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Franz Kafka - Gesammelte Werke. Nach der kritischen Ausgabe / Der Verschollene: Roman (Englisch) Taschenbuch – Juni 2004

4.0 von 5 Sternen 54 Kundenrezensionen

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Als der siebzehnjährige Karl Roßmann ... in den Hafen von New York einfuhr, erblickte er die schon längst beobachtete Statue der Freiheitsgöttin wie in einem plötzlich stärker gewordenen Licht."... "Am schönsten an diesem Werk ist die tiefe Melancholie, die es durchzieht: hier ist der ganz seltene Fall, daß einer 'das Leben nicht versteht' und recht hat." (Kurt Tucholsky)

Der Verlag über das Buch

Das Taschenbuch ist mit einem hochwertigen Flexocover ausgestattet. Aufwändig produziert mit einer Glanzfolien-Kaschierung und veredelt durch Reliefprägung. Das Vorsatzpapier entspricht der Cover-Motivfarbe. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Kundenrezensionen

Top-Kundenrezensionen

Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
Folgt der KA von Schillemeit, gutes Nachwort von Michael Müller, das einen kurzen Blick in die Forschung zu diesem Text gibt
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Von G. J. Matthia TOP 1000 REZENSENTVINE-PRODUKTTESTER am 12. November 2008
Format: Taschenbuch
»Als der sechzehnjährige Karl Roßmann, der von seinen armen Eltern nach Amerika geschickt worden war, weil ihn ein Dienstmädchen verführt und ein Kind von ihm bekommen hatte, in dem schon langsam gewordenen Schiff in den Hafen von New York einfuhr, erblickte er die schon längst beobachtete Statue der Freiheitsgöttin wie in einem plötzlich stärker gewordenen Sonnenlicht. Ihr Arm mit dem Schwert ragte wie neuerdings empor, und um ihre Gestalt wehten die freien Lüfte.«

So beginnt ein Roman, der kein Ende hat. Die Erzählung bricht ab, unvermittelt, weil der Autor nicht dazu gekommen ist, einen Schluss zu verfassen. Er hat das Fragment unvollendet beiseite gelegt. Der Leser wird am Ende des Buches mitten auf der Strecke allein gelassen. Die letzten Sätze:

»Am ersten Tag fuhren sie durch ein hohes Gebirge. Bläulich-schwarze Steinmassen gingen in spitzen Keilen bis an den Zug heran, man beugte sich aus dem Fenster und suchte vergebens ihre Gipfel, dunkle, schmale, zerrissene Täler öffneten sich, man beschrieb mit dem Finger die Richtung, in der sie sich verloren, breite Bergströme kamen, als große Wellen auf dem hügeligen Untergrund eilend und in sich tausend kleine Schaumwellen treibend, sie stürzten sich unter die Brücken, über die der Zug fuhr, und sie waren so nah, daß der Hauch ihrer Kühle das Gesicht erschauern machte.«

Und dann? Und nun? Wohin geht die Reise? Was wartet am Zielbahnhof auf uns? Kommen wir wirklich im Theater in Oklahoma an? Wir werden es von Franz Kafka nicht erfahren, es bleibt uns allerdings unbenommen, mittels unserer Phantasie diese Geschichte fortzusetzen.
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Von Helga König #1 HALL OF FAME REZENSENTTOP 100 REZENSENT am 5. März 2008
Format: Taschenbuch
Kafka erzählt die Geschichte des sechzehnjährigen Karl Roßmann. Dieser wird von seinen Eltern dazu angehalten zu Beginn des letzten Jahrhunderts in die USA auszuwandern, nachdem ihn eine ältere Hausangestellte verführt hat und daraufhin schwanger geworden ist. In Amerika angekommen wird er alsbald mit den übergroßen Erwartungshaltungen Dritter, wie auch den drastischen Folgen, wenn er diese nicht zu deren Zufriedenheit erfüllt, konfrontiert. So geht sein reicher Onkel, bei dem er vorübergehend Unterschlupf findet, ebenso unbarmherzig mit Karl um, wie später dann zwei Tagelöhner, die sich als seine Kumpane aufspielen, sich gleichwohl aber ungeniert seiner Habe und anschließend gar seiner Arbeitskraft bemächtigen. Der gutwillige, naive Karl wird, wo immer auch er sich aufhält, unfair behandelt, gnadenlos ausgenutzt und fallen gelassen. Als Liftjunge in einem gut besuchten Hotel ergeht es ihm nicht viel besser, wie später als versklavter Diener einer heruntergekommenen , selbstsüchtigen Opernsängerin. Obgleich er immerfort als " Mittel" für die eigennützigen Zwecke anderer eingesetzt wird, stellt dieser stets hilfsbereite junge Mann das niederträchtige Verhalten seiner Gegenüber nicht in Frage, sondern ist bemüht vernünftige Argumente zu finden, um deren Tun auf irgend eine Weise zu exkulpieren. Karl erscheint als einer der wenigen feinen Menschen unter einer Herde egoistischer Rohlinge.
Dieser Roman Kafkas ist ein Fragment.
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Format: Gebundene Ausgabe
Viele Menschen können mit der Literatur des Franz Kafka nicht das geringste anfangen, empfinden sie als unsinnig, als unlogisch oder gar als dämlich, und dies nur weil sie völlig unvorbereitet (praktisch ins kalte wasser gestoßen)einer von Kafkas Erzählungen wie "in der Strafkolonie" oder seiner "Verwandlung" oder seinem (wirklich nur schwer nachvollziehbarem) "Urteil" gegenüber stehen und nicht recht wissen was sie bon dieser völlig neuen art einer geschichte halten sollen und dann eben den Kopf schütteln.

Dies kann verhindert werden, nämlich mit einem seichten Einstieg in kafkas werk, meiner Meinung nach ist dies sogar fast pflicht um ihn verstehen zu können (es sei denn man googelt sich schlau- aber davon ist auch nicht viel zu halten).
Ich vergleiche dies mit Nietzsche der mit seinem "Zarathustra" ein hervorragendes Werk egschaffen hat, dass man aber gar nicht verstehen kann, wenn man es als erste begegnung mit nietzsche liest.
Ähnlich ist es auch mit Kafka.

Amerika bietet den perfekten Einstieg in die Welt des Franz Kafka.
In diesem Roman sind typisch kafkaeske Elemente, wie die ohnmacht gegenüber dem unverschuldeten unheil, gut eingearbeitet und auch im Rahmen des möglichen.
Die Geschichte des Karl Roßman (übrigens die einzige Person in kafkas Romanen die noch einen namen erhalten durfte) der aufgrund einer von ihm verschuldeten affäre nach Amerika übersiedeln, stellt den Leser zwar immer wieder vor Situationen in denen er die handelnden personen (immer diese welche karl urnecht tun) und ihre Beweggründe nicht nachvollziehen kann und mitleid bekommt mit Karl, doch man kann diese Personen wenigstens verstehen, bzw.
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