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am 2. Juni 2011
Vor allem bekannt ist Gregor Weber aus dem Saarbrücker Tatort, in dem er den Hauptkommissar spielt. Zudem steht er, was wohl weniger bekannt ist, im Rang eines Stabsunteroffiziers der Reserve.

Beide Elemente sind durchaus von Bedeutung für den nun ersten Kriminalroman, den Weber vorlegt. Denn einerseits erinnert der Stil des Buches durchaus an die strukturierte Form eines Films in klar abgegrenzten Kapiteln und einer ebenso klar erkennbaren Spannungskurve, zudem bietet Weber, wie in den Tatorten üblich, ein Ermittlerpaar auf. Inhaltlich siedelt Weber den Ursprung und die Quelle seines Kriminalfalles in der Bundeswehr an, genauer in der Person eines zum Krüppel gewordenen Fallschirmjägers, eine durchaus als 'Elite' zu kennzeichnende Truppe, innerhalb derer jener Lars Rems ein Vorzeigesoldat gewesen ist was Physis und Einsatzbereitschaft anging. Eine Intensität in der Person und der inneren Haltung, die Lars Rems auch nach dem Verlust beider Beine nicht verliert, die ihn aber nun, da er diese nicht mehr konstruktiv im Rahmen seiner 'Berufung' ausführen kann, zu einer Gefahr werden lassen. Selbst nach seiner Ermordung noch.

Hauptkommissar Grewe, ein überzeugter Familienmensch und dennoch nicht ab von der Welt und Kommissarin Therese Swoboda, Single, übernehmen die Ermittlungen. Einen besonderen Reiz dieser 'Buddy' Version macht aus, dass beide für die Reize des anderen durchaus empfänglich sind (aber zumindest Grewe dabei die Haltung zu bewahren weiß). Jene Szene, in der Therese doch einmal die Hüllen fallen lässt und die Luft plötzlich bei aller langjährigen Vertrautheit der beiden Ermittler zu flirren beginnt, mag durchaus als exemplarisch für den Stil und die emotionale Dichte gelten, die Weber in den Raum setzt. Wunderbar erotisch beschrieben ohne stillos zu werden, die innere Ebene beider ebenso offen legend wie ein genaue körperliche Beschreibung, Weber versteht es, den Leser quasi in den gleichen Raum hinein zu ziehen, in dem seine Protagonisten handeln.

Das ganze Buch ist dabei in hohem Tempo erzählt, ohne große Ecken und Kanten, legt dafür aber besonderen Wert auf die Hintergründe der Geschehnisse und der beteiligten Personen. Die Spuren, welche die Kampfeinsätze bei den Soldaten hinerlassen haben, vor allem die inneren Spuren, werden von Weber intensiv vor Augen geführt und bilden im Gesamten einen wichtigen Teil des Erklärungsmusters dessen, was geschieht (und das nicht nur in Bezug auf das Verhalten des Elitesoldaten Rems und seine Ermordung).

Wie überhaupt Weber von dem, worüber er schreibt, durchaus Kenntnisse nachweist. Nicht umsonst fließen sicherlich Hintergründe seiner eigenen Rolle als Hauptkommissar in die Figur Grewes ein, klar erkennbar ist, dass er in Tonfall und Umgangsformen, aber auch in den alltäglichen Abläufen die Bundeswehr von innen her aktuell gut einzuschätzen vermag. Auch gelingt es Weber, in der Aufklärung des Mordes durchaus überraschende Akzente zu setzen..

