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am 4. November 2007
Es ist lange her, ich mochte etwa 16 Jahre alt gewesen sein und wartete am Kölner Hauptbahnhof auf eine Bahn. Mir war langweilig, ich wollte lesen, konnte mit Zeitschriften nichts anfangen. In der Auslage eines Zeitschriftengeschäfts wartete "Fette Welt" auf mich. Mein Blick auf die erste Seite, die Überschrift "Die Kampfmöse", faszinierte mich sogleich.

Was dann mit mir geschah, kannte ich bisher noch nicht. Es war - muss ich das erwähnen? - mein erster Krausser, mein erstes Mal, sozusagen. Ich wurde gefesselt und verdorben, war verliebt und vernarrt, hatte Blut geleckt und konnte nicht genug bekommen. Ich habe kein Buch öfter gelesen, kein Buch hat mich an mehr Orte begleitet, und immer wieder habe ich etwas Neues entdeckt, das mich fesselte, immer wieder Stellen entdeckt, die eine alte Leidenschaft brennen ließen. Es war lange Zeit mein Lieblingsbuch aus Kraussers Feder (da war "UC" noch nicht geschrieben).

Die gekonnte, mitreißende Verbindung obszöner, vulgärer Worte mit großen, literarisch anspruchsvollen Ausdrücken wirkt anregend anstößig und sehr gekonnt. "Fette Welt" ist der dritte Teil und damit der Höhepunkt der Hagen Trinker Trilogie und ich empfehle jedem Leser dringend, nach dem Genuss auch die ersten beiden Bände "Könige über dem Ozean" und "Schweine und Elefanten" zu lesen.
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am 28. März 2004
Der Autor Helmut Krausser ist seltsamerweise an den gleichen Orten wie ich aufgewachsen, und schon deswegen habe ich den Roman gerne gelesen -- schön, zur Abwechslung mal das nicht-ganz-so-coole München beschrieben zu lesen. Die Geschichte ist rund, nur die Beschreibung der Stadtstreicherszene fand ich etwas oberflächlich und idealisierend, ich hätte da gerne tiefere Einblicke erhalten. Ausserdem hätte ich gerne etwas weniger von Kraussers sprachbildernden Exzessen gehabt, zu Gunsten von mehr Handlung und Erzählung. Sehr stimmig fand ich dagegen die Rückblicke in die Kindheit des Erzählers Hagen Trinker, und die Beschreibung seiner Liebesbeziehung zu Judith. Jedenfalls habe ich das Buch praktisch in einem Zug durchgelesen.
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TOP 1000 REZENSENTam 24. Juli 2014
'''o0o WORUM GEHT ES IM BUCH? o0o'''
Hagen ist das, was viele Leute als gescheiterten Mann bezeichnen würden. Er spielt, trinkt, lebt mehr oder weniger auf der Straße und versucht jeden Tag aufs Neue zu meistern. Er beobachtet Menschen, kennt sich in der Münchner Innenstadt aus, hat ein Geheimversteck für Rasierzeug und ein gutes Hemd. Mit Sicherheit könnte er anders leben, zurück in eine Wohnung mit Heizung und fließend Wasser, doch inzwischen liebt er den Dreck. Eine Tatsache, die ihn alle Freundschaften kostet, denn nicht mal sein bester Freund möchte ihm noch Geld leihen, seinen Dosenfraß essen oder ihm zum 10.Mal das gleiche Buch abkaufen. Sein Leben ändert sich, als er Judith 16 und ihrerseits Ausreisserin aus Berlin kennenlernt. Er bringt ihr das Leben auf der Straße bei und geht eigentlich davon aus, dass sie bald Heimweh bekommt. Doch sie bleibt und so entwickelt sich eine kleine, zarte Liebe, die endet als sie von der Polizei nach Hause gebracht wird. Für Hagen ein Schock und er nimmt kurzer Hand einen Job als Leichentransporteur an, um Judith in Berlin zu überraschen. Doch wie findet man ein Mädchen in einer solchen Stadt, von der man nur den Vornamen kennt.
Zusätzlich zu Hagen und Judith, übernimmt auch Herodes eine Rolle in dieser fetten Welt. Er tötet kleine, unschuldige Babys in ihrem Kinderwagen.

