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HALL OF FAMEam 17. September 2004
Das Wort „Porsche" zergeht schon autobegeisterten Drittklässlern auf der Zunge. Porsche ist ein moderner Mythos. Bis es jedoch so weit war und der berühmte Sportwagen zum Prestigeobjekt der Oberklasse wurde, war es ein weiter und steiniger Weg, den der Autor in seinem Buch über Ferdinand Porsche nacherzählt. Das Leben des Motoren-Freaks liest sich facettenreich und spannend. Jedoch: Das ständige Hin-und-her-Springen zwischen den Jahreszahlen, mal Rückblick, mal Vorausschau, nervt. Innerhalb von vier Seiten hechtet der Leser z. B. von der Prinz-Heinrich-Fahrt 1910 zu Porsches Weggefährten 1918, zurück zum Börsenhandel 1912 und einem Ausflug zu den Gebrüdern Wright 1903, um dann wieder bei Porsches Aviatik-Engagement im Jahr 1908 anzukommen. Wir empfehlen dieses Buch dennoch allen, die sich für die Entwicklung im Automobilbau vor dem Hintergrund der Zeitgeschichte interessieren.
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am 27. Juli 2004
Osteroth schreibt mehr als eine Biografie. Über die Person Ferdinand Porsche hinaus erleben wir ein Stück spannender Technikgeschichte und mehr noch Zeitgeschichte. Porsche begegnet uns als eine technische Sonderbegabung (das Wort "Genie" scheue ich), der aber keine Universalbegabung ist. In vielerlei Hinsicht ist er von einer fast unheimlich nahbaren Normalität.
Porsche ist außerdem ein wohl fast "klassisch" zu nennender Mitläufer der Nazis. Sein Verhältnis zu den Nazis, zu Hitler: Man möchte es nach der Lektüre von Osteroths - übrigens in sehr flüssigem Stil geschriebenen Buch, ein Lesevergnügen - fast als ein "technisches" bezeichnen. Manche mögen das unpolitisch nennen wollen, aber es ist im besten Fall naiv.
Osteroths Buch ist sehr zu empfehlen, man liest es mit Gewinn.
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