Mehr als solide legt Gregor Weber einen überzeugenden Kriminalroman vor, der, würde er verfilmt werden, zu einem 'Tatort' der besten Art sich entfalten würde. Nüchtern, sachlich und dennoch mit Intensität und emotionaler Tiefe der Figuren ein überzeugendes Buch.
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am 5. Februar 2012
Der Romanerstling von Gregor Weber ist eine wirkliche Bereicherung des deutschen Krimimarktes.
Liebevoll detailliert gestaltet der Autor seine ermittelnden Figuren und entwirft gleichzeitig einen interessanten Fall, der aufgrund seiner gesellschaftlichen Brisanz nie droht, in die Belanglosigkeit mancher Krimidurchschnittskost abzudriften. Zudem hebt sich der Roman wohltuend von anderen deutschen Krimis ab, die leider allzu oft in eine Regionaltümelei abschweifen. Hier stehen nicht Lokalkolorit, sondern die Figuren und der Fall (mit all seinen gut durchdachten Wendungen) im Vordergrund. Beides ist so gestaltet, dass es nahezu überall stattfinden könnte, wodurch das Thema und damit auch der Roman nur gewinnt.
Insgesamt ist Gregor Weber ein spannender Fall gelungen, der intelligent angelegt und nahezu bis zum Ende offen ist, sodass der Lesefluss nie abbricht.
Fast möchte man es als Glücksfall verbuchen, dass der SR das von mir sehr geschätzte Tatort-Duo Kappl und Deininger aus unerklärlichen Gründen abgesetzt hat. So bleibt Gregor Weber mehr Zeit für hoffentlich noch zahlreiche Fälle des Ermittelerteams Grewe und Svoboda! Bleibt zu hoffen, dass der Autor mit diesem Roman die Beachtung findet, die ihm gebührt.
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am 24. August 2011
Das vorliegende Buch beschreibt in realistischer Art und Weise die Herausforderungen von Soldaten im Einsatz und zu Hause.
Hinsichtlich der Polizeiarbeit kann ich mir kein Urteil bilden, jedoch schafft es Gregor Weber auch diese Kollegen
in einem natürlichen Licht darzustellen.

Der Spannungsbogen wird die gesamte Zeit gehalten und es kommt zu einer überraschenden Wende, ohne zu viel zu verraten.
Zurückkommend auf die Darstellungen der Bundeswehr finde ich es als Ehemalige hervorragend wie Probleme der Soldaten
dargestellt werden ohne den Einsatz zu glorifizieren. Auch werden sehr kritische Punkte angeschnitten, die zum Nachdenken
anregen sollten.

Für den "Normalbürger", für den Tunesien schon ein exotisch-aufregendes Land ist, ist dieses Buch ein Wachmacher.
Es ist nicht wichtig, dass Soldaten eine Parade bekommen. Wie wär's mit einem einfachen "Danke" und dem
Verzicht seine konträre politische Meinung an diesen Bürger (in Uniform) auszulassen.

Natürlich ist man sich als Soldat und gerade als Unteroffizier oder Offizier bewußt, dass man in den Einsatz
geht, aber nicht aus Abenteuerlust oder Geldgier. Sicher gibt es Ausnahmen, aber wo gibt es die nicht.

Vor ein paar Jahren hatte ich auf einer Dienstreise in den USA ein bezeichnendes Erlebnis.
Ein amerikanischer Bürger klopfte mir unvermittelt auf die Schulter.
Er bedankte sich bei mir als Vertreter der Bundeswehr, dass ich in dieser diene.
Sicherlich haben die Amerikaner einen anderen Bezug zu ihren Streitkräften, jedoch würde ein einfaches
"Danke" schon reichen.

Das Buch gibt hier genug Anstoßpunkte, wie z.B. Oberleutnant Heinrich und die Clique seiner Freundin,
die einfach nicht wissen wollen, wie es ihm ergangen ist.

Schluss mit den Ausschweifungen.
Kurzum: ein gelungenes realistisches Buch, das Spannung und aktuelle Probleme ohne Glorifizierung behandelt.

Mein Tipp: kaufen und am Ende anfangen Fragen zu stellen!
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Tja, da war ich doch sehr gespannt, was dabei herauskommt, wenn ein Schauspieler sich als Krimiautor versucht.
Um es gleich vorwegzunehmen: Er hat die Aufgabe grandios gemeistert!!
Die Story:
Ein deutscher BW-Soldat verliert bei einem Bombenattentat in Afghanistan beide Beine und wird dadurch auch zum seelischen Wrack. Monate später wird er in seiner Wohnung ermordet aufgefunden. Er war zueltzt ins Rocker-und Drogenmillieu abgedriftet. Ein Mord im Millieu?
KHK Grewe und seine Mitarbeiterin Therese Svoboda sind sich dessen nicht völlig sicher und ermitteln zweigleisig. Steht die Tat möglicherweise im Zusammenhang mit der Bundeswehrzeit des Opfers?

