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am 19. Juni 2013
1971 erschien "Fireball" der britischen Gruppe Deep Purple und wurde abermals in der "MK-II"-Besetzung - und zwar von Ian Gillan (Vocals), Ritchie Blackmore (Guitar), Jon Lord (Organ), Roger Glover (Bass) und Ian Paice (Drums) - eingespielt. Veröffentlicht wurde wieder über Harvest Records.

"Fireball" markiert einen wichtigen Meilenstein in der Geschichte der Deep Purple Diskografie, und des Rock allgemein. Man schielte noch stark zum Hard Rock hinüber und verknüpfte diese Mischungen erstmals auch mit progressiveren Elementen. Zwar wurde letzteres schon auf vorangegangenen Alben zwischendurch erahnt, aber nicht so programmatisch dargestellt wie hier. Dies kristallisiert sich besonders beim Titelsong, - dem ersten Highlight der Scheibe - aber auch den folgenden Hits, der eingängigen Mitsing-Gröhler-Nummer "No No No", dem mit einem elektronischen Intro besetzten "Demon's Eye" und "The Mule", heraus, verleiht dem Album aber einen ganz besonderen Akzent. Genauso gut finde ich auch das überlange "Fools" und "No one came". Aber auch "Anyone's Daughter" ist *eigentlich* gutes Material. Nicht nur, aber vor allem, Ritchie Blackmore kann sich hier völlig profilieren und zeigen, was er kann. Auch Ian Gillan singt meines Erachtens richtig gut.

Alternativ dazu gibt es noch mit den Bonustracks "Strange Kind of Woman" (welches auf der ursprünglichen Pressung hierzulande auf der ersten Seite durch "Demon's Eye" ersetzt, aber auf die Ausgabe zum 25.-jährigen Jubiläum als Zusatz draufgepackt wurde) "I'm Alone", "Freedom", "Slowtrain", "The Noise Abatement Society Tapes", dem instrumentalen "Fireball take 1", dem kurzen "Backwards Piano" und zwei Remixes der Songs "Demon's Eye" und "No one came" knackiges Klassikerfutter.

"Fireball" stellt einen Höhepunkt von Deep Purple und des Hard Rock dar. Darum (natürlich) 5 verdiente Sterne!
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am 22. Dezember 2012
1971 kam von Deep Purple der Nachfolger des legendären ...In Rock heraus. Fireball hat wohl alle Erwartungen erfüllt, denn Fireball muss sich hinter seinem übermächtigen Vorgänger nicht verstecken. Insgesamt ist es allerdings eher experimentel. Ritchie Blackmore spielt wieder, genauso wie auch Jon Lord auch, fantastisch und Ian Gillan schreit sich die Seele aus dem Leib. Aber auch Ian Paice und Roger Glover können überzeugen. Der Musikstil ist sehr progressiv und psychedelisch.

"Fireball" (3:25) fetzt gleich zum Anfang und wurde die erfolgreichste Single des Albums .("Strange Kind Of Woman" war nur als Single zu haben).
"No No No" (6:52) steht noch im Zeichen des Blues und ist sehr abwechslungsreich.
"Demon's Eye" (5:21) hat ein interesantes Riff und gefällt mir ebenfalls.
"Anyone's Daughter" (4:42) ist ein Country-Song. Auch wenn das für die Band ungewöhnlich ist, kann der Song wegen seinen guten Melodien durchaus gefallen.
"The Mule" (5:22) lässt sich wohl als Space-Rock bezeichen. Das Lied besteht zum Großteil aus fantastischen Solos, am Ende gibt Ian Paice am Schlagzeug ordentlich Gas, aber auch die Gesangslinie mit Ian Gillan überzeugt.
"Fools" (8:19) ist der potentielle Nachfolger von "Child In Time". Ian Gillan schreit richtig gut und der Song versprüht etwas geheimnissvolles. Hier gibt es ein geniales geigenähnliches Solo! Live taucht der Song vor allem heute wieder auf.
"No One Came" (6:26) ist dann ein guter Song mit Funk, der aber nichts besonderes ist.
"Strange Kind Of Woman" (4:02) ist die Hit-Single des Albums, die hier als Bonus drauf ist und die richtig gut ist.
"I'm Alone" ist ein guter, recht schneller Song, aber war zurecht nicht auf dem Album.
"Freedom" ist ein Rock'n'Roll-Song mit Klavier und Ian Gillans fantastischem Geschrei am Ende.
"Slow Train" fetzt ordentlich, hat aber dennoch gute Melodien und ist abwechslungsreich. Im Soloteil "bekämpfen" sich wieder Gitarre und Orgel.
"The Noise Abatement Sociaty Tapes" ist lediglich Gitarre und Orgel (Klavier) und ein bisschen Schlagzeug ohne einen klaren Aufbau.

