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Flavia de Luce 1 - Mord im Gurkenbeet: Roman Gebundene Ausgabe – 14. September 2009

4.1 von 5 Sternen 191 Kundenrezensionen

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Im zarten Alter von elf Jahren stolpert Flavia de Luce eines Morgens im Garten ihres Elternhauses über die Leiche eines Mannes, der am Abend zuvor einen handfesten Streit mit ihrem Vater hatte. Schon bald ist klar, dass der Fremde ermordet wurde, und die Polizei verdächtigt umgehend Colonel de Luce, die Tat begangen zu haben. Flavia will nicht glauben, dass ihr Vater dieses Verbrechen begangen hat und beginnt unverzüglich mit eigenen Ermittlungen, um dessen Unschuld zu beweisen. Bei ihren Nachforschungen stößt sie allerdings auf ein dunkles Kapitel aus seiner Vergangenheit. Er scheint tiefer in den Fall verwickelt zu sein, als Flavia lieb sein kann. Die junge Detektivin muss befürchten, dass ihre privaten Ermittlungen eher dazu beitragen könnten, ihren Vater zu belasten. Letztlich helfen Flavia ihre erstaunlichen Fähigkeiten auf dem Gebiet der Chemie, um Klarheit in den komplizierten Fall zu bringen, doch dabei gerät sie selbst in allerhöchste Gefahr …

Alan Bradley ist mit seinem ersten Roman gleich der große Wurf gelungen. Kritik und Publikum feiern Bradley vollkommen zu Recht als neuen Krimi-König. Es erschien nur folgerichtig, dass Mord im Gurkenbeet postwendend mit dem Dagger Award ausgezeichnet wurde, sozusagen der Ritterschlag für den kanadischen Autor.

Wie sieht das Rezept aus, mit dem Bradley seine Leserschaft zu wahren Begeisterungsstürmen hinreißen konnte? Zum einen liegt das sicher daran, die Handlung im beschaulichen englischen Örtchen Bishop’s Lacey während der Nachkriegszeit anzusiedeln. Denn nur fernab des großstädtischen Trubels kann sich die überaus verzwickte und spannende Geschichte so wunderbar entwickeln, sie steht damit in guter englischer Krimi-Tradition.

Aber es ist vor allem die Hauptfigur, die den besonderen Charme dieses Romans ausmacht: Flavia de Luce, elf Jahre alt, Halbwaise und begnadete Hobby-Chemikerin, der bei der Herstellung von Giften niemand etwas vormacht – und für deren Anwendung auch schon mal Familienmitglieder herhalten müssen. Flavia zeigt alle Charakterzüge einer vorpubertären Nervensäge, die in ständigem Clinch mit ihren beiden älteren Schwestern liegt. Zugleich ist sie aber ungemein pfiffig und entwickelt einen detektivischen Spürsinn, der einer Miss Marple zur Ehre gereichen würde. Flavia de Luce lässt eine unerhört frische Brise durch das Krimi-Genre wehen. Und da soll noch einmal jemand behaupten, Chemie sei öde. Hoffentlich hören wir schon bald mehr von der bezaubernden kleinen Giftmischerin! – Christoph Reudenbach -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch.

Pressestimmen

"Bezaubernd, nostalgisch - und very British!" (Freundin)

"Eine entzückende Giftmischerin. Bradley schuf die charmanteste und witzigste Hauptfigur seit langem: Flavia de Luce. Die Geschichte sprüht vor Witz, Ironie und sprachlicher Eleganz." (Focus Online)

"Das ist genauso liebenswert und spannend wie es klingt." (Glamour)

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Format: Gebundene Ausgabe
Flavia ist nich so ganz von dieser Welt, um nicht zu sagen: sie lebt in ihrer eigenen. Jüngste Tochter einer verstorbenen Mutter und eines verschrobenen Vaters, hat sie sich eine ganz besondere Lebensnische ausgeguckt: Flavia ist von allem fasziniert, was mit Chemie zu tun hat, allen voran von Giften.
Erstes Studienobjekt ist ihre gehassliebte Schwester Ophelia, kurz Feely. Erste Genossin im Kampf gegen das Verbrechen ist Gladys - ihr Fahrrad.

Und Verbrechen gilt es zu bekämpfen, denn eines unschönen Morgens entdeckt Flavia einen Sterbenden im Buckshawschen Gurkenbeet. Leider weiß sie nur zu gut, daß ihr Vater Streit mit diesem Mann hatte - Colonel de Luce steht denn auch bald offiziell unter Mordverdacht. Jetzt legt Flavia los: mit Feuereifer macht sie sich daran, den aberwitzigsten (gelegentlich nur in ihrer Phantasie existierenden) Hinweisen zu folgen. Und lernt dabei zum ersten mal ihren Vater kennen...

