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The Fool

4.8 von 5 Sternen 13 Kundenrezensionen

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The Fool
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Produktinformation

  • Audio CD (22. Oktober 2010)
  • Anzahl Disks/Tonträger: 1
  • Label: Rough Trade/beggars Group (Indigo)
  • ASIN: B003Y3J0K6
  • Weitere Ausgaben: Audio CD  |  Vinyl  |  MP3-Download
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.8 von 5 Sternen 13 Kundenrezensionen
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Warpaint sind Emily Kokal (Vocals/Gitarre), Theresa Wayman (Vocals/Gitare), Jenny Lee Lindberg (Vocals/Bass) und Stella Mozgawa (Drums/Keyboards). Das All-Girls-Quartett aus Los Angeles hat schon mit ihrer noch selbst veröffentlichten Debüt-EP “Exquisite Corpse”, gemixt von John Frusciante, für Furore gesorgt. Ihre dynamischen Liveperformances und die flirrenden Energien, die sie auf der Bühne freisetzen, u.a. auf Tourneen mit Yeasayer, Band of Horses oder Vampire Weekend, haben ihnen zudem einen Ruf als ausgezeichnte Liveband beschert.

Gut zwei Jahre nach Erscheinen ihrer EP erscheint jetzt bei Rough Trade endlich Warpaints erster Longplayer “The Fool”. Ihr hypnotisierender Postpunk ist darauf noch epischer ausgestaltet und über weite Strecken mit rauer und psychedelischer Schwere grundiert. Der meist mehrstimmige Gesang trägt seinen Teil zur intimen und zugleich ätherisch fieberhaften Grundstimmung des Albums bei. Produziert wurde „The Fool“ von Tom Biller, der schon mit Karen O, Sean Lennon, Liars und Fiona Apple zusammengearbeitet hat.

motor.de

Warpaint entpuppen sich trotz des angriffslustig anmutenden Bandnamens als eine All-Girl-Band, die zarten Artrock zum Davonschweben präsentiert. Analog zu ihren bisherigen Tourkollegen wie etwa Vampire Weekend oder Yeasayer legen auch Warpaint wenig Wert auf Genregrenzen. So könnte man "The Fool" im weitesten Sinne als Shoegaze oder Dreampop beschreiben. Jedoch erscheint das Album in seiner Gesamtheit als zu verträumt für Shoegaze, während es für die Kategorisierung Dreampop zu temperamentvoll und düster ausfällt. Trotz dieser Definitionsschwierigkeiten steht eines fest: Die Songs strahlen eine (beinahe schon unheimlich) intime und schwerelose Atmosphäre aus. Für das Zustandekommen dieser eindrucksvollen Stimmung benötigt das Quartett auf recht unspektakuläre Art die im Rock übliche Standard-Instrumentierung: So bekommt man zum Großteil Gitarre, Schlagzeug, Bass und Gesang mit sorgsam eingestreuten Keyboardeffekten zu hören. All das wird mit einer kräftigen Portion Hall unterlegt, die nie zu knapp ausfällt. Dass es neben dieser zunächst simplen Gleichung zusätzlich an Talent und Eigenständigkeit bedarf, um beim Hörer einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen, erscheint logisch. Konsequenter Weise bringt die Band diese Eigenschaften in Form ihres ätherischen, meist dreistimmigen Gesangs mit. Dieser stellt ein Markenzeichen von Warpaint dar und geht in nahezu jedem Song mit der getragenen und schummrigen Musik, die oftmals an The XX erinnert, eine perfekte Symbiose ein - alles wirkt wie aus einem Guss. Allem Schwermut, den man innerhalb der Songs anfangs wähnt, steht stets die gesangliche Erhabenheit von Emily Kokal und ihren Bandkolleginnen entgegen; hinreißend wird bewiesen, dass man auch im scheinbar Negativen etwas Positives finden kann. Wenn Kokal in "Undertow" etwa "now I’ve got you in the undertow" singt, fühlt man sich als Hörer bei derlei Überzeugung direkt angesprochen. Lediglich die Abgeklärtheit, mit der die Band über die gesamte Albumlänge vorzugehen weiß, versprüht zeitweise einen allzu kühlen, durchproduzierten Eindruck. Ein Spannungsbogen oder den herausstechenden Hit findet man auf dieser Platte zwar nicht, das ist aber auch nicht nötig; Homogenität bedeutet hier nämlich nicht gleich Einheitsbrei. So fasziniert jeder Song auf seine Weise: "Warpaint" etwa durch sein hypnotisierendes Riff, oder "Baby" mit seiner beinahe schon biederen Melancholie. Gleich vom Opener an hebt das Album den Hörer somit in luftige, wenngleich auch dunkle Höhen, um ihn nach knapp 50 Minuten wieder sanft in die Realität zu entlassen. Während dieses akustischen Gleitflugs entführen Warpaint in Welten, die so irreal erscheinen, dass dennoch genug Neugier und Vergnügen geschürt wird, sich wiederholt auf dieses Prozedere einzulassen. Schließlich gibt es auf dieser Reise noch viel zu entdecken. Selten trat Schwermut so leichtfüßig in Erscheinung.

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Top-Kundenrezensionen

Format: Audio CD Verifizierter Kauf
Erstaunlich zu lesen, dass die Scheibe erst ein paar Jahre alt ist.
"The Fool" hat im allerbesten Sinne etwas wohl Abgehangenes und könnte glaubhaft als Klassiker anno 1986 verkauft werden.
Spährisch verträumter ArtRock mit Darkwaveeinschlag, intelligent geponnene Melodien, relativ schlichtklassisch auf die Scheibe gebannt.... Wahrlich eine wohltuende Abwechslung von dem überproduzierten Schrottpop der die "HeavyRotation" der letzen 20 Jahre bestimmt.