Deep Purple überzeugt hier wieder einmal, das Album wurde auch international sehr erfolgreich. Heutzutage werden aber nur noch selten Songs von dem Album gespielt. Trotzdem gibt es natürlich fette fünf Sterne, für diesen Klassiker. Bis heute eines der Bekanntesten von Purple.
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am 27. Mai 2011
Hammeralbum der Band von 1971 mit der Hitsingle "Strange kind of woman", ein Top-Ten-Hit in England. "Fireball", "Demon's eye" und "No one came" sind weitere Highlights der Scheibe. Nach "Deep Purple in Rock" das zweite Meisterwerk der Formation Gillan/Blackmore/Lord/Glover/Paice, welches in Deutschland und England bis auf Nummer 1 der Album-Charts ging.
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am 5. Juli 2011
Die Älteren unter Ihnen werden sich erinnern: Es gab eine Zeit, in der noch nicht alle Taxis weiß waren, in der ein gewisser Schmatzriegel noch Raider" hieß und in der es noch keine Alternative zum gebührenfinanzierten Programm der öffentlich-rechtlichen Fernsehsender gab.

Aber wie heißt es so schön? "Some things change and some things don't" - Martin Semmelrogge gab's zum Beispiel damals schon, und schon im jungen Semmelrogge deutet sich vieles an, das erst viel später zur vollen Blüte gelangen wird.

"Damals" soll hier übrigens soviel heißen wie "im schönen Jahr 1977, in dem erstmals eine Serie mit dem Titel "Die Vorstadtkrokodile" über die Mattscheibe flimmerte". Auch damals gab's Semmelrogge, und es gab ihn auch schon als Schauspieler zu bewundern. Irgendwer muss schon sehr früh erkannt haben, wo genau das besondere Talent von Semmelrogge liegt - die Entscheidung, die Rolle eines halbstarken Ganoven mit Semmelrogge zu besetzen, beweist mindestens ein gutes Gespür, vielleicht sogar eine hellseherische Gabe. Schließlich wurde Semmelrogge in den darauf folgenden Jahren so etwas wie das Paradebeispiel für einen strikt nach dem Type-Casting-Prinzip besetzten Darsteller, und nicht nur auf der Leinwand stand er oft mit mehr als nur dem einen sprichwörtlichen Bein im Knast.

Genau dort landet auch die Figur namens Egon, die Semmelrogge in der nach einem Kinderbuch gleichen Titels gedrehten Serie spielt, und genau dieser Titel ist auch die Antwort auf die in der Überschrift gestellten Frage: Einige der spannendsten Szenen in Die Vorstadtkrokodile" sind nämlich mit einem längeren Instrumentalteil von Deep Purples "The Mule" unterlegt. Die deutlich erkennbar um sittlichen Nährwert bemühte Serie ist in meinen Augen deshalb nicht nur in einem sozialpädagogischen Sinne wertvolles Kinderfernsehen, sondern auch musikdidaktisch begrüßenswert, zumal sie junge Zuschauer nicht nur spielerisch ans Werk von Deep Purple heranführt, sondern auch an die Hervorbringungen von anderen guten Bands wie z. B. Rainbow, Alan Parsons Project und Supertramp. Zu der Entscheidung, eine Kinderserie mit einem Stück Musik von einer LP zu unterlegen, die auch schon damals nicht mehr flammneu war, kann ich dem, der oder den Verantwortlichen jedenfalls nur meinen herzlichsten Glückwunsch aussprechen.