Die Aufarbeitung:
Als Leser begreift man schnell, dass Weber durch seinen Einsatz als KHK im Saarbrücker Tatort über eine profundes Fachwissen hinsichtlich der Organisatiotn und der Arbeitsweise des Polizeiapparates verfügt.

Was gefiel mir nicht so gut?

Manchmal lässt Weber sich zu übertriebener Detailgenauigkeit hinreißen (Das Mordopfer erhält die Nr. 1 bei der Archivierung durch die Spusi, die Nr 2 erhält....). Das muss man als Leser nicht unbedingt wissen. Webers Schreibstil, der zumindest am Anfang des Romans manchmal zu arg verschachtelten Sätzen führt, ist zunächst gewöhnungsbedürftig . Ein wenig antiquiert ist seine Beschreibung der Umgangsformen innerhalb des Teams. Ich habe weder in anderen Romanen noch in Filmen oder gar im "normalen" Alltag erlebt, dass der Ermittler den Gerichtsmediziner mit Herr Dr. xy und seinen Vorgesetzten mit Herr Kriminaoberrat z anspricht. Das ist Stil der Fünfzigerjahre des vergangenen Jahrhunderts und passt nicht so recht in den heutigen Berufsalltag.

Was hat mir besonders gefallen?
Endlich gibt es einmal Ermittler, die ein normales Leben führen und nicht als ständig volltrunkene, mit sich selbst und der Welt hadernde einsame Wölfe stets eine Handbreit von der Suspendierung entfernt, teamunfähig ihre Kreis ziehen.
Es ist ein großer Verdienst Webers, Polizeiarbeit als Teamarbeit zu beschreiben, wobei man zwar nicht stets kuschelig harmonisch miteinander umgeht aber doch immer um gemeinsame Zielorientierung bemüht ist, die letztendlich zum Efolg führt.
Ein Ermittler, der Frau und Kinder hat, sich in dieser Situation wohlfühlt und daraus Kraft für seine Arbeit findet, weckt Sympathie beim Lesen. Auch seiner engsten Mitarbeiterin, Therese, mit ihren Beziehungsproblemen bringt man gern Verständnis und Sympathie entgegen. Indgesamt wird die Beschreibung der Charaktere dem realen Leben weitaus eher gerecht als in vielen anderen Romanen dieses Genres.
Besonders gut hat mir gefallen, dass Weber mir als Kriegsdientverweigerer einiges an Bundeswehrproblematik vermittelt hat. Seine Beschreibung der posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) unter der viele Soldaten nach Kampfeinsätzen leiden, geht wirklich unter die Haut. Insgesamt beschreibt er die Rolle der Bundewehr in ihrem Selbstverständnis und in ihrer Wahrnehmung durch die Gesellschaft sehr geradlinig und verständlich, ohne allzu tief in die Klischeekiste zu greifen.
Das gleiche gilt für die Beschreibung des Rockermillieus. Nur bei der Beschreibung der LKA-Leute ist ihm der Klischeegaul ein wenig davon galaufen. Ist aber nicht so schlimm, eher amüsant.

Neben all den informativen Bestandteilen des Romans handelt es sich um eine sehr spannend und mit einigen unerwarteten Wendungen geschriebene Story. Nicht gerade mit einem klassischen Happyend, aber gerade deswegen eher der Realität entsprechend. Das Buch hat so viel Klasse, dass die kleinen, mir weniger gefallenden, Monente be der Gesamtbetrachtung in der Bedeutungslosigkeit versinken
Ich würde sehr gern mehr von Gregor Weber und seinem Team Grewe/Svoboda lesen. Dabei darf er auch ruhig weiterhin "menscheln", denn geade das macht einen Kriminalroman besonders lesenswert.
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am 12. Mai 2014
Ein Schauspieler schreibt einen Krimi - da denkt man sich schon: "Kann der das überhaupt?"

Klare Antwort: "Ja, er kann!"