'''o0o MEINE LESEEINDRÜCKE o0o'''
„Fette Welt“ ist ein Roman, der nicht nur verfilmt wurde, sondern den Leser in eine Welt zieht, die jenseits von Gut und Böse ist. Bei dem Werk handelt es sich definitiv um meinen ersten Krausser und vorab sei gesagt, wer dieses Buch liest ist keine Jungfrau mehr, und verdorben bis in die Haarwurzel.

Der Einstieg in die Geschichte ist alles andere als gewöhnlich, denn statt eines gewöhnlichen Romans erwartet den Leser eine Art Monolog der besonderen Art. Helmut Krausser erschafft eine Welt, die den Leser gerade am Anfang abstoßen wird, ehe sie ihn gefangen nimmt. Er nutzt Worte, die jeder Deutschlehrer durchgestrichen, ja sogar als ausgedachtes Wort angekreidet hätte, und die nicht jeder Mensch freiwillig in den Mund nehmen würde. Auf diese Weise schockiert und provoziert er. Ihm gelingt es jedoch den Urinstinkt vieler Menschen zu wecken, und sie dadurch zu faszinieren. Im Grunde ist es nichts als die Wahrheit, nur ohne rosa Schleife.

Gewöhnt man sich an diese ungewöhnliche Erzählweise, dann wird nicht nur der rote Faden sichtbar, sondern das Buch wird immer faszinierender. Immer wieder schüttelt man den Kopf und fragt sich, was Hagen noch alles erleben wird, denn vieles ist einfach nur krank. Aber es sind genau diese Punkte, die mich als Leser häufig zum Nachdenken bewegt haben. Noch jetzt denke ich über das Buch und seinen schrägen Inhalt nach.

Das Buch ist mit Sicherheit nichts für schwache Mägen oder empfindsame Menschen. Ja, manche Details sind einfach so abartig, dass sich sogar mir der Magen umdreht oder sogar leichte Tränen in den Augenwinkeln zu finden waren. Letzteres bedingt durch den Babymörder und der Tatsache, dass ich gerade frisch entbunden hatte, als ich mir das Buch zu Gemüte führte.