"The Mule" mag das erste Stück sein, das mir einfällt, wenn ich an das 1971er Album "Fireball" denke; das erste Stück auf der LP ist es nicht. Das ist vielmehr das Stück, dem das Album seinen Titel verdankt, und allein der Auftakt von Stück und LP, in dem aus dem Sound einer anfahrenden Klimaanlage (!) unvermittelt ein Stück Rockhistorie wird, ist denkwürdig - es röhrt und rauscht eigentümlich, dann steuert Schlagzeuger Ian Paice das bei, was man auf Englisch wohl als "powerhouse drumming" bezeichnen würde, und dann, auf einen Schlag, stößt der Rest der Band hinzu und beschert der Musikwelt dreieinhalb Minuten lang einen Vorgeschmack auf das, was viele, viele Jahre später einmal "Speed Metal" heißen wird. Anders gesagt: Das Intro der 1971er LP Fireball" gestaltet sich ähnlich rasant wie das der ein Jahr zuvor veröffentlichten LP "In Rock", die auf dem Trommelfell des nichts ahnenden Hörers gleich zu Beginn eine Granate namens "Speed King" zündet.

Bis der CD-Player im Display 3:25 anzeigt, ist alles gut; über das, was darauf folgt, ist nicht nur die Fangemeinde von jeher stark geteilter Meinung, sondern offenbar auch die Band selbst. Tatsächlich wirkt das Songwriting von Fireball" fahriger und weniger geschlossen als das des Vorgängeralbums - insgesamt fehlt es "Fireball" an der rohen Kraft, die der furiose Auftakt verheißt und die auch In Rock" prägt. Kein Stück ist wirklich schlecht, aber es fehlt der musikalische rote Faden, der die einzelnen Elemente eines uneinheitlich wirkenden Albums miteinander verknüpfen könnte. Vor allem "Anyone's Daughter", dessen Veröffentlichung auf "Fireball" Sänger Ian Gillan im Nachhinein als Fehler bezeichnete, fällt deutlich aus dem Rahmen. Mit Blackmores im Hintergrund gespielter Slide Guitar und Jon Lords Honkytonk-Klavier macht der Song deutliche Anleihen beim Genre Country & Western" - mit anderen Worten: "Anyone's Daughter" ist nicht unbedingt repräsentativ für das Schaffen der Progressive Rock-Pioniere Deep Purple.

Dass der Song deshalb schlecht sei, will ich damit nicht gesagt haben - er passt nur einfach in etwa so gut zu Deep Purple wie ein großzügiger Klecks Vanillesauce auf die Currywurst. Wer sich etwas eingehender mit dem Frühwerk Blackmores aus der "Pre Purple Era" befasst, stößt aber irgendwann unweigerlich auf die Wurzeln von "Anyone's Daughter" - eine Ende der 60er Jahre unter der Firmierung "Ritchie Blackmore Orchestra" eingespielte Version des Liedchens "Little Brown Jug" zum Beispiel verrät ebenfalls, dass Blackmore durchaus eine Ader fürs Volkstümliche hat. Noch früher spielte Blackmore in einer Band, die sich The Outlaws" nannte und die Singles mit Titeln wie "Texan Spiritual" und, unter dem Titel "Doo Dah Day", auch schon mal eine Coverversion des Songs "Camptown Races" (Sie werden es erkennen, wenn Sie es hören) einspielte.

Da führen "No No No" und auch "Demon's Eye" den Stil der Band schon konsequenter fort, das epische "Fools" besteht den Purple-TÜV ebenfalls mit Bravour, und auch "No One Came" passt durchaus in den Katalog der Band. "Fools" ist ein persönlicher Favorit von mir; der Text erinnert mich an eine Reihe von Stücken, die Sänger Gillan später für seine Solo-Veröffentlichungen geschrieben hat.

