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Folter, Pranger, Scheiterhaufen: Rechtsprechung im Mittelalter Gebundene Ausgabe – 10. Mai 2010

4.1 von 5 Sternen 7 Kundenrezensionen

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Produktinformation

Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Wolfgang Schild, geboren 1946 in Wien, ist Jurist und Rechtswissenschaftler, der seit 1977 an der Universität Bielefeld den Lehrstuhl für Strafrecht, Strafprozessrecht, Strafrechtsgeschichte und Rechtsphilosophie inne hat. Von 1990 bis 1993 war er Mitglied der Gründungskommission der Juristenfakultät der Universität Leipzig und ist seither am dortigen Institut Lehrbeauftragter. Zudem lehrt er als Dozent an der Senioren-Universität Bad Meinberg.

Er hat zahlreiche Arbeiten zur Strafrechtsdogmatik, Rechtsphilosophie, Strafrechtsgeschichte, Rechtsikonologie sowie Recht und Kunst veröffentlicht. Ein Schwerpunkt seiner Publikationen liegt auf Forschungen zum Mittelalter und zur frühen Neuzeit sowie zur Hexenverfolgung.

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Wie in meiner „Alten Gerichtsbarkeit" (1980, 2.Aufl.1985) wird auch in diesem Buch der Versuch unternommen, wesentliche Inhalte des Strafrechtslebens des Spätmittelalters und der Frühen Neuzeit in einem Zusammenspiel von Text und Bildern nachzuzeichnen und auch den nicht juristisch gebildeten, aber historisch Interessierten einen Einblick in die geistigen Grundlagen der damaligen Zeit zu geben. Insofern kann man von einer 3., aber völlig neu geschriebenen und konzipierten Auflage der „Alten Gerichtsbarkeit" sprechen; der Titel dieses Buches ist vom Verlag vorgegeben worden. Es ist oft schwierig, den geistigen Hintergrund mancher der geschilderten Rechtshandlungen zu verstehen. Aber gerade auch deshalb ist die Konfrontation mit einer für uns heute fremden Welt faszinierend. Dabei gilt es immer im Blick zu haben, dass die damals Lebenden nicht kindlich naiv aufgefasst werden dürfen, wozu allerdings die vielen bunten zeitgenössischen Bilder verführen könnten. Deshalb ist ausdrücklich festzuhalten, dass diese Menschen ebenso denkende und handelnde Subjekte waren wie wir heute, auch wenn sie sich in ein anderes, für sie verbindliches Weltbild eingebunden sahen, mit dessen Darstellung daher auch dieses Buch beginnt.
Text und Bilder konzentrieren sich auf Rechtshandlungen, weshalb meist Illustrationen aus Rechtstexten des deutschsprachigen Raumes herangezogen werden. Es finden sich nur wenige Abbildungen aus der „schönen Kunst" (die der Interessierte in meinem Buch „Bilder von Recht und Gerechtigkeit" [1995] genießen kann). Ebenso sind keine Gegenstände der Rechtlichen Volkskunde aufgenommen. Dabei ist ein Hinweis angebracht. Die „Quellen", aus denen wir heute auf das frühere Recht(-sleben) schließen, waren manchmal als Fälschungen angelegt, wurden aber auch oft in Erinnerung geschrieben und daher verändert. Einiges wurde verzerrt und übertrieben, wie im konfessionellen Kampf die Tradition des jeweiligen Gegners oder im Bemühen, die Vergangenheit besonders finster und die Gegenwart strahlend „aufgeklärt" erscheinen zu lassen. Ich habe mich bemüht, nur verlässliche Quellen heranzuziehen. Auf einige Fälschungen bin ich im jeweiligen Zusammenhang eingegangen. Dazu kommt die allgemeine Schwierigkeit, dass viele Rechtsquellen, vor allem, wenn sie - wie die Flugblätter - bebildert sind, sich auf auffallende Einzelfälle beziehen, weshalb es gefährlich ist, aus ihnen auf Allgemeines und damit auf „das" damalige Recht zu schließen. Ich habe versucht, dieser Gefahr durch die Einordnung in die geistigen Zusammenhänge zu entgehen. Seit dem ersten Erscheinen der „Alten Gerichtsbarkeit" im Jahre 1980 sind 30 Jahre vergangen; und damit eine lange Zeit für Lektüre, für eigene Forschungen und für viele Lehrveranstaltungen und Vorträge. Dadurch haben sich manche Thesen bestärkt und verfestigt, manches wurde als Irrtum erkannt und daher nun verändert, vieles wurde neu entdeckt. Auch die technischen Möglichkeiten, ein solches Buch in der Einheit von Text und überwiegend farbigen Abbildungen zu machen, haben sich seit 1980 wesentlich verbessert. Ebenso haben sich die Möglichkeiten der Recherche im Internet in einer fast unglaublichen Weise erweitert, diese sind dadurch einerseits erschwert, andererseits gewaltig erleichtert.
Mein ganz besonderer Dank gilt den Mitarbeitern in den Archiven, Museen und Bibliotheken. Stets waren sie bemüht, meine Anfragen und Bilderwünsche schnell zu erfüllen. Vor allem möchte ich Claus Hilschmann und Thomas Holzner für die sehr gute Zusammenarbeit bei der Gestaltung der einzelnen Seiten herzlich Dank sagen. Wenn dies ein trotz des oft grausigen Inhalts überzeugendes Buch geworden ist, ist dies auch ihr Werk.


