verlag (15. September 2008)
- Sprache : Deutsch
- Taschenbuch : 120 Seiten
- ISBN-10 : 3779502089
- ISBN-13 : 978-3779502081
- Lesealter : Ab 16 Jahren
- Abmessungen : 13.6 x 2.3 x 20.7 cm
- Amazon Bestseller-Rang: Nr. 738,265 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
- Nr. 321 in Lexika, Hand- & Jahrbücher der Ethnologie & Soziologie (Bücher)
- Nr. 339 in Anthropologie der Naturwissenschaft & Technik (Bücher)
- Nr. 2,273 in Anthropologie (Bücher)
- Kundenrezensionen:
Informationen zum Autor

David Graeber, geboren am 12. Februar 1961 in den Vereinigten Staaten, unterrichtete bis 2007 als Anthropologe in Yale und lehrte danach am Goldsmith-College in London. Graeber hat fast zwei Jahre in einer direkte Demokratie praktizierenden Gemeinschaft auf Madagaskar gelebt, war bekennender Anarchist, Mitglied der »Industrial Workers of the World« und der wahrscheinlich wichtigste Vordenker der Occupy-Bewegung. David Graeber, Autor mehrerer Weltbestseller, u.a. „Schulden“ (2012), ist am 2. September 2020 im Alter von 59 Jahren völlig überraschend in Venedig gestorben.
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Aber wie gesagt, Publikum aus dem Geisteswissenschaftlichen Bereich werden hier vielleicht ihre Wahre Freude haben. Er hat sich im Gegensatz zum Buch Schulden ziemlich verkünstelt.
Ich würde es mir nicht wieder kaufen.
Das änderte sich erst mit David Graebers ihm gegen seinen Willen aufgedrückten führenden theoretischen Rolle im Zusammenhang der Occupy Wall Street Bewegung in den USA, die sehr schnell auch auf Europa überschwappte.
Der 1961 geborene und seit einem Rauswurf in Yale nun in London lehrenden Ethnologe David Graeber ist seitdem "der Mann der Stunde" (Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung). Vor allem durch seine politischen Bücher und sein Engagement bei "Occupy" wurde der bekennende Anarchist schnell einem großen Publikum auch außerhalb der Bewegung bekannt.
In seinem in diesem Frühjahr erschienenen Sammelband "Kampf dem Kamikaze-Kapitalismus. Es gibt Alternativen zum herrschenden System" benennt und formuliert in bisher verstreuten Essays "Alternativen zum herrschenden System". Denn "noch immer weigern sich Kapitalisten kollektiv, auch nur die Möglichkeit in Betracht zu ziehen, ihre Grundannahmen über die Welt zu hinterfragen. Dies könnte nicht nur den Tod des Kapitalismus zur Folge haben, sondern praktisch die ganze Welt zerstören. Somit bleibt uns nichts anderes übrig, als die Dinge selbst in die Hand zu nehmen - und damit eine neue Sprache, ein neues gemeinsames Verständnis davon zu entwickeln, was die Menschen im Grunde ausmacht und was sie realistischerweise von der Welt und voneinander erwarten dürfen. Man könnte sehr wohl argumentieren, dass das Schicksal der Welt davon anhängt."
In Deutschland hat gerade der greise Heiner Geißler in seinem Buch "Sapere aude" in eine ähnliche Richtung argumentiert. Ob man nun eher anarchistisch oder eher aus christlich-sozialen Gründen für eine Überwindung des "Kamikaze-Kapitalismus" eintritt, deutlich ist: die Welt wird sich verändern und die Schriften David Graebers zeigen wichtige Richtungen an. Dabei argumentiert er immer historisch, seine Essays sind Dokumente eines Gelehrten, der seine Wissenschaft in den Dienst des politischen Engagements stellt und sie dennoch darin nicht aufgehen lässt.
Mit Spannung kann man sein im Mai 2012 bei Klett-Clotta erscheinendes großes Werk "Schulden: Die ersten 5000 Jahre" erwarten, ein ebenso radikaler wie befreiender Blick auf die Wurzeln unserer Schuldenkrise. Mit diesen Worten wird es angekündigt:
"Seit der Erfindung des Kredits vor 5000 Jahren treibt das Versprechen auf Rückzahlung Menschen in die Sklaverei. Die Geschichte der Menschheit erzählt David Graeber als eine Geschichte der Schulden: eines moralischen Prinzips, das nur die Macht der Herrschenden stützt. Damit durchbricht er die Logik des Kapitalismus und befreit unser Denken vom Primat der Ökonomie.
Graeber packt das Problem der Schulden an der Wurzel, indem er bis zu ihren Anfängen in der Geschichte zurückgeht. Das führt ihn mitten hinein in die Krisenherde unserer Zeit: Von der Antike bis in die Gegenwart sind revolutionäre Bewegungen immer in Schuldenkrisen entstanden.
Graeber sprengt die moralischen Fesseln, die uns auf das Prinzip der Schulden verpflichten. Denn diese Moral ist eine Waffe in der Hand der Mächtigen. Die weltweite Schuldenwirtschaft ist eine Bankrotterklärung der Ökonomie. Der Autor enttarnt Geld- und Kredittheorien als Mythen, die die Ökonomisierung aller sozialen Beziehungen vorantreiben."
Man sollte als politisch bewusster Zeitgenosse David Graebers Schriften unbedingt zur Kenntnis nehmen, auch wenn man nicht zu den Aktivisten zählt. Er gibt dem, was derzeit scheinbar schicksalhaft in der Welt der Ökonomie passiert, eine historische und radikal-humanistische Perspektive.
Eine andere Wirtschaft, ein anderes Modell menschlicher Gemeinschaft ist nicht nur denkbar, sondern auch möglich und machbar.
In diesem Zusammenhang ist auch die hier anzuzeigende theoretische Grundlegung seiner "anarchistischen Anthropologie" für eine breitere Leserschaft von Interesse geworden. Kein Wunder, dass der Peter Hammer Verlag vor einigen Wochen eine zweite Auflage hat drucken lassen müssen.
In insgesamt vier Essays legt Graeber die Ergebnisse seiner Forschungen nieder. "Ein tastender Beginn", wie er in seinem Vorwort schreibt, "in der Hoffnung, dass andere sie aufgreifen und vielleicht gemeinsam , aber in heterogener Weise; zu besseren Ergebnissen kommen mögen, als ich es je vermöchte."
Die Titel der Essays:
* Fragmente einer anarchistischen Anthropologie
* Gesellschaftstheorie als Wissenschaft und Utopie
* Die eigentliche Idee des Konsums
* Einen Westen hat es nie gegeben
Auch wenn man keinen persönlichen Zugang zu diesen Theorien hat, weil man politisch anders geprägt ist, die Fragestellungen, die Graeber aufwirft, sind wichtig, wenn nicht gar überlebenswichtig für unsere Gesellschaften. Können anarchistische Lebensformen irgendetwas beitragen zu einer gerechteren Welt? Ist ein menschliches Zusammenleben in einer Gesellschaft ohne Hierarchie überhaupt möglich?
Bisher ist dieses Buch gerade dort, wo man nach eigenen Angaben immer wieder über alternative gesellschaftliche Entwürfe nachdenkt, bei den Grünen und den Linken, bei der SPD kaum diskutiert worden. Einzig eine universitäre Arbeit von Tomislav Polic aus Frankfurt habe ich unter dem Link: [...]gefunden.