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Forth

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Audio-CD, 22. August 2008
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Produktinformation

  • Audio CD (22. August 2008)
  • Erscheinungsdatum: 16. September 2008
  • Anzahl Disks/Tonträger: 1
  • Label: Virgin (Universal Music)
  • Spieldauer: 64 Minuten
  • ASIN: B001BZZ292
  • Weitere Ausgaben: Audio CD  |  Vinyl  |  MP3-Download
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.1 von 5 Sternen 29 Kundenrezensionen
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Digital Booklet: Forth
Digital Booklet: Forth
Nur Album

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Es gibt kreative Zeitgenossen, die sich nur weiterentwickeln können, wenn sie ihr Schaffen und sich selbst regelmäßig kritischen Bestandaufnahmen unterziehen. Mitunter sogar ohne Rücksicht auf den Verlust der eigenen Kreativbande. Und sei es auch nur, um anschließend auf höherem Niveau weiter zusammen arbeiten zu können. Die nordenglische Band The Verve löste sich erstmals 1995, knappe sechs Jahre nach ihrer Gründung auf. Aus der anschließenden Reunion resultierten zwei Jahre später, 1997, mit dem Album „Urban Hymns“ und der Single „Bitter Sweet Symphony“, die beiden bislang größten Erfolge der Band um Kreativkopf Richard Ashcroft. Weitere 24 Monate später, 1999, verkündeten die vier Musiker endgültig das Ende der Existenz von The Verve. Der Spaß am eignen Klangkörper war trotz massiv gestiegenen, weltweiten Zuspruchs auf der Strecke geblieben und statt weiter Öl in die heißgelaufene Hit-Maschine zu gießen, ging man musikalisch getrennte Wege. Was für die zahllosen Verve-Fans ein Grund zum Trauern war, erschien der Band nur logisch. Schließlich hatte man sich 1989 erstmals zusammen getan um rein nach dem Lustprinzip die Musik zu machen, die den perfekten Nährboden für Richard Ashcrofts öffentlich gemachte, bittersüße Skizzierungen des Lebens in der modernen Zivilisation bot.

Das alles schien zehn Jahre lang Geschichte gewesen zu sein. Zehn Jahre, die dem Pop-Mythos The Verve freilich keinen Abbruch taten. Umso größer und überraschender platzte in den Pop-Herbst 2007 die sensationelle Nachricht, dass The Verve erstmals seit mehr als einem Jahrzehnt wieder in Originalbesetzung ein Konzert in Glasgow geben wollten. Im November 2007 schloss sich zuerst eine komplette, binnen 20 Minuten ausverkaufte Tour durch englische Theater und später durch die großen Arenen des Landes an. Vor enthusiastischem Publikum testete das Quartett dabei sogar neues Songmaterial. Jetzt, neun Monate und etliche gespielte Festival-Gigs später, in denen die neuen Songs weiter Form annahmen, veröffentlichen die vier Engländer mit „Forth“ ein neues Studioalbum, das eindrucksvoll beweißt, zu welch brillanten kreativen Höhenflügen das strikte Folgen des Lustdiktats führt.

Schon das erste Hören der zehn neuen Songs stellt unmissverständlich klar, dass das Comeback von The Verve ein Ziel verfolgt, das weit über den vermeintlichen Wunsch, die Charts zu stürmen, hinaus reicht. Vielmehr ist „Forth“ das Testament einer Band, die ihrem eigenen künstlerischen Anspruch unbedingt gerecht wird. Mit der Gewissheit, ohnehin kein „Urban Hymns II“ abliefern zu wollen, schuf das Musiker-Kollektiv eine Songsammlung, die von der bisherigen Bandkarriere profitiert und das Hauptaugenmerk trotzdem auf eine viel versprechende, gemeinsame musikalische Zukunft richtet. So erstaunt es auch nicht, dass Bassist Simon Jones das selbstproduzierte „Forth“ für das beste Album der kollektiven, wie auch der individuellen Karrieren der Verve-Mitglieder hält. Nicht zuletzt, weil man ganz bewusst auf jegliche Nostalgie bei der Studioarbeit verzichtet hat. Dennoch werden sich langjährige Fans der Band beim Song „Sit And Wonder“ an die frühen Verve erinnert fühlen. Das Resultat einer halbstündigen Jam-Session eröffnet nach unzähligen Live-Tests nun in Form eines feinen Destillats das neue Album „Forth“. Die komplette Band präsentiert sich in diesem mehr als würdigen, energetischen Opener als hervorragend auf einander eingespielte Einheit, während Ashcrofts eindringliche Falsett-Einlagen fulminant klarstellen, dass die interne Verve-Welt zweifellos wieder ins Lot gebracht worden ist.