Ich widme dieses Buch meiner Ehefrau. Wolfgang Schild


Das christlich-religiöse Rechtsverständnis


Das heute geltende Strafrecht findet man in den staatlichen Gesetzen, die von Staatsorganen angewendet und von wissenschaftlich ausgebildeten Juristen interpretiert und kommentiert werden.
Es verdankt seine Geltung der Macht des Staates, der unter den Vorgaben der Verfassung die Straftaten umschreibt, das Strafverfahren und den Strafvollzug regelt und diese Vorschriften durchsetzt. Ihre Legitimation beziehen Staat und Recht aus der Zustimmung und dem Vertrauen der Bürger, die diese Regelungen im Wesentlichen als vernünftig anerkennen, denn sie sichern letztlich die Rechtsstellung und ermöglichen ein gerechtes Zusammenleben.
Im Gegensatz dazu war das frühere Recht mangels einer anerkannten staatlichen Macht auf eine die irdisch-weltliche Sphäre übersteigende Instanz bezogen und angewiesen, und zwar auf den christlichen trinitarischen Gott, dem Recht und Gericht auch auf Erden zugeordnet wurden. Wie das gesamte Leben, so verwirklichte sich auch das Strafrecht in einem christlich-religiösen Weltbild. Genauso erhielten die Missetaten ihren eigentlichen Grund in dem von Gott zugelassenen Wirken des personal gedachten
Bösen, des Teufels.


Der Verfasser Eike von Repgow kniet, vom Heiligen Geist (in Gestalt der Taube) inspiriert, in der obersten Bildzeile vor den christlichen Kaisern Karl d. Gr. und Konstantin. Darunter ist die Übergabe des Schwertes der
rechtlichen Macht durch Christus an den König dargestellt. Die beiden unteren Bildzeilen zeigen die Schöpfungsgeschichte. Wolfenbütteler Bilderhandschrift des „Sachsenspiegels". Drittes Viertel des 14Jhs,f.9v.


Der göttliche Inhalt des „Sachsenspiegels", zwischen dessen Seiten der Autor liegt, wird durch das Herausschauen Gottes dargestellt. Links stellen sich zwei Männer gegen Gott und das Recht: sie treten das Rechtsbuch und spucken es an. Der Mensch ist von Gott als sein Ebenbild in Freiheit geschaffen. Nach dem Sündenfall wurde er durch den Tod Christi am Kreuz erlöst, weshalb der Teufel am Eingang des Höllenrachens angekettet ist. Wolfenbütteler Bilderhandschrift des „Sachsenspiegels". Drittes Viertel des 14.]hs, f.85r; 46v.
Gott übergibt dem Moses die beiden Tafeln mit den zehn Geboten (Dekalog). Die beiden Männer verstoßen gegen das erste Gebot, weil sie einen Götzen anbeten. Ausschnitt aus: Lucas Cranach d. Ä. (Werkstatt), Zehn-Gebote-Tafel. Gemälde 1516. Wittenberg, Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt.


Der rechtliche Gott
Diese Einbindung des irdischen Rechts in ein religiöses Weltbild bedeutete zugleich die Verrechtlichung des christlichen Gottes. Sie kam am klarsten zum Ausdruck im Prolog des „Sachsenspiegels", verfasst zwischen 1224 und 1230/31 von Eike von Repgow, Ministerialer des Grafen Hoyer von Falkenstein: „Gott ist selbst recht(lich), darum ist ihm das Recht(e) lieb." In der Reimvorrede stellte Eike von Repgow zudem klar: „Wer das Recht verdreht, bricht den Bund mit Gott. Gott selber hat uns gelehrt, dass wir alle Recht sind und das Unrecht uns missfalle." Deshalb habe er sich dieses nun niedergeschriebene Sachsenrecht nicht selbst ausgedacht. Er stelle vielmehr „Recht und Unrecht der Sachsen der Gnade Gottes entsprechend und mit der Kraft des Heiligen Geistes gestärkt und zum Nutzen der ganzen Welt" dar.



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Top-Kundenrezensionen

Von Christian Döring HALL OF FAME REZENSENTTOP 100 REZENSENTVINE-PRODUKTTESTER am 15. Juni 2010
Format: Gebundene Ausgabe
Um die Rechtssprechung im Mittelalter geht es in diesem prächtigen Buch, mit seinen vielen zum Teil ganzseitigen Bildern. Gerade sie geben ein eindrucksvolles Bild aus der Zeit in der Gottesurteil und irdische Rechtssprechung zum Teil eng miteinander verwoben waren.

