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Der Fluch des Kopernikus: Taschenbuch – 28. März 2006

2.9 von 5 Sternen 16 Kundenrezensionen

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Top-Kundenrezensionen

Format: Gebundene Ausgabe
Hexenverbrennungen sind an der Tagesordnung. Aberglaube durch Unkenntnis weit verbreitet. Die Reformation noch nicht in jeden Winkel Deutschlands vorgedrungen.

In dieser Zeit, lebt der Protagonist dieses Romans. Steinmetz von Beruf, wäre Leberecht standesgemäß nicht von allzu großer Bildung. Doch sein Vater, gibt ihm einiges Wissen, durch Aufenthalte in einem Kloster autodidaktisch erworben, weiter, bevor er früh stirbt und Leberecht und seine Schwester allein zurücklässt. Zu allem Überfluss wird der Vater postum von der Inquisition als Ketzer verurteilt.

Leberecht wächst bei Pflegeeltern auf. Zu seiner recht jungen, attraktiven Ziehmutter entwickelt sich ein intimes, sexuelles Verhältnis, das so gar nicht in die Zeit passt.

Leberecht wird durch die über die Stadt hereinbrechende Pest in dem Kloster, das seinem Vater viel Wissen beschert hat, festgehalten. Dort nutzt er die Zeit, sich in der Bibliothek über die verbotenen Bücher herzumachen und saugt förmlich das Wissen der Zeit in sich auf.

Es wird vermutet, dass in der Bibliothek das letzte noch nicht vernichtete Exemplar des Buches „De astro minante" von Nikolaus Kopernikus zu finden ist. Hier hat Kopernikus einen Zusammenstoß der Erde mit einem anderen Himmelskörper berechnet und für den 08.10.1582 vorhergesagt.

Die Kirche sieht sich durch das Buch in Ihrer Macht bedroht und verfolgt mit allen Mitteln dieses Buch. Die Inquisition ist Leberechts Liebe zur Ziehmutter Martha auf die Schliche gekommen. Leberecht wird bedrängt, das Buch zu beschaffen. Der klevere Steinmetz sieht in dem Buch jedoch eine einmalige Chance und macht sich zusammen mit Martha auf den Weg nach Italien.
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Format: Taschenbuch
Leberecht Haman, seines Zeichens Steinmetz, fühlt sich zu Höherem berufen. Er lernt fleissig, ist auch klug, hat eine Schwester und wird Pflegesohn. Dort feindet er sich mit dem Sohn des Hauses an, verliert seine Schwester, verliebt sich in seine Pflegemutter.
In der Bibliothek des Klosters in der Nähe findet er seltsame Hinweise, die irgendwie auch im Zusammenhang mit einer Nachricht stehen, die sein Vater hinterlassen hat.
Er reist mit einem Mönch zusammen nach Italien, wo er seine grosse Liebe verliert, sein Wissen gewinnt, und trotz allem die Geschichte irgendwie im Chaos endet.
Es ist eine etwas enttäuschende Fiktion, die ich hier von diesem Autor gar nicht gewöhnt bin. Der Fluch des Kopernikus begleitet einem durch die ganze Geschichte Hamans, und doch, als schlussendlich herauskommt, was genau dieser Fluch beinhaltet, ist es ernüchternd. Die ganze Story, die sich so zäh über die Seiten aufgebaut hat, fällt wie ein Kartenhaus zusammen und hinterlässt einen schalen Geschmack im Mund.
Sehr schade.
Trotzdem für die Idee und die einigermassen wahrheitsgetreuen Überlieferungen drei Sternchen. Nächstes Mal klappt's besser!
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Format: Taschenbuch
In aller Kürze:
Europa im 16. Jahrhundert. Zwischen dem jungen Steinmetz Leberecht Hamann und dem Jesuitenschüler Christoph Schlüssel entbrennt eine tödliche Feindschaft. Leberecht, Humanist und Freidenker, ist im Besitz eines der größten Geheimnisse der Astronomie. Jahre später trifft er in Rom wieder auf seinen alten Rivalen, der nun den lateinischen Namen Clavius führt und damit beauftragt wurde, den Kalender zu reformieren. Clavius allein besitzt den Schlüssel, die Zeit aus den Fugen zu heben, sowohl um seinen alten Feind zu vernichten, als auch um etwas zu verhindern, das niemals Wirklichkeit werden darf.
Philipp Vandenberg beschreibt das Leben des jungen Steinmetz Leberecht Hamann, der miterleben muss, wie sein Vater postum von der Inquisition zum Ketzer verurteilt wird. Auf der stetigen Suche nach Wiedergutmachung folgt er den Fußstapfen seines Vaters, der zu Lebzeiten über einen für seinen Stand unangemessen hohen Wissenstand verfügte. Die Spur führt ihn in ein Benediktiner-Kloster, wo er sich in den verschiedensten Wissenschaften unterrichten lässt. Hier stößt er auch auf das Buch „De astro minante“ („Vom drohenden Stern“) von Nikolaus Kopernikus, das sein Leben nachhaltig beeinflussen sollte.
Zusammen mit seiner großen „verbotenen“ Liebe flieht er vor den Fängen der Inquisition ins ferne Rom, wo er die Heilige Kirche mit der Drohung konfrontiert, die Erkenntnisse Kopernikus’ zu verbreiten. Eine Drohung, die den Vatikan erschüttert...
Leider ist es Vandenberg nicht gelungen, Spannung zu erzeugen.
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Format: Taschenbuch
Hatte mich trotz der sehr unterschiedlichen Rezensionen nicht davon abbringen lassen, das Buch zu beschaffen und - mich hat es nach anfänglichem "Reinkommen" auch überzeugt. Hatte mehr bekommen als erwartet.
Der Beginn ist vergleichbar mit anderen Historienromanen, etwas zäh und nicht arg spannend. Man fragt sich Anfangs des öfteren, wer die Hauptfiguren sind und wie sich die Story entwickeln könnte. Wenn man jedoch eintaucht und sich mit dem gescheiten Baumeister Leberecht bald identifizieren kann, ist das Buch schön zu lesen und durchwegs auch interessant und abwechslungsreich geschrieben.
Man erfährt viel über das mittelalterliche Leben, Denken und selbstverständlich dem Handwerk; mehr jedoch noch über die Kirche (superkritische Betrachtungsweise, teilweise sicherlich auch überzogen?) in allen Facetten aus allen (weniger populären) Blickwinkeln. Die "Geistlichen" und ihre allzu menschlichen Eigenschaften bekommen in diesem Roman richtig ihr Fett weg.
Oftmals musste ich wirklich schmunzeln, speziell bei den Ausschweifungen der kirchlichen "Würdenträger" in Rom, der Stadt "deutscher Auswander und Huren" :-)
Das hier oft kritisierte Ende finde ich jedoch nicht weiter störend, ein anderer Ausgang wäre unglaubwürdig.
Mein Fazit:
Für alle, die gerne historische Romane lesen und nicht zu arg empfindlich mit der Kirche und seinen "Würdenträgern" umgehen, kann ich das Buch weiterempfehlen.
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