Grundsätzlich ist "Fireball", so empfinde ich das wenigstens, ein Album, das sich zunächst etwas sperrig gibt und seine wahren Qualitäten ggf. erst im Zuge der wiederholten Beschäftigung mit dem darauf enthaltenen Material preisgibt - insgesamt fehlt es dem Album einfach an leicht zugänglichen Krachern wie etwa "Strange Kind of Woman", das ursprünglich ebenfalls auf "Fireball" hatte erscheinen sollen, in der Folge dann aber doch nur als Single veröffentlicht wurde. Bezeichnenderweise hat keines der Stücke von "Fireball" die Weihen erfahren, in den Katalog der immer wieder auch live dargebotenen DP-Evergreens aufgenommen zu werden -"Speed King" zählt nach wie vor zum Live-Repertoire, "Fireball" kam dem Vernehmen nach nicht einmal in die engere Auswahl.

Die anlässlich des 25-jährigen Jubiläums des Albums veröffentlichte Neuauflage von "Fireball" bietet freilich nicht nur die sieben Stücke des Original-Plattenschnitts, sondern darüber einige Goodies, die nicht nur bekennenden Fans das Herz aufgehen lassen müssten: "Freedom" z. B. war lange Zeit nur auf einer meines Wissens nie auf CD veröffentlichten Doppel-LP erhältlich gewesen; I'm alone" und Slow train" sind zwei weitere Perlen, derentwegen es sich lohnen kann, die CD-Erstveröffentlichung von "Fireball" einzumotten und durch die "25th Anniversary"-Ausgabe zu ersetzen.

Optisch hebt sich das gute Stück von der Erstveröffentlichung übrigens durch ein gefällig gestaltetes Pappschuberchen ab, und im Gegensatz zur stiefmütterlich aufgemachten Original-CD bietet die Neuauflage außerdem ein umfangreiches Booklet - Interessierten, die mit dem Kauf von "Fireball" liebäugeln, kann man also guten Gewissens zum Kauf der ein Vierteljahrhundert nach der Original-LP erschienenen CD-Fassung raten.

R e s ü m e e

"Fireball" ist ein Album, das mit jedem erneuten Hören hinzugewinnt. In der Vergangenheit hat das 1971er Studioalbum der legendären Band Deep Purple für meine Begriffe allzu viel Schelte bezogen. Vieles auf "Fireball" mag gewöhnungsbedürftig und im Vergleich mit den zuvor erschienenen LPs und Singles der Band auch sehr ungewohnt erscheinen, aufgeschlossene Hörer aber erwartet ein Album, auf dem die Band sich dafür ungemein vielseitig präsentiert. Die 1996 erschienene "25th Anniversary Edition" bietet neben den sieben Stücken des Original-Plattenschnitts neun weitere Stücke, die teils sehr hörenswert sind und die Neuauflage zu einem guten Griff machen - übrigens gleichermaßen für Fans, welche die Original-CD durch eine besser ausgestattete Version ersetzen möchten, wie auch für interessierte "Neukäufer".

Die Stücke des 1971er Plattenschnitts:

1. "Fireball" 3:25
2. "No No No" 6:54
3. "Demon's Eye" 5:19
4. "Anyone's Daughter" 4:43
5. "The Mule" 5:23
6. "Fools" 8:21
7. "No One Came" 6:28

Zusätzliche Stücke auf der CD der 25th Anniversary"-Neuauflage:

8. "Strange Kind of Woman" (a-side remix '96) 4:07
9. "I'm Alone" 3:08
10. "Freedom" (album out-take) 3:37
11. "Slow Train" (album out-take) 5:38
12. "Demon's Eye" (remix '96) 6:13
13. "The Noise Abatement Society Tapes" 4:17
14. "Fireball" (take 1 - instrumental) 4:09
15. "Backwards Piano" 0:56
16. "No One Came" (remix '96) 6:24
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am 17. Dezember 2015
Vom September 1970 bis zum Juni 1971 dauerten die Aufnahmen des zweiten Albums der Herren Blackmore, Lord, Gillan, Glover und Paice. Was am Ende den Weg in die Läden schaffte war ein Meisterstück aller Beteiligten. Im Juli 1971 erschien es in den US/Canada. In der ersten US-Version wurde allerdings `Strange Kind Of Woman' anstatt `Demons Eye' auf der A-Seite veröffentlicht.

Europa und UK waren im September 71 fällig. Hier in der allgemein bekannten Form. `Strange Kind Of Woman' erschien hier schon im Vorfeld der Veröffentlichung. Im Februar 1971 machte die Single mit `I'm Alone' als B-Seite auf mehr Appetit.