Gregor Weber beschreibt das Geschehen und die kriminalistische Ermittlungsarbeit glaubwürdig und fundiert recherchiert. Seinen Personen nimmt man sofort ab, tatsächlich so existieren zu können. Der Fall an sich ist spannend und man rätselt wirklich mit, wer es gewesen sein könnte. Auch eine (bisweilen sehr deutliche) Prise Sex fehlt nicht. Die besondere Stärke liegt aber in der Verortung der Handlung im Dunstkreis der Bundeswehr. Denn dort kennt Weber sich als Stabsunteroffizier der Reserve bestens aus - und das merkt jeder, der selbst mal irgendwann beim Bund war. Bis ins Detail beschreibt er die Zustände in jener Parlamentsarmee, die seit Jahren in einem Krieg am Hindukusch steht (stand) und unter den daraus resultierenden Folgen zu leiden hat. Und natürlich hat dies alles auch mit dem Fall selbst zu tun...

Ein Stern Abzug dafür, dass am Schluss die Lösung doch etwas zu verworren und platt daherkommt. Bis zu diesem Zeitpunkt aber Spitze!
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Sicherlich etwas ungewöhnlich, dass ein Schauspieler das Genre wechselt und Autor wird, hier ist es ein Glücksfall für den Leser.

Eines der besten Bücher bisher in 2012 für mich, sehr gut recherchiert, emotional berührend und ausgesprochen spannend, Figuren, die sehr menschlich wirken und trotzdem nicht klischeehaft oder kitschig, hier schreibt jemand, der weiss, wovon er schreibt.

Eine sehr berührende Geschichte, am Beispiel eines Bundeswehrsoldaten, der aus dem Krieg aus Afghanistan, den wir ja nicht so nennen, kommt und dabei beim letzten Einsatz beide Beine verloren hat, dies nicht verarbeitet, sondern eine strikte Trennung zu seinem bisherigen Leben durchsetzt und sich mit Drogen u.a. kriminellen Dingen das Leben naja nicht unbedingt verschönt, er wird ermordet aufgefunden und nun läuft das Räderweg der Ermittlung. Ich habe einiges neues erfahren, obwohl ich fast alles zu dem Thema Auslandseinsatz der Bundeswehr bisher an Erfahrungsberichten usw. schon gelesen habe, ein Krimi, der nicht nur für Männer, sondern auch für weibliche Leserinnen sehr geeignet ist um sich in die für uns doch relativ fremde Paralellwelt einzufühlen.

Die beiden Hauptermittler, Grewe und Svoboda sind menschlich ohne dass die Ermittlungen darunter leiden, ich denke, es ist sicherlich der Beginn einer neuen Ermittlerserie und ich freue mich drauf.

Ein hervorragendes Debüt, gern mehr.
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am 5. September 2013
Zugegeben, ich war skeptisch und habe eigentlich einen der schon fast nervigen Lokalkrimis eines Möchtegern-Autors erwartet, der nach seiner Tatort-Karriere mit seinem guten Namen und dem Krimi-Genre Geld machen möchte.

Gregor Weber hat mich eines besseren belehrt!
Ein tief gehender Krimi, der sich gut liest. Ein angenehmer Stil, der nicht wie viele Krimis an einen mehr oder weniger guten Schüleraufsatz erinnert.
Menschliche und fein gezeichnete Charaktere, denen man auch gelegentliche frevlerische Gedanken abnimmt.
Interessante Einblicke in die Struktur der "Truppe" (der Roman hat einen hohen Bezug zur Afghanistan-Truppe der BW). Man merkt, dass Gregor Weber selbst, wenn auch als Pressefeldwebel, einige Zeit in Afghanistan verbracht hat.

Ich war skeptisch, wie gesagt. Die Leseprobe hat allerdings schon Mut gemacht, den für eine Kindle-Ausgabe saftigen Preis zu investieren - und ich finde, es hat sich gelohnt. Ich werde auch die weiteren Krimis von Gregor Weber lesen. Weiter so!
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am 1. Dezember 2011
... ist Das Buch "Feindberührung" des Tatortkommissars Gregor Weber.