Fette Welt ist in meinen Augen kein leicht zu lesendes Buch, aber mehr als empfehlenswert. Egal wie schwer der Text auch erscheinen mag durch seinen poetischen Monolog. Wer Schreibkunst und Wahrheit gerne liest, der sollte sich das zeitlose Werk zu Gemüte führen.
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am 28. Oktober 2004
als ich anfing dieses Buch zu lesen,war mir nicht klar welche Ausmaße das haben würde.Ab der ersten Seite hat mich dieses Buch fasziniert und obwohl es gar nicht so dünn ist habe ich es an einem Tag gelesen,denn ich war nicht in der Lage es aus der Hand zu legen.Helmut Krausser spielt mit dem Leser und obwohl sein Stil oft vulgär und obszön ist so kommt es trotzdem sehr seriös rüber.Besonders hat mir an diesem Buch die Schizophrenie der Hauptfigur Hagen Trinker gefallen.Mitlerweile habe ich dieses Buch drei mal gelesen und schreibe nun auch eine Facharbeit darüber.ich habe auch andere Bücher von Helmut Krausser gelesen wie zum beispiel Thanatos und jedes mal war es ein unvergessliches Erlebnis.
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Deshalb freue ich mich auch, noch die ganz alte Ausgabe mit einem sehr schlichten Cover zu haben. Leider ist es in der heutigen schnelllebigen Zeit normal geworden, dass auch großartige Bücher eine Weile populäre Bestseller sind, dann jedoch völlig in Vergessenheit geraten, manchmal innerhalb weniger Jahre. Auch der ebenfalls sehr gute Film "Fette Welt" mit Jürgen Vogel läuft nicht mehr ab und zu im TV, selbst nicht in den dritten Programmen.
Immerhin gibt es noch den Roman. Und der ist sehr lesenswert.
Oft, fast immer, wenn Autoren sich an "schwierige Themen" wie Obdachlosigkeit und gesellschaftliche Außenseiter heranwagen, entstehen dadurch kopfige, zornige oder sogar anklagende Bücher. Dieses Schema lässt Krausser beiseite.
Sein Protagonist Hagen gibt niemanden die Schuld an seiner aktuellen Lebenssituation, empfindet sogar Mitleid mit anderen aus seiner "Treber-Familie", die im Leben weitaus weniger Chancen hatten als er, und erzählt einfach davon, was ihm alles so passiert. Zum Beispiel diese Geschichte mit Judith, die von zu Hause weggelaufen ist und bei ihm Schutz sucht. Dazwischen erinnert sich Hagen immer wieder an Ereignisse aus seiner Kindheit, die ihn nicht loslassen, die ihn immer noch emotional prägen.
Was die Geschichte um Herodes angeht, so war ich mir nicht sicher, ob dies "real" gemeint ist, oder ob hier bitterböse Fantasien die Wirklichkeit durchdringen, ob der Autor seine Figuren ungefiltert ihre düsterste Innenwelt zeigen lässt. Jedenfalls wurde diese Nebengeschichte in der Verfilmung mit Kraussers Einverständnis komplett gestrichen.
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am 24. April 2000
Fette Welt ist die Geschichte von Hagen Trinker, einem münchner Stadtstreicher, der unverhofft seine große Liebe trifft - die sechzehnjährige Ausreißerin Judith. Krausser berichtet aus der Welt der Penner, aber mit ständigem Blick auf die "normale" Welt, stellt die Lebensphilosophie Hagens der Lifestyle-Philosophie unserer Gesellschaft gegenüber. Die Geschichte ist mit viel Tempo, Wortwitz und einigen tiefgehenden Gedanken geschrieben. Dennoch gebe ich dem Buch nur vier Punkte, da es an einigen Stellen zu verspielt ist und sich damit der Glaubhaftigkeit beraubt. Den Vergleich mit dem Film widerum muss das Buch auf keinen Fall scheuen. Alles in allem: Kurzweilig, witzig und lesenwert.
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am 21. November 2014
...was ein fesselt beim lesen und auch nicht so einfach loslässt...
Herr Krausser kennt sich scheinbar aus in dieser welt wo man evtl.nicht
landen möchte...
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am 16. November 2003
Helmut Krausser schreibt besonders in der Hagen Trinker Trilogie einen besonders fesselnden Stil. Besonders Leute aus München werden das Buch mögen, da der Autor hier lebt und auch sein Wissen viel einbindet. Die Handlung spielt oftmals an bekannten Orten, wie im englischen Garten, so dass man sich die Umgebung bildlich vorstellen kann.
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am 25. Dezember 2000
Fette Welt, ein echt fettes Buch! Ich habe dieses Buch gelesen und muss sagen, ich bin begeistert. Krausser schafft es die typischen Merkmale der Postmoderne wieder zugeben. Die Hauptfigur Hagen Trinker wird durch einen Abschnitt seines Lebens in der Ich-Perspektive begleitet. Gleichzeitig erzählt Hagen die Gecshichte von Herodes, einen Babymörder in München. Als dritter Handlungsstrang wird die Gecshichte eines Jungen von einem Auktorialen Erzähler erzählt. Die art und Weise wie diese drei Handlungsstränge ablaufen und zum Schluss zusammenlaufen ist großratig. Fette Welt ist keine Typische liebesgeschichte, obwohl die Liebe von Hagen und Judith ein wichtiger Aspejt in diesem Buch ist. Die Handlung selbst läßt sich eigendlich nicht beschreiben, da man das Buch einfach lesen muss. Jedoch sollte man sich nicht von der teilweise sehr vulgären Ausdrucksweise abschrecken lassen. Fette Welt ist einfach ein sogenannter "Penner-Roman". Ich kann nur jedem dieses Buch empfehlen!
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