Ausgerechnet ein Jurist hat es geschrieben. Er listet bereits im Inhaltsverzeichnis die wichtigsten Themen auf. Selbstverständlich steht an erster Stelle das christlich - religiöse Rechtsverständnis. Es gab den rechtlichen und richtenden Gott in einer Person. Aber auch Gottesfrieden und den Teufel als Rechtssubjekt.

Im folgenden geht der Autor mit dem Kapitel Das lebenspraktische Recht, in den Alltag der Menschen damals hinein. Von der Rechtsstellung und der Ehre und auch von der Öffentlichkeit der Hinrichtung berichtet Wolfgang Schild.

Das rechtliche Verfahren heißt das dritte Kapitel. Hier beschreibt der Autor die Vielgestaltigkeit der Verfahren im Mittelalter. Es wurde zwischen Klage -, Verklage -, Anklage -, und Inquisitionsverfahren unterteilt.

Ob nun der Angeklagte später als Rechtsverletzer, Friedensverbrecher, landschädlich oder Teufelsbündner gebrandmarkt wurde, war für ihn keinesfalls unerheblich. Worin die Unterschiede bestanden erfährt der Leser im vierten Kapitel.

Das letzte Kapitel ist wohl das, welches größtes Interesse erregt. Die Grausamkeit der Strafen wird beschrieben. Von der bekannten Todesstrafe, über Verstümmelungsstrafen bis hin zu Ehrenstrafen und Strafen zu Haut und Haar waren unsere Vorfahren ziemlich einfallsreich und grausam. Sie waren dies nicht, weil sie besonders grausam oder unmenschlich waren, sie glaubten so ihrem Auftrag nach Ordnung nachzukommen.

Geschichtsinteressierte Leser werden dieses Buch mit Interesse verschlingen.
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Format: Gebundene Ausgabe Verifizierter Kauf
Zum Inhalt des Buches selbst gibt esschon genug andere Rezensionen; Anmerken möchte ich jedoch, dass sich die Aussagen des Buches immer wieder wiederholen, irgendwann überfliegt man nur mehr die Zeilen da schon wieder eine inhaltliche Wiederholung auftritt; Für mich erweckt das Buch den Eindruck, dass hier einfach ein paar Manuskripte zusammengelegt wurden, ohne die einzelnen Kapitel aufeinander abzustimmen - was auch die langweiligen Wiederholungen erklären würde. Im Vorwort verweist der Autor auf sein Buch "Alte Gerichtsbarkeit" aus 1980, dessen Inhalte nun aktualisiert und auf aktuellen Stand gebracht in "Folter, Pranger, Scheiterhaufen" dank neuer drucktechnischer Möglichkeiten gut bebildert neu aufgelegt werden konnten. Vielleicht hätte das neue Buch einem Lektor vorgelegt werden sollen, dieser hätte hier einiges verbessern und vor allem die zahlreichen Rechtschreib- bzw. Tippfehler eliminieren können.

Weshalb der Buchstabe "R" immer mit Abstand zum nachfolgenden Text steht, da dem "R" ein langgezogener Bodentrich folgt, ist mir nicht ganz ersichtlich - dies stört jedenfalls empfindlich beim Lesen, spätestens ab der 10. Seite.

Positiv hervorzuheben sind die vielen farbigen Abbildungen, auch wenn ab und an bei Verweisen im Fliesstext nicht erkennbar ist, auf welche der auf den nächsten Seiten folgenden Abbildungen sich der Autor bezieht.
Wer sich über die Vorstellungen vom Leben im Mittelalter ein Bild machen möchte, dem sei folgendes Buch ans Herz gelegt, indem auch auf das Thema "Folter, Pranger, Scheiterhaufen" eingegangen wird: Sterben und Tod im Mittelalter.
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Format: Gebundene Ausgabe Verifizierter Kauf
Dieses Buch hilft, Zeiten zu verstehen, die schwer vorstellbar sind, weil wir doch irgendwie dazu neigen, alles mit unseren Wertmaßstäben zu bewerten. Wie sich diese Wertmaßstäbe herausgebildet haben über die Jahrhunderte, wird hier einleuchtend bildreich und auch kenntnisreich erzählt. Eine gute Gesprächsgrundlage für Abende am Kamin. Dieses Werk ist zu empfehlen.
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Von hellfire1202 am 28. Juni 2015
Format: Gebundene Ausgabe Verifizierter Kauf
die Illustrationen sind echt toll
allerdings ist es wahnsinnig trocken geschrieben und ich habe bald aufgegeben
als meine mutter mich gefragt hat und ich ihr das ganze erklärte, meinte sie sie versuchte auch mal mit dem buch, aber auch nach kurzer zeit befand sie, es wäre auch ihn zu trocken und sie gab auf
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