Die erste Single von „Forth“, „Love Is Noise“, wird in der Album-Version extensiviert und erhält durch die addierten Gitarren-Exkursionen von Nick McCabe geradezu epischen Charakter. Der Refrain „Love Is Noise, Love Is Pain, Love Is This Blues I’m Singing Again“, besitzt jenen monumentalen, sofort wieder erkennbaren Charakter, der „Bitter Sweet Symphony“ zum Soundtrack der ausklingenden Neunzigerjahre gemacht hatte. Überhaupt nimmt Chef-Texter Richard Ashcroft in den zehn neuen Songs von „Forth“ einmal mehr die Rolle der nach Wahrhaftigkeit suchenden Person ein, die die großen Fragen über den eigenen Mikrokosmos, das Universum und alles was dazwischen liegt, mit der ihr eigenen Sprachgewalt stellt. Wenngleich auch dringlicher als zuvor. Die Antwort auf die Frage, „Is There Anywhere Better Than Here?“, in der von Piano und Streichern getragenen Mid-Tempo-Nummer „Rather Be“, liefert er mit seinen drei Bandkollegen höchst selbst. Eine bessere musikalische Erfahrung als beim Hören von „Forth“ kann man zurzeit einfach nicht machen. Die perlenden Gitarren und der Upbeat-Rhythmus von „Judas“ führen zunächst mit ihrer, im besten Sinne, leichten Bekömmlichkeit, auf eine falsche Fährte, denn wenn das Tempo zum Ende hin anzieht, nehmen die Saiten-Hiebe von McCabe geradezu manische Züge an. Wessen Gemütszustand bis hierhin noch keinen euphorisierten Zustand angenommen hat, weil man dem neuen Verve-Album lauschen kann, wird spätestens von „Numbness“ mitgerissen. Die langsame sechseinhalb Minuten-Nummer mit der Gitarren-Jam in der Mitte, präsentiert Ashcroft und Co. in ihrem sphärischen Bestzustand. „I See Houses“ beginnt mit einer dramatischen Piano-Melodie, die in einem hymnenartigen Refrain mündet und klassische Ashcroft-Zeilen wie „How Many Lives Must I Waste, How Many Tears Must I Taste“ enthält. „Noise Epic“ gibt alleine schon im Titel die Route für den längsten und unvorhersehbarsten Song des Albums vor. Der Bass von Simon Jones übernimmt hier die Hauptrolle und präsentiert den Northern Soul, so wie The Verve ihn verstehen, in seiner bislang epischsten Form. In „Valium Skies“ bricht sich die Sonne ihren Weg durch dunkle Wolken und ebnet dem romantischsten Song des neuen Albums seinen Weg. „Columbo“ beginnt mit improvisierter Interaktion zwischen Bass und fast schon jazzartigen Drum-Beats im Can-Stil, ändert aber mittendrin sein Tempo und seine Struktur. „Appalachian Spring“ beendet das neue Album mit einer äußerst optimistischen Note und unterstreicht den Verdacht, dass die Hoffnung das allübergreifende Thema von „Forth“ ist. Wer es bis hierhin noch nicht festgestellt hat, wird spätestens bei diesem Song spüren, dass man es bei den wiedervereinten The Verve mit einer Band zu tun hat, der es im Jahr 2008 besser geht, als die meisten ihrer Fans zu hoffen gewagt hatten.