Wie bedeutend dieses Album für die Band war lässt sich leicht nachvollziehen. Bis heute befinden sich Stücke von dieser Scheibe im Repertoire der Band (bzw. Nachfolgebands). Da ist `Fireball' als krachender Opener so mancher Live-Show, `The Mule' als Einsteiger für so manches superbe Trommelereignis des Herrn Paice und da ist das nicht mehr Tod zu kriegende `Strange Kind Of Woman'. Man denke nur an die vielen Liveaufnahmen der Touren danach. Ein Ian Gillan, welcher sich im letzten Teil des Stückes förmlich die Seele aus dem Hals schreit, keucht und im Kehlkopfgesang den Blackmore gibt.

Fünf der sieben Titel sind länger als Fünf Minuten. Sie sind Ereignisse, deren Kommentar sich bis in alle Ewigkeiten auch nur im Ansatz verbietet. Man denke nur an das famose Gitarrenspiel vom Man in Black im Titelstück und in `Fools' und, oder an den genialen Jon Lord im Stück `No, No, No'.

Hier sind die wohl die wohl am progressivsten spielenden Deep Purple ins Vinyl gepresst wurden, die es je gab. Wenn man dem Flehen von Ian zuhört, dem irren Schlagzeug vom anderen Ian, ja dann weiß man was sich gut anhört. Ritchie's Gitarre ist so abwechslungsreich wie sonst selten und verteufelt gut. Der Bass von Roger hämmert zu allem im genau richtigen Moment. Und der gute Jon ist allgegenwärtig zu hören. Herz was willst du mehr!? Ein Höhepunkt jagt den Nächsten.

Das wild gespielte `The Mule' wird vom verwegenen `Fools' verfolgt. `Demon's Eye' ergeht sich in dem schlichten Gitarrenstück `Anyone's Daughter'. Einfach alles ist hier zur musikgeschichtlichen Absolution erkoren.

Für mich ist es das Beste Album der Band und wird es wohl auch immer bleiben. Dieses Album hier steht wie ein immer existierendes Denkmal zwischen `In Rock' und `Machine Head'. Es ist die Steigerung des Vorgängers und gibt dem Nachfolgealbum Raum für neues. Wer das Teil nicht sein Eigen nennt, hat echt was verpasst im Leben.

Zum 25zigsten Jubiläum des Albums erschien dann die remasterte Version. Hier sind vor allem neben dem Single-Material die Bonustitel bemerkenswert. Hier hört man in wirklich guter Qualität Songs wie `Freedom' und auch `Slow Train'. Sie schafften es nicht auf's Original, sind aber nicht unbedingt schlechter. Beachtenswert ist auch die Instrumentalversion von `Fireball'. Wenn man hier gut hinhört, so kann man erst einmal sehen, wie kompakt der Titel eigentlich ist. Mit der Stimme von Ian Gillan obendrauf kommt diese instrumentale Tiefe weit weniger zur Ausprägung.