Das Buch wurde ja ohne Ende mit Vorab-Lorbeeren überhäuft. Ein Preis auf Grundlage eines einzigen Kapitels? Das stimmt mich eher mißtrauisch, denn ich war schon öfter von Büchern enttäuscht, von denen ich die Leseproben hochspannend fand. Bei diesem Roman hier war mein Mißtrauen jedoch unbegründet - ich mochte es vom Fleck weg. Flavia und ihre Schwestern sind in sich schlüssig geschilderte Charaktere, und auch die Schwierigkeiten eines mutterlosen Mädchens mit ihrem in sich gekehrten Vater werden berührend beschrieben. Das ist eine ordentliche Portion Tragik in einer ansonsten witzig-skurrilen Geschichte. Und das funtkioniert sehr gut zusammen. Ich fand das Buch Klasse und freue mich schon sehr auf die Folgebände.
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Format: Gebundene Ausgabe Verifizierter Kauf
Die elfjährige Flavia lebt mit ihren Schwestern, Orphelia und Daphne, auf Buckshaw, dem Anwesen ihres Vaters, Colonel de Luce. Flavia ist ein liebenswert schräges Früchtchen mit einem analytischen Verstand und einem dazu passenden Chemielabor, in dem sie vorzugsweise Gifte zusammenmischt. Beides braucht sie um einen Mord aufzuklären, bei dem ihr Vater als Hauptverdächtiger festgenommen wird.
Hilfe bekommt sie von Inspektor Hewitt, dem sie allerdings immer eine Nasen(weis)länge voraus ist. Der muss sich beeilen, um mit dem Dreikäsehoch Schritt zu halten, denn Flavia ermittelt auf eigene Faust, und tritt damit eine Reise in die Vergangenheit ihres Vaters an.

Favia de Luce ist ein wunderbarer Charakter, der mir während des Lesens ein Dauerlächeln ins Gesicht gezaubert hat. Sie ist klug, selbständig und eigenbrödlerisch und weiß sich mit ihren elf Jahren gegen ihre beiden älteren Schwestern durchzusetzen. Dabei lässt sie sich nicht in eine Schublade stecken: Mal ist sie keck und taff, mal ein guter Kumpel oder ein gewitzter Sherlock Holmes, um einige Seiten weiter wieder ganz Kind zu sein.

Auffallend in dieser Geschichte waren für mich neben den etwas schrulligen Charakteren wie Flavia, Dogger oder Miss Montjoy zudem die Sprache des Autors, die sich erholsam von der Masse unterscheidet. Bei Alan Bradley sitzt jedes Wort. Er arbeitet mit Bildern und Metaphern und webt so mit jedem Satz ein lebendiges Bild seiner Heldin, die eine ganz eigene Art hat, ihre Umwelt wahrzunehmen. Das Ganze wird von witzigen Dialogen unterstrichen, wie dem auf Seite 43:
"Ich hab im Gurkenbeet eine Leiche gefunden"
"Das sieht dir mal wieder ähnlich!
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Format: Gebundene Ausgabe Verifizierter Kauf
Colonel de Luce ist Besitzer eines ehrwürdigen alten Herrensitzes namens Buckshaw sowie einer ebenso ehrwürdigen wie wertvollen Briefmarkensammlung, der er neben der Trauer um seine verstorbene Frau den grössten Teil seiner Zeit widmet. Seine drei Töchter Ophelia, Daphne und Flavia haben sich daran schon genauso gewöhnt wie der "Rest" des verschrobenen Hausstandes.

Bei der 11jährigen Flavia haben mit einem scharfen Verstand und einem Faible für die Chemie einige Begabungen des de Luce-Clans zusammengefunden, so dass sie sich nicht im mindesten von eigenen Ermittlungen abbringen lässt, als sie im Garten des Anwesens über einen Toten stolpert - zumal ihr Vater als Hauptverdächtiger von der Polizei in Gewahrsam genommen wird.

Gemeinsam mit Gladys, ihrem von ihrer Mutter geerbten und später aufgemotzten Fahrrad, macht sie sich auf Verbrecherjagd und stößt dabei auf ein dunkles Kapitel in der Vergangenheit ihres Vaters und einiger seiner damaligen Kommilitonen. Doch Flavia wäre nicht Flavia, wenn sie sich davon aufhalten lassen würde...

Und mein Fazit:
"Mord im Gurkenbeet", mit Preisen überhäufter Krimi, liest sich einfach nur herrlich. Von einem Kanadier geschrieben, aber in bester Holmes'scher Tradition. Die Worte "schrullig", "liebenswert" und "originell" habe ich in den Rezensionen schon ein paar mal gelesen und sie passen sowohl auf die Protagonisten, als auch auf den gesamten Roman und seine Heldin wie die berühmte Faust auf's Auge.

Mittlerweile gibt es ja schon zwei Nachfolge-Bände und ich freue mich drauf:
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