Lediglich 6.Composure und 7. Baby fallen meiner Meinung nach gegen den Rest der Platte etwas ab. Und hier und da könnte die Gesangsstimme eine Spur dominanter klingen. Daher von mir die vier Sterne.

Falls man Musik auch mal als sinnliche Erfahrung betrachtet , der man sich bei einem Glas Wein aufmerksam widmet und nicht nur als Taktgeber für den Stepmaster und auch noch einen Zentimeter im CD-Regal frei hat , dann ist "Warpaint-the Fool" ganz klar eine Empfehlung
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Format: Audio CD Verifizierter Kauf
Auf diese Band wurde ich erst durch den Rezensenten „Bilch“ aufmerksam und neugierig. Vorher habe ich nichts von den Damen gehört und auch der Musikstil ist mir neu. Dafür empfinde ich das Ganze aber umso beeindruckender. Somit muss eine Rezension her! Über den allgemeinen Background kann ich leider nichts schreiben, aber dies haben hier schon andere Rezensenten erledigt.

"Sachliche Betrachtung"
Hier hört man eine sehr filigrane und fein strukturierte Musik. Die Instrumente klingen neutral und damit natürlich und unaufdringlich – so wie das ganze Album. Gelegentlich werden elektronische Effekte und insgesamt eine gehörige Portion Hall beigesteuert. In der Summe der Eigenschaften handelt es sich um sehr verträumte / melancholische Musik. An andere Stelle wurde von psychedelischen Einflüssen geredet. Hinzu kommt ein sehr ansprechender mehrstimmiger Gesang. In der Kombination wird eine außergewöhnlich angenehme und mystische Atmosphäre erzeugt, die den Zuhörer in eine andere Welt transportiert, ja geradezu hypnotisiert. Irgendwie ist es gelungen hier den „Sang der Sirenen“ zu konservieren.

"Emotionale Betrachtung"
Genau das ist der Punkt. Das Album fesselte mich mit dem ersten Ton. Es war direkt genial! Ich musste mich nicht erst aufwändig hineinhören. Und da liegt leider die Gefahr. Sehr eingängige Musik nervt ja bekanntlich schnell und wirkt letztlich gerne oberflächlich. Hier aber nicht. Und dennoch, je öfter man „The Fool“ hört umso mehr gibt es zu entdecken. Umso spannender wird die Musik. Vermutlich liegt es an der verträumten Atmosphäre, dass man gerne mal mit seinen Gedanken abschweift und die Konzentration verliert.
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Format: Audio CD Verifizierter Kauf
Dass diese Band aus L.A. kommen soll, überrascht, eher klingen Warpaint nach New York oder meinetwegen Saddle Creek.
Warpaint spielen eine wunderbar schwebende, filigrane Musik, dunkel und zartbitter, mit leichten Anklängen an die shoegaze-Bands, jedoch ohne die Feedback-Verzerrungen. Mit einer hervorragenden Sängerin und sehr gut arrangierten intelligenten Songs, die harmonisch, dunkel und beruhigend zugleich sind, schaffen die vier Frauen etwas Großes. Meist nur mit dem Standard-Instrumentarium Gitarre, Bass Schlagzeug und manchmal zurückhaltenden modernen beats eingespielt, muss man an Mazzy Star denken, vielleicht, aber ohne das Verhuschte. Ständig rührt diese Band an etwas, erinnert an andere Bands, an Moriarty ohne Americana und 19. Jahrhundert, an Coco Rosie ohne das Verspielte und das Getue, an die frühe Cat Power ohne das Spröde, und doch kommt man nicht dahinter. Eigenständig. Wundervolle Doppel-LP. Ach ja, wer Warpaint mag, sollte unbedingt auch mal die großartigen The Duke Spirit und Effi Briest (sic) anhören.
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Format: Audio CD Verifizierter Kauf
Hype oder nicht Hype - diese Frage stellt sich bei diversen Bands in den letzten Jahrzehnten, und man tut gut daran, kritisch zu sein. Bloß weil wer mit der Gitarre schrammelt und ein paar Keyboards zirpen lässt, und ein paar surreal klingende Lyrics abgibt, und in Interviews geschickt alle Einflüsse von den Beatles bis zu legendären oder obskuren (darf in der Regel differenziert werden) Sixties-Garagenbands aufzählt, muss das noch lange nicht heißen, dass Rock und/oder Pop hier neu definiert wird.

Warpaint als Hype abzulehnen könnte zunächst einmal leicht fallen: Vier bildhübsche Kalifornierinnen, die sehr schön singen und gut spielen können, und einen guten Harmoniegesang drauf haben - das könnte leicht kaschieren, dass die Damen vom Songwriting kaum etwas verstünden und an und für sich nichts zu sagen hätten. Das muss man schon genau hinhören. Ich habe es getan und sage nach dreimaligem Hören dieses Albums jetzt, dass es voller sehr guter, wenn auch nicht grandioser Tracks ist. Warpaint entwerfen Klangbilder, legen auf ihrem Debüt weniger Wert auf konventionelles Songwriting, dafür mehr Wert darauf, verquere Melodik mit verspielter Rhythmik zu kombinieren. Alle neun Tracks sind gelungene Stücke, drei finde ich hervorragend, schlichtweg Supernummern: "Composure" lebt von seinem Kontrast zwischen shoutendem Chorgesang und einer cool vor sich hin swingenden Gitarre in der ersten Minute, die weiteren vier Minuten führen durch Rhythmuswechsel und differenzierenden Solo- und Harmoniegesängen. Der Opener "Set Your Arms Down" überzeugt durch seine verhaltene Dynamik in den ersten drei Minuten, in den beiden weiteren zieht das Quartett das Tempo ordentlich an.
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