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am 17. Februar 2012
"Obgleich die hier mitzutheilenden Gedanken zu keinem festen Resultate führen, [...] so habe ich mich nicht entschließen können, sie der Vergangenheit zu übergeben, weil sie Manchem, wenigsten zum Vergleich mit seinen eigenen, über den selben Gegenstand gehegten, willkommen seyn werden."

So schrieb Schopenhauer zu Anfang seiner Abhandlung über "Transscendente Spekulation über die anscheinende Absichtlichkeit im Schicksale des Einzelnen" im Band I von "Parerga und Paralipomena" und trifft Pasteur (wie Herr Has mir versicherte), der [Pasteur] immerhin feststellte, der Zufall treffe nur den vorbereiteten Geist. Was den Heraklit und sein Lesenwollen angeht, sollten Sie ebenso Ihr Schicksal auf das Finden, weniger auf das Suchen konzentrieren, so dass beim Lesen die bloße "Ventilation eines noch dunklen Sachverhältnisses" zur Erhellung selbigen beitragen möge.

Der Philosophie Heraklits (eben auch der Dunkle genannt), einer der tiefsten Denker der Antike, so die an sich schon tautologische Vorbemerkung, widmet sich diese Tusculum Ausgabe. Einem Mann, der über 2500 Jahre erwähnt wird, zitiert wird und heutiges Denken sich an ihm orientiert, wenn nicht gar sich bei ihm vergewissert. Die überlieferten Worte in diesen Fragmenten erscheinen in einer Einfachheit, zugleich präsentieren sie die Tiefe des Gedanken. "Das Wahre ist einfach", sagte Goethe, sicher in Anerkenntnis alter Weisheiten. "Aus Allem Eins und aus Einem Alles" ist die Zusammenwirkung zum Ganzen, ein Aphorismus, der nie die Philosophie, noch das Denken verlassen hat. Diese bekannten Anregungen "Alles ist im Fluss" oder "Man kann ein Fluss nicht zweimal besteigen" oder gar diesen, der auch in einem Antiquariat den Rezensenten ereilte: "Wer Unverhofftes nicht erhofft, kann es nicht finden: unaufspürbar ist es und unzugänglich" lassen sich hier finden und einordnen.

Dieser kleine Tusculum-Band, handlich und übersichtlich, enthält alle überlieferten Worte Heraklits, eine interessante Einführung in die Lehre Heraklits und schlussendlich schließt ein Nachwort die 54 Seiten. Hier erfährt der aufmerksame Leser die Eingliederung Heraklits in die griechische Philosophie und den Beginn seiner eigenen Sehweise, nämlich den Blick auf die Gegensätze zu schärfen, die ihm stets lebendige Gegensätze waren. Natürlich folgen Hinweise auf die spätere Anverwandlung Heraklitschen Denkens, wie bei Cusanus oder Hegel, aber immer wird erwartungskonform Goethe erwähnt, der "Eins und Alles" aufnahm und auch die "Dauer im Wechsel" sah.

Insgesamt eine kurze, aber umfassende Ausgabe in bewährter Tusculum-Art.
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TOP 100 REZENSENTam 10. Februar 2012
"Diese Lehre hier, ihren Sinn, der Wirklichkeit hat, zu verstehen, werden immer die Menschen zu töricht sein." Heraklit von Ephesos (ca. 520- 460 v. Chr.)
Sokrates soll angeblich zu der Schrift des Heraklit gesagt haben: "Was ich verstanden habe, ist vortrefflich, -ich bin überzeugt, auch das was ich nicht verstanden habe. Aber es bedarf eines delischen Tauchers."
Aus dieser wertschätzenden Aussage erkennt man, die sehr kurzen Texte von Heraklit sind oft sehr tiefsinnig und bedürfen der Reflektion.

Dazu nenne ich einige Beispiele:

"Gleich ist Anfang und Ende auf der Kreislinie."

"Wie kann man verborgen bleiben vor dem, das nie untergeht?"

"Krankheit macht Gesundheit süß und gut, Hunger die Sattheit, Mühe die Ruhe."

"Der Seelen Grenzen kannst du nicht ausfinden, auch wenn du gehst und jede Straße abwanderst, so tief ist ihr Sinn."
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