Auch diese Version ist mit Dringlichkeit eine dicke Empfehlung wert. Schade es gibt nur fünf Sterne zu vergeben. Sieben wären angebracht.
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am 21. Mai 2003
...Und herausgekommen ist das meiner Meinung nach beste und gleichzeitig auch das ruhigste und progressivste Album der Mk II-Phase. Während Sänger Ian Gillan das Album gerne mochte, konnte Gitarrist Ritchie Blackmore überhaupt nichts damit anfangen und sah es als das schwächste bisher an.
Dem kann ich mich nicht im geringsten anschließen, denn eine gute vielseitige Band muss auch neue Wege gehen und das taten Deep Purple, wie man anhand solcher Resultate wie dem psychedelischen "The Mule", dem langen, schleppenden und teilweise verzweifelt klingenden "Fools", dem groovigen "No No No", dem funkigen "Demon's Eye" oder dem ruhigen, wunderschönen Akustikstück "Anyone's Daughter" sieht.
Die bekanntesten Werke auf diesem Album - das leider oft unterschätzt wird, weil es vielen zu experimentell ist und man daher nicht so leicht Zugang dazu findet - sind sicherlich der rockende Titeltrack, der noch der härteste Song des Albums ist, "No One Came", in dessen Lyrics sich Ian Gillan Gedanken über das Dasein als Rockstar macht und "Strange Kind Of Woman", das besonders live stets eines der absoluten Highlights war, wenn sich Ian Gillan und Ritchie Blackmore spektakuläre Duelle zwischen Gesang und Gitarre lieferten.
Nicht zu verachten sind auch die Bonustracks - "Slow Train" ist vielleicht weniger gelungen, aber dafür umso mehr das groovige, schnelle "I'm Alone" und die richtig geile Rock-and-Roll-Nummer "Freedom", bei der Jon Lord das Piano erstklassig bearbeitet und Ian Gillan unglaublich hoch singt.
Musikalisch ist "Fireball" sicherlich abwechslungsreicher als der Vorgänger "In Rock" und deshalb ein weiterer Schritt nach vorne. Der Erfolg von "In Rock" konnte zwar nicht erneut erreicht werden, aber es ehrt Deep Purple, dass sie trotz dieses Erfolges keine Kompromisse eingingen, sondern neue musikalische Wege einschlugen.
Außerdem gibt es für mich im Vergleich zu den anderen drei Alben keine absoluten Favoriten - fast alle Songs sind meiner Meinung nach gleich gut, obwohl sie alle völlig unterschiedlich in ihrem Stil sind - und das zeigt umso mehr das hohe Qualitätslevel dieses Albums.
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am 19. November 2013
Deep Purple at it's best.
Es gibt wohl keinen Zweifel daran, dass DP in Originalbesetzung noch immer das Maß aller Dinge ist.
Der geniale Richie Blackmore hat dies mit seinen Escapaden zwar immer wieder mal unterbrochen,
aber hier sind sie noch glücklich vereint und liefern sicher eins der besten Rockalben aller Zeiten ab.

Hier sind DP noch jung, frisch und voller Ideen. Man hört das an der ungezügelten Spielfreude und
an vielen Songs die Geschichte geschrieben haben.

Selbst wenn man die Originalscheibe schon besitzt, sollte man die paar Euro für diese Sonderausgabe
opfern, denn man hört tatsächlich viel Neues und zwar richtig lang.
Diese CD würde ich als "must have" bezeichnen.

Der gute Ritchie Blackmore; eigentlich Richard Hugh Blackmore - inzwischen auch schon stolze 68 Jahre alt,
vermodert mit all seinem Können seit Jahren in seinem selbst gewählten Exil als "Blackmore's Night",
was mich etwas traurig stimmt, denn diese Musik ist - für meinen Geschmack - das Grauen.

Jon Lord tot - Blackmore im Exil... deshalb 3 Daumen hoch für die alten Zeiten und... kauft euch dieses Meisterwerk!