Folgerichtig, denn die vier Band-Charaktere haben ihre individuellen Befindlichkeiten, die der Langlebigkeit von The Verve in den Neunzigerjahren eher weniger zuträglich waren, längst via diverser Solo-Aktivitäten neutralisiert. Die Experimente mit psychedelischen Drogen gehören ganz offensichtlich der Vergangenheit an, aber die vier rastlosen Seelen kreieren im Kollektiv immer noch vor allem Musik, die ihre eigenen Gemüter und die ihrer Zuhörer mit einer gewissen Transzendenz aus dem Alltäglichen entführt. Ihre berühmt-turbulente Chemie ist nach wie vor intakt, wie die Qualität der neuen Songs beweist. Wohin sie ihr Folgen des Lustdiktats tragen wird, kann nicht mal die Band selbst sagen. Aber für den Moment zählt vor allem die Tatsache, dass es zurzeit kein aufregenderes Audioerzeugnis als das neue Verve-Album „Forth“ gibt.

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Neun Jahre nach ihrer weltweit betrauerten Auflösung melden sich The Verve einem neuen Album zurück. Die Erwartungshaltung der Presse und der Fans war ihm Vorfeld entsprechend gigantisch. Doch davon lässt sich eine Band von dieser Klasse, die immer schon ihren eigenen Weg gegangen ist, nicht sonderlich beeindrucken. Mit Forth setzt die Gruppe um Sänger und Gitarrist Richard Ashcroft ihre Reise fort, ohne auf der Stelle zu treten. The Verve klingen auf Platte 2008 zwar nicht durchgehend anders als auf ihrem letzten Album Urban Hymns aus dem Jahr 1997. Trotz der langen Pause findet man sich im vertrauten Soundkosmos der zehn Songs sofort ohne Probleme wieder zurecht. Neben der wie gewohnt im Mittelpunkt stehenden Stimme von Ashcroft sorgt vor allem Gitarrist Nick McCabe mit seinem ausdrucksstarken, jedoch nie aufdringlichen Spiel dafür, das man bereits beim ersten Stück "Sit And Wonder" alle Vorbehalte gegen dieses Comeback aufgibt und ganz tief in die süchtig machenden Klangschichten eintaucht.

Auch wenn The Verve auf Forth, das die vier Bandmitglieder selbst produziert haben, mit keinem unsterblichen Klassiker wie "Bitter Sweet Symphony" oder "Drugs Don't Work" aufwarten, schaffen sie es mühelos, die Spannung bis zum Schluss aufrecht zu erhalten. Selbst ruhigere Nummern wie "Judas" oder "Numbness" ziehen den Hörer sofort in ihren Bann, ganz zu Schweigen von den in epischen Harmonien schwelgenden Stücken "Valium Skies" und "Appalachian Springs", in denen sich das Quartett von seiner besten Seite präsentiert. --Norbert Schiegl


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Kundenrezensionen

Top-Kundenrezensionen

Format: Audio CD
Nach 10 jahren Abstinenz meldet sich The Verve zurück.

Und erfreulicher Weise ist "Forth" kein "Urban Hyms" Ableger geworden.
Das Album hört sich frisch an.
Ich würde den musikalischen Stil eher als eine Mischung aus den drei Vorgänger Alben bezeichnen. Die Texte sind erwachsener als auf "Storm in Heaven", die Songs nicht alle so sanft wie auf "Urban Hyms" und das Gitarrenspiel erinnert oft an Stücke wie "Life's an Ocean"
von der "A Northern Soul".

Es ist wirklich schwer zu beschreiben wie sich das Album anfühlt.
Ich würde nicht behaupten, dass es nur ein weiters "Ashcroft" Solo Album ist(die haben mir im Gegensatz alle nicht gefallen).

Ich höre das Album in der Regel über Kopfhörer, wo man das Klangspektrum erst so richtig miterleben kann.
Ich empfinde "Forth" als besser als "Urban Hyms", weil es sich musikalsich eher an den älteren Werken der Band orientiert und nicht ganz so "poppig" ist

Wunderschöne Stücke wie "appalachian springs", "I see houses", "valium skies" & "Numbness" versetzten einen in Trance, wobei "Sit and Wonder" und das grandiose "noise epic" einen einfach nur mitreißen mit ihren heftigen Klängen.