Weber verknüpft in diesem gut geschriebenen, sehr unterhaltsamen und wirklich lesenswerten Besuch den Auslandseinsatz der Bundeswehr in Afghanistan mit einer spannenden Kriminalgeschichte. Kriminalhauptkommissar Kurt Grewe und seine Kollegin Therese Svoboda ermitteln im Rockermilieu einer deutschen Garnisonstadt, Heimat von Teilen einer Fallschirmjägerbrigade um die Ermordung eines verstümmelten Afghanistanveteranen der Verbindungen zu den Rockern hatte und offensichtlich in deren Drogenhandel verstrickt war.

Das Buch überzeugt durch ausgereifte Charaktere, gerade das an die klassische Tatortbesetzung anknüpfende Ermittlerduo mit dem Familienvater Grewe und seiner Single Kollegin Svoboda ist gut gelungen, aber auch die auftretenden anderen Polizisten und Spurensicherer, Rocker und verschieden Soldaten sind plastisch dargestellt. Das Buch weiterhin durch die plastische Darstellung der verschiedenen Handlungsorte inklusive der Rückblicke auf Situationen in Afghanistan und die durchweg herrschende Spannung. Der Autor hat im Besonderen den Auslandseinsatz und die damit verbundenen Erfahrungen der Soldaten gut erfasst, Hilfestellung booten ihm zahlreiche Gespräche mit Soldaten, wie er im Nachwort schreibt. Weber vermag sehr überzeugend darzustellen, was dort passieren kann und wie die beteiligten Soldaten reagieren und empfinden, ich kann dies aus eigener mehrfacher Erfahrung gut nachvollziehen. In dieser Kriminalgeschichte wird auch das Thema der Posttraumatischen Belastungsstörung angesprochen dem leider noch zu wenig Aufmerksamkeit in unserer Gesellschaft geschenkt wird.

Insgesamt kann ich nur feststellen, ein sehr gelungenes Buch, ich lese nur sehr selten Krimis, dieser ist aber wirklich gelungen und sollte unbedingt verfilmt werden, wäre bestimmt ein gelungener Tatort. Mit ist das Buch beim stöbern durch den Titel aufgefallen und der Klappentext war sehr überzeugend, anschließend hat mich dieses Buch gefesselt, ich konnte nicht mehr aufhören zu lesen, Weber versteht es wirklich den Leser in seinen Bann zu ziehen.

Wer Spannung, gute Unterhaltung und eine zum Schluss überraschende Wendung liebt, kann nichts verkehrt machen, wenn er dieses Buch kauft. Fünf Sterne sind daher völlig angemessen.
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am 3. Juni 2011
der auch sprachlich überzeugen kann. Hut ab, Herr Kommissar aus dem Tatort.

Deshalb 5 Sterne, obwohl mir persönlich hier doch viele Szenen zu brutal und pornografisch waren und es vielleicht auch mit ein paar Kraftausdrücken weniger gegangen wäre.

Das lag hoffentlich an dem doch eben recht brutalen Thema und vielleicht geht es ja im nächsten Band mit den Kommissaren Svoboda und Grewe um ein anderes Thema und Herr Weber kann dann auf solche Milieuausdrücke und -beschreibungen verzichten.

Das Buch ist in jedem Falle absolut lesenswert und ich freue mich auf ein Wiedersehen mit Frau Svoboda und Herrn Grewe und den übrigen Mitgliedern des Ermittlungsteams und der Familie Grewe.
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am 5. Januar 2012
Gregor Weber schafft es im Roman, wie auch in seinem Sachbuch "Kochen ist Krieg" zu zeigen, dass er
- mit der Sprache umgehen kann
- mit Fachwissen und Liebe zum Thema schreibt
- für seine Themen begeistern kann

Begeisterung und Leidenschaft, das sind die zwei Begriffe, die mir beim Lesen immer wieder durch den Kopf gehen.
Der Stil ist rund und flüssig und Zusammenhänge kommen schlüssig rüber.
Auch wenn die Thematik der deutschen Kriegsheimkehrer der Gegenwart doch anfangs starker Tobak sind.

Hoffentlich kommt da noch mehr.
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