Rockige Grüße von Bernd
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HALL OF FAMEam 4. Juni 2004
Jahreswende 1970/71, eine junge Beatband in ihrer experimentierfreudigsten und (vielleicht) besten Zeit. Die LP wurde in einem einsamen Landhaus aufgenommen, technisch besser als "In Rock" finde ich, bei welcher - laut Roger Glover - permanent die Regler im roten Bereich übersteuert waren.
- Fireball - eine rasend schnelle Single und einer der härtesten Tracks die in dieser Dekade überhaupt auf 45-er Vinyl gepresst wurden. Luftgeräusch am Beginn ist das Einschalten der Klimaanlage.
- Demon's Eye war die starke B-Seite. Gutes Riff.
- Anyone's Daugther: Damals wie jetzt (Blackmores Night) bewunderte Ritchie Blackmore Folk- und Countrygitarristen. Ein feiner akustischer Song, die Melodie bleibt haften, flirrende Saiteninstrumente, witzig/tragischer Text, in 10 Minuten von Ian geschrieben.
- The Mule zeigt die stilistische Vielfalt der Gruppe, privat interessiert von Klassik bis Jazz. Orientalisch schillernd, eine laute Drums/Hammond-Orgie am Ende.
- Fools, ebenfalls sehr lang beginnt meditativ, ein violinenartiges Solo versus plötzlichem Heavy-Riff in tiefstem Purpur. Ein Hammer.
- No One Came: ungewohntes Stück, funky, gute Soli von Blackmore und Lord.
- Strange Kind Of Woman war die Folgesingle von Black Night, wurde gerne im Radio gespielt. Hätte mit auf die LP gepaßt wie auch
- Freedom und Slow Train die Härte und exotische Psychedlia in die Boxen pumpen. Ian Gillans Schreie lösten damals manchen Generationskonflikt mit den Eltern aus, die Klänge wie diese noch nicht gewohnt waren.
- die anderen Boni sind Alternativ-Versionen mit/ohne Gesang. Piano Intermezzo zeigt Humor und höflichen Umgang miteinander. Kaum zu glauben, daß am ersten Studiotag noch kein Stück fertig komponiert vorlag. Damals schien die Chemie in der Gruppe (trotz Spannungen zwischen Gillan und Blackmore) so gut zu funktionieren, daß gar eine Improvisation über den "Babysitter-Boogie" innerhalb ein paar Stunden einen soliden Purple-Track ergeben hätte.
- Mehrere Kaufmotive: An Smoke on the Water oder Child in Time hat man sich sattgehört, den unterbewerteten Feuerball kann man neu entdecken. Das Booklet bietet reichlich unbekannte Informationen zu 1971, die Gruppe sah auf Bildern (Pop, Popfoto) nie besser aus als zur Zeit von Fireball und Machine Head. Und der günstige Preis!
Noch ein kleiner Tip: Die LP "Who do we think we are" - 2 Jahre später - stand auch im Schatten und bietet sich als freudige Wieder-/Neuentdeckung wie "Fireball" an. Einer der traurigsten Momente meines Lebens (Tränen, wie beim Tod von Marc Bolan) war der Tag, als ich 1973 in der Tagespresse las, daß sich diese Formation der Band aufgelöst hatte.
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VINE-PRODUKTTESTERam 13. Juni 2014
...haben Deep Purple 1971 gefeuert. Kreativ wie nie reihen sie hier Songs aneinander, die nur eines gemeinsam haben: einsame Klasse. Harter Rock, Jazz, Funk und Folk finden Eingang in die Stücke, musikalisch wie textlich war die Band nie vielseitiger und wagemutiger - und das will etwas heißen. Ian Gillan's erklärtes Lieblingsalbum. Nach Blackmore's Ausstieg nahm die Band in den 90ern einige der Songs ins Konzertprorgramm auf. Noone Came ist auch heute noch atemberaubend. Die Zusatztracks der Jubiläumsausgabe sind lustig, aber nicht nötig.
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fireball hatte ich seinerzeit zwischen einer kassettenaufnahme von "in rock" und meiner ersten von zusammengekratzen taschengeld gekauften LP "machine head" irgendwie übersehen.

klar kenne ich alle songs und irgendwann hatte ich auch die LP, trotzdem - erst jetzt habe ich wiederentdeckt, was das für eine großartige rockscheibe ist, die auch musikalisch irgendwie zwischen diesen beiden alben angesiedelt ist.

etwas abgehalten hat mich das veränderte cover, das hier zu sehen ist - aber keine sorge - es ist ein hochwertiger kartonschuber und im inneren findet sich auf der eigentlichen CD das natürlich entsprechend verkleinerte LP-originalcover samt dickem booklet mit infos und vielen fotos.

die größte überraschung ist aber wohl das remaster. die matschige ursprünglich recht komprimierte aufnahme bekommt hier farbe, durchhörbarkeit und besonders ian paice's drumset ist größer und treibender geworden und glaubhafter zwischen die lautsprecher gestellt. klar, audiophil ist das noch immer nicht, aber mindestens so gut wie die anderen remasters oder MIJ.

gillan präsentiert sich mit mehr saft und kraft und es ist deutlich zu hören, dass hier einer der besten rocksänger ever zu werke geht.

deshalb selbst für besitzer des originals ein must have, überhaupt um diesen preis.

dazu gibts noch 8 interessante (vor allem der "fireball" instrumental take one) und sinnvolle bonustracks - super und locker mehr als 5 sterne für die einzig wahren erfinder des riffigen-wechselspiel-hard-rocks und der ekstatischen solos.
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