"Forth" ist ein gelungenes Comeback und hoffenlich nicht das letzte Werk von The Verve.
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Format: Audio CD
Ums kurz zu machen: Hier wird tief in die psychedelische Kiste gegriffen und tiefgründige, schaurige und doch herrlich melodiöse, eigenwillige und anspruchsvolle Musik zelebriert, die den Fan von Gruppen wie Porcupine Tree oder Archive begeistern. Aber auch ein Touch "Coldplay" rundet die Scheibe angenehm ab. Gerade das 8-minütige lärmende "Noise Epic" ist grandios, ebenso das baladeske "Appalachian Springs". Insgesamt ist aber jeder Song melodiös und tiefgründig, daher von den schlechteren Kritiken nicht beirren lassen. Ein Album, welches die nächsten zehn Jahre seine Fans bekommen wird, ich binŽs heute schon! Anerkennung, Richard!
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Format: Audio CD
Sie waren das vielversprechende Sprachrohr einer musikalischen Welle, die Mitte der Neunziger halb Europa überrollte und sich Britpop nannte. Und Richard Ashcroft und seine Jungs verschwanden damals so schnell, wie sie jetzt wieder aufgetaucht sind...

Eins sei vorne weg gesagt: 'Forth' ist ein fantastisches durch ein Medikament gefülltes Wunderland, in dem jeder nackt ist und nicht aufhört zu schwitzen. Nun, so fühlt sich das Album jedenfalls für mich an. 'Sit & Wonder' ist der perfekte Titel für einen Opener. Den zu lange haben wir auf einen neuen Release dieser Band gewartet und das muss zuerst verdaut werden. Wer bei 'Forth' aber auf Songs wie 'Bittersweet Symphony' wartet, tut dies vergebens. Denn auch 'The Verve' haben sich nach fast 11 Jahren weiterentwickelt. Die Songs sind meist verträumt, sogar verspielt. Trotzdem ist es ein Album voller Ohrwürmer und Hymnen. Besonders 'Judas', 'Rather Be' und 'I see Houses' lassen mich durch das Wunderland hüpfen. Die Songs sind länger als die Hölle, was einem beim Anhören dann aber garnicht mehr wirklich auffällt. Beim ersten reinhören wünscht man sich vielleicht etwas Wuchtigeres. Aber ich betrachte 'Forth' jetzt mal als Aufwärmübung.

Ein tolles neues Album einer Band und Musikrichtung, die bereits entschieden tot und begraben war...
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Format: Audio CD
Tuuuuut. Tuuuuut.

RA: Ashcroft?

CM: Chris Martin hier. Hallo Richard!

RA: Tag! Oder isses bei euch Nacht? Ich bin gerade im Urlaub. Vom Tourstress erholen. Verdammte Comeback-Tour.

CM: Ich wollte nur Glückwunsch zum neuen Album sagen!

RA: Ach ja. Ist ja heute erschienen. Hatte ich ganz vergessen. Danke, Mann. (Gähnt) Sorry, hab gerade meine Einschlafpillen genommen und bin müde. Die Kinder sind auch endlich still. Gefällt dir die Platte denn?

CM: Schon toll. Wirklich. Jetzt haben wir doch tatsächlich beide gleichzeitig die vierte Scheibe auf dem Markt.

RA: Ja, lustig was?

CM: Geht echt ganz schön laut und krachig los bei euch. Da dachte ich erst... na ja. Aber auf 'RATHER BE' bin ich echt neidisch. Mit drei läppischen Akkorden einen so schönen Song zu basteln. Klingt sehr nach dir. Also solo mein ich.

RA: Ist ja auch von mir. (Gähnt wieder) Entschuldigung.

CM: Na und 'JUDAS könnte auch von uns kommen. Finde ich.

RA: Wenn du so singen würdest, wie ich.

CM: Haha! Tja... (kurze Stille) 'I SEE HOUSES ist auch echt klasse. So einfach und doch so wunderbar harmonisch. Ich hab auch ein wenig geweint dabei. (Schnieft kurz) Ihr habt auch alles so toll laut aufgenommen! Das ist der Breitwand-Sound, den ich auch immer haben will. Nur bei euch klappt das irgendwie besser. Bei Coldplay fieselt das immer so auseinander.

RA: Musst du einfach nur die Regler aufdrehen. Dann haut das auch hin.

CM: Ist aber nicht das Gleiche! Nee! Ich weiß auch nicht, was bei uns da immer schief... Übrigens geht euer 'LOVE IS NOISE' bestimmt in die Charts, das wette ich! Ist ja auch eins von den kurzen Stücken.
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